Friedrich Gerstäcker - Buntes Treiben
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„Sie meinen wirklich?"
„Mir dürfen Sie glauben - aber alle Wetter!" unterbrach er sich plötzlich, nach seiner Uhr sehend - „es ist spät geworden und ich muß fort – also, auf Wiedersehen, Herr Pech!"
In dem Augenblick schreckte, dicht hinter Andreas, ein Rehbock, der hier im Mondenschein auf die Lichtung getreten war und natürlich keine Gesellschaft da vermuthen konnte. Er mußte auch ganz dicht herangekommen sein, als er die Witterung von etwas Verdächtigem bekam, und der laute Ton, den diese Thiere in einem solchen Fall gewöhnlich ausstoßen, machte, daß der überdies etwas erregte Schulmeister blitzschnell nach ihm herumfuhr. Das scheue Thier hielt sich aber nicht auf, sondern floh in langen Sätzen über den mondhellen Schlag, um sein schützendes Dickicht zu erreichen. Jetzt tauchte es in die Büsche; als aber Andreas den Kopf wieder seinem Besuch zudrehte, war dieser spurlos verschwunden und ein eigener moderartiger Geruch schien die Luft zu erfüllen. Der Schulmeister bemerkte auch jetzt erst, worauf er früher gar nicht geachtet, daß aus dem tiefer gelegenen Theil der kleinen Lichtung ein feiner, aber feuchter Nebel herausquoll - und wie weit war der Mond schon am Himmel hingerückt! Es mußte wahrhaftig spät geworden sein, und kalt war's auch, /25/ denn es fing an, ihn in Hemdsärmeln zu frösteln. Oder war das vielleicht die Scheu vor seinem unheimlichen Besuch? Er schaute sich vorsichtig nach rechts und links um, ob er die dunkle Gestalt nirgends mehr erkennen könne - aber die Lichtung war leer, und der schreckliche Gast dorthin verweht, woher er gekommen sein mußte - in die Luft.
Den armen Schulmeister fing es jetzt an zu grausen. Wenn er nun noch einmal zurückkehrte und - der Teufel traue dem Teufel! Er zog rasch seinen Rock an, hob sich den fertigen Klotz, den er mitnehmen wollte, auf die Schulter, griff dann mit der andern Hand sein Werkzeug auf und schritt, so rasch ihn seine Füße trugen, der Heimath zu, wo er indessen auch wirklich schon mit schweren Sorgen erwartet wurde.
„Aber, Andreas, um Gottes willen! wo bleibst Du denn nur bis so tief in die Nacht hinein?" rief ihm seine Frau entgegen, die in aller Sorge und Angst noch aufgeblieben, oder vielmehr wieder aufgestanden war - „wie bange ist mir schon um Dich geworden, und wenn ich nur den Weg gewußt, ich wäre selber hinausgelaufen, um Dich zu suchen."
„Aber, liebes Kind," sagte der Mann verlegen, „so spät ist es doch noch gar nicht?"
„So spät nicht?" rief aber die Frau, „schon lange ein Uhr vorbei."
„Hm," sagte Andreas, der in dem Augenblick daran dachte, daß der Teufel gerade um ein Uhr verschwunden sein mußte - „es arbeitete sich heute Nacht so herrlich da draußen, daß ich gar nicht wieder fortkommen konnte und fast meinen ganzen Baum zertheilt habe."
„Und Dich selber machst Du dabei krank und reibst Dich auf - und die feuchte Nachtluft ist doch wahrhaftig auch nicht gesund."
„Die schadet mir nichts," sagte der Schulmeister freundlich, „sorge Dich nur nicht meinethalben. Die scharfe Bewegung in der gesunden Waldesluft hat mir viel mehr genutzt, als wehe gethan. Es ist freilich ein bischen spät geworden - ich wollte eigentlich gar nicht so lange ausbleiben, aber wenn man einmal anfängt, kann man gar nicht wieder aufhören /26/ und noch dazu bei der herrlichen Nacht - ich weiß wirklich nicht, wo die Zeit hingekommen ist."
„So mache nur jetzt wenigstens, daß Du in's Bett kommst," sorgte die Frau - „es ist doch wieder recht frisch geworden. Denke nur, was aus uns werden sollte, wenn Du krank würdest."
Andreas folgte dem Rath, es war ihm überhaupt heute gar nicht mehr darum zu thun, viel zu sprechen, wo er so viel zu denken hatte, und er lag auch noch lange, lange Zeit in seinem Bett, über das Erlebte nachgrübelnd, bis ihm endlich selber die Augen zufielen. - Aber wie sonderbar war ihm erst am nächsten Morgen zu Muthe, als ihm die gestrige Erscheinung wieder einfiel und jetzt mehr wie ein wüster Traum, wie als etwas wirklich Gesehenes vorkam.
Es war Sonntag, und er mußte früh in die Kirche, um sich an die Glocke zu hängen und damit den frommen Christen ein Zeichen zu geben, daß sie sich ein wenig rasch rasirten und in ihren Sonntagsstaat würfen, da die Predigt bald beginne. Aber an was dachte er dabei? Es schauderte ihm selber, wenn er sich dessen klar wurde, und er suchte die Gedanken gewaltsam von sich abzuschütteln - wenn ihm das nur möglich gewesen wäre.
An dem Nachmittag ging er zum Chaussee-Einnehmer hinaus, um sich mit diesem ein wenig zu unterhalten. Er fühlte das dringende Bedürfniß sich mitzutheilen, und wagte cs trotzdem nicht; denn durfte er hoffen, gerade bei Bellermeier, der immer gern für einen Freigeist gelten wollte, Glauben zu finden? Es war nicht denkbar. Dadurch fühlte er sich niedergedrückt, und dem kleinen Chaussee-Einnehmer konnte es nicht lange verborgen bleiben, daß dem Schulmeister etwas auf der Seele liege. Seiner Meinung nach konnte das aber natürlich nichts Anderes sein, als die bevorstehende Schulinspection.
„Hört einmal, Schulmeister," rief er endlich, „das ist langweilig, Ihr nehmt Euch die Sache viel zu sehr zu Herzen. Ob die Schwarzröcke einmal die Nase in Eure Schulstube stecken oder nicht, was kümmert das Euch hier in Holzhäusel? Höher versetzt könnt Ihr nicht mehr werden, /27/ Ihr schneidet aber, hol' mich der Deubel, ein Gesicht, als ob Ihr schon heute auf der Armesünderbank säßet."
„Lieber Herr Chaussee-Einnehmer," bat Andreas freundlich, „thun Sie mir den einzigen Gefallen und sagen Sie nicht immer: „hol' mich der Teufel" - es ist - man weiß doch nicht - und noch dazu an einem Sonntag."
„Nanu!" lachte aber der kleine Mann gerade heraus und sah den Schulmeister ordentlich erstaunt an. „Was ist Ihnen denn heute in die Perrücke gefahren, Schulmeister, denn der Sonntag hat Sie doch sonst eben nicht genirt? Weshalb soll ich nicht sagen: hol' mich der Deubel?"
„Es ist doch eigentlich Gotteslästerung."
„Wenn ich sage, hol' mich der Deubel? Hehehehehe, Sie sind wirklich göttlich! Was hat denn der liebe Gott mit dem Deubel zu thun? Hören Sie, hören Sie, Schulmeister, Sie arbeiten sich doch nicht etwa auf den Mucker los? Dann sind wir wenigstens die längste Zeit Freunde gewesen, was mir hier, in dem verbrannten Nest, unendlich leid thun sollte."
„Mein lieber Herr Chaussee-Einnehmer," sagte Pech, „man braucht noch kein Mucker zu sein, um an solchen gefährlichen Worten keine Freude zu finden -"
„Gefährlichen Worten!" lachte aber Bellermeier wieder, „lieber Herr Schulmeister, nehmen Sie mir's nicht übel, aber ich vermuthe fast, es muß bei Ihnen irgendwo im Gehirnkasten eine Schraube losgegangen sein."
Andreas hatte es auf der Zunge, dem kleinen Mann sein gestriges Abenteuer zu erzählen, aber er fühlte auch recht gut, daß er nur Spott und Hohn dafür einernten würde. Er war dadurch niedergeschlagen, die Unterhaltung wollte nicht recht fließen, und er ging auch bald wieder nach Hause, um sich auf seine morgende Schule vorzubereiten. Aber der Kopf wirbelte ihm, denn drinnen herum gingen ihm die Rathschläge, welche ihm die Erscheinung gestern Nacht gegeben, und wenn er sich auch wieder und wieder vorhielt, von wem sie eigentlich kamen, so fühlte er doch auch - ja er wußte genau, daß der Fremde Recht gehabt, ja daß er nur das mit deutlichen, klaren Worten ausgesprochen habe, was er selber schon lange mit sich herumgetragen. /28/ Wie war es anderen Lehrern gegangen, die vielleicht nicht einmal so fleißig studirt hatten, wie er selber. Der eine, ein Schulkamerad von ihm, war mit einem enormen Gehalt Director eines Gymnasiums geworden, trug zwei oder drei Orden im Knopfloch und die Nase wer weiß wie hoch. Ein anderer stand sich als Rector in - ebenfalls außerordentlich gut; mehrere Andere aber, die sich dem Lehrerfach gewidmet, lebten wenigstens in erträglichen Verhältnissen - nicht am Ende der Welt in Holzhäusel. Und woher kam das? - weil sie nie versucht hatten, gegen den Strom zu schwimmen, sondern immer langsam und behaglich darauf hingeglitten waren. Die kamen deshalb auch an's Ziel, er aber hielt sich unterwegs nicht allein unnöthiger Weise auf, sondern rückte auch nicht einmal vom Fleck - ja, je mehr er arbeitete und Widerstand leistete, in immer gefährlichere Wirbel gerieth er hinein, und ein solcher Wirbel hatte ihn hier nach Holzhäusel hinauf getrieben. War es denn wirklich gar nicht möglich, wieder in günstigeres Fahrwasser zurück zu kommen? Es mußte wenigstens versucht werden.
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