Friedrich Gerstäcker - Buntes Treiben

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Erzählungen aus aller Welt sind hier vereint, die spannend, humorvoll und voller Abenteuer stecken. Der Weltreisende und Schriftsteller Friedrich Gerstäcker wird hier einmal mehr auf seine ganz eigene Art lebendig. Die Werkausgabe nach der Ausgabe letzter Hand ist ungekürzt und nicht bearbeitet. Ein guter Querschnitt durch das Schaffen des Abenteurers und Weltreisenden.

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„Lieber Freund," sagte der Teufel aber ruhig, „es giebt sehr viel Wunderbares auf der Welt - viel mehr, als sich die Menschen gewöhnlich träumen lassen. Manchmal sehen sie's nur nicht; manchmal aber wollen sie es auch nicht sehen, und der Teufel geht oft mitten unter ihnen herum, ohne daß sie ihn bemerken."

„Aber früher," sagte Andreas schüchtern, „hatte man doch immer so viel Angst, daß er Einen holte (er sprach noch /17/ immer von dem Gefürchteten in dritter Person, denn er getraute es sich nicht, ihn selber anzureden), und jetzt hört man eigentlich gar nichts mehr davon."

„Das ist sehr natürlich," versicherte der unheimliche Fremde. „Früher, als ich noch absoluter Monarch in der Hölle war, durfte ich machen, was ich wollte, und machte mir deshalb manchmal einen Spaß; denn daß mir an einer lumpigen Seele nicht viel liegt, können Sie sich denken, Herr Pech. Jetzt aber, seit wir eine Constitution haben -"

„Eine Constitution?" platzte der Schulmeister erstaunt heraus.

„Versteht sich - seit 48, wo auch hier oben Alles drunter und drüber ging. Ich hatte damals hier alle Hände voll zu thun und ließ deshalb leichtsinniger Weise mein eigenes Reich etwas außer Acht. Die Folge blieb nicht aus. Als ich zurückkehrte, brachten sie mir gleich den ersten Abend eine Katzenmusik, meiner eigenen Großmutter warfen sie die Fenster ein und schickten mir nachher eine Deputation auf den Hals, mit welcher ich die weiteren Bedingungen meiner Regierung besprechen mußte. Was wollte ich machen? Ich war noch froh, daß sie - dumm genug - nicht mehr verlangten, und bewilligte Alles."

„Und jetzt holen Sie Niemanden mehr?" frug Andreas, der schon dreister wurde, je länger die Unterhaltung währte, und sich dafür besonders zu interessieren schien.

„Nein," sagte der Teufel, „ich bekomme jedes Jahr mein Deputat geliefert und habe mich sogar nicht einmal mehr um die Verwendung der eingelieferten Seelen zu bekümmern, da das die Arbeitervereine besorgen."

„Man sollte es nicht für möglich halten," sagte staunend der Schulmeister, „selbst in der Hölle haben sie eine Constitution, und hier bei uns -"

„Beruhigen Sie sich darüber," lächelte der Teufel, „sie ist auch danach, aber sie erfüllt immerhin ihren Zweck, denn ich beziehe noch das nämliche Einkommen, und habe dafür weniger zu thun. Sonst hat sich fast gar nichts geändert, nur daß die Sache vielleicht etwas umständlicher geworden ist, als sie früher war." /18/ „Aber Sie erwähnten doch vorhin meinen Freund, den Chaussee-Einnehmer," sagte Andreas schüchtern, „von wegen holen, meine ich."

„Nur ein Scherz," lächelte der Teufel; „wie schon gesagt, befasse ich mich auch damit nur noch ausnahmsweise und in ganz besonderen Fällen - von denen ich Ihnen allerdings einige namhaft machen könnte - es ist aber kein rechtes Leben mehr in der Sache. Ueberhaupt, lieber Freund," setzte er zutraulich hinzu,„kann ich Sie versichern, daß die Welt immer prosaischer wird, und die Menschen behaupten ganz falsch: die Poesie ginge zum Teufel. Es ist nicht wahr und nur eine ihrer gewöhnlichen Uebertreibungen, denn ich habe in letzterer Zeit nichts von ihr gesehen; wir werden immer praktischer wohl, aber wirklich nicht glücklicher dabei. Was für ein wunderbares Vergnügen war das früher, z. B. mit dem wilden Jäger mit Hallo und Rüdengebell durch die Welt zu Hetzen und sich einmal recht tüchtig auszutoben. Sie können sich keine Idee davon machen, wie wohl das that, und man fühlte sich nach einem solchen Ritt um tausend Jahre jünger. Jetzt, nach Einführung der Jagdkarten, ist uns da auch ein Riegel vorgeschoben, denn es gehörte wirklich heidenmäßig viel Geld dazu, um hier in Eurem zersplitterten Deutschland, wo man beinah auf jede Pferdelänge in ein anderes Fürstenthum und Revier kommt, für jedes wieder eine neue Karte zu lösen."

Andreas hörte voller Erstaunen und mit offenem Munde zu, denn er hatte bis jetzt einen ganz andern Begriff von der Macht und den Rechten des Teufels gehabt.

„Ja, aber wie ist mir denn," sagte er endlich ganz verdutzt, „braucht denn der - entschuldigen Sie - braucht denn der Teufel auch eine Jagdkarte, wenn er jagen will? Das hab' ich ja gar nicht gewußt."

„Ihr macht Euch hier oben überhaupt ganz sonderbare Gedanken über uns," sagte der Teufel achselzuckend, „und ich habe Bilder gesehen," fuhr er, still vor sich hin lachend fort, „wo die Hölle als ein einziger lodernder Feuerpfuhl abgebildet war, in dem also eine nur einigermaßen erträgliche Existenz gar nicht möglich wäre. Was würden Sie aber sagen, wenn /19/ ich Ihnen erzähle, daß die ganze Hölle mit Gas erleuchtet ist, Herr Pech?"

„Mit Gas?" rief Andreas verwundert.

„Versteht sich - aber was haben wir dabei gewonnen? Nichts. Früher brannten wir nur fette Sünder, und Sie glauben gar nicht, was oft für komische Scenen dabei vorfielen. Jetzt ist das aber als inhuman verschrieen, und die langweiligen Candelaber stehen nun dort unten Jahrhunderte ein und aus und verbreiten ihr regelmäßiges monotones Licht."

„Petroleum benutzen Sie also nicht?" frug Andreas, der sich schon lange eine solche Lampe gewünscht hatte.

„Nur zum Schmoren," sagte der Teufel gleichmüthig, „aber schon seit vielen tausend Jahren. Es war von jeher unser Hauptbrennmaterial, wenn es die Menschen auch erst vor kurzer Zeit entdeckt haben. Trotzdem nennen sie uns noch immer den „dummen Teufel"."

Andreas schwieg verlegen still, denn er wußte nicht gleich, was er darauf erwidern solle - er mochte doch nicht grob sein, und eine gewöhnliche Schmeichelei schien ihm hier auch nicht am Platze. Dem Teufel hätte er sie doch nicht - noch dazu als christlicher Schulmeister - sagen können. Der Teufel aber, seinem eigenen Gedankengang folgend, fuhr fort:

„Sie hätten freilich Recht, wenn ich dem Bild entspräche, das sie sich von mir entwerfen. Ich soll z. B. die Leute holen, die hier oben recht nichtsnutzige Streiche machen oder gemeine Schurken sind - es ist zu abgeschmackt! Die lasse ich doch gerade am allerliebsten so lange als nur irgend möglich auf Erden herumlaufen, schon des guten Beispiels wegen. Den Beweis für das Gesagte finden Sie auch überall auf der Erde bestätigt. Die guten Menschen sterben weg und die schlechten bleiben; wo sie aber irgendwo in einem Land Jemanden haben, den einzelne Personen, oder den das ganze Volk zum Teufel wünschte, so können Sie sich fest darauf verlassen, daß ich ihn nicht hole, sondern daß der ein ewiges Leben zu haben scheint."

Andreas seufzte und dachte an einen bestimmten Consistorialrath, den er kannte. /20/ „Die laufen mir lange gut," fuhr aber der Teufel fort, „die säen Haß und Erbitterung aus nach Herzenslust, und wenn ihre Zeit einmal um ist, entwischen sie mir doch nicht, wozu also eine so alberne Uebereilung."

„Merkwürdig," sagte Andreas, fast mehr mit sich selber als zu seinem Gesellschafter redend.

„Finden Sie das merkwürdig?" lächelte der Teufel.

„Ach nein - das nicht," seufzte Andreas, „ich kenne selber einige sehr auffallende Beispiele, die das allerdings bestätigen, was Sie eben sagten - nein, ich meine nur, daß Sie, verehrter Herr," er kam etwas in Verlegenheit, wie er den Teufel eigentlich anreden müsse, denn daß er allein keinen Titel habe, ließ sich doch nicht gut denken, - wenn er ihn aber nicht ordentlich titulirte, nahm er es ihm am Ende übel. Wurde doch der sonst so gutmüthige Bellermeier fast böse, wenn man ihn bei seinem eigenen Namen nannte, und man mußte immer „Herr Chaussee-Einnehmer" dazu setzen.

„Nun?" frug der Teufel, der wohl merkte, daß er etwas auf dem Herzen hatte, „womit kann ich dienen?"

„Bitte," sagte Andreas erschreckt, denn daß sich der Teufel so bereitwillig zeigte, ihm mit etwas zu dienen, kam ihm doch bedenklich vor. „Ich - ich wußte nur nicht gleich, wie ich Sie tituliren sollte."

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