Friedrich Gerstäcker - Buntes Treiben
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„Sie hat er eingeladen, ihn zu holen?" rief Andreas, /13/ wirklich erschreckt, indem er in die Höhe sprang. „Ja, um Gottes willen, wer sind Sie denn eigentlich?"
„Bitte, lieber Herr Pech," sagte der fremde Herr aber ganz ruhig, indem er ihm mit der Hand winkte, - „behalten Sie Platz und erschrecken Sie nicht. Sie haben nicht den geringsten Grund dafür. Ich bin blos der Teufel."
„Der Teufel?" sagte Andreas und sank wirklich auf seinen Sitz zurück, fühlte aber auch, wie ihm das Herz ängstlich an zu klopfen fing - er mußte todtenblaß geworden sein.
„Aber, bester Herr Pech," sagte der Teufel, „was schneiden Sie denn für ein trostloses Gesicht. Sie fürchten sich doch nicht vor mir? Das wäre ja rein kindisch und ist gegenwärtig ein vollkommen überwundener Standpunkt. Ich thue Ihnen nichts, und einzig und allein Ihre späte Beschäftigung hat mich angezogen."
„Meine Beschäftigung?" sagte Andreas, der sich wirklich schon in etwas von dem ersten Schreck erholt hatte, wenn er auch ein leises Grausen über diese Begegnung nicht unterdrücken konnte.
„Ja," nickte der Teufel leise vor sich hin - „Ihre Arbeit im Mondenschein. In früheren Jahrhunderten hatte ich über alle Die Gewalt, die im Mondenschein arbeiteten, denn das Mondenlicht ist mein specielles Eigenthum. Mit den vielen Neuerungen der jetzigen Aera ist aber auch das nun abgelöst, und ich habe nur noch mein Vergnügen daran, den Leuten zuzuschauen, die meinen Mondenschein benutzen."
„Aber ich habe gar nicht gewußt, daß das Sünde wäre.'" sagte der arme Schulmeister ganz bestürzt.
„Sünde?" sagte der Teufel, die Achseln zuckend; „lieber Gott, was ist eigentlich Sünde! Wir haben es da mit einem sehr weiten Begriff zu thun. Todtschlag ist Sünde, nicht wahr? Aber ich kenne eine Menge von Beispielen, wo die frommen Geistlichen selbst auf den Kanzeln dem lieben Gott danken, wenn recht viele Menschen todtgeschlagen sind und die zuckenden Leichen noch draußen auf dem Schlachtfeld liegen. Sünde! Diebstahl ist Sünde, und wer stiehlt in unserer Zeit nicht - und wenn es nur den guten Ruf seines Mitmenschen wäre. Wir könnten auf die Art die ganzen zehn Gebote durchnehmen." /14/ Andreas schüttelte mit dem Kopf; er war jetzt, während der Fremde sprach, ruhiger geworden und fing an, sich die Sache zu überlegen. Das sollte der Teufel sein? Ein Herr in einem schwarzen Frack und mit einem Cylinderhut auf? Unsinn! Wenn er auch noch nicht recht begriff, wie er hierher gekommen sein konnte, ohne daß er ihn bemerkt hätte, so ließ sich doch nichts Anderes denken, als daß es irgend ein Fremder wäre, der sich hier im Wald verirrt haben mußte. Natürlich war er dann durch die weitschallenden Schläge seiner Art dieser Richtung zugezogen worden, und da er unbemerkt herankam, wollte er sich jetzt einen Spaß mit ihm machen und sich für den „Gottseibeiuns" selber ausgeben.
Erstlich war Andreas, wie schon früher erwähnt, noch lange nicht mit sich einig, ob es wirklich nur überhaupt einen Teufel gäbe, und wenn in der That, so sah der doch jedenfalls anders aus als ein vornehmer Stadtherr, der mit Glanzstiefeln im Wald herumläuft und Glacehandschuhe trägt. Mit dem Verdacht wuchs aber auch wieder sein Muth - wie man ihn überhaupt nicht furchtsam nennen konnte - und er fing an, sich die Sache von der humoristischen Seite zu betrachten.
Der Fremde hatte in der Zeit sehr ruhig seine Cigarrentasche herausgeholt und sich eine Cigarre genommen.
„Rauchen Sie, Herr Pech?" frug er freundlich - wo in aller Welt hatte er nur seinen Namen wegbekommen – indem er ihm die Tasche hinhielt.
„Bitte," sagte dieser, „wenn Sie erlauben - eine gute Cigarre bekommt man hier in der Gegend selten."
„Diese sind ächt," sagte der Fremde, „ich habe sie selber von Havanna mitgebracht."
„Waren Sie in Amerika?" rief Andreas, der eigentlich keine weitere Sehnsucht kannte als Amerika, es aber etwa ebenso betrachtete, wie den Mond oder einen andern Planeten, nach dem man sich wohl hinwünschen, den man aber auch nie erreichen könne.
„Allerdings," lächelte der Fremde, „ich habe dort viel zu thun."
„Wirklich?" sagte Andreas, und hatte dabei seinen Stahl /15/ und Schwamm aus der Tasche genommen, um Feuer zu schlagen, als der Fremde seinen linken Handschuh auszog, den Finger an seine Cigarre hielt und diese dadurch augenblicklich in Brand brachte. Dann reichte er sie artig dem Schulmeister, der die seinige verdutzt daran anzündete. Wo hatte der fremde Mensch so schnell Feuer herbekommen? - aus dem Finger? Das war ja doch rein unmöglich. Der fremde Herr aber zog seinen Handschuh wieder an und blies den Rauch in kleinen kurzen Wölkchen in das Mondenlicht hinein. „Was zum Henker," dachte aber Andreas, „Du fragst ihn einmal, wo er herkommt und wohin er will, denn aus Stunden weit ist ja kein anderes Dorf in der Nachbarschaft. Rede muß er doch stehen!"
„Sie entschuldigen," sagte er deshalb laut und genoß dabei in langsamen Zügen seine eigene Cigarre, denn so ein Blatt hatte er in seinem ganzen Leben nicht geraucht. „Woher kommen Sie denn eigentlich heute?"
„Heute?" sagte der Fremde, „oh, nicht weit, blos von Petersburg, wo ich etwas zu besorgen hatte, und nur, wie ich eben über den Wald flog und Sie hier unten im Mondenlicht arbeiten sah, bin ich einen Augenblick heruntergekommen, um ein bischen mit Ihnen zu plaudern."
„Ueber den Wald fliegen?" lächelte Andreas still vor sich hin, denn er war jetzt fest überzeugt, daß sich der fremde Herr einen Spaß mit ihm machen wolle - „so! und nachher fliegen Sie auch wohl wieder fort?"
„Es wird mir wohl nichts Anderes übrig bleiben," nickte freundlich der Fremde, „denn was soll ich in Holzhäusel machen? Etwa den Chaussee-Einnehmer holen? Das wäre wirklich nicht der Mühe werth, denn der kommt mir schon mit der Zeit von selber - und wenn er nicht kommt, ist's auch kein Unglück."
Den Schulmeister überlief‘s wieder. Der Fremde sprach so zuversichtlich, und erst jetzt fiel ihm eine merkwürdige Eigenschaft an seinem unheimlichen Besuch auf, denn einmal war es ihm, als ob er durch den dunkeln Frack hin die dahinter liegenden Umrisse des Holzes erkennen könne, und dann - beim Himmel, der fremde Mensch warf gar keinen Schatten!
„Lasten Sie Ihre Cigarre nicht ausgehen," sagte aber /16/ der Teufel freundlich - denn daß er es sei, daran konnte der arme Schulmeister jetzt nicht einmal mehr zweifeln, „sie schmeckt nachher nicht mehr so gut, wenn sie erst einmal kalt geworden ist. Wie geht es denn eigentlich Ihrer Familie?"
„Oh, ich danke - recht gut," stammelte Andreas, dem es jetzt eiskalt durch die Glieder zog - „aber wie - wie um Gottes willen ist mir denn? Sie können doch nicht wahr und wahrhaftig -"
„Der Teufel sein?" lächelte dieser, „und weshalb nicht, Herr Pech? Weil ich anständig gekleidet gehe? Wollen Sie sich einmal ein Bild Ihrer Altvorderen betrachten, einen jener urkräftigen Cherusker oder wie die Herren hießen, mit einem Bärenfell-Mantel, große Büffelhörner als Helm auf dem Kopfe und mit bloßen Beinen - laufen aber die Deutschen jetzt noch so in der Welt herum? - Nein, sie haben sich civilisirt, und ich sehe wirklich nicht ein, weshalb ich da allein eine Ausnahme machen sollte. Wo könnte ich mich jetzt wohl noch anständiger Weise mit Schweif und Pferdefuß sehen lassen, und ein oft so nöthiges Incognito wäre ganz unmöglich."
„Wunderbar," stöhnte der Schulmeister, der durch die gemüthliche Plauderweise des Schrecklichen aber auch wieder Muth zu fassen begann. Dabei fiel ihm aber sein Herr Pfarrer ein - wenn er dem dies Begegniß erzählte, der glaubte kein Wort davon - und Bellermeier erst, der hätte ihn gerade ausgelacht, und er wäre am Ende noch in den höchst ungerechten Verdacht gekommen, ein Glas Bier über den Durst getrunken zu haben. Gütiger Himmel! es warf ihm nicht einmal eins für den Durst ab, und er war so nüchtern wie eine junge Katze.
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