Friedrich Gerstäcker - Buntes Treiben
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„Mich?" lachte der Teufel laut auf, „das ist himmlisch! Woher vermuthen Sie, daß ich einen Titel habe, Herr Pech?"
„Ja, aber - ohne Titel," sagte der Schulmeister, „es ist doch nicht wohl anzunehmen, daß ein anständiger Mensch - ich wenigstens kenne kein Beispiel -"
„Ohne Titel in der Welt herumlaufe?" ergänzte der Teufel seine Rede, und sein Gesicht glänzte ordentlich vor Vergnügen. „Aber Sie stehen mit Ihrer Meinung nicht vereinzelt da," fuhr er, plötzlich ernster werdend, fort, „denn selbst meine gute und sonst so vernünftige Großmutter hat mich einmal eine lange Zeit gequält, ich sollte mir einen solchen zu verschaffen suchen - was mir bei meinen Connexionen allerdings nicht schwer geworden wäre - und mich „geheimer Commissionsrath" nennen lassen, aber ich habe es trotzdem abgelehnt, denn eine Auszeichnung muß ich doch vor den Menschen /21/ haben und - Verwechselungen waren mir auch vielleicht unangenehm gewesen. Nennen Sie mich deshalb nur, da wir uns doch hier in Deutschland befinden, bei meinem deutschen Namen Teufel - also Herr Teufel, wenn Sie wollen, der mit dem hebräischen Satan gleichbedeutend ist. Alle übrigen Benennungen sind gemeine Schimpfworte, die ich mir allerdings verbitte. Aber Sie wollten mir vorher, als ich Sie unterbrach, noch etwas Anderes mittheilen. Sie fanden etwas, worüber Sie sich noch nicht ausgesprochen haben, merkwürdig."
„Ach ja," sagte Andreas, der sich jetzt besann - „ich meinte nur, es wäre merkwürdig, daß so viele Menschen gar nicht an Sie - der doch jetzt leibhaftig vor mir steht, glauben wollen und Ihre ganze Existenz leugnen."
„Bah," sagte der Teufel verächtlich, „und was bedeutet das? Es giebt ebenso Tausende von Menschen, die selbst einen Gott leugnen, und ändert das etwas im Weltensystem? Früher meintet Ihr, die Erde liege still und die Sonne bewege sich - thaten sie es deshalb wirklich? Nein, die Erde lief ihre vorgeschriebene Bahn fort, und die Sonne stand still, und nur einer späteren Zeit war es vorbehalten zu beweisen, daß sich Josua mit seinen astronomischen Kenntnissen gründlich blamirt habe. Ebenso wird sich aber auch der Teufel die Freiheit nehmen - und nimmt sie sich in der That - auf Erden herum zu gehen, ob nun Einzelne an ihn glauben oder nicht. Meinen besonderen Freunden bin ich doch bekannt und vertraut, und diese verleugnen mich auch nicht. Ich möchte z. B. einmal sehen, was Ihnen geschähe, wenn Sie einer General-Synode erklären wollten: es gäbe keinen Teufel. Ja, selbst die Regierungen nehmen sich meiner an, und als vor einigen Jahren die „Münchener Fliegenden Blätter" einmal ein albernes Spottbild auf mich brachten, erhielten sie ein Rescript der königlich sächsischen Regierung, worin ihnen gedroht wurde, die Blätter im ganzen Königreich polizeilich zu verbieten, wenn sie noch einmal versuchten, „einen Gegenstand der christlichen Verehrung" lächerlich zu machen."
Andreas seufzte nur, denn ähnliche Rescripte und Verwarnungen, die er selber erhalten, gingen ihm im Kopf herum. /22/ „So viel ist sicher," sagte er endlich, „daß es selbst der Teufel besser hat als ein armes Dorfschulmeisterlein, denn wir werden nicht als Gegenstände der Verehrung, sondern als Fußschemel betrachtet, an denen sich Jeder ungestraft die Stiefel abtreten kann, und doch sollen wir eine neue Generation von Menschen heranbilden."
„Bah," sagte der Teufel, „daran seid Ihr selber schuld und dürft Euch deshalb nicht darüber beklagen."
„Wir?" rief Andreas verwundert.
„Ja Ihr - weiter Niemand," nickte der Teufel leise vor sich hin. „Weshalb beschränkt Ihr Euch nicht darauf, die Kinder das zu lehren, was sie allein zu lernen brauchen, um gute Staatsbürger zu werden. Nachher hättet Ihr den Himmel auf Erden und säßet bis über die Ohren in der Wolle."
„Ja aber -" sagte Andreas verdutzt, „was ist denn das eigentlich, und kann denn der Mensch überhaupt je zu viel lernen?"
„Gewiß kann er, mein lieber Herr Pech, gewiß kann er," nickte der Teufel mit einem vergnügten Grinsen, „und er weiß jetzt schon eigentlich viel mehr, als ihm gut ist. Der Katechismus ist die Hauptsache - den muß er vor- und rückwärts auswendig kennen, Bibelsprüche meinetwegen so viel in den Kopf gehen, denn die halten seinen Geist von anderen gefährlichen Dingen ab. Außerdem lesen und schreiben und ein wenig rechnen, und meinetwegen auch ein wenig Geographie des bestimmten Landestheiles nämlich, in dem Ihr gerade lebt, mit vaterländischer Geschichte, d. h. um Gottes willen nicht Schlosser's Weltgeschichte, der viel mehr sagt, als irgend nöthig ist, sondern Erzählungen aus dem Leben der verstorbenen Landesväter, worin deren Tapferkeit, Milde, Weisheit, Güte und Gerechtigkeit dem Schüler zugleich mit dem Bewußtsein eingeprägt wird, daß alle diese Tugenden auf den noch lebenden und gerade regierenden Herrscher übergegangen sind. Außerdem Lateinisch und besonders alte römische Geschichte, in welcher sämmtliche Vorbilder von Freiheit und Republikanismus vollkommen ungefährlich sind, oder vielmehr durch den vortragenden Lehrer ungefährlich gemacht werden /23/ können. Er darf natürlich keine Vergleiche mit damals und jetzt ziehen und muß die Sache mehr als Mythe behandeln - weshalb ich auch besonders altgriechische Mythologie empfehle."
„Aber Naturwissenschaften - Denkübungen."
„Bah, seien Sie nicht kindisch!" sagte der Teufel. „Für Naturwissenschaften genügt einfache Naturgeschichte, worin erzählt wird, daß der Löwe, der König der Thiere, großmüthig, und die Schlange noch vom ersten Sündenfall her verdammt ist, im Staube zu kriechen. Allerdings hat sie auch vorher schon eben so wenig Beine gehabt wie jetzt, aber das schadet nichts. Statt Denkübungen lassen Sie die Kleinen dann ordentlich, besonders recht lange Gedichte auswendig lernen: Die Bürgschaft z. B., den Taucher, den Kampf mit dem Drachen, das Lied vom braven Mann und tausend andere. Das verhindert sie am sichersten, über etwas Selbstständiges nachzudenken und einen eigenen Ideengang zu verfolgen."
„Aber, bester Herr," sagte Andreas halb verzweifelt, „Sie geben mir da Rathschläge, die das junge Volk nicht allein zu Grunde richten, nein, die es zu Dummköpfen machen müssen."
„Reden Sie keinen Unsinn," sagte der Teufel ärgerlich, „von Zugrunderichten ist gar keine Rede; auf die Höhe der Zeit sollen sie gehoben werden. Die Wissenschaft muß umkehren, wenn sie den Weg, den sie gelaufen, überblicken und dadurch zu einer genauen Kenntniß ihrer selbst gelangen will. Apropos - Sie haben in vierzehn Tagen hier Schulvisitation, nicht wahr?"
„Allerdings," sagte Andreas verwundert, „aber woher wissen Sie denn das schon?"
„Weshalb sollte ich es nicht wissen? - Sie wünschen eine bessere Stelle, nicht wahr?"
„Großer Gott," seufzte Andreas, „ich bin Dorfschulmeister in Holzhäusel, und damit ist wohl Alles gesagt."
„Gut, haben Sie Ihre Vorbereitungen dazu getroffen?"
„So viel in meinen Kräften stand, ja," sagte Andreas. „In der Geographie nehme ich jetzt die Vereinigten Staaten von Nordamerika durch, in der Geschichte bin ich bei Joseph II. von Oesterreich." /24/ „Jetzt thun Sie mir den Gefallen," fuhr der Teufel auf - „Sie müssen Ihren Verstand verloren haben! Was wissen die Bauernjungen von Joseph II., was brauchen sie von ihm zu wissen! Gehen Sie gleich Montag früh daran und pauken Sie den Rangen die Geschichte des unglückseligen Franz von Neapel ein und erfüllen Sie ihre kleinen Herzen mit Empörung über die dort verübte Ungerechtigkeit, darauf setzen Sie einige sechzig Sprüche und Psalmen."
„Aber ich darf die Kinder nicht so viel auswendig lernen lassen," warf Andreas ein. „Die Eltern beklagen sich immer, daß ihnen damit zu viel Zeit zur Arbeit verloren geht, und die Leute sind ohnedies so arm."
„Bah, Unsinn, was geht das Sie an?" sagte der Teufel. „Jeder ist sich selbst der Nächste, und ich garantire Ihnen, daß Sie versetzt werden."
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