Wilfried Baumannn - Das letzte Schuljahr

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Der größte Teil des Buches wurde in den Jahren 1988/89 geschrieben, also dem letzten normalen DDR-Schuljahr. Der totale Zusammenbruch des Regimes war noch nicht absehbar.
Die Gedanken und Gefühle des Lehrers Horst Müller, der Hauptperson, sind daher Zeit identisch. Sein Schicksal wird ohne Nostalgie spannend dargestellt, und es wird dem Leser begreifbar, warum sich so viele Menschen gegen das System zur Wehr setzten und es zu Fall brachten.
.... und was geschah danach?
Wer früher die DDR-Schule besuchte, wird in diesem Buch an vieles erinnert, was er schon längst vergessen glaubte.

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Alle Schüler bis zur zehnten Klasse besuchten die allgemeinbildende polytechnische Oberschule (POS) und konnten dann in einer Art Delegationsverfahren die Erweiterte Oberschule (EOS) mit Abiturabschluss besuchen. Die Auswahl erfolgte nicht nur nach den intellektuellen Fähigkeiten, sondern auch nach politischen Kriterien. Wer nicht Mitglied der FDJ war oder Christ, hatte kaum Chancen auf einen EOS-Platz, obwohl das nach Artikel 20, 1 der DDR-Verfassung verfassungswidrig war. (Artikel 20, 1: Jeder Bürger der Deutschen Demokratischen Republik hat unabhängig von seiner Nationalität, seiner Rasse, seinem weltanschaulichen und religiösen Bekenntnis, seiner sozialen Herkunft und Stellung die gleichen Rechte und Pflichten. Gewissens- und Glaubensfreiheit sind gewährleistet. Alle Bürger sind vor dem Gesetz gleich.)

Wer aber wagte der allmächtigen Partei zu widersprechen? Auf das Berufsleben wurden die Schüler schon in den unteren Klassen vorbereitet durch Berufsbilder von Elternvertretern, Vertretern des Patenbetriebes und vor allem des Berufsberatungszentrums in den einzelnen Bezirken. An der Schule gab es extra einen Lehrer, der für die Berufsbildung verantwortlich war. Für Abgänger wurden dann Berufsbewerbungskarten herausgegeben, mit denen sie sich im zukünftigen Betrieb vorstellen konnten, der für ihre Lehrausbildung verantwortlich zeichnete. Diese Karten erhielten zuerst behinderte Schüler, um ihren zukünftigen Arbeitsplatz sichern zu können. Die neuen Lehrlinge wurden auch gewöhnlich nach Ende der Ausbildung von den Betrieben übernommen. Mit Ausnahme der Schüler, die eine Erweiterte Oberschule (EOS) besuchten, war es äußerst selten, dass jemand nach dem Schulabschluss ohne Lehrvertrag dastand, da der Lehrer für Berufsbildung und das Berufsberatungszentrum äußerst bestrebt waren zu melden, dass alle Schüler versorgt sind.

Das neue Schuljahr begann für die Schüler am 1. September mit einem Fahnenappell, der alle politisch einschwenken sollte. Er hatte fast militärischen Charakter mit Fanfarenkonserve vom Tonband, Fahnendelegation, dem vom Freundschaftspionierleiter ins Mikrophon gerufenen Pioniergruß (Seid bereit - Immer bereit), FDJ-Gruß (Freundschaft) und Meldungen der einzelnen Klassen an den Direktor, der mit Genosse Direktor angesprochen wurde, dass alle Schüler zum Appell angetreten sind. Danach kam in den Klassen, die in ihrem neuen Raum saßen, die Politinformation, wo über die Ereignisse in der Weltpolitik diskutiert werden musste unter dem Aspekt: „Frieden und Sozialismus sind eine Einheit“, was seit den Ereignissen in Afghanistan 1980 fragwürdig erschien, wo die friedliebende Sowjetunion „brüderliche Hilfe“ in einem Land leistete, das nicht zu ihrem Machtbereich gehörte. Dass sie in der DDR 1953, in Ungarn 1956 und der Tschechoslowakei 1968 militärisch eingriff, um eine gegen sie gerichtete Volksbewegung zu unterdrücken, nahm man ja noch hin, weil die genannten Staaten zu ihren Satelliten gehörten.

Dann ging es um die Verteilung der neuen oder noch brauchbaren Schulbücher, den neuen Stundenplan und Informationen über die nächsten Vorhaben. Jeder hatte dann auch sein Hausaufgabenheft, wo alle Aufgaben sorgfältig eingetragen werden mussten.

In den ersten Schulwochen fand die Neuwahl des Klassenelternaktivs (KEA) statt. Im Pädagogischen Rat wurde extra darauf hingewiesen, dass in das Aktiv unbedingt ein Genosse der SED gewählt wird, denn die Partei wollte überall präsent sein.

Ebenso fanden die Wahlen der Pionier- oder FDJ-Leitungen in den einzelnen Klassen statt. Die mussten dann nach dem Pionier- oder FDJ-Auftrag gemeinsame Vorhaben, angefangen von der Lernarbeit, Schulordnung, Ausflügen, politischen Diskussionen erarbeiten und im Schuljahr realisieren.

Niederschlag fanden diese Aufgaben auch im Klassenleiterplan des Klassenlehrers. Die Leitungen setzten sich aus den verschiedenen Funktionären zusammen, dem Gruppenratsvorsitzenden (in der FDJ dann der FDJ-Sekretär), den Stellvertreter, den Schriftführer und Funktionären für Kultur, Wandzeitungsarbeit usw.. Zwei aus der Pioniergruppe wurden in den Freundschaftsrat gewählt, der die Pioniere der ganzen Schule vertrat. Bei der FDJ war das dann die GOL, d.h. die Grundorganisationsleitung der FDJ. Die Organisation von Lernbrigaden gehörte auch zu den Aufgaben der Kinder- und Jugendorganisation mit dem Ziel, lernschwachen Mitschülern zu helfen, damit sie ihr Klassenziel erreichen. Diese Schüler wurden auch oftmals verpflichtet, sich ein Lernziel zu stellen, über dessen Ergebnis sie Rechenschaft ablegen mussten. Wenn das alles zusammen war, konnte erst das Schuljahr richtig beginnen. Die Kinder- und Jugendorganisationen führten nun nach dem zentralen Auftrag, dem Kampfprogramm, Gruppennachmittage durch, deren Hauptverantwortung der Klassenleiter hatte. Manchmal halfen ihm auch Eltern oder die Patenbrigade aus einem VEB, die das als Pluspunkt zur Erlangung des Titels „Kollektiv der sozialistischen Arbeit“ verbuchen konnte. Das betraf z.B. Exkursionen, Klassenfahrten, Besuche von Kino- und Theatervorführungen. Dafür erhielten die Gruppen und Klassen von der Schule die entsprechenden Fahrkarten ausgehändigt, so dass für den Einzelnen die Fahrten meist umsonst waren. Klassenfahrten wurden von der Abteilung Volksbildung finanziell unterstützt. Kein Schüler musste also aus diesen Gründen zu Hause bleiben.

Die Pionier- und FDJ-Nachmittage waren oft thematisch, z.B. Behandlung der Lebensläufe von Kommunisten wie Ernst Thälmann oder Lenin, oder historische Ereignisse der Arbeiterbewegung. Außerschulisch existierten auch eine Reihe von Arbeits- und Sportgemeinschaften. Schüler der höheren Klassenstufen konnten auch in der Gesellschaft für Sport und Technik (GST) sich vormilitärisch bilden lassen. Viele nutzten dort die günstigen Bedingungen zur Erlangung des Führerscheins, der in der DDR Fahrerlaubnis genannt wurde. Angestrebt wurde, dass alle Schüler sich außerhalb des normalen Schulablaufs sinnvoll beschäftigen. Damit einher ging auch die ständige Folge irgendwelcher Gedenktage, die vorbereitet werden mussten. Gefordert war auch die Teilnahme an Großdemonstrationen für die oberen Klassen, wie dem 1. Mai, dem Marsch zum Friedhof der Sozialisten Anfang Januar zum Gedenken an die Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg 1919 u.a. Die Demonstrationen wurden staatlich angeordnet, und das Fußvolk erhielt bunte Winkelemente, d.h. bunte Papierfähnchen mit DDR-Emblem (Hammer, Zirkel, Ährenkranz auf Schwarz, Rot, Gold) oder dem, was gerade erforderlich war, wenn z.B. ein ausländischer Staatsgast die Stadt besuchte. Manche mussten auch ein Transparent mit einer vom ZK, dem Zentralkomitee der SED, herausgegebenen Losung gut sichtbar tragen. Meistens war das rot mit weißer Schrift. Nach dem Vorbeimarsch an der Tribüne, wo die Herrschenden jovial lächelnd saßen und winkten, ein Sprecher dem Sozialismus lobhudelte und einzelne Betriebe und deren Kampftruppen hoch-hoch-hoch-leben ließ, begleitet vom Marschrhythmus der Arbeiterkampflieder, war die Demonstration beendet. In den Ferien wurden die Kinder durch die Ferienspiele im Schulhort betreut. Der Tagessatz betrug eine Mark. Dafür bekamen die Kinder Mittagessen, Kinobesuch, Besuch des Schwimmbades usw.. Betriebe besaßen Betriebsferienlager. So war für die Kinder das ganze Jahr über gesorgt. Größere Schüler beteiligten sich am Schülersommer, d.h. sie arbeiteten für einige Wochen in einem Betrieb, der sie angefordert hatte. Ferientätigkeiten waren aber stets freiwillig, denn viele Eltern fuhren mit ihren Sprösslingen in den Urlaub.

Die Lehrpläne wurden erst nach gründlicher Erprobung in ausgewählten Schulen in der Praxis erprobt, Verbesserungen eingearbeitet und dann schließlich Gesetz. Einen wichtigen Beitrag leisteten dafür die Expertengruppen an der Pädagogischen Akademie der Wissenschaften (APW), die sich aus Wissenschaftlern der einzelnen Fachgebiete, wissenschaftlichen Mitarbeitern und aktiv im Schuldienst arbeitenden Pädagogen zusammensetzten.

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