Wilfried Baumannn - Das letzte Schuljahr

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Der größte Teil des Buches wurde in den Jahren 1988/89 geschrieben, also dem letzten normalen DDR-Schuljahr. Der totale Zusammenbruch des Regimes war noch nicht absehbar.
Die Gedanken und Gefühle des Lehrers Horst Müller, der Hauptperson, sind daher Zeit identisch. Sein Schicksal wird ohne Nostalgie spannend dargestellt, und es wird dem Leser begreifbar, warum sich so viele Menschen gegen das System zur Wehr setzten und es zu Fall brachten.
.... und was geschah danach?
Wer früher die DDR-Schule besuchte, wird in diesem Buch an vieles erinnert, was er schon längst vergessen glaubte.

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Mit Hilfe des Marshallplanes konnte sich Westdeutschland bald in den 50-er Jahren von den Kriegsschäden erholen. Diese Entwicklung wurde auch als „Wirtschaftswunder“ bezeichnet.

Da der Osten diese Wirtschaftshilfe aus den USA ablehnte, weil er befürchtete, in Abhängigkeit vom amerikanischen Kapital zu geraten, konnte er mit der westlichen Entwicklung nicht standhalten.

Dagegen stellte man die Planwirtschaft. Ein Zeichen dafür war der Siebenjahresplan von 1959 bis 1965. Mit ihm wollte man das Wirtschaftsniveau des Westens erreichen und sogar überholen. Außerdem schloss man sich dem Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) an, der die DDR an die Wirtschaft der Länder des Ostblocks band.

Im Grunde genommen war das nichts anderes als die Erlangung der totalen Kontrolle über alle Bereiche der Wirtschaft. Da hatten also kapitalistische Unternehmen, private Bauernwirtschaften, Handwerksbetriebe und noch vorhandene kleinere Privatunternehmen keinen Platz und keine Berechtigung mehr.

Ende der 50-er Jahre verstärkte sich die Fluchtbewegung in den Westen enorm. Erfahrene Handwerker, Landwirte, Wissenschaftler, Facharbeiter, Lehrer und viele andere verließen die DDR.

Auch der politische und ideologische Druck führten dazu. Ein großer innenpolitischer Feind war nach Ansicht der SED die Kirche. Sie konnte man nicht marxistisch-leninistisch beeinflussen. Nach dem historischen Verständnis der vom Atheismus geprägten Partei gehörte die Religion zu den Relikten einer überholten Gesellschaftsordnung und stand der Entwicklung zum Sozialismus entgegen. Besonders die Junge Gemeinde der evangelischen Kirche wurde vielen Schikanen und Anfeindungen ausgesetzt. Ihre Mitglieder hatten große Schwierigkeiten bei der Erreichung eines Platzes an der Oberschule oder eines Studiums an einer Hochschule oder Universität. Die SED fürchtete die Religion wie die Pest. Sie war nach ihrer Auffassung gegen den Frieden gerichtet und unterstützte somit die westdeutschen Imperialisten. Diese Furcht der Partei war schon fast als neurotisch zu bezeichnen.

Dass es auch noch Menschen in diesem Staat gab, die anders dachten als sie, konnte sie nur schwer akzeptieren.

Seitdem der russische Marxist und Revolutionär Lenin den Marxismus als „allmächtig“ bezeichnete, „weil er richtig ist“, wurde diese Idee zu einer dogmatischen Lehre, ja man kann sagen, zu einer Art Ersatzreligion. Die progressive historische Entwicklung bestand nach ihrer Auffassung darin, dass eine fortschrittlichere Gesellschaftsordnung der überholten und veralteten folgte. Das sei ein historisches Gesetz. Der Urgesellschaft folgte die erste Klassengesellschaft, dann die Sklavenhaltergesellschaft, die vom Feudalismus abgelöst wurde. Der wiederum mündete durch bürgerliche Revolutionen in den Kapitalismus, in dem die Klasse geboren wurde, die dann später die historische Mission erfüllen musste, den Sozialismus aufzubauen, nämlich die Arbeiterklasse. Sie errichtet durch den Sturz der kapitalistischen Bourgeoisie dann die Diktatur des Proletariats, in der die ehemaligen Ausbeuter, die Kapitalisten und Monopolisten, ihre Macht verlieren und unter die Herrschaft der Arbeiterklasse gezwungen werden. Der Sozialismus ist die Zwischenstufe zum letztlich erstrahlenden Kommunismus, wo das produzierende Eigentum der ganzen Gesellschaft gehört und seine Produkte von allen genutzt werden können. Die Klassen verschwinden in der kommunistischen einheitlichen Gemeinschaft. Es existiert dann keine Ausbeutung des Menschen durch den Menschen mehr. Kriege wird es dann auch nicht mehr geben. Der Friede und das Glück werden alles beherrschen. Der schaffende Mensch schafft sich sein Himmelreich auf Erden.

Das oberste Organ der DDR war laut Verfassung die Volkskammer. Die Fraktion der SED stellte bis 1989 die Mehrheit aller Abgeordneten. Anfang Juni 1945 erlaubte die SMAD (Sowjetische Militäradministration in Deutschland) im Befehl Nr. 2 die Bildung antifaschistisch-demokratischer Parteien und freier Gewerkschaften. Somit existierten in der späteren DDR mehrere Parteien, die als Blockparteien bezeichnet wurden und ebenfalls in der Volkskammer vertreten waren. Ihre Rolle im öffentlichen Leben war aber sehr beschränkt, da sie oft den Parteitagsbeschlüssen der SED zustimmten. Der Volksmund bezeichnete sie deshalb auch als Blockflöten. Zu ihrer Ehre muss erwähnt werden, dass sie bei der Gesetzgebung und auch Artikeln der Verfassung harte Formulierungen abmildern oder verhindern konnten, die Teile der Bevölkerung benachteiligt hätten. Außerdem setzte sich das Parlament aus Abgeordneten von Massenorganisationen zusammen. So konnte ein Mitglied der FDJ (kommunistischer Jugendverband der DDR) z.B. auch gleichzeitig Genosse der SED sein. Die Parteien und Massenorganisationen wurden in der Nationalen Front zusammengefasst. Sie stellte die Kandidaten für die nächsten Wahlen auf. In den Büros der Nationalen Front konnten sich die Bürger über die Partei- und Massenorganisations-Zugehörigkeit informieren, was aber die Mehrzahl der Bevölkerung nicht nutzte. Wahlkampf, wie in westlichen Demokratien, existierte nicht. Der Wahlzettel selbst enthielt nur die Namen der aufgestellten Kandidaten ohne weitere Informationen. Deshalb knifften die meisten Bürger diesen Zettel und steckten ihn in die Urne.

Staatliche Gesetze wurden in der Volkskammer beraten und beschlossen. Oftmals wurden sie sehr stark von den Parteitagsbeschlüssen der SED beeinflusst.

Bis 1960 hatte die DDR sogar einen Präsidenten: Wilhelm Pieck. Nach dessen Tod schwang sich Walter Ulbricht zum Staatsratsvorsitzenden und Generalsekretär der SED empor.

Laut DDR-Propaganda war Walter Ulbricht sehr beliebt, und als er in den 50-er Jahren den Karl-Marx-Orden, die höchste Auszeichnung der DDR, erhielt, kannte die mit unerträglichem Pathos vorgetragene Lobhudelei des „Augenzeugen“, des DDR-Kinojournals keine Grenzen mehr: „Er, der Leipziger Tischlergeselle, der Schüler Liebknechts und Stalins, der Kampfgenosse Ernst Thälmanns und Wilhelm Piecks, der Schöpfer unserer Pläne, der Mann scharfen Blicks und schnellen Entschlusses, der Freund des Lebens und der Jugend, der Generalsekretär des arbeitenden Volkes, er, Genosse Walter Ulbricht.“ Die Berliner mochten ihn mit seinem Spitzbart „besonders gern“, wenn er mit seiner Fistelstimme im sächsischem Dialekt zu ihnen sprach. Schon am 17. Juni 1953 forderten die Berliner Arbeiter: „Der Spitzbart muss weg!“

Die Vergesellschaftung des handwerklichen und landwirtschaftlichen Eigentums, die ideologische und politische Bevormundung und auch das Wirtschaftswunder der Bundesrepublik im Westen mit seinem reicheren Angebot an Waren und die Aussicht auf eine bessere Entlohnung für geleistete Arbeit führten zu einer sehr starken Fluchtbewegung aus der DDR.

Am 13. August 1961 wurde die Berliner Mauer errichtet. Im SED-Jargon hieß sie „antifaschistischer Schutzwall“. Besonders in Berlin und Umgebung wirkte dieses Monstrum wie ein psychischer Schock.

Von Ostberlin aus sah man zuerst die aus Beton errichtete Hinterlandsmauer. Dahinter befand sich der Grenzsignalzaun, der Anlagen zum Entdecken eines Flüchtlings installiert hatte. Wer diesen überwunden hatte, konnte mit seinen Füßen auf einer mit scharfen Nägeln gespickten Flächensperre landen und sich erheblich verletzen. An anderen Stellen waren hier auch Höckersperren, dreibeinige Stahlkonstruktionen aufgestellt. Darauf folgten die Beobachtungstürme und Führungsstellen. Eine Lichttrasse erhellte grell die Grenze nachts.

Auf dem dann folgenden Kolonnenweg fuhren die Grenzer ihre Kontrollstrecke ab. Nun folgte der Kontrollstreifen, der jeden Fußabdruck sichtbar machte und danach die KFZ-Sperre, eine Art schräglaufender Graben.

Erst jetzt kam das, was die Westberliner als Mauer bezeichneten und ein Eldorado für viele Graffiti-Sprayer war. Erst danach kam die eigentliche Grenzlinie. Die Grenzanlagen lagen alle auf dem Territorium der DDR oder Ostberlins.

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