Monika Kunze - Harlekin im Regen

Здесь есть возможность читать онлайн «Monika Kunze - Harlekin im Regen» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Harlekin im Regen: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Harlekin im Regen»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Im Regen werden Tränen unsichtbar? Das wissen auch die Protagonisten in diesem Bändchen. Hat Bea wirklich ihre Mutter getötet? Oma Lamm bei einem Banküberfall? Können missbrauchte Kinder je ihr Trauma überwinden? Was hat es mit Klaras Kommune auf sich? In diesen Geschichten, wird geliebt, gehasst, geschossen, gelacht, geweint … Begleiten Sie Lea, Bea, Klara, Maria, Edda udn die anderen ein Stück ihres Weges …

Harlekin im Regen — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Harlekin im Regen», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Ja, und im nächsten Moment würde er sagen, dass er das Gefühl hätte, Lea sei sein Schicksal, seine Traumfrau. Doch das sagte er nicht.

Stattdessen fragte er sie nach ihrer privaten Telefonnummer.

Oh Gott! Ein heftiger Schreck fuhr ihr in die Glieder.

Das war nicht abgemacht, das war gegen die Regeln. Er musste ein Phantom bleiben, sie ein Traum.

Aber was das anging, hatte sie wohl nicht mit seiner Hartnäckigkeit gerechnet. Schließlich gab sie nach und nannte ihm ihre Festnetznummer, die ja sowieso offenbar noch immer gestört war.

Jetzt machte sich ihr Magen mit lautem Knurren bemerkbar.

Sie verabschiedete sich mit dem Hinweis, dass sie erst einmal frühstücken wolle.

Kaum hatte sie den letzten Bissen von ihrem Croissant hinuntergeschluckt, ihre heiße Schokolade bis auf den letzten Schluck ausgetrunken, klingelte das Telefon. Wieso denn das? Kamen jetzt doch wieder Anrufe bei ihr an? Sie räusperte sich, bevor sie abnahm.

Er ließ sie gar nicht erst zu Wort kommen und flehte: „Bitte Lea, wir müssen uns treffen, mir ist in den letzten Minuten klar geworden, dass ich Sie unbedingt kennen lernen muss, ach, Lea!“

Seine Stimme klang richtig beschwörend. Es schien ihm ernst zu sein. Aber kennen lernen? Wie stellte er sich das vor?

Das ging natürlich gar nicht. Das durfte niemals geschehen!

Sollte sie sich hier mit ihm die Medizin auf dem Nachttisch anschauen oder den wippenden Vogel auf der Douglasie vor ihrem Fenster?

„Nein, Roland, das geht auf gar keinen Fall, beim besten Willen nicht…“

Sie suchte und fand Tausende von Ausflüchten, warum sie sich nicht sehen könnten. Bis sie schließlich auflegte, dann den Hörer wieder abnahm und sicherheitshalber auch noch den Stecker zog.

Diese Geschichte schien ihr über den Kopf zu wachsen. Völlig erschöpft und müde ließ sie sich in die Kissen sinken.

Als sie die Augen wieder öffnete, wusste sie gar nicht gleich, wo sie war, dann sah sie aber den Vogel auf der Douglasie. Der Anblick dieses kleinen, knopfäugigen Gesellen tat ihr gut. Und als ein vertrauter Duft nach Bratkartoffeln aus der Küche bis zu ihrer Nase gefunden hatte, war sie vollends beruhigt. Sie hörte, wie Mutter und Schwester nebenan rumorten und leise miteinander sprachen. Hier konnte ihr nichts passieren. Hier war sie geborgen.

Plötzlich klingelte es.

Schon wollte sie automatisch zum Hörer greifen, aber es war nicht das Telefon, es hatte an der Tür geschellt.

Ein kühler Luftzug, der der Gardine einen kleinen Bauch verpasste, verriet, dass jemand gekommen war.

Anscheinend hatte ihre Schwester Susi wieder einmal Besuch.

Lea drehte sich auf die andere Seite und schloss die Augen.

*

Ein Mann, etwa Mitte fünfzig, schaute erstaunt auf das junge Mädchen, das ihm die Tür geöffnet hatte. Sie hatte dunkles Haar, war klein und pummelig und musterte ihn durch dicke Brillengläser. Das konnte also auf gar keinen Fall jene Lea sein. Aber die von seinem Telefonflirt angegebene Nummer hatte er neben dem Namen Maria Rothe gefunden, in der Kastanienallee 17. Schnell las er noch einmal den Namen an der Tür. Er war hier richtig. Kein Zweifel.

„Guten Tag, ist Lea da?“ Er wirke sehr selbstsicher.

„Ja, aber wer sind Sie?“

„Wir sind verabredet, sagen Sie Lea bitte, dass Roland da ist.“

Die kleine, dicke Göre bat ihn offenbar nur widerwillig herein. Als er sich auf den altmodischen Sessel in der Diele fallen ließ, war sie schon am Ende des Flurs hinter einer Tür verschwunden. Aber er hörte nur leises Gemurmel.

In der Küche schien auch noch jemand zu hantieren. Es roch nach Bratkartoffeln. Ihm lief das Wasser im Mund zusammen.

Eine helle Stimme fragte: „Wer ist denn gekommen, Susi?“

Vielleicht Leas Mutter? Oder eine Haushälterin, wo doch Lea dauernd so dicke Bücher übersetzen musste?

Susi rief von irgendwo: „Jemand für Lea, ich sage ihr schon Bescheid …“

Roland entspannte sich und lehnte sich noch tiefer in den Sessel zurück. Es gefiel ihm hier, lauter Regale mit Büchern. Na ja, eben eine Übersetzerin, eine Intellektuelle, mal was ganz anderes, als die alten dummen Wachteln, die er bisher hatte …

„Lea kennt keinen Roland, gehen Sie bitte, sonst rufe ich die Polizei!“, holte ihn Susi in die Gegenwart zurück.

Wie konnte ein kleines, dickes Mädchen so energisch sein?

Schon steuerte sie auf das Telefon zu, aber der Hörer lag nicht in der Mulde.

Roland sprang auf.

„Aber das ist doch nicht möglich“, protestierte er, „wir haben heute mehrfach und sehr lange miteinander telefoniert … vielleicht richten Sie Ihrer großen Schwester aus, dass ich unten auf sie warte…“

Er wollte keine Schwierigkeiten, und die Polizei konnte er gleich gar nicht gebrauchen.

„Meine große Schwester?“, kreischte nun die Dicke, „dass ich nicht lache! Meine Schwester ist erst zwölf und geht in die sechste Klasse, ich aber schon in neunte … und außerdem ist sie krank und liegt seit Tagen mit Fieber im Bett … und mit Halsschmerzen …“

Was das dicke Kind mit der Brille sonst noch von sich gab, interessierte Roland nicht mehr. Hochrot im Gesicht nahm er immer ein paar Stufen auf einmal und zog die Haustür hinter sich ins Schloss.

***

Filmreif

In der kleinen Bankfiliale war nicht viel los. Elvira Winter, die Kassiererin, war beim Geldzählen, wie immer, wenn der Feierabend in greifbare Nähe rückte.

Als einzige Kundin stand Oma Lamm noch am Schreibpult. Sie sah nicht mehr so gut, aber schaffte es dennoch, jeden Freitag um diese Zeit eine kleine Summe von ihrer Rente abzuheben. Die Angestellten wussten, dass Ilse Lamm dazu nie an den Geldautomaten ging, obwohl das Ausfüllen des Formulars für ihre gichtknotigen Finger auch keine leichte Angelegenheit mehr war. Diese Mühe nahm sie notgedrungen auf sich. Plastikkarten waren ihr zuwider und Geheimzahlen konnte sie sich nicht merken. Sollten jene doch geheim bleiben bis in alle Ewigkeit.

So füllte sie, die Zungenspitze zwischen den Lippen und mit der neumodischen Technik hadernd, den Auszahlschein aus.

„Fertig“, murmelte sie, wedelte mit dem Formular, als müsste erst noch die Tinte trocknen und machte sich auf den Weg zum Schalter. Gleich würde Frau Winter ihr das Geld herüberreichen.

Doch plötzlich glitten hinter ihr die Flügel der Glastür surrend auseinander. Sie drehte sich um, denn das war für diese Zeit sehr ungewöhnlich. Ein langer Mann in langem Mantel, mit wehender Mähne und Bart stürmte sogleich an ihr vorbei zur Kasse.

Na, so geht das aber nicht, dachte sie und trat beherzt auf den Langen zu. Sie konnte Vordrängeln nicht ausstehen. Doch ein Blick in seine Augen ließ sie erstarren. Sie holte tief Luft und nahm dabei den scharfen Geruch von Halsbonbons wahr. Dabei hatte der Mann nicht einmal den Mund geöffnet. Schweigend schob er einen Zettel über den Tresen. In riesigen Druckbuchstaben stand dort zu lesen: ICH SCHIESSE SOFORT, WENN SIE ALARM GEBEN! ALLES GELD IN DIESE TASCHE!

Als Elvira Winter nicht reagierte, drehte der Lange den Zettel um.

Jetzt hielt sich die Kassiererin den Mund zu, um nicht vor Schreck zu schreien. Sie glaubte wohl ihren Augen nicht zu trauen, so groß waren sie geworden.

Auch Oma Lamm wagte es nicht, ihrem Unmut freien Lauf zu lassen. Sie war erst neulich bei einer Schulung für Senioren gewesen, wo ein Polizist einen Vortrag über das Verhalten älterer Menschen bei Einbrüchen und Überfällen gehalten hatte. Sie hatte sich nicht alles merken können, aber die Hauptaussage schon. Sie lautete: Ruhe bewahren und nicht den Helden spielen wollen. Anderenfalls könne das lebensgefährlich sein. Wer hätte das gedacht, dass sie wirklich einmal in so eine vertrackte Situation kommen würde? Sie zählte innerlich von eins bis zehn und spürte, wie ihre gewohnte Gelassenheit zurückkehrte.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Harlekin im Regen»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Harlekin im Regen» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Harlekin im Regen»

Обсуждение, отзывы о книге «Harlekin im Regen» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x