Frank Riemann - Das Lied des Steines

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Die Welt in den 1990ern: Global nimmt die Anzahl scheinbar sinnloser Gewaltverbrechen immer mehr zu. Die Nachrichten sind voll von Bombenattentaten, Amokläufen und grausamen Morden.
Sieben Polizisten verschiedener Nationalitäten werden mit unterschiedlichen Gewaltverbrechen konfrontiert. Sie scheinen unmöglich aufzuklären zu sein.
Doch nach und nach ergeben die Puzzleteile ein Bild. Den Sieben wird in ihren Träumen ihre Vergangenheit und ihre wahre Bestimmung offenbart.Sie müssen zusammenarbeiten, um gegen einen uralten finsteren Widersacher bestehen zu können.

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Er berichtete den anderen Schülern, wie sie am Tatort eine ziemlich zerhackte Frauenleiche vorgefunden hatten. »Die sah vielleicht heiß aus, das kann ich euch sagen.« Dass ihm übel geworden war und er sich hinter einem geparkten Auto erbrochen hatte, verschwieg er wohlweißlich.

»Da wäre mir bestimmt schlecht geworden«, bemerkte eine weibliche Stimme hinter Ben.

»Na ja«, reagierte der Erzähler, »entweder man kann das ab, oder nicht.«

Ben drehte sich um, um zu sehen, wer denn der harte Kerl war und bekam mit, wie der junge Kollege seine Kameradin tröstete. »Da gewöhnst du dich schon dran.« Sie bemerkte gar nicht, dass er sich jetzt selbst widersprach.

Ben war der Knabe am Einsatzort noch nicht einmal aufgefallen, wie es so oft mit Schülern war, die nur Botengänge erledigten, Schaulustige fernhielten oder älteren Beamten unauffällig über die Schulter sehen wollten. Er wendete sich wieder um und alle Gespräche verschwanden in einem murmelnden Getöse. Selbst die Worte seiner Kollegen, neben ihm und gegenüber, nahm er nicht mehr wahr, und schob sich ein Stückchen Geflügel in den Mund, auf dem er lange und leidenschaftslos herumkaute.

Nach der Pause saß Ben an seinem Schreibtisch und versuchte das, was er an Fakten hatte mit seinen Vermutungen und Ahnungen zu verbinden und auf eine Linie zu bekommen. Viel war es ja nicht, aber vielleicht bekam er ja einen Einfall, wenn er es systematisch anging.

Das oberste Blatt seiner Schreibunterlage war mit Telefonnummern und kurzen Mitteilungen vollgeschrieben. Zum Beispiel stand da `Jose Aparo – 3005376`, ein teures Restaurant, dessen Besuch er sich bis jetzt immer vorenthalten hatte. Oder direkt in der Mitte des Blattes `26. 04. - Izabella anrufen`. Dann noch `Fernando – 1462431`, die Bar um die Ecke, in der sich Ben öfter Sandwiches und Kaffee besorgte. Die Sachen aus den hauseigenen Automaten, die auf jedem Flur standen, empfand er als ungenießbar.

Moment mal, `Izabella anrufen`. Heute? Später, wenn er nicht so beschäftigt sein würde vielleicht. Izabella war seine Verlobte. Ben riss das Blatt ab, faltete es einmal und stopfte es in eine der Schubladen seines Schreibtisches. Sie quoll fast über vor gefaltetem Papier, aber sein System hatte Erfolg, wenn er eine alte Notiz oder Nummer suchte. Er blätterte dann alle Zettel noch einmal durch, ohne jedoch jeden Einzelnen gründlich zu studieren. Vielmehr warf er nur einen kurzen Blick darauf und nahm das Gesamtbild in sich auf. Dann wusste er fast immer sofort, ob sich die gesuchte Mitteilung auf diesem Bogen Papier oder auf einem anderen befand, und wenn ja, an welcher Stelle sie stand.

Ben schob die Lade zu, griff sich einen Bleistift aus dem Stifthalter, da brach die Mine beim ersten Buchstaben, einem O, ab. Ben sah in das kleine Loch im weichen Holz des Stiftes, als ob er dort etwas finden würde, schüttelte stumm den Kopf und da er keine Lust zum Anspitzen hatte, steckte er ihn zurück und nahm sich einen anderen Stift. Er prüfte vorsichtig mit Daumen und Zeigefinger die Spitze und begann zu schreiben.

Opfer: Cora Bastion, 48 Jahre, Selbstmord ausgeschlossen. Ben erinnerte sich daran, wie er einmal einen alten amerikanischen Schundfilm gesehen hatte. In diesem wurde ein Mann regelrecht ausgeweidet, weigerte sich aber beharrlich zu sterben und lief als fast leere Hülle herum und begann sogar seine eigenen aus ihm heraushängenden Gedärme laut schmatzend zu verspeisen. Dann bildeten sich andere Bilder vor Bens geistigem Auge wie Senora Bastion sich selbst all diese schrecklichen Wunden beigebracht und es dann noch geschafft hatte, kurz bevor sie gestorben war, das große Fleischermesser zwei Straßen weiter zu werfen, wo es nämlich gefunden worden war. Nein, unmöglich.

Familie: Ramon Bastion, Ehemann, kein Motiv (vermutlich).

Sandra Bastion, Tochter, kein Motiv.

Nach dem Verhalten des Mannes hätte die Tochter eher einen Grund gehabt ihm, dem Vater, an die Gurgel zu gehen.

Arbeitsplatz: Näherei nahe Tatort, C. B. unauffällige Mitarbeiterin, keine Probleme, hier auch einzige Freundin, Roberta Alcatena, kein Motiv.

Ben erinnerte sich daran, wie er, entgegen seines ersten Vorhabens, doch zuerst zur Näherei gefahren war, um der Gerichtsmedizin Zeit zur Arbeit zu geben. Ungemütliche zugige Hallen mit diffusem Licht, träge lustlose Arbeiterinnen, Gerüche von Farben und Bleichmitteln, das Knattern vorsintflutlicher Maschinen und ein unfreundlicher gereizter Schichtführer empfingen ihn. »Aber beeilen Sie sich, meine Senoritas werden nicht fürs Reden bezahlt.«

Pathologie: Ben stutzte. Was sollte er sich darüber für Notizen machen? Die Untersuchung hatte ergeben, dass das Opfer erst einige Stiche hinnehmen musste, die zwar einige Gefäße verletzten und einen Pneumothorax zur Folge hatten, dass diese die Frau aber nicht sofort getötet hatten. Tödlich waren die Stiche, die die größeren Arterien und die inneren Organe wie Leber und Milz verletzten, so dass die Todesursache der Schock, der Pathologe nannte es eine vasovagale Syncope, und der rasche große Blutverlust war. Allerdings musste das Alles wahnsinnig schnell vonstatten gegangen sein. Der Täter musste wie rasend auf sie eingestochen haben.

Ben hatte den Mediziner einmal gefragt, wie er das alles noch aus so einem Klumpen Fleisch herausfinden konnte, und er hatte ihm erklärt, das hätte etwas mit den Stoffen im Blut zu tun, und welche Wunden noch angefangen hätten zu heilen und welche nicht, was man jedoch nur unter dem Mikroskop erkennen konnte, oder so ähnlich. Das Meiste hatte er bald wieder vergessen.

Seltsamerweise war bei der ganzen Raserei das Herz so gut wie verschont geblieben, vielleicht musste man auch an einen Ritualmord denken, meinte der Rechtsmediziner zu Ben.

Pathologie: Opfer, zahlreiche Stichwunden, verblutet, vielleicht Ritualmord?

Spurensicherung: Tatwaffe großes Fleischermesser, Fingerabdrücke ja, am Tatort keine weiteren Hinweise.

Sein eigenes kleines Schaubild schrieb Ben links auf das Blatt untereinander mit etwas Platz zwischen den einzelnen Rubriken, um eventuell im Zuge der Ermittlungen Nachträge vorzunehmen. Etwas weiter rechts, ebenfalls untereinander, schrieb er weiter.

Computerdaten: Fingerabdrücke ergebnislos, Messer ohne weiteren Hinweis, kein Anhaltspunkt auf mögliches Ritual, Verdächtige negativ.

Natürlich hatte der Computer etwas ausgespuckt, doch das war das, was für Ben übrig geblieben war. Der Besitzer der Fingerabdrücke, die Nummer Eins der mutmaßlichen Täter, war im Computer nicht gespeichert, was bedeutete, dass er bisher noch nicht bei der Polizei bekannt war. Die Waffe war ein Messer, wie man es an den Schlachthöfen der Stadt benutzte, extrem scharf und mit einer langen Klinge. Dort arbeiteten unzählige Menschen, es wäre ein Riesenaufwand gewesen, diese Alle zu überprüfen, und das Messer musste nicht zwangsläufig daher stammen.

Aus den Dateien kamen zwei Rituale, die aber noch aus der Vergangenheit des Kontinents stammten, und die aller Wahrscheinlichkeit nach nichts mit dem vorliegenden Fall zu tun haben dürften.

Im 13.-16. Jahrhundert brachten die weitverbreiteten Inkas Menschenopfer dar, oft Kinder, um die Götter milde zu stimmen und ein Bergstamm im nördlich gelegenen Bolivien opferte das Erstgeborene, um Dämonen zu bannen.

Was die Verdächtigen anging, so konnte es praktisch jeder gewesen sein. Von den Anwohnern des Tatorts und den Angestellten der Näherei war kein Name schon einmal im Zusammenhang mit einem solchen Gewaltverbrechen bekannt geworden.

Ben begann kleine Würfel auf das Blatt Papier zu zeichnen, was er öfter tat, wenn er grübelte oder telefonierte. Dass er keinen Hinweis auf einen möglichen Täter hatte, wunderte ihn nicht sonderlich.

Santiago war ein Sumpf von einer Großstadt, ein über 5 Millionen Einwohner Sumpf. Kleinere Vergehen wurden schon lange nicht mehr verfolgt. Man nahm zwar die Anzeigen noch auf, heftete sie aber sofort unter `ungeklärt` oder `erledigt` wieder ab. Es gab Viertel, die waren die reinsten Ghettos. Verfallen, kriminell, mit erbarmungswürdigen Bewohnern in den Ruinen und ihren Abfällen auf den Straßen. Oft kam es hier gar nicht erst zur Anzeige, weil die Menschen noch mehr Angst vor der Polizei hatten, als vor Dieben, Schlägern oder Rauschgifthändlern. Die Aufklärungsrate der Behörden von Santiago war gering und die Dunkelziffer der Verbrechen war riesig.

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