Frank Riemann - Das Lied des Steines

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Die Welt in den 1990ern: Global nimmt die Anzahl scheinbar sinnloser Gewaltverbrechen immer mehr zu. Die Nachrichten sind voll von Bombenattentaten, Amokläufen und grausamen Morden.
Sieben Polizisten verschiedener Nationalitäten werden mit unterschiedlichen Gewaltverbrechen konfrontiert. Sie scheinen unmöglich aufzuklären zu sein.
Doch nach und nach ergeben die Puzzleteile ein Bild. Den Sieben wird in ihren Träumen ihre Vergangenheit und ihre wahre Bestimmung offenbart.Sie müssen zusammenarbeiten, um gegen einen uralten finsteren Widersacher bestehen zu können.

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Mittlerweile wurde die Kreuzung wieder in helles Licht getaucht, denn die Sonne erschien wieder hinter dem Gebäude, und begann den Scharfschützen Probleme zu bereiten.

Dann schrie aus dem Haus eine Stimme herüber, die so schrill kreischte, das man Mühe hatte, sie zu verstehen: »Hahaha, ihr Scheißbullen. Das ist ja wie in der Savanne, hahaha. Erst kommt die Treibjagd, hahaha, und dann der Fangschuss. Kommt und holt mich, hahaha.«

Und dem großen, starken, ruhigen und fast immer souveränen Einsatzleiter Roger Hanley krampfte sich der Magen zusammen. War das möglich? Konnte das denn sein?

Minsk / Weißrussland, Montag 26. April, 11:40 Uhr

»Schon wieder Treppen«, dachte Juri Kuznov. »Diese Treppen bringen mich um. Erst in diesem verdammten Haus, dann in Ivanovs Amt und hier im Ministerium schon wieder. Ich sollte zu Hause im Bett liegen. Vielleicht hätte ich ja noch mal über die Kleine rübersteigen können. Oder ich könnte aufs Land fahren, oder zumindest irgendwo bei einem Gläschen Wodka oder einer Tasse Tee mit Rum sitzen. Ich habe Urlaub, verdammt. Stattdessen laufe ich mir die Füße platt.«

Kapitan Kuznov hatte in dem Haus in der Straße Turgenewa im obersten Stockwerk angefangen und sich von Wohnung zu Wohnung durchgefragt. Einige Mieter waren gar nicht zu Hause. So konnte er zwar weniger Informationen sammeln, war darüber aber nicht unbedingt traurig. Eigentlich war er schon genug genervt.

Er klopfte an eine Tür, neben der `Grinkova` auf einem alten verblichenen Messingschild stand. Er klopfte erneut, etwas lauter als zuvor. Von innen ertönte eine krächzende zittrige Frauenstimme: »Ja ja ja, immer langsam mit den alten Pferden. Ich komme ja schon, ich komme ja schon.« Ihre Stimme klang wie knisterndes Papier.

»Oh nein«, murmelte Kuznov, »was kommt jetzt?« Als sich die Tür öffnete, erschrak der Kapitan, auch wenn er sonst nicht so zimperlich war, denn es schien, als stünde der Tod höchstselbst vor ihm.

Gaspascha Grinkova war alt, sie war uralt. Tiefe Falten durchzogen ihr Gesicht und die Haut, bleich und dünn wie Pergament, schloss sich so eng um Kopf und Hände, als hätte der Körper noch nie etwas von Sehnen oder gar Muskeln gehört. Sie trug einen dunklen Umhang und hatte sich einen schwarzen Schal wie eine Kapuze über den Kopf gelegt, so dass keine Haare zu sehen waren. Es hätte Kuznov nicht gewundert, wenn sie gar keine mehr gehabt hätte. Gramgebeugt stützte sie sich auf einen Stock, an dem eigentlich nur noch eine Sensenklinge fehlte, um das Bild perfekt zu machen. Am liebsten wäre der Kapitan sofort wieder gegangen, aber die im Gegensatz zum übrigen Körper hellwachen und lebendigen Augen nagelten ihn fest. Nun, da die Tür geöffnet war, klang die Stimme zwar etwas heller, aber immer noch brüchig und als wäre sie noch wesentlich älter als ihre Besitzerin. »Nein, nein, nein, wieviel Aufregung denn noch? Reicht es noch nicht für einen Morgen?«

Nach Kuznovs Informationen hatte diese alte Dame das Opfer gefunden und die Nachbarn alarmiert. Er begann: »Ich bin...«

»Es interessiert mich nicht, wer Sie sind. Die meisten Menschen nehmen sich für zu wichtig. Mich interessiert nur, was Sie von mir wollen.«

Er zeigte seinen Ausweis, um zu unterstreichen, dass er befugt war, Fragen zu stellen. »Gut. Sie haben heute Morgen den toten Pjotr Michailowitsch Ivanov gefunden.«

»Sie sagen mir nichts Neues.« Ihr feiner Spott ärgerte ihn.

»Ich habe gehofft, dass Sie mir vielleicht noch etwas mehr erzählen können.«

»So sehr ich die Gegenwart junger Männer auch schätze, ich habe aber ihrem Kollegen bereits alles berichtet.«

Kuznov wurde allmählich ärgerlich. »Nun, vielleicht ist Ihnen ja noch etwas eingefallen, oder Sie erinnern sich noch während des Gesprächs an etwas, das Ihnen entfallen ist.«

»Das würde mich wundern.«

»Darf ich vielleicht so lange herein kommen?«

»Ich habe nichts zu verbergen, das hatte ich nie. Treten Sie ruhig näher, drinnen ist es bequemer.« Sie drehte sich um und verschwand in der Wohnug, sodass Kuznov nichts anderes übrig blieb, als die Tür zu schließen und ihr zu folgen. Bei ihrem Gang wunderte er sich, wie die gute Frau überhaupt noch Treppen steigen konnte. Er folgte ihr nach links durch den Flur und dann nach rechts in die Wohnstube. In der Mitte der linken Wand befand sich ein Vorhang, hinter dem Kuznov die Kochnische vermutete. Hinten links sah er eine offene Tür zu einem Raum und konnte ein großes Bett mit wuchtigen schweren Kissen erkennen. Er sah sich im Wohnraum um, der, wie bei vielen alten Leuten, nicht gerade mit den modernsten Möbeln ausgestattet war. Nur wenige konnten sich eine chicke Einrichtung leisten, Rentner schon gar nicht. Aber diese waren nicht einfach nur alt, sie schienen so betagt wie die Greisin selbst zu sein. Klobige Sessel, ein hoher Tisch, ein mächtiger Schrank mit eingestaubten Büchern und vielen vergilbten schwarz-weiß Aufnahmen, machten das Zimmer eng und trotz des großen Fensters an der Stirnseite drang nicht genug Licht durch die schweren Vorhänge, um den Raum ausreichend zu erhellen. Wo ein Sonnenstrahl sie durchdrang, sah man Staubpartikel tanzen und alles roch ein wenig muffig.

Kuznov konnte Grinkova erst gar nicht erkennen. Die Alte schien mit den Schatten zu verschmelzen. Doch nachdem sich seine Augen an das schummrige Licht gewöhnt hatten, sah er sie rechts in einem groben großen Sessel sitzen. Sie wirkte jetzt noch geisterhafter.

»Also, stellen Sie schon ihre Fragen«, krächzte sie.

Nach einer knappen Viertelstunde kam Kuznov aus der Wohnung, und es glich fast einer Flucht. Ohne sich ordentlich verabschiedet zu haben, war er froh, als er wieder draußen war. Er hatte nichts Neues erfahren, dafür hatte die Alte ihn mit ihrem Sarkasmus und ihrem Spott fast in den Wahnsinn getrieben. Sie hatte ihre spitzen Bemerkungen wie ein Füllhorn über ihn ausgegossen, so dass er sich wie ein kleiner Junge vor seiner Lehrerin vorkam.

Nach einigen Fehlversuchen, sprich, Türen, an denen er vergebens geklopft und geklingelt hatte, näherte er sich der Wohnung der Familie Georgijev. Kuznov sah gerade noch einen Schatten hinter dem Spion verschwinden, als auch schon die Tür aufgerissen wurde.

»Nur herein, nur herein. Sie wissen doch, die Leute tratschen zu viel«, zeterte eine Frau, wie es sie wohl in jedem Mehrfamilienhaus mindestens einmal gab. Eine Frau, die Alles wusste und Alles mitbekam, oftmals schon bevor es passiert war. Ehe er sich wehren konnte, zog sie ihn ins Wohnzimmer und schloss die Tür. »Setzen Sie sich, setzen Sie sich, na los doch.« Sie bugsierte ihn zu einem bunten Sessel, zu dem es wahrscheinlich auf der ganzen Welt kein Gegenstück gab, zog sich einen Stuhl heran, setzte sich dem Kapitan gegenüber, und noch bevor dieser irgendetwas sagen konnte, brach ein Gewitter über ihn herein, dem er nichts entgegen zu setzen hatte.

»Also, das war ja so: Gaspadin Ivanov war ja ein ganz Ruhiger, etwas seltsam, aber ruhig. Man bekam ihn kaum zu sehen, und wenn, war kaum mehr als ein `Sdrastwuitje, Guten Tag` drin, wenn überhaupt. Ja gut, er war etwas ungepflegt. Zumindest noch bis vor vier Wochen, oder so, dann bekam er öfter mal Besuch von einer Frau, Letovka, Petrovka, oder so, und seitdem, wie ausgewechselt, ging es mit ihm wohl wieder bergauf. Er war rasiert, gepflegter, war in besserer Stimmung und so...«

»Äh...«

»...ja, und man hatte gerade das Gefühl, da ist ein Nachbar, der vielleicht doch ganz nett ist, und keiner, der sich nur verkriecht, und dann das...«

»Also...«

»...mein Mann war schon aus dem Haus. Wenn ich daran denke, dass es ja auch ihn hätte erwischen können. Was täte ich denn dann jetzt? Die Kinder waren kurz davor, zur Schule zu gehen, als das ganze Theater losging. Wissen Sie, es war eh schon unruhig genug heute morgen. Mein Mann hatte schlecht geschlafen, Probleme im Werk, Entlassungen und so, Sie verstehen. Dann wieder mal kein Kaffee im Haus, Streit und so. Von dem Krach wurde der Kleine wach und begann zu schreien. Als er dann endlich weg war, meinen Mann meine ich, und wieder Ruhe war, mussten die anderen beiden zur Schule. Streit ums Bad und so. Dann waren die auch endlich raus. Ich hab mir gerade überlegt, wo ich wieder einmal das Geld zum Einkaufen herkriege, Kaffee wird es übrigens so schnell bei uns nicht geben, als meine Beiden, Timofej und Larissa, wieder vor der Tür standen. Was ein Geschrei, `Mama, Mama, komm, unten liegt ein Toter`. Ja dann..."

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