Rainar Nitzsche - Wandlungen der Drei

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Fortsetzung von «Der Leuchtende Pfad des Magiers», Reise durch die Welten = Bioregionen der Erde 3-5: Chinesisches Nebelland der Drachen (Manfreds Mutter ist ein Feuerdrache), Aufbruch des Massaimädchens Moyo in den Norden Afrikas und Verwandlung in eine Schwarze Pantherin: Sie ist ein Leopardenmensch. Vor 65 Millionen Jahren schlug ES von T-Her ins Meer, und die Dinos starben aus. Vor 4 Millionen Jahren spaltete ER sich von «ES» ab, ging an Land und hatte Einfluss auf die Menschenevolution. Seitdem zieht ER durch die Welt und tut, was er will. Manfred, ein Magier, aber doch nur ein Mensch, der sich auf seiner Reise in zahlreiche Wesen verwandelt, hat keine Chance gegen IHN. Und wie soll Manfred in Eurasien auf dem Weg nach Osten zum Himalaya jemals auf seine neue Liebe Moyo treffen, die nach Ägypten unterwegs ist?

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Denn jetzt taucht ein vom Blitz gespaltener, gebrochener Kiefernstamm vor mir auf. Darauf sitzt ein großer schwarzer Vogel, blickt herab, schaut mich neugierig an.

„Never more! Never more! Never more!“, klingt in mir Erinnerung an einen Raben anderswo, „Raven“ genannt.

„Hallo!“, spreche ich den einzig realen, den Raben - die Rabin - hier und jetzt an. „Kennen wir uns?“

Sie nickt mir zu - majestätisch, adlergleich -, sagt keinen Ton, schaut mich nur an.

So nenne ich dich Kolk , denke ich bei mir.

„Nein!“, ruft sie empört, die meine Gedanken liest, mit einem Krächzen in meinen Ohren und Worten in meinem Kopf. „Ich trage keinen Menschennamen“

„Verzeihung, Gnädigste! Sollte ich Sie einfach nur Wächterin nennen? Mein Menschenname lautet übrigens Manfred .“

Sie antwortet nicht.

Nun gut, denke ich, keine Empörung heißt einverstanden sein.

Menschennamen sind nichts für Raben.

Reden ist Silber, schweigen ist Gold.

Ich trete näher.

Lange sehen wir uns an.

Ich schaue zu ihr auf, die mich still betrachtet.

„Ich liebe diese Nebel nicht“, beende ich das Schweigen.

Sie lacht.

Und du, ja, liebe(r) LeserIn, DU! wunderst dich, dass Raben lachen? Die krächzen doch nur, denkst du.

Ja, in deinen Ohren krächzen sie, aber weißt du, wie deine Stimme in Rabenohren klingt?

Hier im Nebelland lachen Raben und sind vielleicht nicht einfach „nur „ Vögel. Denn wenn ein Magier sich in einen Raben verwandeln kann, wer kann dann schon sicher sein, dass ein Rabe ein Rabe ist ...

Und war nicht die Realität schon immer fantastischer als die Phantasie des Menschen?

Bist du dir sicher, dass in deiner Welt Raben niemals lachen? Woher willst du das wissen? Wer weiß schon, was Tiere fühlen?

Du weißt ja noch nicht einmal, was dein(e) Geliebte(r) bei deinem Streicheln wirklich empfindet - und erst beim Sex und ...

Noch immer lacht die Rabin leise vor sich hin.

Dann aber - welch Wunder! - antwortet sie doch, ohne ihren Schnabel zu öffnen, spricht sie in mir:

„Der Name war gut gewählt. Ich bin die Wächterin an den Grenzen.

Was willst du, Fremdling, im Nebelland ? Wer bist du, der du dich hierher wagst? Wo kommst du her? Öffne dich und sprich!“

Jetzt aber schweige ich.

Doch sie spricht weiter: „Kommt Zeit, kommt Tod!“

Ich nicke ihr zu und spiegle ihre Worte.

Sie hört sie in sich und fragt. „Du willst es tun?“

Wir brechen auf. Ich folge ihr. Sie steigt auf, kreist über mir. Drei Kreise - und schon lichten sich die Nebel - ein wenig.

Dann kommt sie zu mir geflogen. „Kroar kroar!“

Rabenmensch oder Menschenrabe, das ist hier die Frage, fällt mir da ein, als sie sich auf mir niederlässt, sich ihre Krallen in meine Haut bohren und sich an die Schulterknochen klammern.

Für einen Augenblick nur sah die Rabin unter sich das Büffelfell des Menschen lichterloh brennen und sich darunter schwarze Rabenfedern aus weißer Haut entfalten. Dann ist da wieder nur der fellbekleidete Mensch, auf dessen rechter Schulter sie nun sitzt. Und doch sah sie noch ein wenig mehr: einen Rabenmann, der schaute sie an und alles war klar. Er ist Mensch und Rabe zugleich, ein Wesen nur, manchmal ein Rabe wie sie, der sich in die Lüfte erhebt und von den Toten isst, dies und das und mehr.

So trage ich sie mit mir dorthin, wo sie noch niemals war, denn ihr Revier sind die Grenzen, die Randgebiete, wo Leben, wie Menschen und Raben es kennen, noch möglich ist. Nun aber gehen wir ins Zentrum des Nebellandes hinein, dorthin, wo die Drachen wohnen. Sie hörte es den Wind flüstern, dass die Nebel vielleicht noch andere Wesen verbergen: winzige Elben und Feen, kleine Götter und große Dämonen.

Während wir so dahingehen und nichts weiter geschieht, spricht sie in mir: „Du hast gesehen, was ich aß? Das war kein Traum. Ich war es auf dem Eichenstumpf. Du weißt, was Raben tun in diesem Drachenland, hier wie dort, wie einst bei dir?“

Ich nicke ihr im Geist zu, sehe Bilder aus fernen Zeiten - von ihr, von mir, von uns: Raben und Krähenschwärme, die picken und hacken den toten Menschen die Augen aus und schlingen sie hinab. Und erst die Eingeweide! Unmengen von Darm stecken doch in Menschen und Pferden, die auf den Schlachtfeldern liegen, die weit draußen im Land starben, die kein Mensch fand, zu Asche verbrannte oder in ein Erdengrab legte!

„Ja“, unterbricht die Rabin die Bilderflut, „manche von ihnen leben noch, können sich nicht regen, nicht wehren. Laut schreien sie vor Schmerzen auf. Wir hören es. Manche von uns warten. Andere aber singen ein Lachen über ihr Leid und hacken freudig weiter. So ist es bei uns - Rabe ist nicht gleich Rabe. Solche gibt’s und solche. Die anderen sind am besten genährt. Sie überleben uns alle in Zeiten der Not. Also ist diese Welt nicht das Paradies.“

Ich nicke ihr zu, verstehe. Alles scheint mir höllendüster auf dieser Erde. Höllen - Feuer, denke ich. Bin ich denn ein Magier oder nicht? Erinnere mich und hebe meine Arme empor, schließe meine Augen und wachse gewaltig. Noch immer in Menschengestalt singe ich die Elbenworte. Aus tiefsten Tiefen in mir braust es weiß heran, glüht auf im Zentrum meiner Stirn, verlässt sie jetzt, bricht wie ein Sonnenstrahl hervor.

Schreiend weichen die Nebel zurück. Denn Licht zerteilt das Dunkel und bahnt sich einen Weg.

Stimmen aus fernen Zeiten und Welten sehen, staunen, murmeln und beten: „Und siehe, es war ein Leuchtender Pfad, ein funkelnder Weg, der sich durch feuchte Wiesen wand. Ein Pfad war es, glitzernd wie diamantenes Feuer. Es war der Kristallene Pfad seiner Sehnsucht, sein Lebensweg, der sich da schweigend am Morgen dieses einen neuen Tages auftat. Seht und staunt und betet. Denn er und sie sind ...“

Und nicht nur ich höre diese Stimmen, sondern auch die Rabin auf meiner rechten Schulter.

Und sie ruft lachend: „Ach, du bist es ja, von dem die Rabenweisen schon immer sagten, dass er eines Tages kommen werde, einer, der ist wie wir und anders doch zugleich. Kommen wird er, sprachen sie, um uns von Füchsen, Greifen und Menschen zu befreien. Du bist der Erlöser!“

Ich aber schweige, weil ich weiß, dass ich nicht der bin, für den sie mich hält. Immer wieder gab es einen unter den Menschen - und anderen Wesen, in dem manche den Messias sahen. Einer war es nicht, zumindest nicht der König, den sie sich erhofften. Er konnte es nicht sein. So ließen sie ihn ans Kreuz schlagen. Und doch verbreiteten sich seine Lehren und die seiner Jünger ... Weh mir, was mir passieren mag!

Die Rabin aber, die meine Gedanken liest und alles versteht, weint: „Du bist es also nicht! Und alles bleibt, wie es ist. Also ist das Rabenparadies auf Erden noch immer nur ein Traum.“

Ich bleibe stehen, trete für einen Augenblick aus meinem Körper und sehe sie lange an, die da auf meiner rechten Schulter sitzt, und erkenne dich wieder in ihr:

„Aber du bist es ja?! Du bist es und weißt selbst nicht, dass du es in Rabengestalt bist! Mein Gott, du bist die fehlende Hälfte des Mannes zum Menschen! Du bist meine Liebe, Nai... Welch seltsame Dinge geschehen nur hier mit dir und mir!?“

Diesmal aber versteht sie nichts, kann es mit ihrem Rabenverstand nicht begreifen.

So kehre ich in meinen Menschenkörper zurück.

So gehen wir schweigend und unvereint auf meinem Leuchtenden Pfad weiter, der sich schlängelnd durch den Nebel windet.

Was wir beide aber wissen, ist dies: Irgendetwas wird geschehen. Dieser Nebel wallt nicht umsonst. Dieser Nebel ist Tarnung für das, was darunter schlummernd oder lauernd liegt. Wir werden ihm begegnen. Und nichts wird wieder so sein wie zuvor. - Doch ist es nicht immer so?

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