Michael Hauck - Die letzte Instanz

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Das Leben des Journalisten Karl Lehman schien endlich seinen verdienten ruhigen Gang zu nehmen. Eine wiederbelebte Beziehung, ein verantwortungsvoller neuer Posten in der Redaktion einer Berliner Tageszeitung. Und als Höhepunkt des Jahres, die Leitung der Berichterstattung zur kurz bevorstehenden Bundestagswahl. Alles im Lande scheint nur auf diesen Termin hin fokussiert zu sein. Danach – wenn der Wahlabend endlich vorüber wäre, könnte Karl sich sein neues Leben sehr gemütlich einrichten. Der Montag nach der Wahl beginnt jedoch mit einem Paukenschlag – absolut Unfassbares geschieht. Ganz Berlin wird von Helikoptern und bewaffneten Truppen belagert. Das Establishment der alten Republik ist plötzlich wie vom Erdboden verschwunden. Die Leute hinter dem Umsturz geben sich nicht zu erkennen. Wie kann so etwas sein? In einem so stabilen und demokratisch gefestigten Land, wie der Bundesrepublik? Wer steckt dahinter? Was ist das Ziel dieser Umstürzler? Sollte es im 21. Jahrhundert wirklich möglich sein, in Deutschland wieder eine Diktatur zu errichten?

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Sandra war eine Frau, die sich fokussiert auf ihre Künstlerkarriere und folglich auf diese ganz spezielle Szene konzentrierte. Das heißt aber nicht, dass sie in irgendeiner Form uninteressiert war, was Politik anging. Sie hatte einfach nur etwas spezielle Ansichten. Wählte seit sie denken konnte eine Partei. Lobbyismus im Kleinen sozusagen.

Sie schlug die Zeitung auf und fragte Karl, wie er es bitte geschafft hat, in dem gestrigen Zustand noch einen Artikel in die Redaktion schicken zu können. Eine schlüssige Antwort konnte Karl ihr nicht anbieten. Er wusste es schlicht und einfach nicht mehr. Die einzige Erinnerung an den Abend in der Kneipe war Fußball, die davon geprägten Fachgespräche und eben unbotmäßig viele Getränke. Trotz aller Anstrengung, sich an eine irgendwie geartete journalistische Tätigkeit zu erinnern, verliefen im Sand.

Sandra wollte von Karl wissen, was es mit den kryptischen Aussagen der Diskutanten gestern auf sich habe. Tja, was sollte er sagen, er hat im Artikel einfach nur zitiert, was ihm erwähnenswert erschien. Das war wohl die Essenz davon. Sandra war entsetzt über den Grundtenor, der in Karls Artikel wahrnehmbar wurde. Sie gibt ja zu, dass sie jetzt auch nicht täglich Zeitung lese oder die Nachrichten im Fernsehen ansehe. Das sei ja auch gar nicht nötig. Aber man müsse doch einen Standpunkt haben, wissen, wofür man im Ernstfall kämpfen würde.

Alles, was sie im Artikel über die Aussagen der Parteileute gelesen habe, hätte sie ernsthaft entsetzt. Ihr sei das in dieser Intensität vorher noch nie bewusst gewesen. Selbst der Mann der "eigenen" Partei hätte sie ziemlich ermüdet, was er so von sich gegeben hat. Egal, sie wird "ihre" Partei trotzdem wieder wählen. Ist doch klar, bevor sie ihre Stimme an irgendwelche rechten oder linken Idioten verschenkt. Was sei eigentliche seine Position, insistierte Sandra. Schwierig, schwierig. Wenn Karl so darüber nachdachte, konnte er es nicht eindeutig sagen, wo er sich politisch verorten würde. Rechts natürlich gar nicht, was für ne Frage. Links? Kommt auf das Thema an. Vielleicht "im Zweifel", wenn es Spitz auf Knopf steht, ja, eher hier. Aber sicher auch mal konservativ, wenn nicht gar spießig, wenn es um Themen, wie "Innere Sicherheit", "Integration" und dergleichen ging. Also alles Themen, die die persönliche gefühlte Sicherheit, oder besser, Unsicherheit betreffen. Dort, wo einem das Hemd näher ist, als der Rock.

Diesmal geht‘s doch mal echt um eine grundsätzliche Richtungsentscheidung. Da müsse man doch wissen, wem man seine Stimme gebe. Karl bemerkte für sich, dass er für diese Frage keine Antwort geben konnte. Nicht weil er hier ein Transparenzproblem gegenüber Sandra gehabt hätte.

Nein, er hätte ihr es, wie aus der Pistole geschossen sofort und auf der Stelle gesagt. Allein, er war nicht dazu fähig. Seit er für die Zeitung arbeitete, noch dazu seit der Übernahme der neuen Position, fühlte sich Karl eher als interessiert Beobachtender, denn als aktiv Teilnehmender. Karl betrachtete den Politikbetrieb eher wissenschaftlich differenziert, wie durch ein Mikroskop. Eine Versuchsanordnung, die der Erklärung, aber nicht der Wertung bedarf. Erstaunlich eigentlich. Karl verstand sich doch immer als politischen Menschen. Das sollte doch implizieren, dass man auch aktiv daran teilnimmt. Aber im Lauf der Zeit hat sich sein Verhältnis in Bezug auf seine Berufswahl in eine zynische Hassliebe entwickelt.

Er verachtete im Grunde das Heer an willenlosen Parteisoldaten. Egal, ob sich diese in den etablierten Parteien befanden, die auf Basis einer machtpolitischen Hierarchie funktionieren. Oder ob sie sich in sogenannten basisdemokratischen Parteien befanden. Alphatiere hatten überall das Sagen, hier wie dort, machen wir uns doch bitte mal nichts vor. An selbigen faszinierte ihn der Mut, dass sie mit jeder Handlung, mit jedem Wort, mit jeder Regung deutlich machten, dass es ihnen allein um eines ging. Macht! Das leuchtete Karl auch ein. Was nutzt mir die beste Idee, wenn ich sie nicht umsetzen kann? Das ist nicht klug, nicht effizient.

Sandra war ziemlich ungehalten, dass sich Karl nicht mal irgendwie äußern wollte. Sie verstehe ja, dass er als "neutraler" Beobachter mit seiner persönlichen Meinung nicht hausieren gehen kann, aber ihr gegenüber? Also, das findet sie einfach nicht ok. Sie dachte eigentlich, dass in einer Beziehung Offenheit nicht nur auf Beziehungsgeschichten und Sex bezogen sei. Aber im Grunde kann es ihr auch egal sein. Sie weiß ja eh, was sie wählt.

Liebe ist wohl im seltensten Fall von einer politischen Einstellung abhängig, aber sie wüsste schon gerne, mit wem sie es diesbezüglich in diesen vier Wänden zu tun hätte.

Um etwas Frieden zu stiften, sagte Karl schließlich, dass sie sich doch denken könne, wofür er sich entscheidet, ihre Partei stehe ihm doch auch ziemlich nahe. Diese kleine Liebeserklärung durch die Blume untermalte er mit seinem charmantesten Lächeln, das er zu diesem Zeitpunkt zustande brachte. Sandra winkte nur herablassend ab, gab ihm einen Kuss auf die Wange und eine ziemlich heftige Kopfnuss. Warum müssen diese Künstler immer so kompromisslos sein, in allem was sie tun?

Karl versuchte sich zu Sortieren und sich mental auf den heutigen Abend vorzubereiten. Abschlusskundgebung der Ökos. Wird sicher ein Heidenspaß, gähnte er vor sich hin. Schließlich schleppte er sich, die Tasse Kaffee in der Hand, ins Bad und begann sich öffentlichkeitstauglich herzurichten.

Am Abend war also Endspurt angesagt. Karl war im "Hamburger Bahnhof" angekommen. Ein mittlerweile traditioneller Rahmen für Veranstaltungen der einst alternativen Anti-Parteien-Partei, die mittlerweile selbst arg in die Jahre gekommen ist und zum festen Inventar des Berliner Machtapparates geworden ist. Die Partei machte insgesamt einen irgendwie abgekämpften, ja abgeschmirgelten Eindruck. Regierungserfahrung im Bund und in vielen Ländern haben sicher nicht zur "Frische" beigetragen. Aber Karl hatte schon seinen Grund, warum er gerade hierher wollte. Klar hat er des Öfteren bei jenen sein Kreuz gemacht, aber nicht immer. Karl wollte sich nie parteimäßig vereinnahmen lassen. Aber unterm Strich fühlte er sich dennoch zu ihnen hingezogen.

Mit Bauchschmerzen oftmals, aber für ihn schien diese Partei noch immer so etwas wie ein Korrektiv für die drohende Allmacht der beiden Volksparteien zu sein.

Alles war wie zu einer Hochmesse der politischen Agitation vorbereitet. Plakate, Fahnen, große Bühne. So als hätte auch diese Partei gelernt, wie wichtig es ist, die Massen zu vereinnahmen. Karl erwartete sich inhaltlich sicher nichts Neues. Ihm war nur wichtig, letzte interne Stimmungsbilder aufzuschnappen. Vielleicht sogar noch einen richtigen Knaller, den einer der beiden Spitzenkandidaten heute Abend raushauen würde. Irgendein Ass im Ärmel hat doch jeder Politiker. Für morgen war in der Zeitung ein großes Special angekündigt. Großer Programmvergleich aller Parteien, Stimmung in den Parteien und natürlich allerletzte O-Töne, die den einen oder anderen Unentschiedenen nochmal an die Urne treiben sollte.

Die Liturgie konnte also beginnen. Wie für diese Partei üblich, begann der weibliche Part der zwei Spitzen. Inhaltlich etwas mau und rhetorisch ziemlich angestrengt wirkend, spulte sie ihr Programm runter. Als Einpeitscherin also eher eine suboptimale Besetzung. Dem Parteivolk schien es aber zu gefallen, zumindest gab es volle fünf Minuten Standing-Ovations. Es wirkte alles sehr einstudiert. Getreu dem alten Sponti-Motto, "wenn du keine Chance hast, dann nutze sie", hatte das alles etwas sehr Trotziges, Beleidigtes. Die Umfragen sagten ja voraus, dass es wohl eher zu einer Fortführung der Großen Koalition käme, als dass ein Wechsel vor der Tür stünde. Also sehr viel Pfeifen im Walde. Der Spitzenmann im Anschluss machte seine Sache auch nur geringfügig besser. Auf den großen Knaller wartete Karl also vergebens.

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