Gerhard Gruner - Der gehetzte Rentner

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Endlich das Rentenalter erreicht? Jetzt gemütlich zurücklehnen? Zurückblicken auf die vergangenen Jahre? Das Letztere hat der Autor Gerhard Gruner getan. Herausgekommen ist dabei eine Zusammenfassung seiner früheren und bisher unveröffentlichen Weke.
Es sind Geschichten und Gedichte aus dem persönlichen Umfeld. Jedoch auch frei erfundene, kurzweilige Episoden oder aus dem Internet überarbeitete lustige Vorlagen, die teils satirisch, teils ernst, aber immer mit einer Portion Selbstironie aufgezeigt sind.
Der gehetzte Rentner gibt dazu den Rahmen.
So mancher Leser wird sich in den Geschichten wiederfinden und schließlich begreifen, dass das Vergangene niemals beendet sein wird, dass Erinnerungen prägen. Auch im Rentenalter.

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Triumphierend begab ich mich ins Badezimmer. Hier durfte die wissenschaftliche Vorarbeit in die Tat umgesetzt werden.

Was musste ich im Bad sehen? Unser Sohn lag frisch dem Bade enthoben auf dem Wickeltisch. „Wieso ist er fertig gebadet?“, fragte ich entrüstet meine Frau. Sie antwortete gelassen: „Lieber Mann, bis du endlich das Badewasser anrichtest, ist der Steppke verhungert. Gleich ist seine Mahlzeit“.

„Aber die Wassertemperatur muss doch stimmen“, entgegnete ich leicht gereizt.

„Weißt du, erwidert die bessere Hälfte, es reicht, wenn man das Wasser in die Wanne lässt und kurz den eigenen Ellenbogen hinein taucht. Damit ist die angenehme Badetemperatur für das Baby feststellbar. Im Falle, dass jene zu warm oder zu kalt ist, wird je nachdem, nur noch warmes oder kaltes Wasser hinzugefügt.“

Jetzt frage ich – wofür gibt es denn die physikalischen Gesetze, um diese einfach „a priori“ zu umgehen?

Die Verteidigungsschlacht zum Fasching

Wie schön ist es, wenn man Freunde in der Welt hat. Wir ebenfalls. Ein befreundetes Ehepaar, aus Thüringen, luden uns schon mehrmals zum Fasching ein. Gerade in dieser Gegend wird noch Fasnacht ausgiebig gefeiert. In jenem Jahr kamen wir der Einladung nach.

„Kinderfasching“, stand an diesem Nachmittag gut lesbar auf den ausgehängten Plakaten. Wie ein altes Sprichwort sagt: „Zeitiges Kommen sichert gute Plätze.“

Unsere beiden Kinder zogen sich als Musketiere an. Jeder besaß einen blauen Umhang mit einem Degen an der Seite. Sie warteten abmarschbereit in der Veranda. Nur Gunters Frau bastelte im Zimmer wie selbstvergessen an den Kostümen ihrer Kleinen. Wird ja langsam Zeit, dachte ich so bei mir.

Gunter, der im Elferrat mitwirkte, musste derweil etwas für die Faschingsfeier erledigen. Seiner Gattin legte er ans Herz, sie möge unbedingt vor 14.00 Uhr im Saal sein. Der Beginn war auf 14.30 Uhr festgelegt.

In freudiger Erwartung des Spektakels eilte ich zeitig voraus, um gute Plätze zu ergattern. Man will ja optimal schauen können. Dort angekommen, beeindruckte mich die Ausstattung für die Fastnachtsveranstaltung. Die Tische mit den dazugehörigen Sitzmöglichkeiten standen in Reih und Glied. Es saßen nicht viele Faschingsgäste an den Zwölfertischen, sondern es bestand zu diesem Zeitpunkt eine reichliche Platzauswahl. Schnell kippte ich an einem der vorderen Tische sechs Stühle an. Dadurch ist für jeden deutlich zu sehen, dass diese besetzt sind. Die siebende Sitzgelegenheit gegenüber war meine. Damit gehörte uns eine halbe Seite der Tafel. Gunter brauchte keinen Platz. Er hatte seinen auf der Bühne bei dem Elferrat.

Der Raum füllte sich zusehends. Im Nu belegten die Teilnehmer alle Sitze. Die später Ankommenden sahen die große Lücke im Saal, schoss auf unseren Tisch zu und schielten auf die sechs freien Stühle. Am Anfang fiel es mir noch leicht nach deren Anfrage, ob der freien Plätze, ein „Besetzt“ von mir zu schmettern. Es gab Leute, die wollten einfach ein, zwei Stühle nehmen, obwohl alle angekantet standen. Das wusste ich zu verhindern. Manche versuchten sich sogar hinzusetzen.

Ich verteidigte die Stühle heroisch. Schließlich, und davon ging ich aus, musste der Rest in Bälde anrücken.

Inzwischen wurde der Saal brechend voll. Jeder der stand, stierte auf die sechs freien Plätze.

Mit meiner Ruhe ging es bergab. Mein mutiges, vollmundiges „Besetzt“ holperte nahezu in ein krächzendes „Besetzt“ über.

In mir kochte es. Wutwallungen wechselten sich mit der aufsteigenden Hitze in mir ab.

Ich schielte hilflos auf die Armbanduhr. 14.00 Uhr, jetzt sollten sie aber kommen, dachte ich verzweifelt. Gunter hatte es seiner Frau fest an das Herz gelegt, pünktlich zu sein. Nur die Uhr schob ihren Zeiger schleichend vorwärts. Jede Minute verstrich, wie Stunden. In mir lief der Angstschweiß die Brust hinunter.

Es setzte sich langsam in mir ein Egalgefühl durch. Ich sah in mir einen knurrenden Pinscher vor den zu verteidigenden Plätzen. Mich packte ein Gefühl, als beobachtete der Saal meine Verteidigungsschlacht, wie die denn ausginge und vor allem, wann ich endgültig aufgebe. Der Mut sank schrittweise.

Der nächsten Anfrage würde ich nicht mehr widerstehen. Zehn quälende Minuten vergingen noch. Immer wieder sandte ich erwartungsvolle Blicke zur Tür. Endlich der erlösende Augenblick. Vergnügt kam der Rest anmarschiert. Ich musste maximal an mich halten, um nicht zu explodieren.

Wie selbstverständlich setzten sich unsere besseren Hälften mit den Kindern auf die von mir so zäh verteidigten Stühle, als wäre nichts in der Welt geschehen. Klein Claudia, die Tochter von Schneiders, sollte besonders hübsch an diesem Nachmittag aussehen. Das erfordert eben Zeit. Sogleich durfte ich natürlich die Frage nach den gelungenen Kostümen beantworten.

Nur keiner fragte mich nach meinem Kostüm, nämlich meinem Nervenkostüm.

So schön kann der Fasching in Thüringen sein.

Osterfest

Dort, wo das flache Land anzusteigen beginnt, wo am Horizont die bewaldeten Gebirgsketten zu erkennen sind, dort fließen Winter und Frühling ineinander. In den Nächten führt zwar der Winter noch sein Zepter, jedoch am Tag muss er dem beginnenden Lenz Tribut zollen.

Unter den gleißenden Strahlen der Sonne schiebt das erste Grün sachte die Spitzen aus den schützenden Kapseln. Die Natur wechselt nach dem langen Winterschlaf in den Aufbruch.

Auch Karin, ein Mädchen im jugendlichen Alter, kann sich ihrer überschäumenden Gefühle nicht erwehren. Ihr ist so leicht ums Herz. Den Vögeln gleich würde sie am liebsten in die lauen Lüfte schweben und über die Wolken kreisen. Dieses Glücksgefühl lassen ihre Gedanken immer wieder zu ihrem Werner schweifen. Aus der einstigen Schulfreundschaft keimt eine junge Liebe.

Das diesjährige Osterfest wollen sie erstmals gemeinsam verbringen. Karins Eltern fahren weg. Sie soll das Haus derweil hüten. Wie zwischen den beiden heimlich abgesprochen, bleibt ihr Freund bis zum nächsten Tag bei ihr. Getragen von der allgemeinen Aufbruchstimmung des Frühlings und überlagert von ihrer gegenseitigen Zuneigung vergeht die Nacht wie im Fluge. Die zärtlichen Gefühle überließen dem Schlaf keine Sekunde. Mit der einsetzenden Morgendämmerung springt Werner plötzlich aus dem Bett. Er deutet Karin eine Osterüberraschung an. Sie darf nicht schummeln und bis er wieder anlangt, das Fenster meiden. Hoch und heilig verspricht sie ihm, schön brav auf der Schlummermatratze zu bleiben.

Minuten später ist er auf dem Weg hinunter in den Garten. Werner läuft wie in Trance über die Wiese. Selbst die Kälte der sich lichtenden Nacht kann ihm im dünnen Schlafanzug nichts anhaben. Nur von dem Gedanken beseelt, seiner Karin eine riesige Freude zu bereiten. Das Osterversteck darf weder zu schwer, aber auch nicht zu leicht sein.

Endlich hat er in der hinteren Gartenecke einen passenden Platz gefunden. Unter einen Holzhaufen schiebt er das liebevoll hergerichtete Osternest. Danach rennt er schnell zum Haus zurück.

Oben angelangt, führt er die Freundin sogleich an das Fenster. Karin soll annähernd die Richtung gezeigt bekommen, wo die Überraschung versteckt ist.

Sie sieht hinaus. Ein leichtes Schmunzeln durchzieht ihr Gesicht. Was für ein großer Junge, denkt sie so bei sich. Hat er solche Mühe aufgewendet. Jedoch die Macht des Winters in der Nacht, weist seine Fußspuren über die hauchdünne Schneedecke schnurstracks zum Versteck.

Menschen

Irgendwo im Universum

leben sie zusammen.

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