Michael Kern - Die Stunde der Politiker

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Es ist der Sonntag vor Weihnachten 2020 als Peter, ein sechzigjähriger, ehemaliger Business Manager aus München, alleine mit einer Flasche Champagner zu Hause vor dem Kamin sitzt. Er versucht sich zurückzuerinnern, wie das alles begonnen hatte, fast genau vor einem Jahr. Damals, als dieses Corona Virus zum ersten Mal aufgetaucht war. Denn, wie viele Menschen, versucht auch Peter herauszufinden, warum sich das alles danach zu einer solchen Welle von noch nie dagewesenen Maßnahmen und Ereignissen entwickeln konnte. In deren Verlauf er innerhalb eines Jahres alles was er gewonnen, wieder verloren hatte. Und das war nicht wenig, denn er hatte Millionen gewonnen und vielleicht sogar die Liebe seines Lebens gefunden. Was sich aber in Rekordgeschwindigkeit, wie dieses ganze, global vernetzte Riesenuhrwerk der freien Marktwirtschaft, in seine kleinsten lokalen Zahnrädchen, einfach aufgelöst hatte. An dessen Ende Peter, wie die meisten Menschen arbeits-, und mittellos, entrechtet und enteignet, ungläubig zurückblickt. Auf dieses Schauspiel, wie diese ganze Welt, wie er sie kannte, einfach wie ein Kartenhaus in sich zusammengebrochen war. Inszeniert und dirigiert von den Zauberlehrlingsstöcken der hunderttausenden Politiker dieser Welt, die durch dieses Virus die Macht und Aufmerksamkeit widererlangten, die sie längst verloren geglaubt hatten. Dabei beschäftigt ihn nicht so sehr die Frage nach dem «Wie», sondern hauptsächlich «Warum» das alles passiert war. Und er findet nicht zuletzt durch Sonja einige überraschende Antworten.

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Mit Taktik gewinnt man eine Schlacht – Mit Strategie einen Krieg

„Die werden schon eine Strategie haben. Du glaubst doch nicht, dass die alle blöd sind, haben sie mich im Gemeinderat alle blöd niedergemacht“, hatte Theis wutschnaubend erzählt, als er damals am letzten Freitag im Januar spätabends von der Gemeinderatssitzung nach Hause gekommen war.

„Und du hast ihnen natürlich geantwortet: Ja genau das glaub ich“, hatte Elena direkt wie aus der Pistole geschossen geantwortet.

„Ja sicher, das ist doch meistens so. Entweder sie machen nix oder einen Blödsinn. So ist das schon in der Politik.“

„Und das musst du natürlich ausgerechnet den Politikern aufs Brot schmieren. Und dann erwartest du dir von ihnen, dass sie dir dafür danken, weil du ihnen gezeigt hast, wie blöd sie sind. Und deshalb werden sie dann alles genauso machen, wie du es ihnen sagst.“

„Nein, ganz so dumm bin ich natürlich nicht. Das ist mir auch klar, dass ich da schon diplomatisch vorgehen muss. Schließlich will ich ja was von ihnen. Also hab ich ihnen ein bisserl Honig ums Maul geschmiert, wie ihr hier so sagt. Ich hab ihnen halt erklärt, dass ich das schon verstehen würde, dass das ganz schwierig war für die da ganz oben. Weil es ja da so unendlich viel zu bedenken gibt, wenn man so viele Gesetze und Regeln beachten muss. Und weil man ja nicht einfach mir nix dir nix alle Grenzen schließen und die Leute alle einsperren konnte. Deshalb war es sicherlich auch für sie so schwierig, sich da jetzt auf so eine Virusepidemie vorzubereiten. Diese Vollidioten! Weil Krisen- oder Katastrophenplan gabs ja keinen mehr bei uns - so wie in Japan. Weißt, das ist, als ob du in einem hundert Meter hohen Hochhaus sitzt und keine Brandschutzordnung hast. Und damit eine Epidemie keine Pandemie wird, brauche ich eben, weil es nicht wie ein Erdbeben oder Brand ein plötzliches Ereignis ist, keinen Katastrophenplan, was ich mache, nachdem das Ereignis eingetroffen ist, sondern einen internationalen Plan, wie ich die Ausbreitung zur Pandemie und Katastrophe verhindern kann. Weil so ein Virus kennt keine Staatsgrenzen. Deshalb braucht’s eine Brandausbreitungsverhinderungsordnung. So wie du das auch bei jedem Brand machst, wo das erste Hauptaugenmerk nicht darauf liegt, das betroffene Gebäude zu retten, sondern erst mal zu verhindern, dass das Feuer sich auf die Nachbargebäude oder die umliegenden Waldgebiete ausbreiten kann. Dabei haben wir seit 2000 mit Vogel- und Schweinegrippe und dem SARS mindestens drei superähnliche Epidemien gehabt, die sich auch schon weltweit verbreitet hatten. Nur durch Glück, weil die Viren noch nicht gefährlich genug mutiert waren, ist damals eine katastrophale Pandemie wie die spanische Grippe nicht zustande gekommen. Ich bin mir sicher, da sind seitdem Millionen in allen möglichen Ländern ausgegeben worden für Studien, wie man sich als Nation da schützen und verhalten soll. Und was ist rausgekommen? Wo ist die Ausbreitungs-Brandschutzverordnung? Nix, nix, nix! Und jetzt sitzen sie da und beobachten die Entwicklung ganz genau, um sich aufs Beste vorzubereiten, um dann je nach Lage angemessen zu reagieren. – Dass ich nicht lache!“, hatte sich Theis förmlich in Rage geredet.

„Und so diplomatisch hast du das dem Hermann und dem ganzen Gemeinderat erklärt?“, fragte Elena lächelnd.

„Nein, natürlich nicht“, musste Theis lachend antworten.

Theis war nicht nur ein hervorragender Arzt, sondern vor allem einer, der seinen Beruf so vollumfänglich liebte und lebte, dass er sich der Medizin im Zusammenspiel mit der Natur und dem Menschen, als Individuum wie gesellschaftlich, immer gesamtheitlich annahm. Er versuchte, sich in allen damit verbundenen Wissensbereichen permanent weiterzubilden, um die verschiedensten Vorgänge besser zu verstehen. Er war eben kein Fachidiot, für den ein gebrochenes Bein nur ein isoliert gebrochenes Bein war. Wenn er einen Patienten mit einem gebrochenen Bein hatte, hinterfragte er von Alter, Geschlecht, Beschäftigung und Unfallhergang alles bis hin zu Ernährung, Stuhl, Blutbild und Bewegungsmuster. Das Operieren überließ er dann gerne dem Orthopäden. Der war fachlich und handwerklich weitaus besser dafür geeignet. Er wollte aber wissen, wer sich da wie und warum das Bein gebrochen hatte. Denn er würde den Patienten wiedersehen, nachdem das Bein operiert war. Und es passierte immer wieder, dass er mögliche Spätfolgen, auch wenn der Beinbruch nach Jahren längst vergessen war, richtig erkannte und deutete. Und manchmal konnte er das, durch weit vorausschauende Maßnahmen, auch verhindern.

So war es auch diesmal, dass er sich so gut es ging über das Virus informierte, nachdem er eben aus den Nachrichten in Erfahrung gebracht hatte, dass die ersten Infizierten und nicht nur Chinesen jetzt auch in Europa aufgetaucht waren. Er hatte im Internet recherchiert, und Gespräche mit ehemaligen holländischen Kollegen geführt, über die er direkt in Kontakt zu europäischen Ärzten in China gekommen war. Um herauszufinden, was es mit dem Virus auf sich hatte, und den Krankheitsverlauf, den es auslöste, wie alles Wissenswerte, was es da sonst drum herum gab.

„Die sagen nicht für über eine Milliarden Chinesen alles für Chinese New Year ab oder sperren die Fabriken landesweit für Wochen, und alle Schulen. Die können sich das gar nicht leisten, das ist nicht wie bei uns. Die Leute haben keine Kurzarbeit oder drei Monate Kündigungsfrist und auch keine Arbeitslosenversicherung. Die sind alle verschuldet bis über beide Ohren für ihre Wohnung und das Auto. Die können sich schon im Normalfall kaum leisten, mal mehr als eine Woche krank zu sein. So etwas wie Krankengeld gibt es dort für die meisten nicht. Da ist sicher viel mehr dran an der Sache. Da müssen wirklich viel mehr Menschen gestorben sein, als „offiziell genannt“, hatte auch Peter Theis beigepflichtet, als der ihn gefragt hatte, wie er darüber dachte, aus seinen Erfahrungen im täglichen Geschäftsumgang mit seinen chinesischen Kollegen.

Das war auch Theisens Überzeugung gewesen, nach dem, was er in dieser kurzen Zeit herausgefunden hatte, und die Rückschlüsse, die er daraus für sich und seine Umgebung zog. Deshalb war er an diesem 31. Januar ohne Ankündigung zur allwöchentlichen Gemeinderatssitzung im Rathaus von Kratstein erschienen, wo er aufgrund der Dringlichkeit gebeten hatte, mit ihnen dieses Thema besprechen zu dürfen. Da der Hermann, der Bürgermeister, ein wirklich sehr guter Freund von ihm war, der ihn als Arzt ganz besonders schätzte, war das keine Frage, und sie hatten sich fast bis Mitternacht über die Sachlage beraten.

Theis hatte ihnen kurz erklärt, dass dieses jetzige Corona Virus eine weitere Mutation des bekannten SARS- Virus war, von denen es mittlerweile wohl schon einige Arten gab, und dass die Ansteckungsrate sehr hoch war. Anscheinend weil sich erstens das Virus sehr lange im Körper, schätzungsweise hauptsächlich im Mund- beziehungsweise Rachenraum, halten konnte. Und zweitens, weil das Virus, wie eigentlich von den anderen Arten bekannt, dem Immunsystem nicht so gefährlich wurde wie zum Beispiel Ebola. Wodurch sich Krankheitssymptome wenn überhaupt, dann oft erst in bis zu zehn Tagen nach der Infektion zeigten. Dadurch rannten dann eben so viele Menschen mit dem Virus herum, ohne es zu wissen, und steckten extrem viele andere an. Warum es aber bei einer doch recht beachtlichen Anzahl von Infizierten zu einem derart schweren Krankheitsverlauf bis zum völligen Lungenversagen kam, das wusste auch er noch nicht so ganz. Klar war aber, dass es im Wesentlichen drei unterschiedliche Arten des Ablaufs nach der Infektion gab. Bei dem größten Teil der Infizierten, und dazu gehörten Gott sei Dank anscheinend auch Kinder und Jugendliche, kam es zu keinerlei Anzeichen einer Krankheit, oder nur sehr geringen Symptomen. Bei der zweiten Gruppe kam es zu einem grippeähnlichen Verlauf mit Husten und Fieber, teilweise sehr hoch, was den Erkrankten für einige Wochen wie bei einer echten Influenza, vor allem durch die infizierten Lungen, ganz schön zusetze. Bei der dritten, mit circa zehn Prozent glücklicherweise kleinsten Gruppe, befielen die Viren offensichtlich die Lunge so großflächig, dass die Patienten intensiv mit Sauerstoff und oder künstlicher Beatmung versorgt werden mussten. Dabei war leider doch mit einer hohen Sterbewahrscheinlichkeit bis zu zwanzig oder vielleicht sogar bis zu fünfzig Prozent zu rechnen.

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