Cyril Ryser - Der Prophet und sein Kritiker

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Ein junger Mann prophezeit seinem besten Freund, dass sie eines Tages beide eine Freundin haben und in der Folge Zeit zu viert verbringen. Doch eine Verwirklichung dieser Prophezeiung stellt sich im späteren Leben als schwieriger heraus, als erhofft und führt die Freundschaft der beiden Männer an ihre Grenzen.

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Die bis zum Anschlag schräg stehenden Vorderräder drehten im Leeren. Uwe sah unter den Reifen das Gitter einer Regenrinne verlaufen, die behelfsmässig mit langen Holzbalken überdeckt war, so dass sich in der Lücke vom Schneeregen am Nachmittag besonders viel Bodenfrost gebildet hatte. Mehrere Leute die nach und nach heraus kamen, sammelten sich an und begannen dem Fahrer Kommentare zuzurufen. »Nimm etwas Gas weg«, sagte ein Mann in einem Filzhut. »Hast du deinen Führerschein in der Lotterie gewonnen?«, sagte ein anderer und lachte herzlich mit seiner Freundin darüber, die sich unter seinen Arm schmiegte, in hohen Absätzen auf dem glatten Boden.

Uwe ging langsam daran vorbei, die Hände in die warmen Taschen seines wollenen Übermantels gesteckt und drehte den Kopf, um das Schauspiel möglichst lange zu verfolgen und machte sich in Gedanken seine eigene Meinung dazu – »er müsste nochmals vorfahren in die Einfahrt, dann gerade rückwärts, damit sich die Traktion der Vorderräder gleichmässig auf die beiden Reifen verteilt. So käme er leicht über den Absatz.«

Danny kam nun mit Lizzie zum Spektakel hinzu und gab ihr ein Zeichen, sich zu den Zuschauern zu gesellen, mittlerweile fast zehn Leute, einige davon hatten schon die Schlüssel zu ihren eigenen Wagen in der Hand, und trat vor die Limousine. Er türmte sich vor der Kühlerhaube des immer noch hin und her wippenden Wagens auf. Die blassgrellen Xenon Scheinwerfer warfen einen Schatten an die Einfahrt und Rauch stieg unter der Anstrengung des Motors auf. Danny lehnte seinen riesenhaften Körper mit beiden Armen mit schierer Gewalt gegen die Front des Wagens und sagte »Gib mehr Gas!«

Beim nächsten Aufbrausen wurde die Planke überwunden und die Limousine schoss rückwärts in die Strasse. Erschrocken konnten einige Beisteher noch gerade zurückweichen, bevor der Wagen knapp vor ihnen zu stehen kam. Der Fahrer kurbelte die Scheibe runter. »Nichts für Ungut!« Der Gruss galt Danny und auch ein Bisschen all den anderen, um sich pauschal für die gute Unterhaltung zu entschuldigen. Die Limousine fuhr davon und die versammelten Zuschauer zerstreuten sich, insgeheim ein wenig enttäuscht über den glimpflichen Ausgang.

Uwe war bereits Richtung Bahnhof losgegangen, er hatte die letzten Ereignisse noch verfolgt, indem er hie und da unauffällig zurückgeblickt hatte, als die Limousine laut vorbeiflog – vor dem Einbiegen in die Hauptstrasse wieder energisch abbremste und sogleich wieder rasend beschleunigte – und in die verkehrsarme Nacht davonraste.

»Warte, Uwe!« rief es von hinten. Die Stimme gehörte Danny. Er kam in schnellen Schritten, hinterher Lizzie, die sich mit ihren Absätzen schwertat. »Hast du gesehen, wie ich den aus der Klemme geschoben habe?« sagte Danny heiter. »Es war nicht zu übersehen«, sagte Uwe. Er reichte Lizzie die Hand und grüsste. Ihre Begrüssung verhallte in der klaren Nacht und niemand war sich sicher, was darauf zu sagen war. »Du bist von den Toten auferstanden!« rief Danny, in einer groben, unvorsichtigen Stimme und gab Uwe zum Gruss einen etwas hart geratenen Hieb auf das rechte Schulterblatt, unter dem Uwe ein bisschen nach vorne wich. »So in der Art«, sagte Uwe und musste sich anstrengen neben den beiden schnellen Läufern Schritt zu halten. »Kommst du jetzt wieder häufiger, oder kamst du nur schnell vorbeischauen ?« fragte Lizzie herausfordernd. »Mal sehen. Es hat mir eigentlich relativ gut gefallen heute Abend. Alexandra kannte ich noch gar nicht.« »Du wirst noch viel von ihr sehen«, versicherte ihm Danny, der sich nun, das Adrenalin von der imposanten zur Schau Stellung seiner Muskelkraft war verflogen, an das viele Trinken zu erinnern schien. »Sie ist nett«, sagte Uwe. »Wir haben uns kurz draussen auf der Terrasse unterhalten.« »Sie ist eine Frau von Klasse«, grinste Danny ihn an. »Merk dir das.« Nach einer kurzen Pause schien er sich an etwas zu erinnern, zog die Augenbrauen hoch und schaute Uwe prüfend an. »Ich habe gehört, du hättest eine Freundin.« sagte er. » Freundin ist vielleicht ein Bisschen zu viel gesagt«, sagte Uwe, »denn wir kennen uns erst seit anfangs letztem Semester.« Sichtlich erheitert über dieses Geständnis, machten Danny und Lizzie unter sich gewisse Dinge mit Gesten aus und mussten sich scheinbar anstrengen, etwas für sich zu behalten, etwas unangebrachtes vielleicht, das in Worte gefasst obszön geklungen hätte. »Das freut mich für dich«, sagte Danny und auch Lizzie sah ihn an und nickte ihren Kopf. Sie trug ihr Haar nun wieder hochgesteckt. »Wirklich«, sagte sie, »eine noch junge Beziehung, das ist etwas Wunderbares. Wir mögen es dir von Herzen gönnen.«

Danny schaute auf das blaue Zifferblatt seiner teuren, aus mattem Metall gefertigten Uhr. »Wir müssen uns nicht beeilen, du schaffst es auf den nächsten Zug und wir haben den Wagen am Bahnhof abgestellt«, sagte er. Ein Pärchen überquerte freizügig unter Gelächter die Strasse. Ihre Schritte hallten wider in einer betongrauen, von Sprayern karg verzierten Unterführung, die zu den Zügen führte.

»Ich habe dich letzte Woche an der Uni gesehen«, sagte Lizzie, die neben Danny auf dem Perron stand, ihr Halstuch in der Turbulenz eines gerade vorbeigeflogenen Zuges wehend. Uwe konnte zunächst keinen Sinn daraus machen. Sie studierte doch in Genf? Oder zumindest war er sich fast sicher, dass sie dies einmal gesagt hatte, zwar nicht zu ihm direkt, aber er hatte irgendwann etwas dergleichen mitgehört. »Sie studiert schon seit Februar und noch bis Ende August in Bern«, sagte Danny. »Ein interdisziplinäres Theaterprojekt. So eine Art Austausch, erklär du es ihm, Lizzie«, sagte er, mit hochgezogenen Schultern. Sein Hals verschwand ganz im hochgestellten Kragen seiner schicken Jacke, die angeblich mit Federn von Enten gefüllt sei. »Schön, dass es dich interessiert«, wandte sie sich vorwurfsvoll an Danny, der immerhin dazwischen gegangen war, als zwischen ihr und Uwe die Kommunikation fehlzuschlagen drohte und nun eine Rüge erhielt, es kümmere ihn nicht, zu welch exklusivem Austauschprogramm seine Frau auserwählt worden sei. Sie wandte sich wieder an Uwe. »Wir proben eine Inszenierung von Tod eines Handlungsreisenden «, sagte sie und sie pausierte für einen speziellen Effekt, der sich jedoch Uwe nicht ganz erschliessen wollte. »Ich bin Linda«, sagte sie schliesslich, die Augen bescheiden auf den blau schimmernden Stahl der Geleise wendend. Uwe glaubte, für einen flüchtigen Moment, auf ihrem Gesicht verspielte Reflexionen gesehen zu haben, als blickte sie in das Spektrum eines Diamanten, bevor diese Täuschung des Lichtes wieder verschwand. »Ich bin mir sicher«, sagte Uwe, »dass du in der Rolle der Linda dein Publikum überzeugen wirst. Ich kenne das Buch, es ist in meinem Studium Pflichtlektüre.« Sie lachte in der Kälte, sogleich um sich zu wärmen und Uwes Belesenheit zu würdigen. »Du schmeichelst mir«, sagte sie.

Danny hatte begonnen aus den Knien leicht auf und ab zu wippen. Sie blickte auf und ihr Blick streifte ihren Ehemann, der sich auf das Vertreiben der Kälte konzentriert hatte und als sie Uwe wieder ansah, war in ihrem Gesicht die sachliche, kühle Tonlage eingekehrt, in der sie ihn zuvor gefragt hatte, ob er nun wieder des Öfteren mitkäme. »Wir werden auch schon Proben. Wir hatten schon zwei und ihr könnt mal eine anschauen kommen, wenn ihr Lust habt.« »Klar«, sagte Danny und es war schwierig zu sagen, ob er damit die Einladung bestätigte oder bloss meinte »klar«, wie wenn einer fragt: »Darf ich Wein nachschenken?«

»Du musst uns mal in Genf besuchen kommen«, sagte er. »Du hast unser Haus noch gar nie gesehen, oder?« Uwe verneinte. »Wir wohnen in der Nähe eines PKZ«, sagte sie. »Du kennst sicher den Kleiderladen?« Uwe schien nicht verstanden zu haben. »Dann kommt ihr jeden Morgen daran vorbei? Ich meine…. zur Arbeit… in den Ferien?« »Ja, immer«, antwortete Lizzie, als sie dies mit den Augen erwogen hatte, so dass ihre Pupillen wanderten, wie Wellenlinien, die unter dem Stift eines malenden Kindes entstehen. »Nervt dich das nie? Nie Pause vom Einkaufen?« sagte Uwe. »Nein, gar nicht«, sagte sie. »Letztes Wochenende… oder war es Vorletztes?« Sie schaute Danny an, der begonnen hatte, seine Knie von innen nach aussen kreisen zu lassen. »Vorletztes«, sagte er, ohne von einem Punkt aufzusehen, den er, unter den schwarzen Steinen des Geleisbeets, fest fixiert hatte. »Vorletztes Wochenende«, sagte Lizzie, Dannys Stichwort aufnehmend – Uwe staunte darüber, wie eingespielt die beiden waren – »haben wir uns spontan dazu entschlossen, an eine Feier zu gehen, zu der es einen dresscode zu beachten galt. Der Code lautete »Sportlich-Elegant« und ich habe mir im PKZ etwas sportlich-elegantes gekauft, noch am selben Abend. Danny stand nach Feierabend noch unter der Dusche. Ich hatte ihm gesagt, das habe er sich verdient, nach einem langen Tag in der Anwaltskanzlei – Gott weiss, was er dort tut! – und ich habe ihm ein sportlich-elegantes Hemd mitgebracht, ebenfalls aus dem PKZ. Und an der Feier, du glaubst es nicht, wen wir da getroffen haben: Anna Richter mit Oskar Lebewohl – Lebewohl aus dem neuen Palermo-Streifen, der gerade in Cannes angelaufen ist? – ich sage Danny immer, er erinnert mich an Lebewohl und das schmeichelt ihm und Klaus von Gunten war auch dort – der Kunstkritiker aus Dübendorf – mit seiner Frau Aglaja und Hanne Eyschwyler – du kennst die Eyschwylers, die musst du kennen! – wir fuhren mit Klaus… wie war noch sein Nachname?« Danny half ihr auf die Sprünge. »Pomodoro«, sagte er. »Klaus Pomodoro fuhr mit uns im Taxi und Azalea Garibaldi, der Opernstar. Er hat sie auf Bali geheiratet. Sie haben ein wundervolles Kind adoptiert – sie hatten es mitgebracht – es sass mit uns in der Limousine und sie sagten immer zu – »bitte noch ein Orangensaft für Sylvain« – als wir schon längst Wein zu trinken begonnen hatten und wie dieser Sylvain aussah! Mit seinem Orangensaft! – die grösste Minibar die ich je gesehen habe, in dieser Limousine und auf der Tanzfläche ich konnte es kaum glauben… « Ihre Stimme steigerte sich zu einem zwitschernden Gesang, als immer neue Wörter in einem nicht enden wollenden Blitzlichtgewitter vor ihr emporschossen und ihre Fantasie verzauberten wie Feuerwerk. Uwe war unwillkürlich an eine Aufführung der kleinen Lisa erinnert, in der Vorschule, wie sie zum ersten Mal herausfand, dass es Situationen gab, von denen niemand wegrennen darf, zum Beispiel Schulaufführungen oder Ansprachen, als er von Weitem zwei kleine Lichter erblickte. »Das ist wohl deiner«, sagte Danny. »Es war eine der besten Feiern. Wir müssen dich da auch mal mitnehmen«, sagte Lizzie, die ihre Rede inmitten eines Satzes unterbrochen hatte. »Es gibt noch so viel zu erzählen. Und warte nicht wieder so lange, bis du dich meldest … Versprochen?« »Versprochen«, sagte Uwe, der in Gedanken schon im beheizten Zugabteil sass. »Wir hören uns.« Er wollte Lizzie die Hand reichen, doch sie zog ihn zu Küsschen auf die Wangen zu sich, ein Ritual das Uwe zögerlich mitspielte. Er reichte Danny die Hand, der zu einem satten Gruss einschlug. Uwe mischte sich unter ein paar andere Leute, die gerade erst angekommen waren. Er drehte sich um und sah Danny und Lizzie in Richtung ihres Wagens laufen, dessen Scheinwerfer kurz aufblinkten und die beiden in sich aufnahm. Uwe stieg in den Zug, vergewisserte sich, dass er in die richtige Richtung fuhr und setzte sich in ein leeres Viererabteil.

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