Saskia Françoise Elvers - Künstlerseelen

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MARCUS CHRISTLIEB, ein Bundesminister für besondere Aufgaben, wird vom Bundeskanzler persönlich beauftragt eine neue Regierungsform zu testen.
In einem Interview hat sich der berühmte Schauspieler EDGAR BRANDIG zu den Kritiken seines neuen Films geäußert und vertritt dabei die Meinung, der Gesellschaft auf Probe die Kunst zu entziehen – die Menschen sollen lernen die eigene Kultur wertzuschätzen.
Die Regierung nimmt sich Edgars Idee an, um ihre neue Regierungsart daran zu erproben. In ihren Augen beinhaltet dieser Testlauf nur einen geringen Anteil an Konsequenzen, falls es zum Scheitern verurteilt ist.
Mit Begeisterung nimmt das Volk das Projekt an, obwohl der Kunstentzug neue Gesetze mich sich bringt, die nach einer dafür erbauten Mauer ebenfalls für Unruhe sorgen. Während Demonstrationen auszuarten drohen, muss sich die Regierung entscheiden, ob sie den Testverlauf abbrechen oder fortfahren will.

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„Aber denke doch mal bitte an die Zukunft. Wenn du das Geld, was du durch sowas sparen würdest, einfach mal zur Seite packst, was meinst du würde da innerhalb eines Jahres für eine Summe zusammen kommen?“

Robert weiß, dass sie Recht hat, doch jahrelang wurde ihm das Geld von seinen Eltern nur zugesteckt. Für Robert war frühzeitig klar, dass er so nicht lernen würde mit Geld umzugehen. Es hat ihn viel Überwindung und Kraft gekostet, sich gegen die Geldwerferei der Eltern zu wehren, besonders weil alle seine Freunde ihn um dieses Leben beneiden. Erst als er Tatjana kennenlernte und ihren Eltern vorgestellt werden sollte, hat er sich einen Job gesucht, damit er nicht als reicher, verwöhnter Sohn angesehen wird. Tatjana hat ihn bei der Suche unterstützt und war froh, dass ihr Freund den Wunsch vertrat auf eigenen Füßen zu stehen.

Mittlerweile wissen auch seine eigenen Eltern von seinem Job. Und obwohl sie ursprünglich etwas anders mit ihm vorhatten, haben sie die rebellische Art ihres Sohnes wortlos hingenommen. In ihren Augen sollte ihr Sohn in Ruhe das Abitur fertig machen, danach ohne berufliche Ablenkungen sein Leben mit Reisen, Menschen kennenlernen und die Frau fürs Leben finden genießen, um dann mit Ende Zwanzig von seinem Vater in die Firmenstruktur eingearbeitet zu werden und das aufgebaute Pharma-Imperium zu übernehmen.

Tatjana dagegen kommt aus einer sehr sparsamen Familie. Ihre Eltern verdienen nicht das große Geld, wissen aber damit umzugehen und können durch das Ersparte schöne Momente erleben, die lange in Erinnerung bleiben. Den Lebensstil von reichen Menschen hat Tatjana noch nie nachvollziehen können, denn sie glaubt, dass zu viel Geld wahre Träume zerstört, da es für die Verwirklichung harte Arbeit und Zeit braucht. Zudem empfindet sie reiche Menschen als ungeduldig, da diese es gewohnt sind alles sofort zu bekommen. Erst als sie Robert kennengelernt hat, fing sie an die Schattenseiten zu betrachten. Im Gegensatz zu ihr hat Robert keine echten Freunde, die an seiner Person interessiert sind.

„Hat euer Chef irgendwas bezüglich der Brandig-Idee gesagt?“ Robert wechselt nach einigen Schweigeminuten das Thema.

„Welche Brandig-Idee?“

„Die Nachricht, die ich dir gestern geschickt habe.“

„Ach, dass mit dem Kunstentzug? Wieso sollte er was dazu sagen? Der Typ war bestimmt wieder betrunken, als er das Interview gegeben hat.“

„Schatz, Edgar Brandig ist seit Jahren trocken“, grinst Robert.

„Vielleicht ist er rückfällig geworden und keiner hat es bis jetzt gemerkt“, zuckt Tatjana mit der Schulter.

„In den Nachrichten hieß es heute, dass die Regierung ernsthaft darüber nachdenkt die Idee umzusetzen.“

„Wann haben die das bekanntgegeben?“

„Vor etwa zwei Stunden. Hat euer Chef noch nichts gesagt?“

Tatjana schüttelt den Kopf.

Der Kellner kommt erneut. „Der Salat mit Garnelen und Zitronensauce, dazu Kroketten?“

Tatjana hebt den Arm und obwohl sie sich ein Lachen nicht verkneifen kann, sieht sie Robert missbilligend an. Es stimmt, sie wählt immer das gleiche in diesem Restaurant, doch es gefällt ihr nicht, dass er ihr das auch noch so vor Augen führt.

„Medium Steak mit Bohnengemüse und Salzkartoffeln?“, fragt der Kellner, obwohl am Tisch nur noch Robert übrig ist.

Als der Kellner geht, setzt Tatjana zur nächsten Runde an: „Ich kann selber bestellen. Ich bin kein kleines Kind mehr.“

„Mensch, Tatjana, reicht es für heute nicht mit den Streitereien?“ Robert hat genug.

„Dann ignoriere meine Gefühle nicht immer.“

„Dann mache du auch wie verabredet Feierabend und nicht erst eine Stunde später. Ich spare nur die Zeit ein, die du vergeudest.“ Robert weiß, dass dieses Argument nicht fair ist, aber auch zu diesem Thema hat er Tatjana oft seinen Standpunkt erklärt und ist auf Uneinsichtigkeit gestoßen.

Tatjana schnaubt. Sie könnte sich weiter hochschaukeln, aber er hat Recht. Er lädt sie jeden Monat einmal ins Kino ein, inklusive Essen vorher. Den Film darf sie sich grundsätzlich selber aussuchen und er nörgelt selbst dann nicht rum, wenn sie sich für einen kitschigsten Liebesfilm entscheidet. Das einzige was er sich dafür von ihr wünscht ist, dass sie rechtzeitig Feierabend macht, damit sie in Ruhe Essen können ohne ständig auf die Uhr sehen zu müssen. In all den eineinhalb Jahren Beziehung hat sie es noch nicht einmal hin bekommen ihren Teil der Abmachung einzuhalten.

Doreen Timmel

Laut meinen Eltern war ich ein schwer erziehbares Kind und wenn ich zurückblicke, hat sich das auch nie geändert. Vor einigen Jahren habe ich den Kontakt zu ihnen abgebrochen, weil ich dieses Gerede: „Kind, mache doch bitte was Ordentliches aus deinem Leben“, nicht mehr ertragen konnte.

Meine Eltern sind diese Art Mensch, die sich über alles beschweren, aber selber nichts unternehmen um es zu ändern. Sie sind der festen Überzeugung, dass es sich nicht lohnt als Einzelperson anzufangen, denn alleine könne man nichts bewirken. Das Boot müssen schon andere bauen, damit sie dann aufsteigen und zum neuen Hafen mitschippern. Ich hasse solche Menschen, denn ich bin genau das Gegenteil. Manche würden mich als streitsüchtig bezeichnen, ich nenne es Engagement.

Wahrlich, mit Ende Zwanzig bin ich noch immer ein Mädchen das gegen Ungerechtigkeit protestiert. Dumm bin ich nicht, denn es gehört schon einiges an Wissen dazu, die richtige Seite zu erkennen und sich dafür einzusetzen. Ich bin einfach ein Mädchen, das sich nichts gefallen lässt.

In Zeitungen bin ich grundsätzlich dann vertreten, wenn wieder über eine Demonstration berichtet wird. Ich bin bei allen dabei und renne immer ganz vorne mit, was auch der Grund ist, wieso mein Gesicht schon des Öfteren in den Blättern zu sehen war. Diese Erfolge kann ich mir nur zuschreiben, weil ich auch ständig auf der Suche nach Unrecht bin - so eine Art Batman unserer Zeit.

Mein Leben läuft sehr spartanisch ab und das Geld, welches ich im Altenheim verdiene, spare ich größtenteils für Demos. Die meisten die ich Verpflege stehen hinter meinem Lebensstil und befürworten, dass ich mich für das Gute in der Welt einsetze.

In letzter Zeit hat sich in Deutschland die Lage beruhigt, was mich zwar auf der einen Seite freut, auf der anderen aber auch verunsichert. Jeder weiß, dass nach zu viel Sonne ein großes Gewitter folgt und nicht jeder ist dem gewachsen. Dies kann man schon unschwer am Wetter erkennen. Ich bin immer wieder erstaunt darüber, dass Menschen sich aufregen, weil sie ein Gewitter nicht vorhergesehen haben, obwohl sie sich selber den ganzen Tag über das drückende und schwüle Wetter beschwert haben. Als wäre es etwas schlimmes, wenn sich Druck entlädt und frischen Wind erzeugt. Aber so sind die Menschen nun mal, wollen immer nur Glück, Erfolg und Reichtum. Nur die wenigsten wollen dafür aber auch die andere Seite kennenlernen, die es uns erst ermöglicht das erreichte anzuerkennen und wertzuschätzen. Man setzt sich lieber ins gemachte Nest, als selber sich ein Nest zu bauen und es so zu gestalten, wie man es selber haben möchte.

Wie gesagt, ich hasse solche Menschen. Sowas ist gegen meine Natur. Wenn ich schon die Zukunft bin, dann möchte ich sie auch mitbestimmen und nicht darauf warten, dass andere sie für mich gestalten.

Bevor ich mich darüber aufregen kann, dass ich wieder kein neues Protestmaterial gefunden habe, ploppt plötzlich eine Eilmeldung auf meinem Computer auf, mit dem Bild von der Nachrichtensprecherin Lena Nöthe. Ich klicke auf das Bild, worauf sich ein Videofenster öffnet und die Nachricht abspielt. Mit aufkeimender Begeisterung notiere ich mir alle Fakten in mein Demo-Buch. Ein Ringbuch in dem ich alle Fakten zu bevorstehenden Demos sammle, um immer den Überblick zu haben.

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