Saskia Françoise Elvers - Künstlerseelen

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MARCUS CHRISTLIEB, ein Bundesminister für besondere Aufgaben, wird vom Bundeskanzler persönlich beauftragt eine neue Regierungsform zu testen.
In einem Interview hat sich der berühmte Schauspieler EDGAR BRANDIG zu den Kritiken seines neuen Films geäußert und vertritt dabei die Meinung, der Gesellschaft auf Probe die Kunst zu entziehen – die Menschen sollen lernen die eigene Kultur wertzuschätzen.
Die Regierung nimmt sich Edgars Idee an, um ihre neue Regierungsart daran zu erproben. In ihren Augen beinhaltet dieser Testlauf nur einen geringen Anteil an Konsequenzen, falls es zum Scheitern verurteilt ist.
Mit Begeisterung nimmt das Volk das Projekt an, obwohl der Kunstentzug neue Gesetze mich sich bringt, die nach einer dafür erbauten Mauer ebenfalls für Unruhe sorgen. Während Demonstrationen auszuarten drohen, muss sich die Regierung entscheiden, ob sie den Testverlauf abbrechen oder fortfahren will.

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„Nein. Nur weil ich etwas laut ausspreche, heißt es nicht, dass es auch umgesetzt wird.“ Edgar wirkt gelassen. Ein Zeichen dafür, dass er sich seiner Antwort im Interview bewusst war.

„Wieso sagst du so was überhaupt?“ Noch immer verstehe ich ihn nicht.

„Um meine Publicity zu nutzen und die Menschen zum Nachdenken anzuregen.“

„Was sagen deine Frauen dazu?“, hake ich nach.

„Wir haben das Thema gerade beim Essen angeschnitten, aber noch nicht näher besprochen. Wenn wir gleich zur Feier des Tages eine Flasche Wein öffnen, wird es bestimmt nochmal zum Thema werden.“

„Edgar, wie stellst du dir das vor - der Menschheit die Kunst wegzunehmen?“ Ich muss es wissen, um schlimmere Äußerungen in zukünftigen Interviews zu vermeiden.

„Luise, es geht mir nur darum, dass die Presse darüber nachdenkt was Kunst für jeden einzelnen bedeutet. Und natürlich nicht nur die Presse, sondern auch die, die deren Artikel tagtäglich lesen und jeden Quatsch glauben.

Generell will jeder Filmemacher unterhalten und Menschen berühren. Es ist unsere Leidenschaft. Wir können uns allerdings nicht entfalten, wenn wir uns ständig für alles rechtfertigen müssen.

Kunst lebt nicht von Kritiken, sondern von den Emotionen die sie auslösen. Es reicht mir, wenn ich es heute mit meiner Antwort geschafft habe, dass sich Menschen darüber Gedanken machen. Natürlich wird es immer welche geben, die sich darüber aufregen, weil sie sich einreden ich würde sie beklauen wollen. Das können sie gerne weiterhin tun, denn sie erhöhen damit ihr eigenes Herzinfarktrisiko und nicht meins.“

„Du hast es nur gesagt, damit die Menschen darüber nachdenken?“, frage ich nach, um sicher zu gehen, dass ich ihn richtig verstanden habe.

„Weißt du, jetzt wo du das hinterfragst ... halte doch bitte morgen Rücksprache mit der Regierung. Vielleicht wollen sie mir diese Idee ja doch abkaufen. Wäre schon lustig, wenn es so einen Entzug geben würde. Der Menschheit würde es sicherlich nicht schaden aus schmerzhaften Erfahrungen zu lernen.“

Ich weiß, er will mich triezen. Er hört mir meine unterdrückte Wut bereits übers Telefon an. Zugegeben, ich würde ihn am liebsten anschreien um meinem Ärger Luft zu machen, doch ich bleibe standhaft. Noch sitze ich am längeren Hebel.

„Garantiert nicht“, zische ich lauter als gewollt.

„Wieso nicht, Luise? Willst du die Menschheit nicht verändern? Willst du nicht unsterblich werden? Das kann man nur, wenn man auch mal ein Risiko eingeht. Das könnte unser Clou werden, Luise. Denk mal darüber nach ...“

Seine Stimme dringt in mich ein. So verführerisch habe ich sie noch nie klingen hören, obwohl ich bereits seit Jahren für ihn arbeite.

Bevor er mich um den Finger wickeln kann, beende ich das Telefonat. Ich muss seine Worte aus meinem Kopf kriegen, sonst glaube ich seinen Schwachsinn irgendwann noch. Wenn Edgar etwas kann, dann sehr überzeugend sein.

Phase 2

ANFANG MÄRZ

DIENSTAG

TAG NACH DER PREMIERE

Regierung

Marcus Christlieb steht jeden Tag zur selben Zeit auf, um seinem Morgenritual nachzugehen - ein Glas Wasser trinken, Zähneputzen, Duschen, Tasse Kaffee im Bademantel, Umziehen und zur Arbeit fahren. Seit seiner Scheidung benötigt er diese Routine, um eine gewisse Stabilität im Leben zu haben.

Die Stelle als Bundesminister für besondere Aufgaben teilt er sich momentan mit acht weiteren Personen, die sich alle zum Ziel gesetzt haben die Besten zu sein. Marcus ist zwar nicht der auffälligste, größte oder stärkste, doch ihn zeichnet sein erhöhter Tatendrang aus, durch den er durchgehend hervorragende Arbeit abliefert.

An diesem Morgen erwartet ihn eine Nachricht auf seinem Schreibtisch, die er nicht für möglich gehalten hat. Er soll zu seinem Chef - dem Bundeskanzler.

Bevor Marcus die Tür richtig geschlossen hat, setzt der Bundeskanzler an: „Herr Christlieb, Sie wissen ja bereits wie das hier in unserem Unternehmen läuft - ich regiere und alle anderen arbeiten für mich.“ Der ältere Herr, der an seinem Schreibtisch sitzt, lacht kurz über seinen Witz, bietet Marcus den gegenüberstehenden Stuhl an und fährt dann fort: „Ihre Bemühungen weiß ich zu schätzen und daher möchte ich Ihnen heute eine ganz besonders Aufgabe zusprechen.

In Deutschland kommen immer mehr Unruhen auf. Für die Bevölkerung bedeutet Demokratie nicht mehr, sich für eine Partei zu entscheiden, sondern Mitspracherecht zu haben. Egal welche Partei oder Koalition an der Spitze steht, es sind immer die falschen die regieren, weil das Volk im Nachhinein mit unseren Entscheidungen nicht zufrieden ist. Auch wir haben uns an Regeln und Vorschriften zu halten und können wahrlich nicht zaubern.“

Marcus nickt kurz. Er selber kennt es aus der Familie seiner Exfrau. Bei jedem Familienfest musste er sich Verbesserungsvorschläge für die Regierung anhören, als wäre er ein Kummerkasten.

„Daher möchte ich einen Versuch starten. Ich weiß nicht, ob Ihnen der Name Edgar Brandig etwas sagt, aber ich persönlich bin ein großer Fan seiner Filme. Gestern hat er eine interessante Äußerung von sich gegeben, über die ich die halbe Nacht nachgedacht habe.

Seine Idee war es, den Menschen die Kunst zu entziehen. Der Gedanke machte mich neugierig, weil es uns ja nicht anders geht. Auch die Regierung wird überall durch den Dreck gezogen und missverstanden.“

Noch immer sieht Marcus ihn sprachlos an.

„Ja, wir drücken uns teilweise schwammig aus, aber nur, weil wir ungern halbe Entscheidungen, schnelle Ideen oder unkonkrete Pläne aussprechen. Mit etwas halb durchdachten hat man oft wenig Erfolg. Die Menschen verstehen nicht, dass alles seine Zeit braucht und vieles einfach nicht mit dem alltäglichen Problemen vergleichbar ist, bei denen bereits kurzfristige Kompromisse helfen.

Daher möchte ich Sie damit beauftragen, sich um die Umsetzung des Brandig-Plans zu kümmern. Sie tragen die volle Verantwortung. Jegliche Entscheidungen laufen über Ihren Tisch. Reisen Sie, recherchieren Sie, machen Sie alles was Ihnen dabei hilft sich auf diese Aufgabe vorzubereiten. Es gibt nur eine Sache, die ich von Ihnen fordere - lassen Sie das Volk mitentscheiden.“

Marcus weiß nicht was er darauf antworten soll, nickt stattdessen und schüttelt dem Bundeskanzler dann dankend die Hand. Dieser reicht Marcus noch einen Zettel, auf dem einige Stichwörter und zwei Handynummern stehen. Mit einer neuen Aufgabe verlässt Marcus nicht nur das Büro seines Chefs, sondern auch sein altes Leben.

Luise Irsch

Als ich den eingehenden Anruf annehme und höre, dass dort jemand von der Regierung dran ist, lege ich sofort wieder auf. Jemand will sich nur einen Scherz mit mir erlauben, da bin ich mir sicher. Wahrscheinlich steckt Edgar dahinter, der jemanden dafür bezahlt bei mir anzurufen und sich als Bundesminister auszugeben.

Kurz darauf klingelt das Telefon erneut. Die gleiche Nummer ... die gleiche Stimme und der gleiche Name - Marcus Christlieb. Obwohl es sich bei dem Namen eindeutig um einen Mann handelt, klingt die Stimme so unsicher, brüchig und zaghaft, das ist fast an mir zweifle.

„Mit wem spreche ich da?“, frage ich nochmal nach, um sicher zu gehen, dass es sich um einen Mann handelt.

„Bundesminister Marcus Christlieb“, antwortet er schüchtern.

„Was kann ich für Sie tun, Herr Christlieb?“

„Spreche ich mit der Agentin von Edgar Brandig?“ Seine Stimme wird etwas lauter.

„Ja, am Telefon.“

„Okay!“ Es folgt eine Pause, welche mit dem Geräusch vom raschelnden Papier untermalt wird, als würde er nach Unterlagen suchen. „Es geht um seine Idee“, fügt er anschließend hinzu, nachdem er das offenbar Gesuchte gefunden hat.

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