Christian Kubitza - EINE WOCHE

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Ich bin Chris, Chris Keene.
Bis vor Kurzem war alles in Ordnung.
Aber jetzt habe ich eine Trennung hinter mir, die ich nicht wollte,
zwei Millionen Dollar auf meinem Konto, das ich nie eröffnet habe,
die fristlose Kündigung wegen einer Unterschlagung, die ich nicht begangen habe
und das FBI im Nacken, das ich nicht mehr los werde.
Wie das alles passieren konnte? Ich erzähl´s euch.

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„Danke, Becca. Dürfte ich mich dann anziehen?“ riss ich Becca aus ihrem Blick und mich aus meiner Selbstbetrachtung.

„Aber natürlich. Entschuldigen Sie, Mr. Keene.“ Ohne ein weiteres Wort verließ sie den Raum und ich konnte mir endlich die Hose anziehen. Geschmack hatte Becca ja. Anthrazitfarben mit feinen bläulichen Streifen. Nicht gerade von Armani aber schick. Die kaffeegetränkte Armani würde ich dann wohl heute Abend direkt in der Reinigung abgeben. Ich stieg in Huxley´s Hose. Oben ein wenig zu weit, ansonsten passte sie wie angegossen. Ich zog den Gürtel aus der Armani und durch die Schlaufen der neuen Hose. Perfekt. Ich verstaute die Armani in Huxley´s Tüte und zusammen dann in meinem Aktenkoffer. Nun konnte ich mich endlich wieder dem Tagesgeschäft widmen. Mein Computer war mittlerweile auch so gnädig gewesen, komplett hochzufahren, sodass ich mit meiner Arbeit an dem Statusreport beginnen konnte. Mir fielen die Worte von Melanie Goldblum ein. Ohne ihre Daten würde mein Statusreport offenbar nur ein klappriges Gerippe werden können. Also beschloss ich, sie aufzusuchen. Ich verließ mein Büro und ging den Flur entlang, wieder vorbei an den Waschräumen. Melanies Büro befand sich auf der genau entgegengesetzten Seite der Etage. Praktisch mit Blick auf Downtown Manhattan, wären dort nicht zwei noch höhere Bürotürme im Weg. So konnte sie lediglich ihrem Pendant im Gebäude gegenüber nahezu die Akten vom Schreibtisch lesen. Ich ging schnellen Schrittes durch den langen Flur. Ein mit einem anthrazitfarbenen, weichen Teppich ausgelegten, nicht endend wollenden Gang mit Bürotüren alle fünf bis zehn Meter zu beiden Seiten und einer Art Kreuzung mit einem anderen Gang ungefähr in der Mitte der Etage. Ebenfalls im Abstand von etwa fünf Metern war das Firmenlogo im Teppich zu erkennen. Die ineinander verschnörkelten Anfangsbuchstaben des Unternehmensnamens – NYCII – in einem mittleren Grau auf drei von links unten nach rechts oben ansteigenden dicken schneeweißen Längsbalken. Das Logo prangte überall im Hause. Corporate Identity. Ich nannte es Profilneurose. Alleine die Beschilderung im und am Gebäude hatte sicherlich einige hunderttausende Dollar verschlungen. Die meisten Geschäfte des Unternehmens wurden telefonisch, online oder aber beim Kunden draußen in der ganzen Welt abgewickelt. Wofür zum Henker brauchte man dann alle fünf Meter ein Firmenlogo? Damit die eigenen Angestellten nicht vergaßen, wem sie ihr Gehalt und ihre Magengeschwüre zu verdanken hatten? Beinahe wäre ich an der Bürotür von Melanie Goldblum vorbeigegangen. Ich klopfte kurz an die Tür, trat jedoch ein ohne eine Antwort abzuwarten. Melanie saß hinter ihrem Schreibtisch, einer riesigen gläsernen Fläche mit Metallfüßen, vollgepackt mit Bilanzen und Ausdrucken von Zahlenkolonnen.

„Hi, Mrs. Goldblum“, begrüßte ich sie.

„Hallo, Mr. Keene. Kommen Sie doch rein“, entgegnete sie mit einem etwas strengen Blick. Auch sie trug Bürouniform. Ein schwarzes Kostüm und eine weiße Bluse. Der Unterschied zu anderen weiblichen Büroangestellten höherer Stellung lag bei ihr darin, dass ihr Rock recht kurz und ihre Bluse recht eng ausfielen. Zudem hatte sie immer die ersten zwei bis drei Knöpfe offen. Sie wusste durchaus mit ihren Reizen zu kokettieren. Ich dachte kurz darüber nach, wen aus der oberen Etage sie eigentlich derzeit am Wickel hatte, als sie mich aus meinen Überlegungen holte.

„Sie kommen, um etwas über den Spezialfond zu erfahren, richtig, Mr. Keene?“ Nein. Ich war natürlich hier, um Dir ein unmoralisches Angebot zu machen, dachte ich.

„So ist es, Mrs. Goldblum. So ist es“, gab ich stattdessen zurück. Ich konnte immer noch nicht fassen, dass ich keine Ahnung von diesem Spezialfond hatte.

„Dann schauen sie mal her“, wies sie mich mit einer Geste an, um ihren Schreibtisch herum neben sie zu treten. Gleichzeitig griff sie nach einem offenbar bereitgelegten Heft. Es war eines dieser Hefte, das im eigenen Unternehmen gebunden wurde, zum Beispiel für Präsentationen, Exposés und Ähnlichem. Natürlich prangte als Deckblatt das Logo der NYCCI darauf.

„Der Fonds wurde wie gesagt im letzten Jahr bereits aufgelegt aber erst in diesem Jahr aktiviert“, begann sie zu erklären.

„Es ist ein Spezialfond für ausgewählte europäische Kunden. Kunden, die namentlich nicht in Erscheinung treten wollen. Daher wird jede Einlage anonym über einen Notar in Genf abgewickelt. Bei den Kunden kann es sich um Privatiers, um reichere Geschäftsleute oder um ganze Konzerne handeln. Wir wissen das selber nicht. Was wir wissen, Mr. Keene, ist jedoch, dass der Fond bisher Einlagen in Höhe von 150 Milliarden US-Dollar erreicht hat.“

„150 Milliarden US-Dollar!?“ stieß ich unvermittelt hervor.

„Ja, Mr. Keene. Ein nettes Sümmchen, nicht wahr?“

Ich rang nach Fassung. Wenn das stimmte, war das Unternehmen, in dem auch ich meine Brötchen verdiente, der größte Global Player im Investmentbereich. Mir waren einige Fonds in Europa bekannt, die jeweils eine Einlage von bis zu 100 Millionen US-Dollar hatten. Aber selbst in der Summe kamen sie nicht auf den Betrag des Spezialfonds. Und wir redeten hier ja nur über Europa. Kommt der amerikanische und asiatische Markt hinzu, würde die gesamte Einlagesumme einen Betrag ausmachen, der jenseits meiner – und wohl nicht nur meiner – Vorstellungskraft liegt. Wie konnte ein Fond dieser Größenordnung an mir vorbeigegangen sein? Und wofür brauchte man so viel Geld?

„Wofür wird denn da so viel Geld eingesammelt“ wiederholte ich meine Frage laut.

„Die Details kenne ich auch nicht. Ich verwalte hier nur die Beträge. Ich glaube aber in einem Vertrag gelesen zu haben, dass unser Vorstand bis Ende des Jahres entschieden haben muss, in welche Projekte das Geld investiert wird. Aber wie gesagt, Genaueres weiß ich auch nicht. Tatsache ist aber, dass Sie bei Ihrem Statusreport diese Zahlen berücksichtigen müssen.“ Sie tippte auf die gebundenen Seiten in ihrer Hand.

„Na, dann geben Sie mal her.“ Ich hielt ihr die offene Hand hin und sie legte den Bericht hinein.

„Vielen Dank, Mrs. Goldblum. Dann werde ich mich mal da durchkämpfen.“

„Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie ruhig an“, bot sie mir an.

„Das werde ich, vielen Dank nochmals.“ Mit diesen Worten verließ ich ihr Büro und schlängelte mich wieder durch einen der vielen Logotunnel des Unternehmens. Also nicht nur eine ausgeprägte Profilneurose, sondern mehr Geld als alles und jeder andere auf der Welt, dachte ich. Meine Güte, was für Beträge. Man hätte die meisten Staaten der Erde damit aufkaufen können. Na, das würde ein Statusreport werden, der alle Rahmen sprengte. Mir war flau im Magen. Immer noch der Whiskey von gestern Abend? Gemischt mit hohen Zahlen? Zu hohen Zahlen. Plötzlich fiel mir ein, dass ich außer zwei Schlucken Kaffee bisher heute noch nichts zu mir genommen hatte. Kein Wunder, dass der Magen rebellierte. Ich könnte Becca bitten, mir etwas aus dem hauseigenen Café in der zehnten Etage zu besorgen. Aber irgendwie hatte ich den Eindruck, als hätte sie heute schon genug für mich getan. Dann musste der Report eben fünf Minuten länger warten. Ich bog an der Kreuzung links in Richtung der Fahrstühle ab und drückte dort angekommen den Knopf. Es dauerte. Drei Aufzüge und nie kam einer, wenn man einen benötigte. Ich blickte auf die Anzeigetafeln hoch. Einer steckte im zweiten, einer im zwölften und einer im einundvierzigsten Stockwerk. Es dauerte. Nach einer gefühlten Ewigkeit öffnete sich mit einem Klingeln eine Fahrstuhltüre und ich stieg ein. Der Aufzug war leer. Als ich gerade den zehnten Stock als Ziel auswählen wollte, setzte sich der Fahrstuhl bereits wieder in Bewegung. Nach oben. So ein Mist. Ich wollte doch nach unten. Jetzt sah ich auf der Lampenleiste, dass jemand den Fahrstuhl in den zweiunddreißigsten Stock beordert hatte. Ich drückte auf die Zehn. Na toll. Jetzt machte ich hier auch noch eine Spazierfahrt. Ich blickte auf meine Breitling Navitimer, einem Weihnachtsgeschenk von Julie. Julie. Ich musste sie nachher unbedingt anrufen. Es war bereits kurz vor elf. Verdammt. Die Zeit verging ja heute wie im Fluge. Nicht dass ich grundsätzlich etwas dagegen hätte, wenn es auf Feierabend zuging. Aber die warteten da oben auf meinen Statusreport und für Geduld waren die nun wirklich nicht bekannt. Eigentlich versuchte ich immer, mich von dem künstlichen Stress, den andere hier immer so zu verbreiten pflegten, fern zu halten. Aber heute stand ich auch irgendwie unter Strom. Der Tag war bisher nicht besonders gut verlaufen und er war noch lange nicht um. Der Aufzug kam mit einem leichten Ruck zum Stehen und die Tür öffnete sich. Herein trat Charles Buchanan.

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