Ulrich Urthaler - eins vorwärtsfallen

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Dies ist die tragikomische Geschichte des Tschusch Barbar, einem abgehalfterten Privatdetektiv. Seine wirtschaftliche Lage ist desaströs, obwohl er alles mitbringt, was ihn zu einem erfolgreichen Schnüffler prädestiniert, insbesondere sein phänomenales Gedächtnis. Nie vergisst Tschusch ein Gesicht und selbst nach Jahren kann er sich noch erinnern, wer wann was verbrochen hat, sodass sein Gehirn zu einer famosen Datenbank von Ausreißern, Ehebrechern und sonstigen Kleinkriminellen angewachsen ist.
Seine aktuellen Aufträge bringen jedoch auch einen Überlebenskünstler wie ihn an den Rand der Verzweiflung, gerät er doch in eine absurde Konstellation. Er ermittelt gegen einen angeblich Treulosen, der sich schließlich als sein bester Freund entpuppt, indes ganz anderen Lastern fröhnt. Zudem soll er im Auftrag einer alten Dame den entfleuchten Gatten zurückbringen, bis er herausfindet, dass der Betreffende bereits tot ist. Und als wäre dies nicht genug, wird er einziger Zeuge einer Entführung, die ihm die Polizei aber nicht glaubt, da niemand als vermisst gemeldet wird.
Doch Tschusch wäre nicht Tschusch, wenn er am Ende, trotzdem ihn die Mafia bedroht, nicht mit allem fertigwerden würde, allerdings auf seine ganz eigene Art, dem unfreiwilligen Vorwärtsfallen, von übel Meinenden auch als Fettnäpfchentreten bezeichnet.

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„Lieber gar nicht vögeln, als ins Bett zu zwitschern“, hatte seine Schwester ihm damals unter dem Siegel absoluter Verschwiegenheit anvertraut. Und dabei war es vorerst geblieben.

**

Tschusch schaute auf seine Armbanduhr, eine gut gefakete Breitling. Es war zehn nach vier, Zeit für die Happy Hour im „Halbmond“.

„Ewig nicht gesehen“, begrüßte ihn Uschi, der Pächter der kleinen Eckkneipe in Tschuschens Straße. Uschi hieß eigentlich Ursula, Ursula Meyerhöfer, so stand es zumindest in seinem nagelneuen Pass. Früher hatte er Gernot gehießen, doch war das noch vor der Geschlechtsumwandlung. Nach mehreren Operationen war er, beziehungsweise sie, zu geschätzt drei Vierteln Frau und wenn die nächste OP dann noch das verbleibende Viertel kreieren würde, ganz und gar Grand Dame. So lange aber noch ein Rest Mann in oder an ihr, beziehungsweise ihm war, blieb sie für Tschusch „der“ Uschi.

„Wieso ewig“, sagte Tschusch, „ich war doch erst vor drei Tagen hier.“

„Eben“, sagte Uschi, stellte ihm sein Glas Veltliner hin und stakste auf beeindruckenden High Heels von dannen.

„Tolle Haxen“, bemerkte Tschuschs Tischnachbar, einer der daddelnden Senioren, die an den Geldautomaten im Halbmond ihre Rente verzockten und das, was davon übrigblieb, versoffen. Tschusch kuckte. Uschi trug einen seiner ultrakurzen Lederröcke und in der Tat, seine Beine hätten selbst einer absoluten Gourmetfrau zur Ehre gereicht. Tschusch nickte. Mehr Konversation war nicht. Der Alte widmete sich wieder seinem Bier und Tschusch seinem Wein. Er dachte nach.

Im Prinzip müsste er sich jetzt vor dem Justizgebäude, Edmunds Arbeitsplatz, postieren und prüfen, was der nach Büroschluss trieb. Er wusste, dass sein Freund meist mit der U-Bahn ins Amt fuhr, eigentlich gut für Tschusch, da der Gerichtsvollzieher seinen alten Toyota gepfändet hatte und ohne Auto war ein Detektiv kein Beschatter mehr, sondern Bestatter des eigenen Standes. Jemand in der U-Bahn zu verfolgen, war demnach ideal für ihn, doch würde Edmund ihn sofort erkennen, selbst wenn er sich verkleidete. Gewiss würde er ihn fragen, was er hier zu suchen habe, denn Edmund wohnte in Münchens Süden, im Stadtteil Harlaching, während er im Nordosten wohnte, in Haidhausen, in der Gegenrichtung sozusagen. Nur, was sollte er dann zu seiner Verteidigung vortragen? Tschusch war zwar ein passionierter Lügner, war doch ein gutes Gedächtnis die Voraussetzung für erfolgreiches Lügen, aber Edmund konnte er nicht anschwindeln, schließlich war er leitender Oberstaatsanwalt und schon von Berufs wegen prädestiniert, Lügner zu entlarven. Außerdem konnte er nicht glauben, dass Edmund fremdging. Edmund! In der Schule hatten sie ihn „Hendl“ genannt, weil er mit seinem dürren langen Hals und den ruckartigen Bewegungen seines kleinen Köpfchens durchaus an ein Huhn erinnerte. Und welche Frau war schon so pervers, sich ein Hühnchen zum Liebhaber zu nehmen? Dann fiel ihm Carola ein, die schöne Carola mit den wunderbaren Händen. Ihr einen Hang zur Sodomie zu unterstellen, war dann doch des Guten zu viel.

Gerade als er begann, sich so richtig in seinen Ärger hineinzusteigern, dass er den Auftrag von Edmunds Frau angenommen hatte, was unweigerlich zu mehr als zwei Gläsern Wein geführt hätte, klingelte sein Handy. Stefan Röhlich war am Apparat, ein ehemaliger Kollege, der sich ebenfalls selbständig gemacht hatte, aber ungleich effektiver als Tschusch arbeitete, der sich, weil er seinen Job so furchtbar ernst nahm, immer wieder in Kleinigkeiten verzettelte.

„Hast du Zeit“, fragte Stefan, wie immer kurz angebunden.

„Schwerlich“, log Tschusch, „ich stecke gerade in einer großen Sache. Worum geht es denn?“

„Überwachung von Blaumachern.“

„Schülern?“

„Nein“, sagte Stefan, „Angestellten. Es feiern wieder mehr Leute krank als früher und die Chefs gehen dem nach und beauftragen Detekteien zur Überwachung. Aber wenn du eh keine Zeit hast.“

Das Vorgehen der Arbeitgeber fand Tschusch zwar unmöglich, andererseits brauchte er dringend Geld. „Gibt es denn einen Vorschuss?“

„Logisch“, sagte Stefan. „Ohne Vorschuss rühr ich keinen Finger. Ich geb dir zweihundert.“

„Zweihundert? Bisschen wenig, oder?“ Tschusch war klar, dass Stefan wesentlich mehr kassierte.

„Kein Problem“, erwiderte Stefan. „Ich kann den Auftrag auch einem anderen zuschanzen. Insgesamt springen vierhundert für dich raus, vierhundert pro überwachter Person. Aber du bist wohl bessere Preise gewohnt. Na dann ...“

„Schon in Ordnung“, beeilte sich Tschusch. „Weil du es bist.“

„Okay. Ich maile dir die Unterlagen zu. Hast du noch die alte Mailadresse?“

„Ja“, antwortete Tschusch. „Aber der Anschluss ist defekt. Und du weißt ja, wie lang es dauert, bis da mal jemand kommt. Schick mir die Sachen einfach per Post. Das Geld kannst du gleich mit reinpacken. Ist ja auch praktischer so.“

Stefans Grinsen war sogar durchs Telefon zu spüren. Tschusch fühlte, wie die Schamesröte ihm das Gesicht färbte. Wenigstens war Stefan so taktvoll, nicht weiter nachzuhaken und sagte zu. Festnetz und Internet waren Tschusch schon vor Wochen gesperrt worden, weil er ständig im Zahlungsrückstand war. Da kamen die zweihundert Euro gerade recht. Er beschloss, ab sofort gute Laune zu haben und orderte einen weiteren Veltliner. Nach einem dritten Glas hatte er Lust auf Widerborst. Er erhob sich, ging zur Theke und verlangte vernehmlich nach der Rechnung.

Uschi schaute ihn an, als wäre er verrückt geworden. „Die Rechnung?“

„Logisch“, tat Tschusch, als sei es das Natürlichste auf der Welt, dass er bezahlte.

„Du bist sicher, dass du nicht anschreiben willst?“

„Uschi!“ Tschusch wurde lauter. „Wenn ich sage, die Rechnung bitte, dann meine ich das auch so.“

Uschi schüttelte verwundert den Kopf. „Das ist mir neu. Aber wenn du unbedingt willst: macht elf siebzig.“

Tschusch kramte den letzten zehn Euro Schein hervor und knallte ihn auf die Bar. „Stimmt so“, brummte er und verließ türknallend den Halbmond.

Draußen, im Licht der Sonne, wurde ihm bewusst, wie daneben er sich soeben benommen hatte. Es tat ihm leid, aber zurück wollte er nun auch nicht mehr. Er ging die Straße entlang, seine Straße, nicht umsonst Kirchenstraße benannt. Kirchen nämlich lauerten einem hier an jeder Ecke auf. Er selbst wohnte sogar gegenüber einem Gotteshaus, einem katholischen selbstredend, Sankt Johann Baptist, dem Konkurrenzunternehmen zu Judiths Gemeinde Sankt Martin. Tschusch empfand die Häufung so vieler Kirchen tatsächlich als Konkurrenz. Wenn sie ihn am Sonntagmorgen um zehn Uhr mit ihrem gnadenlosen Glockengeläut aus dem Bett scheuchten, kam es ihm vor, als wolle eine Pfarrei die andere an Lautstärke überbieten, Kirchen über Kirchen, die hundsgemein um seine Gunst warben. An Religion jedoch reichte ihm der tägliche Blick auf den Kirchturm. Schlimm genug, dass er zudem auf den Friedhof schauen musste, wo er doch eine natürliche Scheu vor Begräbnisstätten hatte. Einmal nur hatte er den Versuch gewagt, den nachbarlichen Gottesacker zu betreten, war aber schon am Eingang an drei schmiedeeisernen Kreuzen gescheitert, von denen gleich zwei an die Cholera Epidemien in München erinnerten, eine im Jahr 1836 und die andere kurz darauf, 1854. Cholera: das war doch nur was für südliche Länder und bestimmt nichts für einen österreichischen Münchner wie ihn und vielleicht lag da ja noch was in der Luft oder der Boden war kontaminiert; kein Wunder jedenfalls, dass er sich oft so schlapp fühlte.

Trotzdem mochte er seine Straße, sein Viertel, das ehemalige Franzosenquartier. Obwohl seit langer Zeit vor allem bei jungen Leuten angesagt, war es nur partiell gentrifiziert. Noch immer lebten hier Alteingesessene, geborene Haidhauser. Noch immer gab es die Subkultur der Eckkneipen, die kleinen Fluchtwelten der Uschis und wie sie alle hießen.

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