Katja Brandis - Der Sucher

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Sucher werden. Jemand, der durch seine besonderen Fähigkeiten Dinge, Menschen und manchmal auch Träume finden kann, die verlorengegangen sind. Das ist der sehnlichste Wunsch von Tjeri ke Vanamee aus der Wasser-Gilde. Nach dem Motto «Frechheit siegt» erobert er sich eine Lehre beim Großen Udiko, dem berüchtigsten Sucher Dareshs. Nach seiner ungewöhnlichen Ausbildung tritt er in den Dienst seiner Gilde, um für sie schwierige Aufgaben in ganz Daresh zu lösen. Sein erster großer Auftrag: Unter strenger Geheimhaltung soll er für den Rat eine unscheinbare silberne Schale finden, die schon lange verschollen ist. Tjeri ahnt nicht, dass der Rat ihm etwas verschweigt: Die Schale birgt ein tödliches Geheimnis und ist der Schlüssel zur Macht in Daresh…
Zur gleichen Zeit lebt und arbeitet eine Katzenfrau namens Mi´raela, genannt Staubflocke, als Sklavin in der Felsenburg, dem Regierungszentrum Dareshs. Sie erlebt mit, dass die alte Regentin kränkelt und die Intrigen um ihre Nachfolge voll in Gang kommen. Mi´raela weiß nicht, dass ihre einzige Hoffnung auf Freiheit ein junger Mann der Wasser-Gilde ist, dem die Halbmenschen den Namen Jederfreund geben: Tjeri ke Vanamee…
"Der Sucher" ist ein abgeschlossener Einzelroman, der zeitlich vor der Daresh-Trilogie spielt, also ein «Prequel». Tjeri ke Vanamee spielt ab dem «Ruf des Smaragdgartens» eine wichtige Rolle in Renas Leben und ist auch in Feuerblüte eine wichtige Figur.

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Mi'raela beschloss, doch nicht hinzugehen. Mürrisch erledigte sie ihren Dienst bei Spinnenfinger und zog sich danach wie immer in irgendeine leere Kammer zurück, um zu schlafen. Sie hatte weder Besitz noch einen eigenen Ort, der ganz ihr gehörte. Deswegen suchte sie sich ihren Platz jeden Tag neu. Diesmal gelang es ihr sogar, sich ein Eckchen in der Nähe eines der Warmluftschächte zu sichern, über welche die Burg im Winter beheizt wurde. Dort war es gemütlich, und dort fanden sich früher oder später alle Katzenmenschen der Burg ein und stritten um die besten Schlafnischen.

Mi'raela rollte sich zusammen und schloss die Augen. Doch der Gedanke daran, dass das Mädchen nun umsonst warten würde, dass es vielleicht enttäuscht von ihr wäre, ließ ihr keine Ruhe. Und Jini wirkte eigentlich nicht wie eine, die andere gerne hereinlegte ...

Schließlich sprang Mi'raela auf und überließ ihren schönen warmen Platz einem mageren Iltis mit zerfetztem Ohr. Verdutzt blickte er ihr nach, als sie davonhastete.

Mi'raela fand Jini in einer der riesigen Küchen, die aufgeräumt und gefegt auf den nächsten Tag wartete, die Kupfertöpfe frisch geschrubbt an der Wand aufgereiht, die große geschwärzte Feuerstelle säuberlich von Asche befreit. Der Geruch nach frischgebackenem Brot hing in der Luft.

»Ach, da bist du ja!«, rief das Mädchen mit vollen Backen und stopfte anschließend weiter Braten und Brot in sich hinein. »Hier, nimm dir auch was. Einer der Köche mag mich, er stellt mir manchmal Reste raus und Brot, das nicht richtig aufgegangen ist. Er weiß, dass ich gerne esse. Ist ja auch nicht zu übersehen.« Sie klopfte sich seufzend auf eine gut gepolsterte Hüfte.

Der verlockend duftende Teller wurde Mi'raela entgegengeschoben. Vorsichtig näherte sie sich, streckte die Pfote aus, um sich ein Stück Braten zu nehmen. Doch in diesem Moment hörte sie leise Schritte hinter sich. Es war doch eine Falle! Gleich würden harte Hände sie packen. Wütend ließ Mi'raela den Braten fallen und huschte davon.

Doch als sie hinter einem Stapel Mehlsäcke hervorlugte, stellte sie überrascht fest, dass Jini in einer tiefen Verbeugung halb auf dem Bogen lag, und dass vor ihr die Frau stand, die Spinnenfinger nur »die Alte« nannte, andere »die Regentin« und die Halbmenschen nur »Großfrau«. Sie hatte ihre hochgewachsene, magere Gestalt in einen dunklen, goldbestickten Mantel gehüllt, ihre Füße steckten in diesen Dingern, die Dörflinge Pantoffeln nannten. Das glatte graue Haar hatte sie streng aus dem Gesicht gekämmt und mit einem goldenen Band hinten zusammengebunden. Ihr Gesicht war tief zerfurcht, wohl von Zeit und Sorge, und ihre dunklen Augen waren klein und blickten misstrauisch. »Was machst du hier, Mädchen?«, fragte sie mit ihrer rauen Stimme.

Mi'raela begann, sich Sorgen zu machen. Hoffentlich brachten sie die Menschenwelpin nicht in den Kerker!

»Essen«, stammelte Jini. »Es gibt frischgebackenes Brot, und ...«

»Ich weiß. Aber wer hat dir erlaubt, es zu essen?«

»Das sag ich nicht – ich verrate meine Freunde nicht«, entgegnete Jini und richtete sich aus ihrer Verbeugung auf. Sie klang schon wieder etwas mutiger. »Außerdem ist es sowieso nur das Brot, das nicht richtig aufgegangen ist.«

»So, so.« Die Regentin verschränkte die Arme.

»Und was macht Ihr eigentlich hier, in den Küchen?«

Zunächst wirkte die Regentin verdutzt, doch dann lachte sie keckernd. »Das gleich wie du, Mädchen. Mir frisches Brot holen. Es schmeckt am besten, wenn man es selbst holt und heimlich – ich weiß auch nicht, warum. Aber verrat das niemandem, in Ordnung?«

Ganz langsam entspannte sich Jini. »In Ordnung«, sagte sie und wagte ein zaghaftes Lächeln.

Dann war Großfrau verschwunden; Mi'raela konnte sie auf ihren Pantoffeln davontappen hören. Sie kroch hinter ihren Mehlsäcken hervor, und sie und Jini blickten einander wie betäubt an.

»Eigentlich ist sie ganz nett«, stellte Jini schließlich fest.

»Wenn sie nicht gerade irgendjemanden versklavt«, sagte Mi´raela.

Jini seufzte tief, nickte und biss ein großes Stück von ihrem Brot ab.

* * *

Ich nahm nicht viel mit. Nur mein Messer mit dem Korallengriff, eine durchsichtige Kugel, mit der man Luft transportieren konnte, und ein paar Leuchtstäbe.

Zwei Tage später kam ich zum Schwarzen Fluss. Eine Gänsehaut überzog meine Arme, als ich über den Fluss hinwegblickte. Zehn Baumlängen breit wälzte sich das düstere Wasser, das flach und metallisch roch, durch die Region von Vanamee und der Außengrenze von Daresh. Auf der einen Seite erhoben sich schroffe, dunkelgraue Berge, deren Spitzen im Dunst lagen. Nicht mal ein Grashalm wuchs auf ihren Hängen, und hinter ihnen befand sich die Außengrenze von Daresh. Ein großer Spiegel, der den Bergen ihr eigenes Bild zurückwarf. Ein Spiegel, den niemand durchschreiten konnte. Auf der anderen Seite des Flusses erstreckte sich kahler Fels, der von großen, wassergefüllten Löchern durchzogen war – den Tausend Schächten.

Niemand lebte in dieser Gegend. Was nur hatte der Sohn der Regentin hier gesucht? Vielleicht hatte ihn der Fluss neugierig gemacht. Wenn die Sonne schien, bekam er einen prächtigen metallischen Schimmer und sah aus wie flüssiges schwarzes Gold. Hoffentlich war der Kerl nicht auf die Idee gekommen, davon zu trinken. Das Wasser schmeckte angeblich gar nicht schlecht, hatte aber die unangenehme Nebenwirkung, einen langsam zu vergiften.

Nervös hielt ich Ausschau nach Angreifern, als ich mich an Land zog. Wusste der Herr der Quallen schon, dass ich hier war? Selbst Udiko wusste nicht viel über ihn. Nur, dass er sich in diese unwirtliche Gegend zurückgezogen hatte, weil er von der Wasser-Gilde eines Verbrechens wegen ausgestoßen worden war und obendrein noch ein paar Leute der Feuer-Gilde mit ihm quitt werden wollten. Angeblich hatte er noch andere ehemalige Mitglieder der Wasser-Gilde um sich geschart. Immer mal wieder ließ er unvorsichtige Reisende verschwinden. Aber er forderte nie ein Lösegeld, und von den Opfern hörte man nie wieder etwas. Was, zum Brackwasser, tat er mit den Leuten?

Die Tausend Schächte führten in unbekannte, unheimliche Tiefen. Angeblich stellten manche die Eingänge zu Unterwasserhöhlen dar, sogar Luft sollte es dort unten geben. Andere führten wer weiß wohin. Es kam darauf an, den richtigen zu erwischen.

In der Ferne fauchte ein Geysir Vulkanwasser aus dem Erdinneren hoch. Als kurz die Sonne herauskam, funkelte sein Sprühnebel wie tausend Diamanten. Erschrocken beobachtete ich, wie auch aus einem der Schächte in meiner Nähe donnernd eine Wassersäule schoss; der Boden erbebte unter meinen Füßen. Ich warf mich zur Seite und rollte mich unter einen Felsvorsprung, damit mich die tonnenschweren Wasserkaskaden nicht erwischten, wenn sie wieder auf dem Boden aufklatschten. Zum Glück trug ich die Schwimmhaut, sonst hätte ich mich übel aufgeschürft bei dem Sturz.

Hübsche Gegend eigentlich , ging es mir durch den Kopf. Nur schade, dass sie dauernd versucht, einen umzubringen!

Als wieder Ruhe eingekehrt war, näherte ich mich vorsichtig einem der Schächte, der nicht zu spucken schien und verglichen mit den anderen etwas harmloser wirkte. Man sah nicht viel, nur dunkles Wasser. Alle paar Momente sank der Wasserspiegel ein Stück, wogte dann wieder nach oben und quoll über die Ränder der Öffnung. Es war, als würde der Schacht mit Kiemen atmen wie ein lebendes Wesen.

Es gab Dinge, auf die ich noch weniger Lust hatte, als dort hineinzutauchen. Zum Beispiel über glühende Kohlen laufen. Aber es kam nicht in Frage, dass ich mich drückte und umkehrte. Wenn man eine Suche angenommen hat, muss man sie zu Ende führen. Das hatte Udiko mir zahllose Male eingeprägt.

Ich steckte einen Zeh in das Wasser des Schachts. Er wurde nicht sofort abgebissen. Immerhin. Schnell stieß ich mich vom Boden ab, sprang mit den Füßen voran in die Öffnung und stieß die Luft aus meinen Lungen, damit mein Körper sank. Der Schacht erwies sich als nicht besonders groß, herumdrehen konnte ich mich darin nicht. Wenn ich die Arme ausstreckte, konnte ich die von Algen glitschigen Seitenwände berühren. Nach einer Weile schien sich der Schacht auszudehnen, ich erreichte die Wände nicht mehr und fühlte mich völlig orientierungslos. Es war dunkel und wurde immer finsterer, je tiefer ich sank. Da ich keine Ahnung hatte, wie weit es bis zum Ziel war und wie lange ich unter Wasser bleiben musste, verlangsamte ich meinen Herzschlag. Dadurch reagierte mein Körper zwar nicht mehr so schnell, sparte aber auch Kraft und Atemluft.

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