H. C. Schwarz - Hardcore

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Ergänzt von sehr persönlich gehaltenen Tagebucheinträgen wird die Geschichte eines Pornoregisseurs erzählt, der eine existenzielle Krise durchlebt, die schließlich in einem Selbstmordversuch gipfelt. Da er in seinem labilen Zustand eine Gefahr für sich und andere darstellt, landet er in der psychiatrischen Notaufnahme.
Im Zuge des sich an seine Zwangseinweisung anschließenden Entgiftungsprogramms kommen die lange verdrängten Erinnerungen an den sexuellen Missbrauch hoch, dem er als Kind ausgesetzt war. Noch während seines Aufenthalts in der Anstalt lernt er im Rahmen einer Gruppentherapie eine Frau kennen, die einer ähnlichen traumatischen Erfahrung ausgesetzt war. Sie verlieben sich ineinander und fliehen aus der psychiatrischen Klinik, um inmitten eines großen, naturbelassenen Waldes in einem alten Forsthaus gemeinsam einen Neuanfang zu wagen.
Bei dem Text «HARDCORE – Tagebuch eines missbrauchten Mannes» handelt es sich nicht nur um eine Liebesgeschichte der besonderen Art, sondern auch um den authentischen Bericht über den Weg eines Paares hin zu einer geheilten, liebevollen Sexualität. Er erzählt von der Sehnsucht eines Mannes nach innerem Frieden und von seinem Prozess der Aussöhnung mit dem Weiblichen, das in jedem Mann zuhause ist.

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1.30 Lebendige Tote

Als der Wecker

klingelte, fühlte ich mich wie erschlagen. Albtraumhafte Sequenzen, höllische Abbilder einer Parallelwelt geisterten unter meiner pochenden Schädeldecke. Schemenhafte Blitzlichter, die nicht mal die Unmengen an Koks und Alkohol auslöschen konnten, die ich mir gestern Nacht reingezogen hatte.

Wenn ich nicht bald genügend Schlaf bekäme, endete ich noch als Zombie. Denn so ging das nun schon seit mehreren Nächten in Folge. Wenn ich endlich erschöpft und breit genug war, mich in das gelobte Land der Träume hinüber gleiten zu lassen, schreckte ich panisch wieder hoch. Und eine große Furcht machte sich in mir breit, Angst vor dem, was mich hinter der Schwelle des Schlafes erwartete. Eine schreckliche Welt, die ich bereits etliche Male durchwandert hatte und deren Abbild über meinem inneren Auge lag wie eine zweite Netzhaut.

Ein Lager, in dem Baracken auf staubigem Lehmboden standen. Ein vergiftetes Quadrat Erde in dem jede Farbe fehlte, es nur Grautöne gab und das von vier Wachtürmen und hohem Stacheldraht umgeben war. Dort hielt sich niemand außer mir und den Toten auf, selbst die Beobachtungsposten waren verlassen. Die Leichen lagen in Reih und Glied, sorgsam sortiert nach Geschlecht, Alter und Hautfarbe. Ich schlich zwischen den zylindrisch geformten Bergen aus Körpern umher und fühlte mich einsam wie nie zuvor.

Cut, harter Schnitt und Szenenwechsel.

Weiß gekachelter Horror, ein Schlachthaus mit Blutablaufrinnen im betonierten Boden und menschliche Leiber, die an Fleischerhaken von der Decke baumelten. Und die dort hingen, so still wie Kadaver, sie lebten noch, gaben aber keinen Laut von sich, waren gelähmt durch wahnsinnige Furcht.

Um die Untoten nicht in ihrem Dämmerzustand zu stören, ging ich auf Zehenspitzen durch diese unnatürliche Stille. Doch die von entsetzlichem Leid erfüllten, bohrenden Blicke der Gehängten, sie folgten mir auf Schritt und Tritt.

1.31 Mein Tagebuch / 14

Ich kann euch nicht helfen.“

Das ist er wieder dieser seltsam klingende Satz. Sein Echo wabert endlos durch meinen Kopf, will ihn nicht mehr verlassen.

Beide nächtlichen Ausflugsziele wirken seltsam steril und aufgeräumt. Ich spüre deutlich, dass hier ein penibler, ein grausam perfektionistischer Geist am Werk ist. Er tötet und quält wie aus dem Lehrbuch, gründlich und mit bedächtiger Präzision, vollkommen emotionslos. Dieser Folterknecht hat die Mentalität eines Insekts. Er zerstört besonnen jeden Hoffnungsschimmer und füllt seine Vorratskammern mit der honigsüßen Todesangst seiner Opfer.

Klar, dauerhafter Schlafentzug kann zu Halluzinationen und starken Bewusstseinsstörungen führen. Das Problem ist nur, dass diese Vorgänge auf der anderen Seite ganz real sind. Das glaubt mir natürlich kein Mensch. Die würden mich für verrückt erklären und sofort wegsperren.

Deshalb behalte ich das alles für mich, was es allerdings nicht gerade leichter macht. Manchmal weiß ich nicht mehr, ob ich gerade schlafe oder wach bin. Die Ebenen meiner Wahrnehmung verschieben und überlagern sich. Mir ist, als ob ich durch einen nicht enden wollenden, unheimlichen Tagtraum gleiten würde.

Die Menschen, die mich in meinem alltäglichen Arbeitsumfeld umgeben, kommen mir vor wie Statisten in einem Film, der ganz weit entfernt von mir auf einer Leinwand abläuft. Zweidimensionale, puppenhafte Aufziehfiguren, die jenseits meiner Welt hinter einer Wand aus grauem Rauch leben.

Ich beobachte sie genau, registriere und bewerte ihre Reaktionen und ihr Mienenspiel, aber meine Fähigkeit mit ihnen zu kommunizieren nimmt stetig ab. Manchmal verstehe ich die einfachsten Sätze nicht mehr oder vermute Andeutungen und Geheimnisse, wo gar keine sind.

Ich fühle mich wie der strahlende, letzte Stern unter lauter künstlichen Satelliten. Die Menschen um mich herum sind alle längst mumifiziert, perfekt funktionierende Aufziehpuppen, sie wissen es nur nicht. Ich bin eins der letzten lebendigen, fühlenden Wesen auf der Welt.

Aber ich habe euch längst durchschaut. Was um mich herum geschieht, ist in Wirklichkeit eine opulente Inszenierung, bei der es vor allem darum geht, mich in Sicherheit zu wiegen und hinter den Kulissen allmählich meine Seele zu vernichten. Ein schleichendes Gift, das mir bei jedem Kontakt mit den Zombies verabreicht wird und in meinen Körper eindringt, der die Tür ist zu meinem Geist.

Jeder Händedruck, jede Berührung ist eine gut geplante Injektion einer das Bewusstsein zersetzenden Droge.

1.32 Einsam unter Vielen

Clemens, was meinst du?

Sollen wir die Szene, in der die vier Typen zum krönenden Abschluss gemeinsam auf sie drauf pissen, noch mal aus ihrer Perspektive drehen? Ich glaube, subjektiv käme das im Schnitt doch sehr viel geiler rüber, oder?“

Ich nickte meinem Kameramann geistesabwesend zu.

„Von mir aus.“

Gestern nahm ich all meinen Mut zusammen und beschloss, einen Fluchtversuch zu unternehmen. Als ich die Lage sondierte, stellte ich überrascht fest, dass die großen, metallenen Tore des grauen Lagers offen standen und niemand sie bewachte. Da begriff ich, dass es mir frei stand, diesen gespenstischen Ort zu verlassen und es hauptsächlich darum ging, endlich eine Entscheidung zu treffen.

Also nahm ich all meinen Mut zusammen und lief hinaus in die angrenzende Wildnis. Doch auch dort war kein Lebewesen außer mir, kein Geräusch, kein Geruch, eine erstarrte Welt. Nur der harte, rissige Lehmboden unter meinen nackten Füssen, die Bäume gänzlich entlaubt, ihre Stämme schimmerten schwarz wie aus verbranntem Plastik. Am Himmel stand eine schlohweiße, sengende Sonne, doch ich fror und taumelte zitternd durch diese öde, farblose Mondlandschaft.

Nach einem langen, trostlosen Marsch, hörte ich das leise Rauschen fließenden Wassers in der Ferne. Mit letzter Kraft erreichte ich das Ufer. Die Oberfläche des Flusses glänzte mit der Farbe ranzigen Öls, träge rann er dahin, nichts als totes Treibgut dümpelte in seinen Wellen. Als ich mich herabbeugte, nahm der üble Gestank zu, wurde beißend und unerträglich. Ich hielt den Atem an und betrachtete mein Spiegelbild auf der matt glänzenden Haut des vergifteten Stroms.

Von mir war nicht viel übrig, spärliche Reste meines Gesichts auf einem fast skelettierten Schädel. Ich erkannte mich kaum wieder. Da erkannte ich, dass dieser Ort die Hölle auf Erden war und es für mich kein Entkommen gab.

Weinend sank ich auf die Knie, gab mich geschlagen und alle Hoffnung auf und kroch schließlich, auf allen Vieren, zurück zu den Leichenbergen in das graue Lager, um mich vor meinem Spiegelbild und vor mir selbst zu verstecken.

„Clemens, soll ich dir noch einen Kaffee holen? Mann, du bist heute nicht so ganz bei der Sache, was? Ging es denn noch lange gestern Abend? Wohl ein bisschen über die Stränge geschlagen, was?“

Hilfe, schoss es mir durch den Kopf. Ich verlasse meinen Körper. Ich verwandele mich in einen Geist.

Der Kameramann grinste bis über beide Backen. Auch er hatte offensichtlich Geschmack gefunden an der filmischen Gewaltspirale, dem kollektiven Killerinstinkt, der das Filmset jetzt seit fast zwei Wochen beherrschte. Gerade wurde die zehnte Frau vor seiner laufenden Kamera hingerichtet und er bekam anscheinend nicht genug von dem harten Stoff. Er hatte Blut geleckt, wie alle aus dem Team. Besonders die Herren von der Produktion waren ganz aus dem Häuschen. Endlich mal wieder ein richtiger Kassenschlager. Die Anzahl der täglichen Downloads sprach für sich, und auch bei den oldschool verkauften DVDs des neuen Produkts kam Freude auf. Dass die Vergewaltigungen jetzt in Serie gehen sollten, war längst beschlossene Sache. Mich überraschte nur, dass sich so viele bereitwillige Opfer und Täter fanden. Aber solange die Kohle stimmte, schien dem Nachwuchs an Pornodarstellern, Männern wie Frauen, alles scheißegal zu sein. User unter sich.

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