H. C. Schwarz - Hardcore

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Ergänzt von sehr persönlich gehaltenen Tagebucheinträgen wird die Geschichte eines Pornoregisseurs erzählt, der eine existenzielle Krise durchlebt, die schließlich in einem Selbstmordversuch gipfelt. Da er in seinem labilen Zustand eine Gefahr für sich und andere darstellt, landet er in der psychiatrischen Notaufnahme.
Im Zuge des sich an seine Zwangseinweisung anschließenden Entgiftungsprogramms kommen die lange verdrängten Erinnerungen an den sexuellen Missbrauch hoch, dem er als Kind ausgesetzt war. Noch während seines Aufenthalts in der Anstalt lernt er im Rahmen einer Gruppentherapie eine Frau kennen, die einer ähnlichen traumatischen Erfahrung ausgesetzt war. Sie verlieben sich ineinander und fliehen aus der psychiatrischen Klinik, um inmitten eines großen, naturbelassenen Waldes in einem alten Forsthaus gemeinsam einen Neuanfang zu wagen.
Bei dem Text «HARDCORE – Tagebuch eines missbrauchten Mannes» handelt es sich nicht nur um eine Liebesgeschichte der besonderen Art, sondern auch um den authentischen Bericht über den Weg eines Paares hin zu einer geheilten, liebevollen Sexualität. Er erzählt von der Sehnsucht eines Mannes nach innerem Frieden und von seinem Prozess der Aussöhnung mit dem Weiblichen, das in jedem Mann zuhause ist.

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Na ja, was soll's, sagte ich mir. Wenn ich es nicht mache, dann macht es ein anderer.

Ich zündete mir eine Zigarette an und widmete mich notgedrungen wieder meiner gottverdammten Arbeit.

Sollte den Offtext über die Bilder vom Park nun ein Mann oder eine Frau sprechen? Besser eine weibliche Stimme, entschied ich, dann wirkte die Tonspur wie eine Art innerer Monolog. Den konnte man über das Intro legen, über die Einleitung, in der sie im Halbdunkel durch den Park joggte.

Die Außenaufnahmen am Abend vorher hatten sich ziemlich schwierig gestaltet. Ohne eine offizielle Drehgenehmigung, konnten wir natürlich kein künstliches Licht setzen. Nur mit dem diffusen Licht der Laternen und zwei mickrigen Akkuleuchten, das konnte ja nichts werden. Die Bilder waren, wie erwartet, großteils unscharfer Matsch. Und die Story war, ehrlich gesagt, auch total billiger Schrott. Sie taugte nur als Rahmen dafür, eine ebenso dämliche wie kaputte Frau wie diese Nadja in Grund und Boden zu rammeln und nach allen Regeln der Kunst fertig zu machen.

In diesem Moment meldete es sich wieder zu Wort, mein ewiges geistiges Rededuell. Einerseits und anderseits...

Einerseits war die bescheuerte Fotze doch selbst schuld. Warum machte sie auch bei diesem Scheißdreck mit? Denn auch zu einer Horrorstory wie dieser, gehören immer mindestens zwei Akteure. Und einer davon hat die unerfreuliche Rolle des Opfers, desjenigen, der das mit sich machen lässt.

Anderseits fragte ich mich zum tausendsten Mal, was zum Teufel mich nur geritten hatte, dass ich das mitmachte? Eine Gang-Bang-Killer-Story, die aus meiner Feder stammte! Abartiger Sondermüll, bei dem ich auch noch Regie führte! Ich kam mir vor wie ein Stück Scheiße.

Was ich jetzt dringend brauchte, war eine extrafette Dröhnung. Eine lange Line schönes weißes Koks.

Aber verdammt! Es war erst zehn Uhr vormittags. Und wenn ich jetzt schon anfing mich abzuschießen, dann würde ich nicht bis heute Abend durchhalten.

Ich schreckte aus meinen trüben Grübeleien hoch und ließ den dünnen Ordner fallen, in dem das peinliche Drehbuch allmählich Gestalt annahm. Diese Nadja trieb mich allmählich in den Wahnsinn.

Konnte dieses dämliche Huhn nicht ein bisschen leiser heulen? Sie ging mir mit ihrer dramatischen Gefühlsduselei mächtig auf den Sack. Bei diesem Gejammer konnte sich doch kein Mensch konzentrieren!

Ich fühlte mich hin und her gerissen. Der Ablaufplan für den Tag stand immer noch nicht, aber andererseits gehörte zu meinen Aufgaben auch die Betreuung der Darsteller. Seit Drehbeginn hatte ich alle Hände voll damit zu tun, die Frau einigermaßen bei Laune zu halten. Nach dem Überfall im Park hatte sie geheult wie ein Schlosshund. Und ich, als Frauenversteher von Beruf, fühlte mich zu ein paar tröstenden Streicheleinheiten verpflichtet und nahm sie beiseite.

Bei einem intimen Gespräch unter vier Augen deutete sie an, dass ihr etwas Ähnliches schon mal im wirklichen Leben passiert war. Dass sie wahnsinnige Angst hatte vor dem, was ihr an Szenen noch bevorstand und den Job gerne abgebrochen hätte. Da ich ihr nicht weiterhelfen konnte, schickte ich sie zur Produktionsleitung und die alarmierte wiederum den Häuptling der Menschenfresser.

Der machte ihr dann unmissverständlich klar, dass es kein Zurück mehr gab. In ihrem Vertrag stände schwarz auf weiß, dass sie persönlich dafür haftete, wenn ihretwegen die Produktion ausfiel. Allein die beiden Drehtage mit jeweils vier Darstellern und komplettem Filmteam, ob ihr denn klar wäre, was das alles kostete?

Ich beobachtete Nadja, wie sie danach mit schreckgeweiteten Augen zurück ans Set schlich wie eine getretene Hündin. Aus ihrem Gesichtsausdruck war deutlich abzulesen, dass sie sich ihrem Todesurteil ergeben hatte.

1.27 Mein Tagebuch / 12

Geschäft ist Geschäft.

Druck machen, das haben sie drauf, diese Menschenschinder von der Produktionsleitung. Ob dieser Knebelvertrag wohl auch vor einem Arbeitsgericht Bestand hätte? Daran habe ich erhebliche Zweifel.

Doch ich sage nichts. Für die Verträge bin ich nicht zuständig. Ich bin keiner von diesen Zuhältern mit der weißen Weste. Ich kann ihr nicht helfen. Ich bin eigentlich überhaupt nicht da. Ich beame mich einfach an einen besseren Ort. Ich brauche jetzt unbedingt irgendeinen starken Stoff, der dieses bohrende Verantwortungsgefühl in mir auslöscht, der mein Herz betäubt und mein sinnloses Mitgefühl mit diesem Mädel abtötet.

Ich mache hier ja schließlich auch nur meinen Job. Und die anderen vom Team kratzt das doch auch nicht die Bohne, wie diese Frau sich fühlt. Die erzählen sich amüsante Anekdoten, trinken in aller Seelenruhe Kaffee und fressen das Buffet leer, das uns die Leute vom Catering heute morgen aufgetischt hatten.

Tja, stumpf ist Trumpf. Jetzt hilft nur noch Autosuggestion. Weiche Schale, harter Kern, ich bin ab jetzt vollkommen schmerzfrei. Mich geht das Alles überhaupt nichts mehr an.

In der linken Ecke sehen wir Nadja, ein armes Mäuschen in der Falle. Sie weiß, dass sie gleich gefressen wird mit Haut und Haar. Und in der rechten Ecke das Rudel tollwütiger Straßenköter. Ihnen läuft schon der Speichel von den gierig gebleckten Fangzähnen, sie haben irren Blutdurst. Diese kleine, niedliche Nadja ist ja so ein leckerer Happen.

Gong! Ring frei zur ersten Runde!

1.28 Backstage

Seufzend gesellte

ich mich zu der leise wimmernden Darstellerin, die sich in der hintersten Ecke des Studios verschanzt hatte. Mit ihrem tränenverschmierten Make-up sah sie echt nicht besonders fotogen aus.

Unwillkürlich musste ich daran denken, dass die Maskenbildnerin jetzt wieder eine Ewigkeit brauchen würde, um ihre Gesichtsruine zu reparieren. Dabei hinkten wir dem Drehplan ohnehin schon meilenweit hinterher. Vielleicht sollte ich sie, einfach so wie sie ist, abdrehen, mit total verschmierter Visage. Im Grunde genommen wirkte das doch viel authentischer.

Denn genau so musste es aussehen, dieses personifizierte Opferlamm.

1.29 Mein Tagebuch / 13

Was kann ich schon tun?

Ich bin ja auch nur ein kleines Rädchen im Getriebe.

So kämpft jeder ganz für sich allein ums Überleben. Glaubt sich auf verlorenem Posten in einem Krieg, dessen donnerndes Mündungsfeuer nur er ganz allein zu hören glaubt.

Das ist eine Illusion, der auch ich lange erlegen war. Bis ich erkannt habe, dass wir es alle hören. Und uns auch alle fürchten vor der Einsamkeit dieses alltäglichen Kriegszustands.

Dies und noch viel mehr haben wir gemeinsam, wir erfüllen alle Voraussetzungen für eine starke Gemeinschaft. Und doch wähnen wir uns unter Gegnern in einer feindlich gesinnten Welt. Der tägliche Überlebenskampf fühlt sich für mich an wie Krieg und so bin ich fest davon überzeugt, mich tagtäglich unerlaubt auf fremdem Territorium zu bewegen. Unterwegs in Feindesland, umgeben von lauernden Widersachern, darf ich mir keine Blöße geben. Jeder Moment von Schwäche könnte mein letzter sein.

Mirrors and rasorblades. Frauen, deren Augen wie leere, glänzende Spiegel sind und die keinen weiteren Anspruch an sich und das Leben haben, als möglichst verführerisch mit dem Arsch zu wackeln. Sie tun alles, was nötig ist, um für die maximale Aufmerksamkeit der Männer zu sorgen und ihre lüsternen Blicke auf sich zu ziehen. Sie glauben auf diese Art, das Interesse und den Beschützerinstinkt der Männer wecken zu können, die sich stur geradeaus durch den erbarmungslosen Dschungel des Alltags bewegen, als ob sie wandelnde Waffen wären. Egoshooter mit Rasierklingen statt Fingern.

Angesichts dieses archaischen Verhaltens frage ich mich, ob es sich bei dem Zeitgeist dieser Epoche um einen sich endlos hinziehenden Ausläufer der Steinzeit oder den bodenlosen Absturz in eine noch rückständigere Ära handelt.

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