Anja Gust - Nur eine Petitesse

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Von Schleswig-Holstein ins schweizerische Engadin –
die Geschichte der Sina Brodersen geht weiter.
Von wegen Kleinigkeit!
Der für den Tod ihres Liebsten Verantwortliche befindet sich noch immer auf freiem Fuß, die Justiz zeigt sich weiterhin passiv. Kein Wunder, dass Sina zur Selbstjustiz greift. Sie will Gerechtigkeit und dazu scheint ihr jedes Mittel recht. Nach dem Motto: «Friss oder stirb» setzt sie alles auf eine Karte. Dann aber trifft sie eine fatale Entscheidung.
Dunkle Geheimnisse und seelische Abgründe in einer Welt von Macht und Gewalt – ein Thriller über das Netzwerk der Mafia.

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Nachdem er sich vergewissert hatte, dass niemand in der Nähe war, klappte er sein Taschenmesser auf und stach kaltblütig alle vier Reifen platt. Zügig verließ er die Garage wieder, begab sich in eine Nebenstraße und rief per Handy seinen Freund an.

Nach kurzem Klingeln nahm Alfredo ab. Eddi entschuldigte sich für die frühe Störung und gab sich untröstlich, jedoch sähe er in seiner Not keine andere Möglichkeit. Er habe soeben den Bus zum Bahnhof verpasst und müsse dringend nach Chur. „Jetzt weiß ich nicht, wie ich dahin kommen soll. Könntest du mir nicht aus der Klemme helfen?“, setzte er bittend hinzu.

Alfredo war über dieses seltsame Anliegen verwundert. Trotzdem erbot er sich, ihn bis nach Chur zu fahren.

„Das kann ich unmöglich annehmen, es genügt eine kurze Fahrt zum Bahnhof“, zierte sich Eddi. „Die nächste Bahn geht in zwei Stunden.“

„Kein Problem. Sag, wo du bist und ich hole dich ab“, sicherte ihm Alfredo zu.

„Nicht nötig. Ich komme.“ Eddi wartete etwa zehn Minuten. Dann begab er sich zum Wohnhaus zurück. Hier erwartete ihn Alfredo bereits vor der Tür, der sich freute, den Freund so schnell wiederzusehen. Gemeinsam begaben sie sich in die Garage und steuerten den Maserati an. Doch wie groß war Alfredos Schreck, als er alle vier Räder platt vorfand. Mit ein paar deftigen Flüchen teilte Eddi dessen Bestürzung.

„Ich verstehe das nicht“, stammelte Alfredo, kniete nieder und begutachtete fassungslos den Schaden. „Gestern war alles noch in Ordnung.“

Auch Eddi betrachtete die Ungeheuerlichkeit genauer. „Oje, ich fürchte, du hast ein paar neue Freunde gefunden. Das geht in diesem Viertel schnell“, folgerte er besorgt und zog ein düsteres Gesicht.

„Wie meinst du das?“ Fragend sah Alfredo ihn an.

„Na so, wie ich es sagte. Sieh’ hier“, er verwies auf die eindeutig schräg geführten Einstiche. Dies deutet auf die Al Frezis hin. Ja, eindeutig: die Al Frezis!“

„Auf wen?“

„Oh Gott, warst du lange nicht mehr da. Na, die Al Frezi-Brüder“, wiederholte Eddi mit routinierter Selbstverständlichkeit. „Das ist eine marokkanische Gang, die in letzter Zeit in dieser Gegend ihr Unwesen treibt. Es sollte mich nicht wundern, wenn die es auf dich abgesehen haben.“

„Auf mich?“ Alfredo erblasste.

„Auf wen denn sonst. Du bist bekannt. Bei dir wittert man Kohle. Sollte mich nicht wundern, wenn bald eine Schutzgeldforderung auf dich zukommt. Früher hatte ich mit den Typen zu tun. Ich sage dir, die fackeln nicht lange. Einer von ihnen, ein gewisser Guiseppe, hat eine verkrüppelte Hand und kann keinen geraden Stich führen, verstehst du? Von daher die schrägen Einstiche. Keine Frage, das war Guiseppe.“

„Nein … Wie ist das ...“ Alfredo bekam den Mund nicht mehr zu. „Das ist eine Tragödie!“

„In gewisser Weise ja. Aber ich könnte dir helfen“, tröstete ihn Eddi.

Dann stieß Alfredo einen langen Seufzer aus und rieb sich den Nacken. „Sollte ich es nicht lieber der Polizei melden?“

„Um Gottes willen!“, intervenierte Eddi. „Die machen nichts! Im Gegenteil. Sie stellen nur dumme Fragen und heften es zu den Akten! Pass auf – ich regele das.“

„Wirklich? Du bist ein wahrer Freund.“ Alfredo war gerührt. Wiederholt umarmte und drückte er den alten Kumpel.

„Ich habe mit denen ohnehin noch eine Rechnung offen. Na, die können was erleben!“

In diesem Moment näherte sich ihnen eine aufgetakelte, mit Pelz und Schmuck behängte ‚Luxusjüngerin‘, die mit ihrem Chanel-Handtäschchen genau Eddis Beuteschema entsprach.

Als sie näher kam und er ihr Gesicht erkannte, erstarrte er jedoch. Handelte es sich um keine andere als seine alte Bekannte und Ex-Partnerin Lola Monré, von der er sich nach einem Streit getrennt hatte. Er kannte sie aus seiner Zeit im Rotlichtmilieu, wo sie einige Jahre gestrippt hatte und danach im Escort-Service tätig war. Das durfte doch nicht wahr sein! Eddi war schockiert. Natürlich wusste er, dass sie sich seit Längerem auf ältere Herren spezialisiert hatte – freilich ab einer gewissen Gehaltsgruppe. Dass es aber ausgerechnet Alfredo treffen würde, schlug dem Fass den Boden aus.

Auch sie blieb bei seinem Anblick schlagartig stehen. Man konnte förmlich sehen, wie ihr Atem stockte.

„Ah, Donnimaus. Da bist du ja, Liebling. Du kommst gerade recht!“, begrüßte Alfredo sie mit Wangenkuss. „Darf ich bekannt machen, Donatella Samproni aus Bergamo, Designerin bei Versace.

„Was du nicht sagst“, murmelte Eddi und maß sie mit abschätzigem Grinsen.

„Donatella, das ist Eddi Corleone aus Pontresina, ein alter Freund von mir.“ Alfredo verfolgte mit Unbehagen, wie dieser Donatellas Hand nahm und diese zärtlich küsste.

„Angenehm. Es ist sicherlich interessant, als Designerin bei Versace beschäftigt zu sein!“, stichelte Eddi süßlich und genoss ihr Zittern.

„Selbstverständlich“, erklärte Alfredo an ihrer Stelle und ging augenblicklich dazu über, seiner Freundin das Problem mit dem Maserati zu erörtern.

„Unglaublich“, empörte sich Donatella und schlug gekünstelt die Hand auf den Mund. Dann rang sie sich ein Lächeln ab, während sie Eddi mit den Blicken durchbohrte.

„Das kann man wohl laut sagen! Doch vertrauen Sie mir. Ich regele das“, versicherte Eddi selbstbewusst.

„Das würden Sie tun?“ Lola zeigte sich erleichtert.

„Gewiss. Für Ihren Mann und Sie jederzeit“, provozierte Eddi weiter und brachte sie damit zum Erröten.

„Ich rufe jetzt einen Service an, damit der Schaden behoben wird“, sagte Alfredo und zückte auf der Stelle sein Handy. Dann trat er beiseite, um in Ruhe telefonieren zu können. Eddi nutzte die Gelegenheit und zog Lola etwas näher. „Du erinnerst dich an unsere Abmachung? Ich sagte: Kein Alleingang!“, fuhr er sie sofort an.

„Ich wüsste nicht, was dich das angeht!“, schnappte sie.

„Das wollen wir ja mal sehen.“ Er packte sie am Kragen und war kurz davor, ihr eine zu kleben.

Prompt schlug ihr sein leicht säuerlicher Geruch entgegen und sie hatte alle Mühe, die aufkommende Übelkeit zu unterdrücken. Ihre Augen funkelten. „Ich mach, was ich will“, erwiderte sie und warf den Kopf in den Nacken.

„Wie viel schuldest du …?“

„Ich bitte dich!“, zischte sie und sah zu Boden.

„So gefällst du mir schon besser.“ Beim Sprechen hielt er seine Augen unverwandt auf sie gerichtet, was sie aus der Fassung brachte.

„Eddi, ich bitte dich, verrate mich nicht. Es soll dein Schaden nicht sein.“ Beschwichtigend ergriff sie kurz seine Hand.

Beide wussten um ihre Positionen und dass sie den jeweils anderen jederzeit auffliegen lassen konnten. Zu ihrem Entsetzen zeigte sich Eddi unentschlossen. „Wie stellst du dir das vor? Er ist mein Kumpel. Ich lasse doch nicht zu, dass jemand wie du …“ Er konnte den Satz nicht mehr beenden, da Alfredo wieder auf sie zutrat. Sichtlich erleichtert verkündete er, dass ein Service unterwegs wäre.

„Was ist? Habt ihr was?“, fragte er die beiden, die ihn schweigend empfingen.

„Nichts, was soll sein?“, meinte Lola und errötete. „Liebling, ich glaube, du solltest dich Herrn Corleone gegenüber für seine Mühen erkenntlich zeigen“, forderte sie Alfredo auf.

„Natürlich, natürlich“, stimmte er sofort zu und kramte fahrig seine Brieftasche heraus. Flugs entnahm er zwei Hunderter und wollte sie Eddi in die Hand drücken.

Doch zu seiner Verwunderung brüskierte er Alfredo mit der Frage, ob er ihn beleidigen wolle. Was er getan habe, geschah aus Freundschaft und so etwas bezahle man nicht! Und er würde auch auf anderen Wegen nach Chur kommen. Er gab sich jetzt derart schwer gekränkt, sodass Knolle alle Mühe hatte, den alten Freund wieder versöhnlich zu stimmen.

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