Daimon Legion - Deadman's Hostel
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An ihren Schenkelinnenseiten … klebte getrocknetes Blut. Ängstlich legte das Mädchen ihre Finger darauf und die empfindliche Haut sendete sofort einen entsprechenden Reiz. Erinnerungsfetzen blitzten in Sheryls Kopf auf. Ein erstickendes Keuchen entfuhr ihrer Kehle und abermals gaben ihr die Beine nach.
Es war kein Albtraum gewesen.
Sie konnte es fühlen.
Wie er sie …
Tränen kullerten über ihr Gesicht und tropften auf den Teppich.
Oh Gott. Oh großer Gott! Bin ich etwa von ihm schwanger? , dachte sie fassungslos und das Herz in ihrer Brust hörte auf zu schlagen.
Sheryl erinnerte sich, wie sie bei ihrer Freundin Conny einmal übernachtet hatte. Die beiden Teenager waren lange bis in die Nacht aufgeblieben und hatten sich Late-Night-Talkshows reingezogen. Über die jungen Frauen, die sich von irgendeinem Mann hatten schwängern lassen, der sie dann mit dem Balg zurückließ, um seine Gene noch anderswo zu verteilen, konnten sie nur den Kopf schütteln.
„Gott, sind die blöd!“, hatte Conny gelacht. „Haben die noch nie was von Verhütung gehört? Die müssen echt verzweifelt gewesen sein! Ohne Gummi würde ich keinen Typen an mich ranlassen! Ich bin zu jung für ein Kind!“
Um ein Schluchzen zu verhindern, hielt sich Sheryl den Mund zu.
Nun saß sie hier, möglicherweise mit der Brut dieses … Bastards im Bauch.
Und was jetzt?
Sie wischte sich die Tränen fort.
Der Zorn stieg wieder in ihr auf.
„Du Arschloch!“, brüllte sie ihn durch die Wände an.
Entschlossen, ihn für ihre Schmerzen und die Belastung bezahlen zu lassen, stand sie auf, zog den Mantel zu und verließ das Zimmer barfuß durch die Tür nach draußen.
Sheryl betrat einen langen Korridor mit hellgrauen Wänden, an denen keine bunten Bilder hingen und nirgends eine Zimmerpflanze ihr Dasein fristete. Der Boden war mit dem gleichen blauen Teppich ausgelegt, wie das Innere des Raumes hinter ihr. Zu beiden Seiten gingen weitere, mit weißen Ziffern nummerierte Holztüren ab, die wohl in andere Gästezimmer führten, doch kein Besucher ließ sich blicken. Oder gar hören. Alles blieb ruhig.
Nervös ging sie erst ein paar Schritte nach links, besann sich dann aber und lief nach rechts. Auf einem letzten Durchgang stand die Aufschrift Stairway. Hastig drückte sie die abgewetzte Messingklinke und kam in ein noch schlichteres Treppenhaus mit Metallgeländer und betonierten Stufen. Der an der Wand stehenden 2 entnahm sie, dass sie sich im zweiten Stock befinden musste und so gut sie konnte, rannte sie nach unten. Fast wäre sie so manches Mal gestolpert. Weil die 1 noch nicht ebenerdig verlief, stieg sie weiter hinab. Im „Erdgeschoss“ angekommen, ließ Sheryl sich beinahe durch die Außentür fallen.
Heiße Luft blies ihr entgegen.
Ein klarer Morgen, die Sonne stand noch nicht hoch. Im Nord-Westen sah sie noch Ausläufer der schwindenden Nacht.
Der quadratische Innenhof des Hostels, die weite Wüste, der endlose Highway – alles zeigte sich ihr still und ausgestorben. Kein Mensch, kein Tier, kein Wagen, der einen Laut von sich gab. Gerade mal glaubte sie, von irgendwoher einen Adler oder Falken rufen zu hören. Sand knirschte unter ihren Zehen.
Kurz atmete das Mädchen durch.
Dann lief sie zur Rezeption.
An der eingefassten Scheibe hing eine feste Notiz mit geregelten Öffnungszeiten, die sie kurz überflog.
MO 10 am - 8 pm
TU - closed -
WE 10 am - 8 pm
TH 10 am - 8 pm
FR 10 am - 6 pm
SA 10 am - 10 pm
SU 12 am - 6 pm
Darunter befand sich ein zweites Schild aus Pappe. Es war von der Innenseite her grob mit Klebeband angebracht und zeigte die handschriftliche Forderung:
Fresse halten! Ihr könnt warten! Ich muss schlafen!
Was für ein freundlicher Kerl …
Sie zögerte, ehe sie nach der Tür fasste. Vielleicht war abgeschlossen, oder der Typ war gar nicht hier zu finden, oder ein Alarm schrillte plötzlich los, der die Polizei benachrichtigte.
Ach, ich komme nicht weiter, wenn ich hier nur rumstehe! , schüttelte Sheryl den Zweifel ab und drehte den silbernen Knauf. Die Pforte sprang mit einem Knarzen der Scharniere auf. Der Raum dahinter wirkte staubig und verlassen. Zumindest die Aktenschränke und Schlüsselbretter waren verschlossen, wenn der Herr Vermieter es schon mit der Haustür nicht so genau nahm. An der Decke über den Eingang sammelte sich eine Kolonie von dünnen Spinnen an, die gut von Motten und Mücken lebte.
Der vermisste Rucksack lag geöffnet auf dem Sofa. Vom restlichen Besitz, den sie von zu Hause mitgenommen hatte, fehlte jedoch jede Spur. Was hat dieser schmierige Penner damit gemacht? Gut, es waren bloß Wechselsachen und ein paar Waschutensilien, aber dennoch ihres!
Langsam ging das Mädchen um die Theke herum und warf einen verstohlenen Blick auf den Schreibtisch. Dort hatte sie gelegen und dieser … dieses ekelhafte Schwein! Er hatte sie wie eine billige Hure benutzt! Angewidert schüttelte sie die Erinnerung ab und atmete tief durch. Leider wurde ihr davon nur noch übler. Die muffige Luft in diesem heruntergekommenen Kabuff schmeckte nach kaltem Rauch und roch wie etwas, das sie nicht identifizieren wollte.
Rechts vom Tresen befand sich eine unscheinbare Holztür. Privat verkündete sie und würde ganz sicher in den Wohnraum des Verwalters führen.
Diesmal zögerte Sheryl nicht und klinkte gleich.
Der Zigarettengestank wurde unerträglich und vermischte sich mit dem abscheulichen Dunst der Verwesung. Hustend trat sie in einen wahren Saustall. Im Groben und Ganzen war das Zimmer dem ihren nicht unähnlich. Eine Küche, Zugang zum Badezimmer, eine Essecke für zwei. Nur eine graue Falttür schien die Grenze zum Schlafzimmer zu markieren. Doch im Gegensatz zu ihren sauberen Wänden, herrschte der Mann über ein Chaos.
Überall standen leere Glasflaschen – ehemals Whiskey – herum. Der Inhalt von Aschenbechern stapelte sich in die Höhe und im Abwasch sammelte sich schmutziges Geschirr. Fliegen summten über einer stehen gelassenen Mahlzeit, die irgendwann mal Ravioli gewesen sein musste, und deren Jungen genossen das Angebot an Abfällen. Krümel, Staub, Spinnweben … und eine Kakerlake huschte davon.
Schnurstracks lief Sheryl zum Fenster über dem vermoderten Spülbecken und öffnete es. Sauerstoff füllte ihre Lunge und die Insekten schwärmten, zu einer schwarzen Wolke geformt, nach draußen. Den Teller und die Asche warf sie ihnen gleich hinterher.
Angeekelt von der Unordnung, schüttelte sich das Mädchen und wandte sich dann dem Schlafzimmer zu. Irgendwie wollte sie gar nicht wissen, welche hygienischen Abgründe hinter der Schiebetür auf sie lauerten – doch es musste sein.
Der abgestandene Gestank erregte auch hier drinnen Brechreiz. Tabak und Alkohol zählten bei dem Mann scheinbar zur Grundnahrung. Dazu lagen zig Kleidungsstücke kreuz und quer, sauber und dreckig über den ganzen Raum verteilt. Hier ein ausgelatschter Schuh, da eine muffige Socke, ein fleckiges Unterhemd und genug Dinge, über die sie sich sicher nicht den Kopf zerbrechen wollte. An der Längswand standen auf einem schwarzen, sehr staubigen Sideboard ein dunkler Flachbildfernseher und eine silberne Musikanlage. Mehrere CDs stapelten sich neben dem Gerät, das sogar für altmodische Kassetten ausgelegt war. Und – was sie wirklich sehr überraschte – es gab Bücher.
Unter all dem Schmutz und Schund befanden sich zig Bücher. Romane. Nie hätte Sheryl den Kerl für eine Leseratte gehalten. Sie hob eine Taschenbuchausgabe an, die mit durchgebogenem Rücken auf der Kommode lag und las ein paar Zeilen. Der Text war auf Deutsch verfasst und es dauerte etwas, eh sie den Inhalt halbwegs übersetzen konnte.
Es war ein Kinderbuch über märchenhafte Gestalten und fantastische Abenteuer. So etwas Feinfühliges – ja, nahezu Unschuldiges – hatte sie wirklich nicht von jemandem erwartet, der dermaßen abgebrüht und steinern war wie er.
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