Daimon Legion - Deadman's Hostel
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„Ich habe es gerade so hierher geschafft! Ich wäre fast gestorben!“
Er schnaufte verächtlich und meinte: „Früher oder später passiert das allen Menschen.“
Wegen seiner herzlosen Worte stiegen Sheryl brennend Tränen in die Augen und sie flehte verzweifelt: „Bitte! Bitte lassen Sie mich hier übernachten! Nur eine Nacht, ich bitte Sie! Auf dem Sofa! Und morgen bin ich weg, ich verspreche es! Ich mache Ihnen keine Umstände, wirklich! Ich möchte nur etwas Wasser und ein paar Stunden schlafen!“
Sie sah, dass er abschätzig reagieren wollte und setzte noch ein ehrliches „Bitte!“ hinzu.
Der Hausherr des Hostels zog tief an seiner Zigarette und zerdrückte die Kippe in einem bereits vollen Aschenbecher. Den Dampf stieß er schweigend durch die Nase aus. Mit einem Geräusch zwischen Seufzen und Knurren, ließ er sich wieder auf seinen Stuhl sinken und fuhr sich mit der rechten Hand durch seinen zottigen Irokesenschnitt. Der Ansatz war braun, doch die Haare schmutzig-blond gefärbt. Sauberes Wasser berührte sie wohl eher selten.
„Bitte!“, sagte Sheryl abermals.
Er griff nach einer Schachtel und zündete sich einen neuen Glimmstängel an. Immer wieder daran ziehend, sprach er boshaft: „Was biste für ’n Anfänger … Haste endlich gemerkt, dass das Leben hart ist und selten fair? Hätteste dir besser dreimal überlegen sollen, bevor du dein schickes Kleinstadtleben bei Mom und Daddy aufgibst … Wovor rennste weg? Vor den Problem’ in der Schule? Oder hat dich der Wichser, in den du verknallt warst, abserviert?
Schätzchen, kleiner Tipp am Rande: Wenn du vorhast, abzuhauen, dann schnapp dir alle Knete, die du greifen kannst – egal woher – und begib dich auf gar kein’ gottverdammten Fall in irgend so ’n Scheiß-Gebiet wie ’ne verfickte Wüste!“
Seine Schelte nahm sie geknickt hin.
Schnaufend griff er mit der freien Hand nach einem Glas und trank daraus eine goldgelbe Flüssigkeit.
Bourbon, wie Sheryl dem Etikett der dazugehörigen Flasche entnehmen konnte, die auf dem Schreibtisch hinter der Theke stand. Dort sah sie auch Stifte, Dokumente und Schreibhefte – zu oder offen – schwach lesbar liegen. In einem Regal hinter dem riesenhaften Vermieter standen dagegen vielfarbige Aktenordner, welche weggeschlossen werden konnten, sodass niemand Gelegenheit bekam, neugierig in den vertraulichen Daten zu schnüffeln.
„Ich sag’s noch mal“, brummte der Mann leise: „Verzieh dich! Geh wieder zurück in dein hübsches kleines Ponyleben, iss Kuchen und spiel mit Puppen. Die Welt frisst dich sonst mit Haut und Haaren.“
„Ich spiele schon lange nicht mehr mit Puppen“, antwortete Sheryl gequält und kaute auf ihrer Lippe herum, ehe sie mit aufkommender Wut den Satz weiterführte: „Und Kuchen gibt es zu Hause auch nicht!
Mein Vater ist vor zwei Jahren gestorben. Er war Polizist und wurde im Dienst erschossen. Es hat meiner Mutter das Herz gebrochen! Und dann hat sie diesen Kerl kennengelernt! Er hat ihr Drogen gegeben, bis sie abhängig wurde und sich mehr und mehr verschulden musste! Mich hat er geschlagen! Meine Mutter liegt jetzt im Krankenhaus wegen einer verdammten Überdosis! Und der Mistkerl hat gesagt, dass ich jetzt das Geld verdienen soll! Er wollte mich verkaufen und vergewaltigen!“ Tränen liefen ihr über die Wangen. „Ich kann nicht nach Hause zurück! Und ich will auch nicht zurück! Ich musste dort weg, verstehen Sie das? Egal, wohin, Hauptsache weg! Ich bin kein kleines Kind mehr! Ich weiß, dass die Zukunft auf der Straße aussichtslos ist und mir nichts geschenkt wird!
Sie haben doch keine Vorstellung, wie hart das Leben wirklich sein kann!“
Er lachte freudlos auf und trank noch einen Schluck Bourbon.
„Was weißte denn?“, spottete er grimmig. „Hast ja keine Ahnung, Krümel.
Hast bisher ziemlich Glück gehabt, wie? Andernfalls hätteste dir das Bitten und Betteln gespart und wärst gleich zur Sache gekomm’. Solltest verdammt froh sein, dass du so lange verschont wurdest – sonst hätteste den Schaden längst weg.“
Sheryl war nicht sicher, ob sie ihn richtig verstand. Sein Slang war grauenvoll. Wahrscheinlich war er schon sehr betrunken.
„Wie alt biste?“, fragte er sie knapp und drückte seine Kippe in einem zweiten Aschenbecher in der Nähe aus. Dieser war auch übervoll. Unverkennbar rauchte er viel. Seine Zähne waren ganz gelb.
Sie rechnete mit der Frage und versuchte, ihren Rücken durchzudrücken. „Neunzehn.“
„Erzähl kein’ Scheiß!“, ließ er sich nicht täuschen.
„Achtzehn.“
Schweigend schüttelte er den Kopf und griff nach der Zigarettenschachtel.
„Okay, siebzehn.“
„Nope.“
„… sechzehn …“
„Wir komm’ der Sache näher“, feixte er und entzündete die Lunte.
Genervt atmete Sheryl aus und gestand: „Ist ja gut! Ich bin fünfzehn, aber nicht weit von der sechzehn entfernt, verstanden?“
„Klar“, griente er und stieß aufs Neue den blauen Rauch durch die Nase aus. Gemütlich lehnte er sich zurück und hob die langen Beine auf die Tischplatte. Durch die Stofflöcher im Kniebereich der Jeanshose sah sie ungenau weitere Tattoos. Seine Turnschuhe schienen in einem noch erbärmlicheren Zustand als die ihren zu sein. Nur waren sie von vornherein schwarz.
„Haste schon deine Tage?“
Diese intime Frage von einem Fremden ließ das Mädchen knallrot werden.
„Denk mal, das heißt ja“, nahm er lässig ihre Reaktion entgegen und zog tief den Rauch in seine Lunge, ehe er sich erklärte: „Schätzchen, ich verrat dir jetzt mal, was bei den Erwachsenen Sache ist.
In erster Linie dreht sich alles ums Geld. Wer welches hat, ist wer – wer keins hat, ist ’n Niemand. Du gehörst im Augenblick zur letzten Kategorie.
Wer kein Geld hat, muss was andres bieten. Irgend’ne Dienstleistung oder Materialgüter. Aber ich bezweifle, dass du irgendwas kannst oder besitzt, was mir von Nutzen wär. Doch haste insofern Glück, dass du … im Groben und Ganzen ’ne Frau bist. Gut, Arsch und Titten sind bei dir noch nicht die Welle, aber hab schon weniger gesehen.
Als Frau kannste ’nem Mann immer ’ne Sache bieten. Verstehste das?“
Das Blut wich aus ihren Wangen und Sheryl wurde käsebleich.
Er meint doch nicht etwa …
„Hab ’nen Vorschlag für dich, Kleine … ob du annimmst, überlass ich dir.
Willst also unbedingt ’n Zimmer, ’n Ort zum Ausruhen, ’n neues Zuhause – was weiß ich.
Möglich, dass ich dir was vermieten könnte, so unter der Hand. Inoffiziell, so lang wie du bleiben willst. Normalerweise hätteste hier nichts verloren, aber ich kann mal nett mit dem Besitzer reden, der hat vielleicht nichts dagegen.“ Der Mann legte eine Pause ein, um etwas zu trinken, dann fuhr er fort: „Ist kein schlechter Platz hier. Kannst kriegen, was du willst und ich frag dich sicher nicht nach dei’m Ausweis. Komm mir bloß nicht bei mei’m Job in die Quere und mach hier nichts kaputt, dann läuft alles ganz entspannt.“
„Ich … dürfte bleiben?“ Mit Not konnte Sheryl sich zurückhalten, nicht vor Freude in Tränen auszubrechen. Jedoch fürchtete sie zeitgleich die Bedingungen seiner überraschenden Großzügigkeit.
„Bezahlen musste den Service trotzdem irgendwie“, kam er gleich darauf zu sprechen, „schließlich will ich nicht leer ausgehen. Und wie ich vorhin sagte, kannste als halbe Frau ganze Arbeit leisten.
Für die Zeit, die du unter diesem Dach hier verbringst, gehörste mir. Klar?“
Ihr Magen verkrampfte sich. Ein Klumpen Eis rollte durch ihre Eingeweide. Und das Herz schien auch stillzustehen.
Dieser Mann … dieser verschwitzte, stinkende Mann wollte …
Entsetzen breitete sich in ihr aus.
„Schau nicht so schockiert!“, blaffte er das Mädchen an. „Bist alt genug für Sex! Ihr Teenies könnt’s doch gar nicht erwarten, endlich loszulegen, also hab dich nicht so pissig. Die Sache mit der Unschuld ist eh ’ne Einbildung der Kirche und den Jugendschutz hat die moderne Gesellschaft erfunden. Zu andern Zeiten wärste längst geschwängert worden.“
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