Robert Hoffmann - Die unbeschriebene Welt

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Paul wacht ohne jede Erinnerung in der Nähe eines mächtigen Wasserfalls auf. Er erkundet die Gegend und trifft auf eine Siedlung: Memoria. Dort erfährt er, dass sämtliche Bewohner ebenso einst ohne Erinnerung in dieser Welt erwacht sind.
Er lernt Maria kennen, eine Frau, die mithilfe des Brunnens (einem großen silbernen Zylinder in der Mitte der Siedlung) Häuser aus dem Boden emporsteigen lässt. Sie kümmert sich um die Belange der Stadt. Pauls Erstaunen wächst, als sie ihm die Schmiede zeigt, eine automatische Fabrik, in der Rohstoffe jeder Art umgewandelt werden können. Niemand weiß wer diese seltsamen Gebäude einst erbaute, sie waren bereits dort, bevor die ersten in Memoria erwachten.
Paul und Maria fühlen sich zueinander hingezogen, jedoch kann Maria kaum begreifen, warum Paul sich nicht mit dem Erinnerungsverlust abfinden will, wo es ihm in Memoria doch an nichts mangelt. Aber Paul lassen die Rätsel dieser Welt nicht in Ruhe. Erst als er weit draußen das Unbegreifliche mit eigenen Augen sieht, gibt er auf und findet seinen Platz in dieser kulturell lebendigen Stadt.
Dann eines Tages kommen die Erinnerungen zurück. Alte Ansichten und Ideologien gewinnen wieder die Oberhand. Mitten in dem Chaos und den Ängsten einer erwachten Stadt, offenbart sich Paul die ganze Tragweite dieser neuen, unbeschriebenen Welt.

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»Okay«, erwidert er.

Er zeigt in eine Straße.

»Zum Bellusplatz geht es dort am Primus entlang bis zur Brücke.«

Ich verlasse mit ihm den Brunnenplatz und blicke kurz zurück zu Maria, sie biegt mit Judit in eine Seitengasse ab.

»Maria ist offensichtlich sehr wichtig in Memoria«, sage ich.

»Ja, sie kümmert sich quasi um alles, was mit der Stadt zu tun hat.«

»Dann ist sie so etwas wie die Bürgermeisterin?«

»Äh ... das Wort kommt mir bekannt vor ... ich glaube, das ist sie wohl, obwohl wir hier dieses komische Wort nicht verwenden.«

Wir laufen an großen und kleinen Häusern vorbei, kaum eines gleicht dem anderen. Die meisten Fenster sind eher unregelmäßig angeordnet, sie formen mit den Türen unsymmetrische Gesichter, manche fröhlich andere grimmig dreinschauend. Wir treffen auf einen Fluss und folgen dem Ufer. Will erklärt mir, dass vom Wasserfall drei große Flüsse abgehen. Vom Plateau aus gesehen befände sich links der Primus, in der Mitte der Secum und ganz rechts der Ora. Vor uns taucht eine elegante Holzbrücke auf, die auf einem Bogen über dem Fluss zu balancieren scheint. Ein Dunstschleier verstärkt die Dämmerung und gibt den erleuchteten Fenstern der Häuser einen diffusen Lichtkegel. Hin und wieder erscheinen darin Silhouetten, die wie Pupillen in die Stadt blicken und den Häusergesichtern Charakter verleihen.

»Was ist mit Sebastian?«, frage ich.

»Weiß nicht ... er ist schon sehr alt. Jules hat ihn auf über hundert geschätzt.«

»Wer ist Jules?«

»Er und Ben sind bei uns quasi die Ärzte.« Zum ersten Mal sehe ich Will mit ernster Miene. »Schade, dass wir hier kaum noch Neuankömmlinge wie dich haben.«

»Wie viel leben hier eigentlich?«

»Wir sind nun auf unter eintausend geschrumpft.«

»Und wie lange ist es her, seitdem der Letzte vor mir erschienen ist?«

Er blickt grübelnd in die Luft.

»Hm ... es muss etwa ein Jahr her sein, da ist Jules auf Austin getroffen. Das war verrückt, Jules war völlig außer sich — nicht so besonnen wie du, Paul. Austin wollte ihn beruhigen, nicht eben seine Stärke, da wurde Jules handgreiflich. Austin verlor die Balance, schlug hart mit dem Kopf auf, ja, da lag er dann mit blutender Kopfwunde. Irgendwas muss daraufhin in Jules klick gemacht haben. Er vergaß seine Aufregung, behandelte die Wunde mit einer Pflanze und zerriss sein Hemd, um Austin zu verbinden. Ja, und so wurde er schließlich unser Arzt.«

»Aber auch Jules ist nicht wieder eingefallen, was er zuvor tat und wie er hierherkam?«, frage ich, obwohl ich die Antwort schon erahne.

»Nein, auch er kann sich nicht mehr erinnern.«

»Ist das da vorne die Bellusbrücke?«

»Ja, aber lass uns zuerst zum nächsten Bona-Fama.«

»Bona ... Wohin?«

Er zeigt auf ein Gebäude gleich neben der Brücke.

»Das Bona-Fama ist ... eine Art Lager, in das quasi jeder hineinstellen kann, was er nicht mehr benötigt oder anderen geben möchte.«

»Eine Tauschbörse?«

Er überlegt und schüttelt den Kopf.

»Eigentlich nicht. Du musst ja nichts tauschen. Dort gibt es alles, was man so braucht wie Nahrung, Kleidung ... ja und womöglich auch Matratzen und Bettdecken. Oder wodrauf willst du heute schlafen?«

»Ja, richtig.«

Sein Gesicht strahlt mit einem Mal.

»Mina ist bei uns die Frau für Kleidung, Polster und Stoffe. Sie ist so süß und wunderschön wie ein Engel, sag ich dir. Sie stellt immer was ins Bona-Fama.«

Gleich am Eingang des Lagers stehen einige Handkarren. Will nimmt einen davon, zieht ihn hinter sich her und drückt die Schwingtür auf. Er berührt eine Fläche an der Wand, und große Quadrate an der Decke fangen an zu leuchten. Der hohe Innenraum ist mit Trennwänden in drei Abschnitte unterteilt. Umlaufend befinden sich schmale Fenster direkt unterhalb der Decke, doch zu hoch, als dass man hinausschauen könnte. Auf der rechten Seite befindet sich ein Regal mit seltsamen, silbernen Platten, darüber eine Schale mit Globen und daneben ein weiteres Regal mit kleinen Gefäßen, aufgerollten Tüchern und einer Schere.

»Das ist unsere kleine Not-Apotheke«, meint er und zeigt auf das Regal.

Ich nicke. Mein Blick fällt auf einen blauen Sessel, er steht inmitten einer Ansammlung von Möbelstücken, gegenüber vom Eingang. Ich ziehe ihn hervor und setze mich hinein.

»Sehr bequem!«

»Dann rauf damit auf den Karren«, erwidert er.

Wir packen den Sessel und legen ihn auf die Ladefläche. Auf der rechten Seite führt ein Durchgang zum nächsten Bereich. Hier sind diverse Lebensmittel auf Regale verteilt. Daneben gibt es Schüsseln, Töpfe und Besteck.

»Werden die Lebensmittel nicht irgendwann schlecht?«

»Nein, wir kümmern uns regelmäßig darum. Und alles, was zu schnell verdirbt, ist dort drüben im Kühlfach«, erklärt er und zeigt auf eine metallene Klappe in der Wand. Er nimmt ein Stück Brot, eine Kräuterpaste und eine Wurst aus dem Regal und legt sie in den Karren.

»Honwurst, die musst du probieren. Hon ist ein großer Vogel, der gar nicht fliegen kann. Lena führt bei uns ne Zucht. Die Hon-Eier haben so ne hellblaue, gepunktete Schale. Sind so lecker ... aber leider grad nicht da.«

Wir gehen zurück, an den Möbeln vorbei, zu den Kleidern und Polstern. An zwei langen Stangen, die bis zur Mitte des abgetrennten Bereichs verlaufen, hängen unzählige Kleider, Hemden, Jacketts und Hosen. Will meint, ich solle jedoch besser zu Mina gehen, damit sie genau Maß nehmen könne. Die Kleidung hier sei eher als Reserve gedacht, sagt er. Mir fällt eine dunkelgrüne Jacke ins Auge, ich nehme sie vom Bügel und probiere sie an. Sie ist innen mit einem weichen Flanellstoff bedeckt, besitzt zwei große Taschen und passt, als wäre sie für mich geschneidert worden. Will meint, dass sie viel zu warm für Memoria wäre, aber ich lege sie trotzdem in den Karren. Gegenüber der Kleidung liegen zwei aufgerollte Matratzen. Er nimmt eine davon und zeigt auf einen Stapel aus Decken und Kissen.

Der Karren füllt sich zunehmend. Mir erscheint es etwas merkwürdig, sich all diese Dinge einfach so zu nehmen. Aber Will erklärt, sie seien genau dafür da und dass ich womöglich bald selber etwas ins Bona-Fama stellen würde.

Der Karren poltert über die Dielen der Holzbrücke. Ich blicke in den dunkelgrauen Himmel.

»Ist diese Dämmerung ... die Nacht?«

»Ja, dunkler wird es nicht. Ich weiß, dass die Nächte normalerweise düster sein sollten, aber ich kann mich an keine solche Nacht mehr erinnern«, sagt er und fängt an zu lachen. »Womöglich bekäm ich bei einer dunklen Nacht mittlerweile richtig Angst.«

Der Platz hinter der Brücke öffnet sich zu einem kleinen Park. In der Mitte entfaltet ein alter Baum seine Krone. Der Stamm wirkt wie ein geschnürtes Bündel aus verschiedensten Pflöcken, als hätte sich ein ganzer Pulk von Bäumen entschieden, zu einem Baum zu verschmelzen. Die mächtigen Wurzeln sprießen bereits über dem Boden in Schlaufen heraus und vergraben sich behutsam in die Erde. Der adrige Stamm verläuft kerzengrade in die Höhe, dann, als würde er an etwas zerschellen, zerbirst die Krone in einem beinahe waagerechten Astgeflecht. Der Baum ist von Sitzbänken umgeben, und um den gesamten quadratischen Platz verlaufen steinerne Säulen, die mit schmalen Bögen verbunden sind. Es ist ein pittoresker Ort, an dem einem Maler vermutlich nie die Motive ausgehen würden.

Will zeigt auf ein Haus direkt am Platz gegenüber der Brücke.

»Das dort ist es.«

»Es ist etwas dunkler als die anderen«, erwidere ich.

»Ja, weil es noch ganz frisch ist, aber das verliert sich in den nächsten Stunden.«

»Ist es denn überhaupt schon bewohnbar?«

»Sicher. Ist bereits ausgehärtet, aber könnte noch etwas riechen«, erklärt er.

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