Martin Huber - Saat der Rache

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MORD, HASS UND RACHE – EINE TRINITÄT, DIE ZUM UNTERGANG EINES GANZEN STAMMES FÜHRT.
Dieses Buch erzählt die Ereignisse, die zur Auslöschung eines niederrheinischen Volkes, an der Wende von der Antike zum Mittelalter geführt hatten. Dieses Geschehen war so prägend, dass es Eingang in den Schatz der mündlichen Überlieferungen und schließlich in die Sagenwelt der deutschen Sprache gefunden hat. «Die Chronik der Niflungen» stellt den Versuch dar, sich wieder den historischen Ursprüngen zu nähern.

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Seinen ganzen Ehrgeiz legte Hagen in den kommenden Tagen darein, ein Fest auszurichten, von dem man noch lange reden würde. Er sandte Boten über das Land, welche zur Schilderhebung rufen sollten, und ließ den Thingplatz vorbereiten. Dieser lag auf Scaevolas Heide nach Sonnenaufgang von Tolbiacum. Der flache Hügel bot eine gute Fernsicht die Römerstraße entlang und gegen Mittag in das bewaldete Hügelland. Dies wussten auch die Römer zu schätzen und hatten auf seiner höchsten Stelle einen hölzernen Wachtturm gebaut. Derselbe war aber schon völlig zerfallen und den Einheimischen ohnehin ein Dorn im Auge. Hagen gab den Befehl, die Reste des Turmes gänzlich abzutragen und als Brennmaterial für die Lagerfeuer des Things zu verwenden.

Dadurch kam die alte, große Linde auf dem Hügel im Zentrum des Heidefeldes wieder zur Geltung. Der Thingstein unter ihr wurde von den Goden sorgfältig vom Vogelmist gereinigt mit Wein und Milch besprengt und gesegnet und das ganze Areal mit heiligen Haselruten eingezäunt. An die umliegenden Gutshöfe erging der Befehl, die Verpflegung für die Thingmänner bereitzustellen. Dazu wurden die Geldtruhen Vernicas geöffnet und die Höfe für ihre Dienste entschädigt.

Beim nächsten Vollmond versammelten sich alle Edlen und freien Männer des Reiches zu dem gebotenen Thing auf Scaevolas Heide.

Nachdem die Goden die notwendigen Segenssprüche und Dankopfer dargebracht hatten, kletterte der Thing-Graf auf den Stein unter der Linde. Er winkte Gunter heran und deutete ihm, sich neben ihn zu stellen. Nächst dem alten Kämpen wirkte jener so zart wie ein kleines Birkenbäumchen im Schatten einer uralten Eiche.

„Niflungen! Ethelinge und Leudes!“ Der Ruf aus seiner breiten Brust hatte keine Mühe, sich bei allen Gehör zu verschaffen. „Wir sind hier zusammengekommen, um als freie Männer unseren Anführer zu wählen. Gunter, Aldrians Sohn, der Erbe dessen, der zu den Ahnen gegangen ist, hat als erster Anspruch darauf, wie es bei uns gute Sitte ist. Aber es ist ebenso Brauch, dass das Thing berechtigt ist, ihm die Gefolgschaft zu versagen, wenn es gewichtige Gründe dafür gibt. Bedenkt wohl, denn es ist die letzte Gelegenheit dazu.

Wenn ihr ihn auf den Schild gehoben habt, dann seid ihr ihm bis zum Ende zur Treue verpflichtet. Ihr habt einen Tag Zeit das Für und Wider abzuwägen. Heute könnt ihr mit freier Zunge sprechen, während Wein, Met und Bier euch dieselben lockern und ihr euch die Bäuche füllt. Keinem soll aus seiner Rede ein Nachteil erwachsen. Jeder kann noch seine Meinung kundtun oder auch ändern. Morgen aber, wenn die Sonne im Zenit steht und ihr wieder nüchtern seid, wird die Wahl stattfinden. Und wie immer sie ausgeht – wir alle sind daran gebunden!“

Lauter Jubel und das Dröhnen von auf die Schilde geschlagenen Schwertern bedankten den Alten für seine Worte. Dann begann das eintägige Gelage, mit dem das Erhebungsthing eingeleitet wurde. Die Männer lagerten auf der Heide, dort wo es ihnen gut schien. An mehreren Stellen waren große Zeltplanen gespannt, für den Fall, dass es die Götter des Regens und des Windes nicht gut mit der Versammlung meinen würden. Zum Glück wurden diese aber nicht benötigt.

Über der Glut der Kochfeuer drehten sich die riesigen Spieße mit den Ochsenhälften schon seit den frühen Morgenstunden. Auch manches Schwein oder Huhn und manche Gans hatten ihr Leben lassen müssen. Daneben wurden Körbe mit Äpfeln, Hasel- und Walnüssen gereicht. Hagen hatte sogar aus der Gegend von Treviri rhinaufwärts an der Mosella Trauben und von weiter gegen Mittag aus Germania prima nahe dem Land der Alamannen Maronen bringen lassen. Allerlei Gemüse wie Zwiebeln, Rüben und Kohl wurden gedünstet und mit einer Vielzahl von Kräutern zu schmackhaften Beilagen verarbeitet. Käselaibe sowie Schalen mit geronnener Milch standen auf jedem Tisch, daneben Körbe mit Fladen von duftendem Brot. Zwischen den Feuern waren die Fässer mit den Getränken aufgestellt, denn ein durstiger Mann redet nicht gerne. Alle ergingen sich in Debatten zur Wahl, erst ernsthaft und sachlich, dann mit zunehmend durch Bier, Wein und Met gelösten Zungen lautstark und hemmungslos. Das Gelage dauerte bis spät in die Nacht. Als die Kochstellen nicht mehr gebraucht wurden, entzündete man an den Holzkohlen wieder große Lagerfeuer, welche die Männer wärmten, bis auch diese Feuer niedergebrannt waren. Nach und nach wurden dann aber allen die Lider schwer und einer nach dem anderen legte sich schlafen.

Am nächsten Morgen, als sich die Nebel über der Heide langsam hoben, schälten sich die Schläfer aus ihren Decken. Mancher versuchte, die steifen Glieder wieder an die alte Beweglichkeit zu erinnern. Wer Hunger hatte, konnte sich an den Resten des Mahles vom Tag zuvor laben, dazu gab es aber diesmal nur Wasser aus den Krügen. Die darüber streng wachenden Ältesten der Edlen gingen durch die Menge und fingen die Stimmung ein. Sodann trafen sie sich mit dem Truchsess unter der Linde.

„Wir haben keinen gewichtigen Grund gehört, warum Aldrians Blutlinie auf dem Thron nicht fortgeführt werden soll.“ „Gunter ist wohl noch jung, aber es wurden auch schon jüngere Knaben auf den Schild gehoben.“ „Er wird in seine Würde allemal hineinwachsen“, waren die Meldungen, die dem Thing-Grafen zu Ohren gebracht wurden.

„So sei es denn.“ Der Truchsess erklomm, wie am Vortag, den Thingstein.

„Niflungen“, tönte er. „Ihr habt als Freie unter Freien den Ältesten keinen triftigen Grund genannt, der gegen Gunter als unseren neuen Häuptling spräche. Aber noch einmal frage ich euch alle, damit keine Stimme womöglich überhört worden sei: Gibt es einen unter euch, der Gewichtiges gegen Gunters Erhebung vorzubringen hätte! Nein? Dann geschehe es, wie angekündigt!“

Der Truchsess ließ sich die Insignien reichen und setzte zuerst Gunter den Stirnreif aufs Haupt.

„Möge das Gold dieses Reifens dich an die Spitze deines Volkes erheben und das Gewicht desselben an die Verantwortung gemahnen, die du nun trägst! Reiche mir die Hand deines Herzens.“

Gunter streckte ihm seine linke Hand entgegen und der alte Truchsess steckte ihm den Siegelring an den Zeigefinger.

„Der Ring soll zeigen, wer du bist und wer die Macht hat Recht zu sprechen in diesem Land!“

Zuletzt drückte er ihm den Wurfspeer in die rechte Hand.

„Und mit der Waffe in der Hand verteidige dein Land und Volk! Ich als der Thing-Graf erhebe dich, Gunter, Aldrians Sohn, zum Oberhaupt unseres Volkes. Heil Gunter! Hebt ihn, den neuen Häuptling, auf den Schild und leistet ihm den Eid der Treue!“

Erneut begleitete tosendes Dröhnen aufeinandergeschlagener Waffen die Worte des Zeremonienmeisters. Vier Männer, einer davon Hagen, hoben einen großen Schild empor, dass Gunter direkt von dem Thingstein auf diesen steigen konnte. Auf der Runde um die Linde, mit der der frisch gekürte Häuptling dem Thingvolk gezeigt wurde, rutschte Hagen, war es Zufall oder Absicht, die Hand vom Schildrand ab, worauf derselbe etwas kippte. Beinahe wäre Gunter vom Schild gefallen. Das hätten alle mit Sicherheit als böses Omen gedeutet. Blitzartig griff Hagen nach seines Bruders Hand und gab ihm damit den nötigen Halt wieder. Ein kurzer Blick von ihm hinauf zu Gunter, bedeutete diesem: Gib gut acht, ich kann dich stürzen oder stützen, ganz wie es mir beliebt.

Mit dieser Zeremonie folgte Gunter, Aldrians Sohn, seinem Vater auf dem Thron des Stammesführers nach und regierte von da an über Niflunga.

Das Gastmahl zu Bern

Es war früh im Jahreskreis und die Sonne hatte eben erst die letzten Flecken Schnee aus den schattigen Niederungen schmelzen lassen, als ein Bote in die Burg Vernica kam. Rasch begaben sich der Häuptling und sein Truchsess in die Halle, um zu hören, welche Nachricht jener bringen sollte.

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