Martin Huber - Saat der Rache
Здесь есть возможность читать онлайн «Martin Huber - Saat der Rache» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Saat der Rache
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:4 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 80
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Saat der Rache: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Saat der Rache»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Dieses Buch erzählt die Ereignisse, die zur Auslöschung eines niederrheinischen Volkes, an der Wende von der Antike zum Mittelalter geführt hatten. Dieses Geschehen war so prägend, dass es Eingang in den Schatz der mündlichen Überlieferungen und schließlich in die Sagenwelt der deutschen Sprache gefunden hat. «Die Chronik der Niflungen» stellt den Versuch dar, sich wieder den historischen Ursprüngen zu nähern.
Saat der Rache — читать онлайн ознакомительный отрывок
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Saat der Rache», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
„»Ich bin Sigfrid, Mimes Sohn, und hole das Pferd Grane, das mein Vater mir versprach«, sagte er! Ein Pferd! Sieben zumindest kampfunfähige Männer für einen Gaul! Er hätte ja auch ein zweites Mal fragen können. Aber nein, lieber schlägt er sieben zur Hel, als noch einmal den Mund aufzutun.“ Nach einem neuerlichen Schluck aus dem Krug fuhr Heim fort:
„Brunhild entgegnete ihm: »Wenn du den Hengst Grane fangen kannst, gehört er dir«. Dieser war nämlich unter den Pferden ein ebensolcher Tollkopf wie Sigfrid. Sie rief mich und befahl mir, das Tier in die Koppel zu führen. Das war leichter gesagt als getan; Grane ließ sich nicht führen, geschweige denn reiten. So trieben wir zu sechst das Ross in den Pferch. Dann kam der Junge hinzu, der zwischenzeitlich ruhig und fast freundschaftlich mit der Herrin geredet hatte. Er setzte sich auf die Umzäunung und sah das Tier nur an. Zunächst tänzelte Grane nervös, beruhigte sich aber zusehends. Nur seine Ohren bewegten sich in alle Richtungen. Der Junge stieg sodann in die Koppel und ging, ständig leise murmelnd, langsam auf das Tier zu. Wieder schnaubte Grane angespannt und begann neuerlich zu tänzeln, aber da war Sigfrid schon bei ihm und legte behutsam dem Hengst die Hand auf die Nüstern. Immer noch beruhigend auf ihn einredend streichelte er ihm den Kopf, kraulte ihm die Mähne und tätschelte dem Tier Hals und Flanken. Alsdann legte er seine Hand auf Granes Widerrist und begann vorwärtszugehen und … das Pferd ging mit ihm! Was soll ich euch sagen, Gefährten? Es dauerte kaum länger, als ich euch davon erzählt habe, und der Knabe saß auf dem Rücken des Rosses, das niemand jemals geritten hatte. Und das ohne Zaumzeug und Sattel. Das machte sogar in Seegard Eindruck und die verstehen dort etwas von Pferden!“
„Nach dieser Darbietung ritt er fort“, ergänzte Heim seine Schilderung, „aber er kam noch oft vorbei, denn er und Brunhild wurden gute Freunde. Sie erzählte mir eines Tages auch die Geschichte seiner Abstammung und was ihn an diesem Tag nach Seegard geführt hatte.“
„Erzähl sie uns“ – „Los mach den Mund auf“ – „Lass dich nicht so lange bitten“; alle waren gespannt auf die Fortführung der Schilderung Heims.
Sigfrids Jugend
So öffnete Heim kurz seinen Haarknoten, der bereits in Auflösung begriffen war. Mit geübter Hand wand er einen Neuen, nach der kaum noch gepflegten Tradition der Sueben, aus seinen langen roten Haaren. Dann begann er zu reden, nachdem er sich der Wirkung dieser Pause, alle Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, versichert hatte:
„Die Geschichte ist nicht weit verbreitet“, sagte er, „denn sie ist von einer gewissen Peinlichkeit für Sigmund, den Häuptling von Tarlunga. Sigfrids Eltern waren eben jener besagte Sigmund und seine Gemahlin Sisibe. Sisibe war die Tochter des fränkischen Häuptlings Nidung von Hespanga, Richtung Sonnenuntergang von Niflunga“, sagte er und blickte dabei kurz in die Richtung, wo Gunter und Hagen saßen und, wie alle anderen auch, in gespannter Aufmerksamkeit Heims Bericht folgten. Diese nickten bestätigend; Sisibes Bruder, Ortwangeris, der jetzige Häuptling von Hespanga und ihr Nachbar, war ihnen gut bekannt.
„Kurz nach dem Brautlauf“, fuhr Heim, diesmal ohne Pause fort, „bei der Sigmund einen Teil von Hespanga als Sisibes Mitgift erhielt, wurde der frisch vermählte Häuptling zum Kriegsbeistand gebeten. So musste er die junge Frau auf seiner Burg für lange Zeit zurücklassen. Er empfahl sie der Obhut zweier ihm ergebener Grafen, Hartwin und Hermen.
Aber als Sigmund in den Krieg gezogen war, begann Hartwin der Herrin nachzustellen und wollte ihr beiliegen. Entrüstet wies diese ihn zurück, vor allem, weil sie inzwischen erkannt hatte von ihrem Mann schwanger zu sein und gebot ihm, ihr nie wieder zu nahe zu treten. Aber Hartwin stellte ihr weiterhin nach, doch Sisibe blieb standhaft. Als sich die Rückkehr des Häuptlings ankündigte, hegte Hartwin die nicht unberechtigte Befürchtung, die kurz vor der Geburt stehende Herrin könnte ihn und Hermen verraten. Also ritten die beiden Ungetreuen Sigmund entgegen und verleumdeten sein Weib bei ihm, sie hätte einem Knecht beigelegen und wäre von diesem schwanger.
Der Häuptling war voll Zorn und gebot den Grafen, die vermeintlich untreue Frau in den Wald zu führen und dort zu töten. Die beiden Schurken kehrten um und lockten Sisibe, unter dem Vorwand, sie zu Sigmund bringen zu wollen, in den Wald. Als sie dort ankamen und von einem Kriegstross und ihrem Mann keine Spur zu sehen war, erkannte Sisibe das Komplott. In ihrer Angst setzten die Wehen ein. Hartwin wollte sie umbringen, wie sein Herr es befohlen hatte, aber Hermen bekam ein schlechtes Gewissen. Er versuchte, Hartwin daran zu hindern und es entbrannte ein Kampf, bei dem Hermen seinen Kumpan tötete. Aber auch Sisibe lag, nachdem sie einem Knaben in einer überstürzten Geburt das Leben geschenkt hatte, durch den Blutverlust im Sterben. Als Hermen sich zu ihr und dem Neugeborenen hinunterbeugte, bettelte sie ihn an, das Kind zu verschonen; dann verschied sie.
Hermen stand auf der Waldlichtung zwischen der Leiche seiner Herrin und der Hartwins. Zu seinen Füßen zappelte ein kleines zitterndes Wesen und schrie sich die Seele aus dem Leib. Was sollte er tun? Er musste befürchten, dass das Komplott gegen Sisibe ruchbar würde, sobald Sigmund heimkehrt. Das kostete ihm unweigerlich den Kopf, selbst wenn er nur ein Mitläufer war. Aber weglaufen wäre unehrenhaft und außerdem er dann vogelfrei, was ebenso den sicheren Tod bedeutete. Die einzige Möglichkeit, mit dem Leben davon zu kommen war, in die Höhle des Löwen zu gehen – aber mit einem Faustpfand.
Er zückte seinen Dolch und beugte sich hinab zu dem neugeborenen Kind, das zwischen den Beinen der Mutter auf dem, mit Blut und Fruchtwasser durchtränkten Waldboden lag. Mit einem kurzen Schnitt durchtrennte er die Nabelschnur, die es immer noch mit der Toten verband. Hermen nahm den Knaben hoch, wickelte ihn in den Überwurf seiner Mutter und machte sich auf den Weg zu einem Schmied, namens Mime, welcher in eben diesem Wald seine Werkstatt hatte. Er und sein Weib wünschten sich schon lange ein Kind, konnten jedoch keines bekommen. So gab er diesen beiden ein paar Kupfermünzen und befahl ihnen, auf das Kind aufzupassen. Es wäre vielleicht noch mehr Geld an der Sache, denn der Balg sei, sagte er, indem er auf den Mantel Sisibes wies, edlen Geblütes. Dann machte er sich auf zur Burg.
Dort angekommen wurde er sofort vor den, von den wahren Umständen mittlerweile in Kenntnis gesetzten Häuptling gezerrt, welcher ihn in heller Wut mit dem Vorwurf konfrontierte, ein Verräter zu sein. Der Graf gestand und Sigmund griff schon zu seinem Schwert, um ihn eigenhändig niederzustrecken. Aber hastig erzählte Hermen seinem Herrn, dass seine Frau einen Sohn geboren hatte, bevor sie starb. Er würde den Aufenthalt des Neugeborenen nur gegen die Zusicherung von freiem Geleit verraten. Der Häuptling willigte scheinbar in den Handel ein. Der Lump wies ihm den Weg zu Mimes Schmiede und bestieg sein Pferd, um das Land zu verlassen.
Die Tore von Sigmunds Burg hatte Hermen bereits eine gute Weile hinter sich gelassen. Er ahnte, wie knapp er dem Tod entronnen war, doch freute er sich, dass sein Plan so reibungslos aufgegangen war. Irgendein Häuptling würde schon für seine Dienste Verwendung haben, da war sich Hermen sicher. Eben ritt er auf die Wegkreuzung zu, an der er auf den Fernhandelsweg nach Mittag einbiegen wollte, als ein Mann etwa zwanzig Schritte vor ihm mit einem Bogen in der Hand auf den Weg trat. Dann ging alles so schnell, dass Hermen nicht einmal mehr dazu kam, seinen Schild vom Rücken zu nehmen.
Mit dem Ruf: »Das büßt du für Sisibe!« streifte sich der Mann seine Kapuze vom Kopf – es war Sigmund! Er war im Galopp zu Mime geritten und hatte sich vergewissert, dass der Säugling tatsächlich bei ihm war. Aber umgehend jagte er weiter und schnitt Hermen den Weg ab. Jetzt stand er vor ihm und war nicht gewillt, ihn ungestraft davonkommen zu lassen. Die Hand glitt von der Kapuze zum Köcher, vom Köcher zum Pfeil, mit dem Pfeil zur Bogensehne und mit dieser zur Schulter. Dann streckten sich die Finger und die gespannte Sehne schnellte nach vorn. Als würde er von Sigmunds Rache gelenkt, flog der Pfeil auf Hermen zu und die Spitze bohrte sich exakt durch die Mitte der Grube zwischen Gurgel und Brustbein in den Hals des Verräters.
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Saat der Rache»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Saat der Rache» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Saat der Rache» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.