Martin Huber - Saat der Rache

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MORD, HASS UND RACHE – EINE TRINITÄT, DIE ZUM UNTERGANG EINES GANZEN STAMMES FÜHRT.
Dieses Buch erzählt die Ereignisse, die zur Auslöschung eines niederrheinischen Volkes, an der Wende von der Antike zum Mittelalter geführt hatten. Dieses Geschehen war so prägend, dass es Eingang in den Schatz der mündlichen Überlieferungen und schließlich in die Sagenwelt der deutschen Sprache gefunden hat. «Die Chronik der Niflungen» stellt den Versuch dar, sich wieder den historischen Ursprüngen zu nähern.

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Gunter hatte im Hochstuhl Platz genommen und Hagen stand, wie er es sich angewöhnt hatte, zur rechten Hand hinter ihm. Der Bote, von den Wachen eingelassen, trat an den Thron und grüßte ehrerbietig:

„Heil, König Gunter und auch Euch, Hagen von Trovia, entbiete ich den Gruß meines Herrn. Euer Nachbar, König Didrik von Aumlunga, der in Verona residiert, welches wir Bern nennen und den man deshalb auch ‚den Berner‘ nennt, sendet Euch diese Nachricht: Er lädt König Gunter und Hagen von Trovia zu sich, um mit Euch und anderen Gefährten zum Einzug des Frühlings ein großes Fest zu feiern. Dazu bittet er Euch, die Reise zu ihm nicht zu scheuen und zum nächsten Vollmond nach Bern zu kommen.“

Gunter warf einen erfreuten Seitenblick auf Hagen und antwortete:

„Berichtet eurem Herrn, König Didrik, dass wir ihm aufrichtig für die Einladung danken und den Tag unserer Zusammenkunft mit Ungeduld herbeisehnen. Euch selbst sei gedankt für die Übermittlung dieser guten Botschaft. Ihr werdet heute Gast in unserer Burg sein. Esst und trinkt, so viel ihr wollt. Ihr sollt ein bequemes Lager für die Nacht erhalten und morgen meine Antwort nach Bern überbringen.“ Damit entließ er den Boten.

„Das nenne ich eine freudige Nachricht“. Gunter sprang auf, als das Tor der Halle sich hinter dem Kurier geschlossen hatte. „Es ist schon so lange her, dass wir Didrik gesehen haben. Als wir ihn zuletzt trafen, war er noch nicht einmal mannbar, geschweige denn … König. Nennt er sich jetzt tatsächlich König? Oder habe ich mich da verhört?“

„Nein, du hast dich nicht verhört und er hat auch dich König genannt! Soll zuletzt weit verbreitet sein, dass sich die Häuptlinge neuerdings mit ‚König‘ anreden lassen. Aber an die Art, wie man sich standesgemäß unterhalten und Nachrichten zukommen lassen muss, werde ich mich nicht gewöhnen. Früher haben wir uns zugerufen »Komm, reiten wir aus« und jetzt sitzt er auf einem erhöhten Stuhl und es heißt »Er bittet euch, die Reise zu ihm nicht zu scheuen«. Warum können Männer, wenn sie eine gehobene Position eingenommen haben, nicht mehr normal reden“, knurrte Hagen.

„Vielleicht sollte ich mich ab nun auch König rufen lassen, wenn mich Didrik schon so bezeichnet.“ Gunter schien durchaus Gefallen an der bedeutsameren Titulierung zu finden.

„Didrik war immer schon ein wenig überheblich. Sein krankhafter Ehrgeiz niemanden über sich zu dulden, dürfte ihn zu dieser Beförderung seiner selbst verleitet haben“. Hagen konnte sich den sarkastischen Unterton nicht verkneifen.

„Da hast du Recht, aber ich mag ihn dennoch. Wenn er König sein will, wollen wir uns auf die Reise machen und unseren Nachbarn ‚den König‘ besuchen.“

„Ich habe auch nichts gegen diese Fahrt einzuwenden“, gestand Hagen. „Der Winter war lang und finster. Es wird uns guttun, unsere Knochen bei einem schönen Ritt und einem Fest mit Freunden auszulüften.“

Als sie sich auf den Weg machten, schien die Sonne bereits mit der Kraft des Frühlings von einem strahlend blauen Himmel. Da es zwar ein offizieller Besuch, aber einer unter Freunden war, ritten Gunter und Hagen nur mit je einem Diener und einem Waffenknecht, denn die Zeiten waren ausnahmsweise einmal eher ruhig. Sie alle genossen die Schönheit und Kraft der sich vor ihnen entfaltenden Natur und waren guter Laune; sogar Hagen, der für derlei Eindrücke sonst weniger empfänglich war. Gunter nutzte dies aus.

„Hagen, kannst du mir etwas über die Herkunft Didriks erzählen. Wir haben uns zwar schon über die Jahre öfter gesehen und miteinander gespielt und gerungen. Aber wir waren Kinder, da interessiert man sich nicht dafür woher der Spielgefährte kommt. Als Häuptling sollte ich aber, wie ich finde, um die Verhältnisse im Nachbarreich Bescheid wissen. Was weißt du über Didriks Sippe und sein Land?“

„Ein löblicher Vorsatz – aber vergiss nicht, dass du durch Didriks Gnaden jetzt zum König aufgerückt bist.“ Für Hagens Sarkasmus war des Berners Neigung zur Großspurigkeit ein ständiger Quell für ätzende Bemerkungen. Aber es freute ihn, dass sein jüngerer Halbbruder es anerkannte, dass er, der Bastard, den größeren Weitblick hatte. Nicht zuletzt, weil Hagen durch die Unterweisung am Hofe Attalos seinen Horizont stärker erweitern hatte können, als der Häuptlingssohn, der kaum aus Vernica herausgekommen war.

„Die Sippe Didriks sind die Aumlungen. Du solltest sie nicht mit der Ostgotensippe der Amaler, die auch Amelungen genannt werden, verwechseln. Deren augenblicklicher König heißt interessanterweise auch Theoderich, was nur eine andere Form der Aussprache von Didrik ist. Aber die Gelegenheit für peinliche Verwechslungen wirst du nicht haben, denn Didrik kennst du und Theoderich wirst du vermutlich nie kennen lernen – es sei denn, du reist nach Italia. Dort verwaltet er in Ravenna für den Kaiser in Konstantinopel das, was vom weströmischen Reich noch übriggeblieben ist.

Didriks Vater war Thetmar und sein Großvater Samson – beides gewaltige Recken ihrer Zeit. Samson stammte aus Hespanga und war, fast gleichzeitig wie unser Vater Aldrian nach Sonnenaufgang gezogen, um neues Land zu erobern.“ Hagen war es mittlerweile, trotz der seinerzeitigen ausdrücklichen Ablehnung durch den Stiefvater, zur Gewohnheit geworden, sich als ‚Aldrians Sohn‘ zu bezeichnen, selbst gegenüber seiner Verwandtschaft, die ja wohl wusste, dass dies nicht der Wahrheit entsprach.

„Thetmar, Didriks Vater, hatte Bern und Aumlunga geerbt und sein Vaterbruder Ermenrik schließlich Treviri, die Kaiserstadt an der Mosella, die sie auch das zweite Rom nennen. Auch deren Umland eroberte er.

Didrik selbst brauche ich dir nicht vorzustellen. Auch seinen Ehrgeiz, niemanden über sich zu dulden, kennst du. Aber einen hast du bisher kaum wahrgenommen, denn er hält sich immer bescheiden im Hintergrund: Seinen Waffenmeister Hillebrand, den er wie einen Vater liebt.“

„Doch“, entgegnete ihm Gunter, „den kenne ich. Er hat blondgelocktes Haar und ebensolchen Bart und ist von kräftiger Statur. Aber wie du sagst, er steht zurückhaltend hinter Didrik und tut sich nie hervor.“

„Ja, das ist Hillebrand. Und Bescheidenheit ist eine seiner größten Tugenden. Geboren als Sohn des Grafen Ragbald von Venedi ging er im Alter von dreißig Jahren nach Bern, um Didriks Vater Thetmar zu dienen. Didrik, damals sechs Lenze alt, schloss ihn sofort ins Herz und so wurde Hillebrand sein Lehr- und als er mit zwölf Jahren mannbar wurde, sein Waffenmeister. Im Grunde ist er ein sanftmütiger Mann, aber wenn es zum Kampf kommt, nahezu unbezwingbar. Zusätzlich zeichnet ihn ein hoher Sinn für Gerechtigkeit und ein großes Verhandlungsgeschick aus. Und er ist ehrlich und aufrichtig bis zur Unbequemlichkeit. Wenn man einen Mann einen ‚Freund‘ nennen kann, dann ist Hillebrand ein solcher für den Berner. Und jeder sollte Didrik darum beneiden!“

Mit derlei Gesprächen vertrieben sie sich die Zeit bis sie nach Bern kamen. Unter großen Freudenrufen wurden sie dort von Didrik empfangen und der Gastgeber machte seine Gäste untereinander bekannt.

Außer den Niflungen-Brüdern, Gunter und Hagen, hatte Didrik noch zahlreiche andere Gefährten eingeladen, welche er seit seiner Mannbarwerdung, vier Jahre zuvor, als Freunde oder Vasallen gewonnen hatte. Einer dieser Gefährten war Heim, der Suebe. Ein kleiner, vierschrötiger und streitsüchtiger Bursche mit einem jähzornigen Charakter, dessen größte Lust es war, sich im Zweikampf zu messen. Er hatte mehrere Zöpfe in seinen Bart geflochten und ebenso wie seine Haare, welche er nach alter, fast aus der Mode gekommener Suebenart am rechten Scheitel geknotet trug, war dieser von rotblonder Farbe. Seine lebhaften Augen suchten immer die Umgebung ab, ob es etwas zu erleben gäbe. Heims Vater bewirtschaftete ein Waldgestüt in Svava und zog dort die edelsten Pferde, die weit und breit zu haben waren. Eines dieser Rosse gehörte Heim selbst und wurde ‚Rispa‘ gerufen. Und er besaß ein berühmtes Schwert, welches ‚Blutgang‘ hieß. Mit diesem grimmigen Namen machte es dem Beinamen seines Trägers alle Ehre, denn der vierschrötige Suebe wurde auch ‚der Grimme‘ genannt.

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