Martin Huber - Saat der Rache

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MORD, HASS UND RACHE – EINE TRINITÄT, DIE ZUM UNTERGANG EINES GANZEN STAMMES FÜHRT.
Dieses Buch erzählt die Ereignisse, die zur Auslöschung eines niederrheinischen Volkes, an der Wende von der Antike zum Mittelalter geführt hatten. Dieses Geschehen war so prägend, dass es Eingang in den Schatz der mündlichen Überlieferungen und schließlich in die Sagenwelt der deutschen Sprache gefunden hat. «Die Chronik der Niflungen» stellt den Versuch dar, sich wieder den historischen Ursprüngen zu nähern.

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An dem großen Hof Attalos gab es noch zahlreiche andere Edle, die dort ihre Ausbildung erhielten. Mit einem jungen Mann namens Waltar von Waldsken freundete er sich bald an, obwohl dieser um einiges älter und schon für mannbar erklärt worden war, kurz nachdem Hagen nach Susat kam. Fast zur selben Zeit wie er traf dort ein sehr junges Mädchen ein: Hildegund, die Tochter eines tributpflichtigen Grafen.

Schließlich hatte auch Hagen seine Mannbarwerdung erhalten und Attalo ernannte ihn zum Führer einer Rotte. Der Jüngling war überaus stolz auf die Beförderung und nahm die Aufgabe sehr ernst. Endlich einmal sah er sich legitim an der Spitze einer Schar und keiner konnte ihm diese Stellung streitig machen.

Eines Tages herrschte große Aufregung in Attalos Burg. Waltar war verschwunden und mit ihm Hildegund. Nachdem ganz Susat erfolglos nach dem Paar abgesucht worden war, wurde klar, dass sie durchgebrannt waren. Attalo wurde zornig und schickte Hagen mit seiner Rotte aus, die beiden zurückzuholen. Er war nicht gewillt hinzunehmen, von einem jungen Recken gleich um zwei Geiseln gebracht zu werden.

Zu sechst galoppierten sie dem fliehenden Paar hinterher. Dieses hatte es eilig gehabt; an einem Tag konnte die Truppe die Flüchtenden nicht einholen. Als Hagen und seine Rotte sie fanden und Waltar sah, dass er nicht mehr ausweichen konnte, gebot er dem Mädchen, in Sicherheit zu bleiben, und stellte sich den Verfolgern. Als Rottenführer trat Hagen ihm zuerst entgegen.

„Muss so unsere Freundschaft enden“, fragte Waltar, als sie sich mit gezückten Schwertern gegenüberstanden.

„Du hast den König mit deiner Flucht und Hildegunds Entführung beleidigt, obwohl du ihm Dank geschuldet hättest“ entgegnete ihm Hagen.

„Ich habe Hildegund nicht entführt. Sie ist freiwillig mit mir gekommen, denn wir lieben uns. Und ich schulde Attalo nichts. Ich habe ihm so manches Jahr treu gedient.“

„Aber Attalo hat dich nicht aus seinen Diensten entlassen. Und er hat das Recht über Hildegund. Ihr werdet daher mit uns zurückkehren.“

„Dann wirst du mich und sie töten müssen.“

„So sei es“, rief Hagen und stürzte sich auf Waltar.

Hagen war kein schlechter Kämpfer, aber im Vergleich zu seinem Gegner doch recht unerfahren. Denn dieser war einer der Besten, älter und eben dadurch schon erfahrener. Aber Waltar war ihm immer noch freundschaftlich zugetan und wollte ihn nicht töten. Daher hieb er ihm lediglich mit der Breitseite seines Schwertes auf den Kopf. Hagen sah nur mehr, wie sein Gegner langsam hinter einem schwarzen Nebel verschwand, dann fiel er bewusstlos zur Erde.

Als er wieder zu sich kam, waren Waltar und Hildegund verschwunden. Sein Trupp bestand nicht mehr. Er lag zwar benommen und mit Kopfschmerzen, aber bis auf eine große Beule an der Schläfe unverletzt, inmitten von fünf Leichen. Damit wurde die Sache aber für Hagen persönlich. Waltar hatte ihm ‚seine‘ Rotte erschlagen! Zornig konnte der junge Mann immer schon werden, aber nun packte ihn die schiere Wut. Er bestieg sein Pferd und galoppierte den beiden Fliehenden hinterher. Am Ende des Tages holte er sie neuerlich ein. Waltar, in der Meinung seinen Verfolger abgeschüttelt zu haben, hatte ein Lager errichtet und war dabei, die Keule eines Ebers herzurichten, um sie über dem Feuer zu braten.

Hagen war von seinem Pferd abgestiegen und pirschte sich an. Hildegund bemerkte ihn als erste und schrie entsetzt auf, um ihren Liebsten zu warnen. Da sprang Hagen aus der Deckung hervor und lief, brüllend wie ein wildes Tier, die letzten Schritte auf Waltar zu. Dieser, unbewaffnet, wusste sich nicht anders zu wehren, als reflexartig die Wildschweinkeule zu packen und sie ihm ins Gesicht zu schmettern. Diesmal sah Hagen keinen schwarzen Nebel, sondern sein rechtes Gesichtsfeld explodierte buchstäblich in unsäglichem Schmerz. Dann versank er in absoluter Dunkelheit.

Die ganze Nacht lag Hagen bewusstlos dort, wo ihn Waltars Schlag niedergestreckt hatte. Erst als der Morgen graute, kam er wieder zu sich. Ihn fröstelte und sein Kopf pulsierte in wahnsinniger Pein. Er öffnete die Augen und sofort durchzuckte ihn ein zusätzlicher Schmerz, als ob jemand ihm ein Messer durchs rechte Auge ins Gehirn stoßen und dort umrühren würde. Panik erfasste ihn! Er tastete seinen Kopf ab – die rechte Gesichtshälfte war zu Brei geschlagen. Durch verkrustetes Blut griff er in eine große klaffende Wunde, welche sich von der Stirn über das rechte Auge zu seiner Wange zog. Die Lippe war weit eingerissen und er hatte rasende Schmerzen im Kiefer, der zweifellos gebrochen war. Im Mund hatte er das Gefühl, als würden dort Steine liegen – es waren jedoch nur sechs ausgeschlagene Backenzähne, die er jetzt langsam und vorsichtig ausspuckte. Am meisten aber irritierte ihn sein Auge. Er hatte erwartet, dass es zugeschwollen wäre, aber im Gegenteil – die Augenhöhle war leer. Hagen hatte sein rechtes Auge verloren!

Nun war ihm die Lust auf eine weitere Verfolgung von Waltar und Hildegund vergangen. Er suchte sein Pferd, saß mühsam auf und machte sich auf den Heimweg nach Susat. Am ersten Tag musste er sich viele Male übergeben, denn sein Kopf dröhnte und pochte wie wild. Diese Kopfschmerzen und das Schaukeln auf dem Rücken seines Pferdes erregten eine furchtbare Übelkeit in ihm. Er versuchte daher, ob es im Gehen leichter sein würde. Aber die Beine knickten ihm ein, sodass er wieder aufsaß und den Brechreiz in Kauf nahm. Am schlimmsten waren allerdings die Brechattacken, da er dabei den Mund aufmachen musste, was ihm extreme Schmerzen im gebrochenen Kiefer verursachte.

Die Blutung aus der Wunde quer über sein Gesicht, war zwar nach dem Zustand seiner Kleidung und seines Lagers auf dem Waldboden offenbar heftig gewesen. Aber schon am Morgen, als er das Bewusstsein wiedererlangt hatte, war sie zum Stillstand gekommen. Was ihn aber während des Heimrittes mächtig irritierte, war ein seltsamer Fluss aus der Nase. Es rann ununterbrochen zunächst reichlich Blut, dann aber nur mehr eine gelbliche Flüssigkeit aus dem rechten Nasenloch. Als er sich daraufhin schnäuzte, flatterten die Lider der leeren Augenhöhle im Luftstrom, begleitet von einem unmittelbar einsetzenden Schmerz hinter seiner Stirn. Das kam derart unerwartet und war ihm so unerklärlich, dass er dieses unheimliche Vorkommnis nicht noch einmal erleben wollte und es künftig unterließ, sich die Nase zu putzen und den Fluss daraus ignorierte.

So saß er bald nur mehr dahindämmernd auf seinem Pferd, hoffend, dass dieses den Heimweg allein finden würde. Als das Ross in Susat im Hof der Burg schließlich stehen blieb, merkte Hagen gerade noch, wie er hoch fiebernd seitlich vom Pferd fiel, dem ihn empfangenden Stallknecht in die Arme. Dann umfing ihn gnädige Bewusstlosigkeit.

Fast einen ganzen Mond lang lag er auf seinem Lager und war kaum ansprechbar. Wenn er manchmal das Bewusstsein für kurze Zeit erlangte, litt er immer unter rasenden Kopfschmerzen, erbrach zwei oder drei Mal und versank bald darauf wieder in einen Dämmerzustand. Der Wundarzt des Königs hatte die entstellende Platzwunde über seiner rechten Gesichtshälfte versorgt und die leere Augenhöhle verschlossen. Dem König berichtete er, dass Hagen zeit seines Lebens entstellt bleiben würde, vorausgesetzt er überlebte das Wundfieber, das ihn gepackt hatte. Und dieses wäre, aufgrund der Schwere sowohl der Verletzung als auch des Fiebers, äußerst fraglich. Das einzig Gute, das er zu berichten wusste, war, dass der gebrochene Kiefer bis zu seiner möglichen, wenn auch unwahrscheinlichen Genesung wieder geheilt sein würde. Frau Ercha, die Königin, kümmerte sich aufopfernd um ihn. Sie stellte ihre besten Zofen zu seiner Pflege ab und saß sogar selbst das eine oder andere Mal an seinem Lager, um die fiebernde Stirn des jungen Mannes mit feuchten Tüchern zu kühlen.

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