Martin Huber - Saat der Rache

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MORD, HASS UND RACHE – EINE TRINITÄT, DIE ZUM UNTERGANG EINES GANZEN STAMMES FÜHRT.
Dieses Buch erzählt die Ereignisse, die zur Auslöschung eines niederrheinischen Volkes, an der Wende von der Antike zum Mittelalter geführt hatten. Dieses Geschehen war so prägend, dass es Eingang in den Schatz der mündlichen Überlieferungen und schließlich in die Sagenwelt der deutschen Sprache gefunden hat. «Die Chronik der Niflungen» stellt den Versuch dar, sich wieder den historischen Ursprüngen zu nähern.

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In dieser Zeit war Aldrian oft bei uns in Irianiacum, denn er war ja in meines Vaters Diensten. Dabei lernten wir einander kennen und es dauerte nicht lange, da hatte Aldrian das Brautgeld zusammen. Ich war noch sehr jung, gerade einmal zwölf Jahre alt, aber mein Vater war schon alt und sah seine Kräfte schwinden. Daher gestattete er Aldrian, als dieser ihn um Erlaubnis bat, mit mir Brautlauf zu feiern. Am Tag als die Vermählung stattfand, schlug dein Großvater Aldrian den Edlen unseres Stammes als seinen Nachfolger vor und ein daraufhin einberufenes Thing bestätigte ihn. Bald darauf starb Irian.“

Oda hielt in Gedenken an ihren Vater inne, aber Hagen drängte sie weiterzuerzählen. Eine Antwort auf seine Fragen hatte er aus dem bisherigen Bericht nicht heraushören können. Er liebte Geschichten, aber diese dauerte ihm zu lange.

„Und …“, riss er seine Mutter aus ihren Gedanken.

„Der neue Häuptling reiste viel durchs Land, wie es ein Landesherr tun muss. Ich war damals oft allein. Eines Tages, etwa ein Jahr nach unserem Brautlauf, lag ich im Garten und hatte etwas getrunken. Plötzlich wurde mir übel und alles drehte sich. Dann weiß ich nichts mehr, bis mich meine Magd weckte, weil es dunkel zu werden begann. Ich wusste lange Zeit nicht, wo ich war, aber ich glaubte, mich zu erinnern, dass Aldrian bei mir gewesen wäre. Aber das hatte nicht sein können, denn der Häuptling war, wie ich dir schon erzählt habe, im Land unterwegs. Nach zwei, drei Monden war mir klar, dass ich ein Kind in mir trug.

Eines Tages, es ging mir nicht gut und ich saß am Fenster, tauchte vor diesem ein fremder Mann auf. Er war vom Gürtel aufwärts nackt, bis zur Unkenntlichkeit mit Zeichen und Ornamenten in blauer Farbe bemalt, trug einen schweren Torq aus Messing um den Hals und gab sich als ‚ein Albe‘ zu erkennen. In einem halb gereimten Singsang eröffnete er mir, er wäre der Vater des Kindes, das ich in mir tragen würde.“ Hier machte Oda wieder eine Pause, von der Erinnerung an diesen Vorfall überwältigt. Hagens Interesse an der Geschichte begann deutlich zuzunehmen. Er rückte auf der Bank nach vorne und drängte mit bohrendem Blick seine Mutter, weiter zu berichten.

„Dann gebot er mir noch“, fuhr Oda schließlich fort, „niemanden von unserer Begegnung zu erzählen, aber dass er dem Kind, wenn es denn in Not gerate, beistehen würde. Danach verschwand er so plötzlich, wie gekommen.

Ich war verschreckt und verängstigt“, Odas Stimme zitterte wieder in Erinnerung an damals. „Weder wusste ich, was da mit mir geschah, noch wie ich es dem Häuptling beibringen sollte. Eine qualvolle Zeit folgte, bis du auf die Welt kamst. Als du dann geboren warst, wurde es offensichtlich, dass Aldrian nicht dein Vater sein konnte.“

Oda standen bei der Erinnerung an dieses Geschehen aufs Neue die Tränen in den Augen, aber Hagen war wie vom Donner gerührt. Nie wäre er auf die Idee gekommen, dass Aldrian nicht sein Vater wäre! Wieder machte Oda eine kleine Pause, die aber von Hagen nicht geduldet wurde:

„Wer war er? Was passierte weiter“, drängte er.

„Wer er war? Vermutlich einer der Neider des Häuptlings. Aldrian war fürchterlich zornig, als er dich gesehen hatte und die Geschichte von mir erfuhr. Er fragte mich über alles aus, was ich zu berichten wusste; was wenig genug war: Ein Albe, also ein Mann aus Albiniacum, mit einem Torq um den Hals. Er hatte seltsam gesprochen, in Reimen und in einem eigenartigen Singsang. Mit diesen Informationen ritt der Häuptling mit zwanzig Kriegern nach Albiniacum. Es war der dortige Gode gewesen, ein fanatischer Ubier, der das Blut seines Volkes weiterhin an der Macht sehen wollte. Aldrian fand ihn. Als er mit ihm fertig war… Nun, die Strafe dafür, dass er sich an der Familie des Häuptlings vergriffen hatte, war Vierteilen. Erwarte nicht die Hilfe von ihm, die er dir versprochen hatte, als er sich mir am Fenster als dein Vater zu erkennen gab, denn er wird sie dir nie geben können. Die Strafe hat ihn ereilt und seine Leichenteile baumelten schließlich an der Wegkreuzung nach Anis-amina, den Vögeln zum Fraß“, schloss Oda trocken.

„Er ist viel zu schnell gestorben. Ich hätte ihn tagelang leiden lassen, diesen Frevler“ schrie Hagen empört. „Aber kann der Häuptling nicht trotzdem mein Vater sein?“

„Nein, mein Sohn, das kann er nicht. Das erste was er tat, als er nach dem Gericht über den Goden wieder nach Vernica kam, war, meine Zofe ebenfalls zu verurteilen. Ich hatte sie so gern, sie war mir wie eine Mutter. Ich flehte und bettelte um ihr Leben, aber Aldrian war unerbittlich. Er sagte, wenn sie das Leid, das über seine Familie gekommen war, auch nicht verursacht hatte, so hatte sie es auch nicht verhindert, wie es ihre Aufgabe gewesen wäre. Sie wurde unmittelbar nach dem Urteilsspruch vor der Halle erdrosselt. Vor allen Versammelten verkündete Aldrian sodann, dass du nicht sein Sohn bist und ihm nicht als Häuptling nachfolgen wirst. Das Erbe ist nur dem Blut vorbehalten und du bist nun einmal nicht seines Blutes.“ Tröstend strich Oda über sein Haar.

„Er ist gut zu dir, wie ein Vater.“ Sie fasste Hagen am Kinn, hob seinen Kopf und sah ihm direkt in die Augen. „Was willst du mehr? Du hast keinen Nachteil daraus, außer dass du nie Häuptling werden wirst. Aber auf einen Schild erhoben zu werden allein bedeutet noch nicht, ein Land auch zu regieren.“

Diese Worte brannten sich Hagen ins Gedächtnis ein und bestimmten von da an sein Handeln. Nun wusste er, warum er anders war und er nie würde die Stellung des Erstgeborenen einnehmen dürfen.

Gunter war ein schönes Kind; mit blonden Locken und wohlgeformten Gesichtszügen das exakte Gegenteil von seinem älteren Halbbruder Hagen. Er wurde von allen Frauen geliebt und verhätschelt und mit Aufmerksamkeiten bis zum Überdruss bedacht. Dadurch wurde der Knabe ein etwas verwöhntes Kind; ein netter Junge zwar, aber schwach. Schon bald stand er unter dem Einfluss Hagens. Der hatte einen Weg gefunden, sich den Bruder gefügig zu machen. Er stachelte immer wieder die Spielkameraden gegen Gunter auf und wenn dieser in Bedrängnis war, eilte er ihm zu Hilfe. Dafür verehrte, ja vergötterte sein kleiner Bruder ihn.

Zwei Jahre nach Gunters Geburt wurde Oda neuerlich schwanger und gebar nach der Zeit dem Häuptling ein Mädchen. Das Kind bekam den Namen Grimhild. Auch sie war ein entzückendes Kind mit braunem Haar, großen Augen und einer Stupsnase. Sofort wurde Grimhild der Liebling der gesamten Sippe. Sie wurde verwöhnt und mit Zuwendungen bedacht, mehr noch als Gunter und viel mehr, als ihrem Charakter förderlich war.

Vor allem die ständigen Begeisterungsrufe der Frauen „Oh, wie bist du heute wieder hübsch“ oder „Wer kommt denn da? Ist das nicht die wunderschöne Grimhild“, ließen sie in der Sicherheit heranwachsen, allein durch ihre Schönheit alles bekommen zu können, was sie sich erträumte. Aber wehe, es ging etwas nicht nach ihrem Willen. Die Tobsuchtsanfälle der Kleinen waren legendär in Vernica.

Vernica! Die Burg, die Aldrian sich gebaut hatte, war sein ganzer Stolz…

„Aber das wirst du selbst wissen; du kamst mit der Familie deines Vaters ja ebenfalls von dort.“ Hagen unterbrach seine Schilderung, um einen Schluck Wasser zu trinken.

„Nein, bitte!“ Märeth beugte sich vor und goss ihm den Becher neuerlich voll. „Ich weiß nicht viel. Mein Vater war nie zuhause und meine Mutter hat sich immer nur um Alltäglichkeiten gekümmert. Berichte mir alles, was dir einfällt. Nimm keine Rücksicht auf das, was ich schon wissen könnte oder nicht.

Aber eine Frage habe ich: Hätte Aldrian, der Häuptling, Oda nicht töten müssen, als er von der Schändung erfuhr? Dankrun, meine Lehrerin sagte mir nach meiner Vergewaltigung, ich müsse darüber schweigen, sonst drohe mir der Tod?“

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