Martin Huber - Saat der Rache

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MORD, HASS UND RACHE – EINE TRINITÄT, DIE ZUM UNTERGANG EINES GANZEN STAMMES FÜHRT.
Dieses Buch erzählt die Ereignisse, die zur Auslöschung eines niederrheinischen Volkes, an der Wende von der Antike zum Mittelalter geführt hatten. Dieses Geschehen war so prägend, dass es Eingang in den Schatz der mündlichen Überlieferungen und schließlich in die Sagenwelt der deutschen Sprache gefunden hat. «Die Chronik der Niflungen» stellt den Versuch dar, sich wieder den historischen Ursprüngen zu nähern.

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„Nach dem alten Stammesrecht wohl“, antwortete Hagen, „aber als die Römer über Jahrhunderte unser Land besetzt hielten, galt deren Recht. Nach ihrem Abzug hatte Irian die römische Rechtsprechung beibehalten und Aldrian sie weitergeführt. Daher kam meine Mutter und wahrscheinlich auch ich mit dem Leben davon.“

„Ich verstehe. Bitte, fahre fort.“

Nach einem weiteren Schluck Wasser begann Hagen wieder zu erzählen und Märeth versank neuerlich in der Geschichte.

In den Anfängen aus den Resten des römischen Kastells Verniacum, aus dem ersten Lager der Einwanderer in ihrer neuen Heimat errichtet, wuchs die Burg Vernica nach und nach, bis sie sich zu einer ansehnlichen Festung entwickelt hatte. An wichtigen Verbindungsstraßen gelegen, flossen die Schatzungen reichlich und der Häuptling nutzte diese, nicht zuletzt, um sein Domizil zu erweitern. Die Anlage bestand nun aus dem Wohnturm, welchen Aldrian mit Oda bewohnte. In dessen unmittelbarer Umgebung befanden sich die Halle und das Kochhaus, daneben die Brunnenstube und nahebei die Schmiede. Die Langhäuser, in denen die Sippen der Edlen wohnten, waren im umfriedeten Areal inzwischen auf sechs Gebäude angewachsen und so verteilt, dass sie einen großen Platz einschlossen, an dessen Scheitelpunkt die Halle und der Turm standen. Und noch ein weiteres Gebäude wurde nach Aldrians Idee hinter der Schmiede errichtet. Die Burg bekam einen gedeckten Stall für die Reitpferde der Edlen mit einem Stallmeister. Damit mussten sich die Recken nicht mehr selber und im eigenen Langhaus um die Tiere kümmern, sondern dies nahm ihnen der Stallmeister mit seinen Knechten ab.

All das, umgeben von einem Wallgraben, wurde von einem Palisadenzaun gesichert. Dieser hatte beidseits des Haupttores zwei Wachtürme und an der Rückseite der Burg befanden sich zusätzlich drei überdachte Podeste für einen besseren Überblick rund um die ganze Festung. Ein Wehrgang auf der Innenseite des Zaunes vervollständigte die Verteidigungsanlage.

Außerhalb der Burg, entlang der Ausfallstraße, siedelten die Unfreien in ihren Behausungen und die Niederlassung war bereits zu beträchtlicher Größe angewachsen. Die Rodungsarbeiten für das Baumaterial der Burg und des Dorfes hatten den Waldrand aus der näheren in die weitere Umgebung zurückgedrängt. An seine Stelle traten neben den Wiesen, die schon die Römer vor ihren Palisaden frei von Bäumen hielten, um Angreifern keine Deckung zu bieten, auch beackerte Felder, die nun das Landschaftsbild um Vernica prägten.

Schließlich wurde die gesamte Anlage so groß, dass sie einen Nährhof benötigte, dessen Gründung mit der Geburt Gunters zusammengefallen war. Als dieser fertig war, nannte Aldrian das Gut voll Stolz ‚Gunters Meierei‘ und setzte seinen Truchsess als Verwalter des Gehöfts ein. Das bewog Hagen ihn zu fragen, wo denn ‚seine Meierei‘ stünde? Der Häuptling sah den Jungen nur an, verzog keine Miene und wandte sich ab. Hagen dachte damals, die Frage wäre zu kindisch gewesen und Aldrian wäre die Beantwortung derselben den Aufwand nicht wert. Wie falsch er seinen Stiefvater einschätzte! Im Gegenteil hatte sie ihn tief getroffen.

Nach und nach verteilte Häuptling Aldrian die Gutshöfe seines Landes unter den Edlen aber auch unter den verdienten und loyalen Recken der Einheimischen. Manche Familien zogen fort aus Vernica und einige neue kamen durch Brautläufe dazu. Die Volksgruppen durchmischten sich und weil das Land gedieh, sprachen mit der Zeit immer weniger Menschen von ‚den Alteingesessenen‘ und ‚den Fremden‘, sondern fühlten sich bald alle als ein Volk. Aldrian gab dem Land den Namen ‚Niflunga‘, nach dem Bach Nifl. Dieser wiederum wurde so genannt, weil oft Nebel über den sauren Wiesen und Auen lag, durch die er floss. So war es naheliegend, dass sich das Volk von da an die Niflungen nannte. Der Ruf von dem kleinen, aufstrebend Reich verbreitete sich und sogar in Gallien erzählte man von den ‚Franci nebulones‘.

Hagen war zehn, als Oda einen dritten Knaben gebar, der den Namen Gernholt erhielt. Als er noch an der Brust der Mutter saugte, bekam er eines Tages hohes Fieber. Es hielt drei Tage an und während dieser Zeit schüttelte es den Säugling nahezu ununterbrochen. Dabei verdrehte er die Augen und es trat ihm milchweißer Schaum aus dem Mund. Oda und Aldrian holten den Goden, damit er Hilfe brächte, aber der zuckte nur mit den Achseln, als er den krampfenden Knaben sah und sagte:

„Das Kind wird sterben“. Der heilige Mann behielt Unrecht, denn Gernholt starb nicht, jedoch die Fallsucht blieb ihm zeit seines Lebens. Aber etwas Gutes tat der Gode doch an dem Kind. Als er die Verzweiflung der Mutter sah, empfahl er, dem Säugling einen Sud vom Kraut der weißbeerigen Mistel einzuflößen. Schaden könne er ihm nicht, meinte er. Tatsächlich brach dieses Konzentrat die Anfälle ab oder verkürzte sie deutlich. Seither trug Gernholt immer eine Phiole des Saftes mit sich. Und seine Geschwister lernten, ihm die heilbringende Tinktur zu verabreichen, wenn er wieder einmal zuckend zusammenbrach.

Gernholt war ein unscheinbares Kind, kaum, dass ihn die Familie und die Gesellschaft wahrnahmen. Meistens lief er nur den anderen spielenden Sprösslingen hinterher, aber holte sie sprichwörtlich nie ein. Wenn er fiel, sich wehtat und weinte, nahm keiner von seinen Spielkameraden Notiz davon; oft nicht einmal die Erwachsenen. Zwar stand er als Sohn des Häuptlings in der Rangfolge hinter Gunter, wurde aber von der Umgebung kaum registriert.

Die Kinder wuchsen gemeinsam auf, selbst Hagen war ein vollwertiges Mitglied der Familie. Aldrian mochte ihn, weil er eher seiner Vorstellung von einem Thronerben entsprach, als dies Gunter tat. Aber es war ihm nicht möglich, die Umstände seiner Zeugung zu vergessen. Die Blutlinie zu wahren ging für ihn als Häuptling über die persönlichen Vorlieben. Ihm eine Erziehung zukommen zu lassen, als wäre er ein gebürtiger Häuptlingssohn, war das Einzige, was er für den Ziehsohn tun konnte.

Im Zuge seiner Unterweisungen sandte Aldrian Hagen, im Alter von zehn Jahren – Gernholt war gerade geboren – nach Susat, ins Land der Hunen, um die restliche Lehrzeit bis zur Mannbarwerdung abzuschließen.

Susat! Diese Siedlung inmitten Germaniens, war die erste, die den Namen Stadt rechts des Rhins verdiente. Nicht zuletzt, weil sie auch aus Stein gefügte Bauwerke hatte. Attalo, der dort residierende König, legte seinen Ehrgeiz darein, sich damit ein Ansehen zu schaffen. Als Hagen nach Susat kam, war die Burg schon fast fertig.

König Attalo herrschte damals über eines der größten Reiche rechts des Rhins. Er selbst stammte aus Frisia, von wo er, da zweitgeboren, mit einem Teil seines Stammes ausgezogen war, um sich eigenes Land zu erobern. Die Region um Susat wurde sein Stammesgebiet und über die Jahre erweiterte er seinen Machtbereich in zahlreichen Schlachten und Heerzügen.

Solcher Reichtum und solche Machtfülle weckten Begehrlichkeiten unter den Nachbarn, weswegen sich Attalo einer Methode besann, die immer schon geeignet war, diese an ihre Loyalität zu erinnern. Er nahm Mitglieder aus den Familien der benachbarten Häuptlinge und Vasallen an seinem Hof auf. Dort erhielten sie einen Teil ihrer Ausbildung, waren aber auch Geiseln, denn ihr Wohlergehen auf Attalos Hof hing vom Wohlverhalten ihrer Heimatländer ab. Diese Art der Bindung von nächstgelegen oder untergebenen Stämmen war für alle dennoch von Vorteil. Die jungen Leute lernten, über ihren Tellerrand hinauszublicken, und bekamen eine Unterweisung, wie sie nur ein solches Machtzentrum bieten konnte. Außerdem hatten sie Gelegenheit, Bande zu knüpfen, die oft noch viel länger hielten, als die Zeit der Geiselnahme in Susat dauerte. Nur wenn man die geforderte Loyalität nicht zeigte, zog man sich Attalos Zorn zu.

Und so ein Mangel an Wohlverhalten spielte auch bei dem Ereignis eine Rolle, welches für Hagen einschneidende Auswirkungen haben sollte: sein erster bedeutender Kampf nach der Mannbarwerdung. Dieser kostete ihn beinahe das Leben und dessen Folgen bestimmten sein weiteres Schicksal.

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