Josefin Rosenkranz - Groupie, Boss & Angel

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In diesem Buch will ich meine Geschichte erzählen und Mut machen. Mut, die vermeintlichen Fehler als Chancen und Türöffner zu sehen. Mut, sich ins Unbekannte zu stürzen, Mut, alles auf eine Karte zu setzen. Mut, nicht aufzugeben und es einfach zu probieren.
Während meiner Reise habe ich mir in Südamerika die Seele aus dem Leib gekotzt, am Sinn des Lebens gezweifelt, mir in Spanien die Füße blutig gelaufen, als Ausdruck meiner trauernden Seele meine blonden Haare schwarz gefärbt und auf Ibiza die freie Liebe gelebt. Wenn es mal nicht so witzig war, habe ich auf meine innere Stimme, meinen Kompass gehört.
Wir müssen uns nur auf diese innere Führung einlassen, ihr zuhören und vertrauen. Denn meistens versteht man das Leben erst rückwärts – nämlich erst im Nachhinein. Als würde man einen Film von Ende bis Anfang schauen. So geht es mir ein bisschen, wenn ich die letzten sechs Jahrzehnte Revue passieren lasse. In den Situationen selbst habe ich meistens gar nichts verstanden und die Umstände oft verflucht. Zum Gluck war Aufgeben jedoch nie eine Option, denn dafür waren auch die vermeintlichen Niederlagen viel zu lustig.

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Mein Vater legte wortlos den Gang ein und gab Gas. Auf der Fahrt in die Provinz sang ich vor mich hin. Es beruhigte mich und ich wollte, dass es die anderen nervte. Ich sang:

„Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten. Sie fliegen vorbei wie nächtliche Schatten. Kein Mensch kann sie wissen, kein Jäger erschießen. Mit Pulver und Blei. Die Gedanken sind frei. Ich denke, was ich will und was mich bedrücket. Doch alles in der Still, so wie es sich schicket. Denn meine Gedanken, die brechen die Schranken und Mauern entzwei. Die Gedanken sind frei.“

Zuhause empfing uns meine heulende Mutter. Sie zeterte und schimpfte, mein Vater grummelte und meine Schwestern sagten gar nichts. Ich ging in mein Zimmer und schloss mich ein. Ich wollte mich gerade heulend auf mein Bett werfen, als es an meiner Tür klopfte. „Ich mache nicht auf, lass mich in Ruhe“, rief ich. „Fein“, sagte meine Schwester. „Dann erzähle ich dir eben durch den Türspalt, was unsere Eltern mit dir vorhaben.“ Ich hob den Kopf und lauschte. „Du sollst mit zu mir kommen, nach Bopfingen, und morgen gehst du dort zum Arzt. Ich soll dich begleiten“, sagte sie emotionslos. Ich sagte nichts. Jedes Widerwort könnte meine Situation jetzt noch verschlechtern. „Ruhig bleiben und einen Plan schmieden“, sagte ich leise zu mir selbst. Ich packte ein paar Klamotten in einen Stoffbeutel zusammen, öffnete die Tür und ging unter den strengen Blicken meiner Schwester die Treppe herunter. Sie und ihr Mann ließen mich die nächsten Stunden nicht aus den Augen. Im Auto drehte ich mich nicht mehr nach meinen Eltern um, obwohl ich wusste, dass meine Mutter verheult in der Tür stand und mir hinterhersah. Mein Vater war, nachdem er mich zu Hause abgeliefert hatte, wieder wortlos in die Konditorei gegangen. Er war der Schweigsamere in der Ehe meiner Eltern. Was manchmal wirklich ärgerlich war, denn er wusste meistens das Richtige zu sagen. Mit Feingefühl und ruhiger Stimme. Ganz im Gegensatz zu meiner Mutter. Sie verstand es genau dann mit Vorwürfen und Schimpftiraden um sich zu werfen, wenn die Luft durch die angestaute negative Energie eh schon vibrierte. Diese Energie schien sie noch aufzuladen und sie redete sich erst recht in Rage. Ich glaube, meinem Vater kam es manchmal ganz gelegen, dass er wegen der Arbeit in der Konditorei immer so früh schlafen gehen musste.

In Bopfingen angekommen, gab ich vor in einem Buch zu lesen. Meine Schwester kümmerte sich um ihr schreiendes Baby und ihr Mann klapperte in der Küche mit den Töpfen herum. Meine Tasche stand im Flur. Seit meine Schwester mich über den Plan meiner Eltern informiert hatte, versuchte ich einen Plan zu schmieden, wie ich aus dieser Situation rauskäme. Jetzt schien die Situation günstig. Die Erwachsenen waren abgelenkt und der Geräuschpegel hoch. „Könnte klappen“, murmelte ich leise und schlich auf Zehenspitzen Richtung Tür. Mein Schwager hatte inzwischen das Radio angemacht, das das Baby noch überschallte. Mit der einen Hand griff ich meine Schuhe, mit der anderen meine Tasche, Tür auf, raus auf den Flur. Auf Socken lief ich die Treppen hinunter, schlüpfte unten im Hausflur in meine Schuhe, rannte auf die Straße und hielt das erste Auto an. „Nehmen sie mich mit nach Nördlingen?“, rief ich atemlos in den Opel Kadett hinein. „Ja, das liegt auf dem Weg“, antwortete eine nette Frauenstimme. Tür zu und los. Im Rückspiegel konnte ich die Fenster zur Wohnung meiner Schwester sehen. Alles ruhig, sie hatten meine Flucht noch nicht bemerkt.

Von Nördlingen aus nimmt mich ein netter Schweizer mit nach München und schon stehe ich wieder in unserer WG-Höhle und schaue in vier ungläubige Augenpaare. „Mensch Angie, das ging ja schnell!“, rief Schrat. Mein geglückter Ausbruch aus der Provinz musste natürlich sofort gefeiert werden. Tasche abgestellt, Joint angezündet, Gedanken abgeschaltet. Herrlich. Als die ersten Nebelschwaden sich wieder lichteten, sagte Zeus: „Wir müssen etwas unternehmen. Es besteht die Gefahr, dass deine Eltern dich in eine Erziehungsanstalt stecken. Das darf nicht passieren.“ Ich nickte langsam. „Ich werde deine Eltern davon überzeugen, dass es das Beste ist, wenn du hierbleibst“, sagte er und stand auf. Im Türrahmen sah er mich auffordernd an. „Was jetzt?“, frage ich und springe schwankend auf. Wir laufen zur nächsten Telefonzelle und ich wähle die Nummer. Es tutet zweimal, dann geht meine Mutter ran. Zeus reagiert sofort: „Hier ist Peter März, Ihre Tochter Angela ist bei uns. Bitte tun sie nichts, ihr geht es gut hier und morgen geht sie wieder in die Schule“, höre ich ihn mit geschäftsmäßig monotoner Stimme sagen. „Wir würden Sie außerdem gern am Wochenende besuchen und einiges klarstellen“, fährt er fort. „Wunderbar, vielen Dank.“ Er legt auf und drückt die Tür der Telefonzelle schwungvoll auf. Ich tapse ihm hinterher. Zeus ist so viel durchsetzungsfähiger und männlicher als die Jungs in der Provinz. So erwachsen, aber gar nicht spießig und engstirnig, sondern kreativ und frei. Ich bin begeistert und merke, dass ich mich noch nie so zu einem Mann hingezogen gefühlt habe. Abends liegen wir fünf wieder wie die Rollmöpse auf unserem Matratzenlager. Jeder bekommt einen Kuss, mehr passiert nie. Dann schlafen wir.

Nachts wache ich auf, weil sich neben mir etwas bewegt. Als ich mich umdrehe, sehe ich Zeus und Uschi kuscheln, eng umschlungen. Mein Magen kneift. Ich presse die Augen zusammen und versuche wieder einzuschlafen. Morgens stehe ich auf, um in die Berufsschule zu gehen. Stumm verlasse ich die Wohnung. Auf der belebten Münchner Straße sind die Leute fröhlich. Das flaue Gefühl in meinem Magen ist noch da. Warum können andere fröhlich sein und ich nicht? Sich freudestrahlend etwas erzählen und dabei mit den Händen in der Luft kreisen, sich zum Abschied umarmen und dann mit großen Schritten davongehen. In ihr fröhliches Leben. Meine Schritte sind klein und zaghaft. Ich weiß nicht, wo ich hingehöre. In mir ist so viel Sehnsucht. Die Sucht nach dem Kribbeln im Bauch. Die Suche nach dem Glück.

Ich sitze teilnahmslos in der Schule und denke auf dem Nachhauseweg weiter nach. Zeus und Uschi. Zeus und ich. Als Paar würde das doch gar nicht gehen. Denn das war ja genau das, wovon Zeus als „Wurzel allen Übels“ gesprochen hatte. Exklusivität, Eifersucht, Enge. Eine Person nur für sich haben zu wollen, zerstört die Gemeinschaft.

Am Wochenende fuhren wir fünf nach Utzmemmingen, damit Zeus und die Jungs wie vereinbart meine Eltern besuchen konnten. Fünf Langhaarige mit der Mission mich in ihrer Gruppe zu behalten. Zeus war wieder so souverän, so stark, so sicher. Wie vor ein paar Tagen in der Telefonzelle. Meine Eltern waren beeindruckt und ließen mich endgültig ziehen.

Ich war jetzt ein sicheres Mitglied unserer Fünfer-Familie. Zeus der Anführer, Schrat der Spaßmacher, Max der Tiefgründige, Uschi die Wilde und ich? Der Hase, die Stille, die Vernünftige, die ihre Ausbildung im Hotel brav weitermacht, zur Berufsschule geht, ein bisschen Geld verdient, den Kühlschrank füllt, die Krümel aus den Bettlaken schüttelt, die Aschenbecher leert und die Wäsche in den Waschsalon schleppt und wartet, bis alles sauber ist.

Es nahte der Kontrollbesuch meiner Eltern. Nachdem Zeus sie davon überzeugt hatte, dass er und meine Clique im besten Sinne ein guter Umgang für mich seien, wollten meine Eltern – vor allem meine Mutter – sehen, wie wir denn in München so lebten. Wir schrubbten den Fußboden, schüttelten die staubigen Vorhänge aus, wuschen die wenigen Teller und Becher ab, die wir hatten, und rissen alle Fenster auf. Meine Mutter inspizierte scheinbar jeden Quadratzentimeter der kleinen Studentenbude, mein Vater folgte ihr wortlos. „Viel Platz habt ihr ja nicht, aber ihr seid ja noch jung, das dürfte reichen. Wo schlaft ihr denn alle“, fragte sie. „Na hier“, sagte Uschi und deutete auf die Dielen des Fußbodens. „Was? Hier? Um Gottes Willen“, erschrak meine Mutter. „Das geht so nicht“, sagte sie und bahnte sich einen Weg an uns vorbei Richtung Wohnungstür.

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