Josefin Rosenkranz - Groupie, Boss & Angel

Здесь есть возможность читать онлайн «Josefin Rosenkranz - Groupie, Boss & Angel» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Groupie, Boss & Angel: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Groupie, Boss & Angel»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

In diesem Buch will ich meine Geschichte erzählen und Mut machen. Mut, die vermeintlichen Fehler als Chancen und Türöffner zu sehen. Mut, sich ins Unbekannte zu stürzen, Mut, alles auf eine Karte zu setzen. Mut, nicht aufzugeben und es einfach zu probieren.
Während meiner Reise habe ich mir in Südamerika die Seele aus dem Leib gekotzt, am Sinn des Lebens gezweifelt, mir in Spanien die Füße blutig gelaufen, als Ausdruck meiner trauernden Seele meine blonden Haare schwarz gefärbt und auf Ibiza die freie Liebe gelebt. Wenn es mal nicht so witzig war, habe ich auf meine innere Stimme, meinen Kompass gehört.
Wir müssen uns nur auf diese innere Führung einlassen, ihr zuhören und vertrauen. Denn meistens versteht man das Leben erst rückwärts – nämlich erst im Nachhinein. Als würde man einen Film von Ende bis Anfang schauen. So geht es mir ein bisschen, wenn ich die letzten sechs Jahrzehnte Revue passieren lasse. In den Situationen selbst habe ich meistens gar nichts verstanden und die Umstände oft verflucht. Zum Gluck war Aufgeben jedoch nie eine Option, denn dafür waren auch die vermeintlichen Niederlagen viel zu lustig.

Groupie, Boss & Angel — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Groupie, Boss & Angel», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

In Uschis Wohnung angekommen fühlte ich, wie die bleierne Schwere des Marihuanas meine Arme und Beine einnahm. Mit Make-up-verschmiertem Gesicht, nach Rauch und Alkohol müffelnden Haaren und in meinen speckigen Jeans fiel ich ins Bett und in Sekundenschnelle in einen tiefen Schlaf. Am nächsten Tag, ein Samstag, schlich ich ständig um das Telefon herum. Jeden Moment erwartete ich den drohenden Anruf meiner Eltern. Es wurde Mittag, es wurde Nachmittag. Nichts. Als ich am Abend immer noch keinen Anruf aus der Provinz bekommen hatte, begann ich still zu triumphieren. Die Beamten hatten nicht angerufen, meine Eltern würden von meinem ausufernden Leben in der Stadt nichts mitbekommen. „Na also, geht doch“, dachte ich. Zumindest bis dahin …

Die nächsten Abende trieb ich mich ab 22 Uhr auf der Straße vor den Kneipen herum und wartete auf Uschi. Mein Versprechen, zwei Stunden vor Mitternacht jegliche Lokalität zu verlassen, wollte ich einhalten. Während Uschi in den Kneipen noch rauchte und mit den Männern Bier trank, stand ich zwischen Prostituierten mit blonden Perücken und Freiern in Cordhosen auf dem Bordstein. Manchmal hielt mich einer der Männer in einem vorbeifahrenden VW-Passat für eine mögliche Begegnung der schnellen Zweisamkeit, aber ich lernte nach kurzer Zeit, mich abzugrenzen. Mit wütendem Blick zischte ich ihnen entgegen, sie sollten sich verziehen, sonst würde ich die Polizei rufen. Jawohl. Oft war das aber nicht nötig. Meistens stand ich umringt von meinen männlichen Freunden und Verehrern. Ich liebte es, umschwärmt und angelächelt zu werden. Mit meinen blauen Augen, den strohblonden Haaren, meinen weißen Zähnen und meinen geraden, schönen Beinen liebte ich es, im Mittelpunkt zu stehen. Und so stand ich zwischen den Jungs, tanzte um meine eigene Achse und lachte dann charmant in die strahlenden Gesichter.

An einem dieser Abende kam Uschi plötzlich aus der Kneipe gestürmt, nahm mich am Arm und sagte: „Ich hab da so einen Typen kennengelernt, das ist ein Freund von Zeus, der lädt uns auf eine Party ein, wo Zeus auch sein wird“, flüsterte sie so, dass die anderen Jungs es nicht hören konnten. Zeus? Mein Schwarm aus dem Café „Europa“ in Schwabing. Der schönste Mann, den sie und ich je gesehen hatten! Der sollte da sein? „Na, da gehen wir auf jeden Fall hin“, rief ich. Als wir auf die Party kamen, öffneten uns zwei Frauen in bunten Schlaghosen die Tür, ihre braunen Haare reichten fast bis zum Po. Überall standen Gläser auf dem Fußboden, in den schummrigen Ecken wurde gefummelt und geknutscht und in der Mitte des Raumes bewegte eine Gruppe Frauen und Männer langsam ihre biegsamen, schmalen Körper zu den Bassklängen der Musik. Uschi und ich schlichen durch die Räume der 5-Zimmer-Wohnung und hielten Ausschau nach Zeus. Doch der große schlanke Mann mit den langen braunen Haaren und den weit auseinanderstehenden Augen war noch nicht da. Klar, wer angesagt ist, taucht nicht gleich zu Beginn einer Party auf – so wie wir zwei Provinzmädchen.

Um 3 Uhr morgens war Zeus immer noch nicht aufgetaucht, aber das war uns inzwischen egal. Bekifft von dem starken Gras, das uns der schwarzhaarige Typ mit den langen Fingernägeln zu einem Joint gerollt hatte, spielten wir mit Schrat und Joachim hinter den Sofas und Sesseln Verstecken und konnten nicht aufhören zu lachen. Schließlich gingen wir zu viert Arm in Arm nach Hause und freuten uns einfach, auf der Welt zu sein. Das Leben kann doch so schön sein! Als wir gerade beim Frühstück in Uschis Küche saßen, klingelte es. Als ich aufmachte, schaute ich direkt in Zeus’ geheimnisvolle dunkle Augen. Konnte das Zufall sein? Uschi und ich ließen die Hotelfachschule für den Tag (mal wieder) sausen und gingen mit den drei Jungs in den Englischen Garten. Wir lagen im weichen Gras, kühlten unsere Füße im Eisbach und blinzelten in den bayerisch-blauen Himmel, während Zeus auf seiner Gitarre spielte und dazu sang. Die beiden anderen Jungs schnipsten im Takt und summten mit. Wenn man ein Glücksgefühl, die unendliche Leichtigkeit und berauschende Harmonie in einem Glas einfangen könnte, um diese Emotionen immer wieder einatmen und fühlen zu können, ich hätte das größte Einwegglas genommen, das ich finden konnte. Wir schwebten den ganzen Tag auf unserer Wolke und schliefen am Abend zu fünft in Uschis Wohnzimmer auf dem Sofa und dem Teppich ein. Der schrille Ton des Wählscheibentelefons weckte mich. Verschlafen ging ich ran. „Ja bitte?“ – „Wenn du nicht sofort nach Hause kommst, dann kannst du aber ein Donnerwetter erleben! Dann lassen wir dich mit der Polizei abholen!“, schallte es aus dem Hörer. Erschrocken legte ich auf. Hektisch weckte ich die anderen und erzählte, was mir drohte. Alle waren erschrocken und ratlos, da klingelte es an der Tür. Die Hausbesitzerin. Mit lauter tiefer Stimme und im satten Niederbayerisch beschimpfte sie Uschi und mich als „rauschgiftsüchtige Huren“ und sagte, wir hätten 30 Minuten Zeit die Wohnung zu verlassen. Kaum hatte ich die Tür vor ihrer Nase zugeschlagen, blickte ich mich hilfesuchend zu den anderen um. Zeus sagte: „Keine Panik, ihr könnt mit zu mir kommen, ich habe ein Zimmer zur Untermiete.“

Wir nahmen, was wir tragen konnten, und trotteten wie eine kleine Karawane durch die Straßen bis zu unserer neuen Bleibe. Die war nicht groß, nur ein Zimmer, aber wir machten es uns auf unserem Matratzenlager zu fünft gemütlich. Die nächsten Tage verbrachten wir genau dort. In unseren Nachthemden hockten wir mit den Jungs auf den Matratzen, rauchten, tranken und diskutierten darüber, in welche Richtung sich das Leben unserer Zeit verändern sollte. Ich hörte eigentlich eher zu. Andächtig und mit großen Augen. Besonders wenn Zeus sprach, denn dann war es besonders interessant. Nachts lagen wir wie die Grillwürstchen nebeneinander. Wenn sich einer umdrehen wollte, mussten die anderen vier mit – am besten alle in die gleiche Richtung, sonst drohten Nasenstöße. Morgens schwang ich mich in zwei Zügen (erst vom Liegen ins Sitzen, dann vom Sitzen ins Stehen) aus unserem Lager, machte mich fertig und ging zur Hotelfachschule. Da war ja noch was. Die Ausbildung, die ich mit geringstmöglichem Aufwand irgendwie weiterführte. Uschi konnte ich dazu nicht überreden. Sie blieb meistens liegen. Nach meinem kurzen Ausflug in die Spießer-Welt voller Regeln kehrte ich zurück in unsere Hippie-Höhle. Dort gab es heute ein neues Diskussionsthema. Beziehung zwischen Mann und Frau. Sehr spannend, wie ich fand. Also setzte ich mich in den Schneidersitz und hörte zu. Zeus hatte zu diesem Thema eine eindeutige Meinung: „Diese Pärchen-Beziehungen sind der Anfang allen Übels.“ Ich schluckte. „Wir müssen eine Gemeinschaft schaffen, in der alles offen und frei ist, in der sich Paare nicht abkapseln. Eifersucht und Neid müssen dabei als erstes verschwinden“, sprach er und alle nickten fleißig. Ab sofort wollten wir nun alle danach leben. Ganz frei, ganz locker, alles „easy“.

An einem Sonntag wollten Uschi und ich dann unsere letzten Sachen aus ihrer alten Wohnung abholen. Die Miete war bis zum Monatsende bezahlt und heute war der letzte Tag, an dem wir unser zurückgebliebenes Zeug noch holen konnten. Als wir die Tür aufsperrten, wären wir am liebsten sofort die Treppen wieder heruntergerannt. Aber es war zu spät, sie hatten uns gesehen. Unter den strengen Augen meiner Schwester Doris, ihrem Mann und meinem Vater trat ich in den Flur, Uschi direkt hinter mir. „Dann können wir ja nach Hause fahren“, sagte mein Vater und fing an, meine Sachen in eine Tasche zu packen. Meine Schwester schob mich aus der Wohnung, mein Schwager ging vor mir her. Hilfesuchend blickte ich mich zu Uschi um, die stand mit großen Augen im Flur. Keine zwei Minuten später saß ich im Auto, meine Schwester und ihr Mann neben mir. „Aber Papa, ich will doch in München bleiben, ich muss morgen wieder zur Schule, ich will nicht nach Utzmemmingen“, heulte ich jetzt wie ein kleines Mädchen.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Groupie, Boss & Angel»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Groupie, Boss & Angel» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Groupie, Boss & Angel»

Обсуждение, отзывы о книге «Groupie, Boss & Angel» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x