Josefin Rosenkranz - Groupie, Boss & Angel

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In diesem Buch will ich meine Geschichte erzählen und Mut machen. Mut, die vermeintlichen Fehler als Chancen und Türöffner zu sehen. Mut, sich ins Unbekannte zu stürzen, Mut, alles auf eine Karte zu setzen. Mut, nicht aufzugeben und es einfach zu probieren.
Während meiner Reise habe ich mir in Südamerika die Seele aus dem Leib gekotzt, am Sinn des Lebens gezweifelt, mir in Spanien die Füße blutig gelaufen, als Ausdruck meiner trauernden Seele meine blonden Haare schwarz gefärbt und auf Ibiza die freie Liebe gelebt. Wenn es mal nicht so witzig war, habe ich auf meine innere Stimme, meinen Kompass gehört.
Wir müssen uns nur auf diese innere Führung einlassen, ihr zuhören und vertrauen. Denn meistens versteht man das Leben erst rückwärts – nämlich erst im Nachhinein. Als würde man einen Film von Ende bis Anfang schauen. So geht es mir ein bisschen, wenn ich die letzten sechs Jahrzehnte Revue passieren lasse. In den Situationen selbst habe ich meistens gar nichts verstanden und die Umstände oft verflucht. Zum Gluck war Aufgeben jedoch nie eine Option, denn dafür waren auch die vermeintlichen Niederlagen viel zu lustig.

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Seit ich denken kann, hatte ich Angst. Nachts vor der Dunkelheit, tags vor dem Alleinsein. Und vor allem vor meinen Gedanken. Jeden Abend fragte ich meine Schwestern Moni und Doris abwechselnd, ob ich bei ihnen im Bett schlafen konnte. Wenn sie murrend die Tür vor meiner Nase zumachten, kroch ich zu meinen Eltern ins Bett und war am nächsten Morgen froh, wieder eine Nacht überstanden zu haben. So groß war die Angst vor der Dunkelheit und vor allen Gestalten, die sich darin verstecken konnten. Geschichten dazu hatte ich reichlich gehört. Im Garten meiner Großeltern stand ein Hühnerstall. Opa hackte den gackernden Hühnern den Kopf ab und ich schaute zu, wie sie ohne Kopf noch eine Weile herumliefen. Oma rupfte schließlich die Federn und füllte damit unsere Kissen und Bettdecken. Neben dem Hühnerstall stand das alte Plumpsklo aus Holz. Das benutzten meine Großeltern nachts aber nicht, da musste die Bettpfanne her. Denn „nachts ist es draußen gefährlich“, sagte Oma. „Nachts sind Geister und Hexen unterwegs und treiben ihr Unwesen.“ Geister und Hexen – das klingt toll, dachte ich. Doch meine Großmutter sagte, vor denen müsse ich mich in Acht nehmen.

Als ich im Religionsunterricht vom 6. und 7. Buch Moses, der Zauberei und dem Aberglauben hörte, wollte ich mehr darüber wissen und ging zu meiner bibelfesten Oma. Doch die wusste nichts darüber. „Ich habe es nicht gelesen und es ist auch besser, wenn man die Finger von solchen Sachen lässt. Das ist Magie und die ist sehr gefährlich“, sagte sie mahnend. Als ich weiter quengelte, fügte sie hinzu: „Da steckt der Teufel drin, der lauert nämlich überall, verstärkt durch Helferlein. Die können zum Beispiel die Gestalt von schwarzen Katzen einnehmen. Die beobachten alles und jeden. Schau also keiner schwarzen Katze in die Augen, wenn du eine siehst, hörst du! Sonst bist du in ihrem Bann gefangen.“

Die Frage, was man anstellen solle mit diesem Leben, behandelten wir einmal in der Schule. Wir sollten auf die Straße gehen und Leute fragen, was für sie der Sinn des Lebens sei. Die meisten wussten auf diese Frage keine Antwort. Manche sagten: arbeiten, heiraten, Kinder kriegen. Viele schauten mich einfach nur interessiert an, als hätten sie diese Frage zum allerersten Mal gehört. Hatten sie vielleicht auch. Ich fragte mich seitdem auch ständig, was der Sinn des Lebens und was vor allem der Sinn meines Lebens sein sollte. Einen Mann finden, Kinder gebären, arbeiten, kochen, putzen, backen, auf das Geld ebenso aufpassen wie auf die Kinder, noch mehr arbeiten, sonntags in die Kirche gehen und dann irgendwann auf dem Friedhof begraben werden? Das konnte nicht alles sein, was das Leben für mich bereithielt. Männer ja, arbeiten ja, aber bitte nur eine Arbeit, die mir auch Spaß macht. So wie die Schauspielerei zum Beispiel. Oder das Singen und das Schreiben. Diese Ideen behielt ich in unserem Dorf in Süddeutschland für mich. Hätte sie jemand verstanden, meine Vorstellungen vom Leben? Vielleicht der Papa, aber wohl auch nicht wirklich. Richtig verstanden hätte es in unserem kleinen Dorf wohl niemand. Ich wollte raus aus der Enge. Ich wollte raus und Abenteuer erleben, Unbekanntes entdecken und herausfinden, warum ich in diesem Leben steckte.

In einer Nacht in dieser Zeit hatte ich einen Traum: Ich flog durch die Luft und hatte dabei das Gefühl, meinen Körper zu verlassen. Mit weit ausgestreckten Armen sauste ich durch die Lüfte, bis alles unter mir, die Straßen, Autos, Bäume und Häuser immer kleiner wurden. Ich flog immer höher und höher, schraubte mich schließlich bis hoch zum Mond. Ich schwebte um ihn herum und landete auf der Rückseite des Mondes. Dort stand ein großer Mann mit breiten Schultern und vollem Haar. Er hatte anscheinend schon auf mich gewartet. Er lächelte mich mit weißen Zähnen freundlich an und machte eine Bewegung mit der Hand, die deutlich machte, dass ich ihm folgen sollte. „Komm, ich will dir etwas zeigen“, sagte er zur Bestätigung. Mehr sprach er zunächst nicht. Er führte mich durch ein großes, graues Tor ins Innere des Mondes. Eine weiße, große Schiebetür öffnete sich und gab den Blick frei in ein riesiges Labor. Blinkende, piepende Monitore, überdimensional große Bildschirme und eine Menge Leute in schneeweißen Anzügen tummelten sich in dem scheinbar endlos großen Raum. Der Mann, der mir seinen Namen nicht nannte, erklärte mir, dass die Erde eine Versuchsstation sei. Hier wurde ausgewählt, welche Seelen auf der Erde sich bewähren und dabei von hier aus beobachtet werden sollten. Von hier aus würde bestimmt werden, welchen Sinn, welche Lebensaufgabe die einzelnen Seelen auf Erden haben sollten. Auch wann diese Menschen sterben sollten, würde von hier aus bestimmt werden. Die Menschen mit ihren auserwählten Seelen wussten davon natürlich nichts. Da auf der Erde das Materielle die herrschende Macht ist, sei es die Seelenaufgabe der auserwählten Menschen, diese Macht zu überwinden und die persönliche Seelenaufgabe, die in jede Seele eingeprägt ist, durch tiefes Vertrauen zu ergründen. Dann drehte sich der Mann zu mir, sah mir in die Augen und sagte: „Auch du hast eine Seelenaufgabe und wir beobachten dich dabei, wie du ihr auf den Grund gehst und sie erfüllst. Aber hab keine Angst! Du hast viele unsichtbare Helfer, die dich auf deinem Weg unterstützen und beschützen.“

Ein bisschen bestärkt, aber mit einem tiefen Gefühl der Sicherheit wachte ich auf und trug dieses Gefühl noch eine Weile in mir – bis ich es an einem Tag in der Schule wieder wegfliegen ließ. Als wir auf dem Gymnasium einen Berufsberatungs-Tag hatten, wurde ich ins Lehrerzimmer gerufen, wo uns Mitarbeiter vom Arbeitsamt nacheinander fragten, was wir später werden wollten. Als ich dran war sagte ich wahrheitsgemäß: „Schauspielerin“. Die Mitarbeiter vom Arbeitsamt und die Lehrer, die drum herumstanden oder sich von der lautstark röchelnden Kaffeemaschine Kaffee in ihre Namensbecher schenkten, fingen an zu lachen. Nicht ein unterdrücktes Kichern, nein, sie lachten richtig. Besonders die zwei Damen und der Herr vom Arbeitsamt lachten. Ich wurde rot und wünschte mir sofort, ich hätte etwas anderes gesagt. Krankenschwester zum Beispiel, oder Sekretärin. Das wollten viele Mädchen aus meiner Klasse damals werden. Ich nicht. Aber konnte ich denn etwas anderes werden?

Mit hängenden Schultern und traurigem Blick ging ich an dem Tag nach Hause. Meine Schwester, die wegen Papa auch Konditorin geworden war, um ihn zu unterstützen, empfing mich triumphierend mit den Worten: „Du bist jetzt eine richtige Frau.“

„Doris, bitte behalt das für dich“, flehte ich. Aber es war zu spät, sie hatte bereits jedem in der Familie erzählt, dass ich meine Periode bekommen hatte. Das blutige Laken von letzter Nacht hatte ich vor meiner Mutter versteckt. Es war mir so peinlich und ich wollte bestimmt nicht, dass jeder davon wusste, schon gar nicht mein Vater. Beleidigt und beschämt schloss ich mich im Badezimmer ein und betrachtete meinen Körper. Hatte ich Star-Potential? Mein Gesicht war zwar ganz hübsch, aber reichte das? Ich fand mich viel zu klein. Sind Stars nicht immer sehr groß? Und kurvig. Meine Kurven waren noch nicht zu erkennen. Am schlechtesten aber bewertete ich mein inneres Potential. Wenn ich das überhaupt so nennen konnte. Ich war doch viel zu dumm, um berühmt zu werden und die Menschen in meinen Bann zu ziehen. „Ja, dumm bist du“, sagte ich zu meinem eigenen Spiegelbild. Nein, so wirst du kein Schauspielstar, dachte ich und überlegte, wie ich meine missliche Lage irgendwie verbessern konnte und öffnete den Avon-Koffer meiner Schwester Doris. Darin hatte sie ihre Lippenstifte, Lidschatten, Mascara und Puderdosen gelagert. Wie eine Miniatur-Kosmetikabteilung eines Kaufhauses. Sie war Kosmetikvertreterin einer großen Firma und ich machte mich über ihren Schatzkoffer her. Sofort begann ich, so wie ich es mir von ihr abgeschaut hatte, mir das Gesicht anzumalen. Nach ein paar Minuten, ich gefiel mir gerade etwas besser, riss meine Mutter die Tür auf und ihre Augen wurden größer und größer: „Um Gottes Willen, mach dich sofort wieder sauber, so lass ich dich nicht auf die Straße, du siehst ja aus wie eine … Naja. Hier sind Binden, die brauchst du ja ab jetzt einmal im Monat. Übrigens darfst du nicht baden, wenn du blutest.“ Dann drehte sie sich schwungvoll um und ich stand wieder allein im Bad. Ich gefiel mir besser mit Schminke. Beim nächsten Mal würde ich es allerdings etwas schlauer anstellen. Ganz früh morgens, wenn ich allein mit meinem Papa beim Frühstückstisch saß und meine Mutter noch schlief, schminkte ich mich für die Schule und konnte so in eine neue Rolle zu schlüpfen. Papa hatte nichts dagegen.

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