Josefin Rosenkranz - Groupie, Boss & Angel

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In diesem Buch will ich meine Geschichte erzählen und Mut machen. Mut, die vermeintlichen Fehler als Chancen und Türöffner zu sehen. Mut, sich ins Unbekannte zu stürzen, Mut, alles auf eine Karte zu setzen. Mut, nicht aufzugeben und es einfach zu probieren.
Während meiner Reise habe ich mir in Südamerika die Seele aus dem Leib gekotzt, am Sinn des Lebens gezweifelt, mir in Spanien die Füße blutig gelaufen, als Ausdruck meiner trauernden Seele meine blonden Haare schwarz gefärbt und auf Ibiza die freie Liebe gelebt. Wenn es mal nicht so witzig war, habe ich auf meine innere Stimme, meinen Kompass gehört.
Wir müssen uns nur auf diese innere Führung einlassen, ihr zuhören und vertrauen. Denn meistens versteht man das Leben erst rückwärts – nämlich erst im Nachhinein. Als würde man einen Film von Ende bis Anfang schauen. So geht es mir ein bisschen, wenn ich die letzten sechs Jahrzehnte Revue passieren lasse. In den Situationen selbst habe ich meistens gar nichts verstanden und die Umstände oft verflucht. Zum Gluck war Aufgeben jedoch nie eine Option, denn dafür waren auch die vermeintlichen Niederlagen viel zu lustig.

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Die Augen schwarz umrandet, die Haare leicht toupiert und die Lippen kirschrot saß ich mit ihm beim Frühstück. Ich erzählte meinem Vater, dass wir in der Schule gefragt wurden, was wir werden wollen und mir sei nichts eingefallen. Ich traute mich nicht, ihm die Wahrheit zu sagen – nämlich, dass ich Schauspielerin werden wollte. Berühmte Schauspielerin. Er überlegte und meinte, dass ich doch Hotelfachfrau werden könne. Dazu müsste ich aber nach München, denn dort gäbe es eine Hotelfachschule. Nach München? Wow! – Ja, das war’s! Außerdem - Stars wohnen in Hotels, überlegte ich. Vielleicht kam ich meiner Vision dadurch ja ein Stückchen näher.

Geschminkt und mit viel Haarspray im Haar ging ich in die Schule. Den Jungs in meiner Klasse gefiel es und damit mochte ich mich gleich noch mehr. Nach dem Unterricht traf ich meinen Freund, den alle „Schubi“ nannten. Er war DJ im „Aquarium“, einer Disco in Nördlingen, und fuhr eine rote Vespa Piaggio. Schubi trug die blonden Haare lang wie alle um ihn herum. Er verstand was von Musik und Haschisch. Und damit war er für mich der aufregendste Junge weit und breit. Er lud mich zusammen mit drei Freunden auf einen Joint ein. Es war mein erstes Mal. „Tief inhalieren und dann ganz lange die Luft anhalten“, instruierte Schubi mich. „Und wenn dir schlecht wird, musst du kaltes Wasser über deine Schläfen und Handgelenke laufen lassen“, warnte er noch. Beim ersten Mal passierte nichts, ich musste husten. Der Klassiker. Nach einigen Anläufen spürte ich schließlich, wie sich langsam ein wohlig warmes Gefühl in meinem Inneren ausbreitete und ich mich ganz leicht fühlte. Alles lief so langsam ab, aber sehr friedlich dabei. Es gab keine Anweisungen, keine Regeln, die es zu beachten gab. Alles, was es gab, war das Hier und Jetzt.

Schubi und ich wurden ein Paar. Ich war 16 und natürlich noch Jungfrau, deswegen war ich froh, dass er irgendwann die Initiative ergriff: „Beim ersten Mal wird es ein bisschen weh tun, du darfst dich nicht verkrampfen. In Ordnung?“ Es war weniger schlimm, als ich befürchtet hatte. Doch als wir gerade dabei waren einzuschlafen, erschrak ich. Schubi säuselte „ich liebe dich“ in mein Ohr und dass er sich eine Zukunft mit Haus und Kindern mit mir vorstellen könne. Ich weiß, viele hätten sich an meiner Stelle genau das gewünscht oder nicht einmal zu erträumen gewagt, aber in mir haben diese Sätze in der Nacht Angst ausgelöst. Große Angst. Ich wollte nach München auf die Hotelfachschule und von dort irgendwann die ganze Welt sehen und erleben. Ich wollte doch Menschen kennenlernen und vor allem herausfinden, wer ich bin und warum ich hier auf dieser Erde bin. Ich musste doch finden, was noch alles in mir steckt und ich wollte Schauspielerin werden. Vielleicht gab es ja doch irgendwie eine Möglichkeit. Hier in der Provinz würde ich so eine Möglichkeit sicher nicht finden.

Ich wusste schon als Kind, dass es eine meiner Aufgaben sein würde, aus der Provinz rauszukommen. Nicht, weil ich mich als besser, gebildeter oder in irgendeiner Weise befähigter fühlte als die 800 Bewohner von Utzmemmingen, sondern weil ich das Gefühl hatte, mich zeigen zu müssen. So wie ich bin, auf einer Bühne, vor Publikum. Mir im Wege standen aber oft meine Ängste. Auch meine Angst vor Konflikt, Streit, Ablehnung. Deswegen habe ich mich gerade in Bezug auf Männer, aber auch auf dominante Frauen immer gefügt und unterlegen gezeigt. Obwohl ich das gar nicht war, aber ich hatte einfach Angst vor dem Verlust des anderen. Mein Spitzname war daher lange Zeit „Hase“. Harmlos wie ein Hase. Stellt kaum Ansprüche, macht keine Szenen, bezahlt brav die Rechnungen. Naja, ganz so war es nicht immer. Ich konnte ganz schön ausflippen, wenn meine wunden Punkte getriggert wurden. Lange Zeit schluckte ich alles herunter, ertrug Erniedrigungen und Ungerechtigkeit und dann plötzlich, paff, wie eine als Häschen verkleidete Frau, die aus einer Torte hüpft, konnte ich aus der Haut fahren – und mich dann praktisch nicht mehr einkriegen. Diese Momente des Kontrollverlustes spiegelten sich dann auch in meinen Handlungen wieder. Plötzlich betrog ich den Mann, den ich liebte, um ihn zu verletzen, und fügte mir dabei noch viel größeren Schaden zu. Auf einmal verließ ich Wohnungen, Orte, um die Zurückgebliebenen damit vor den Kopf zu stoßen, und rannte dann selbst gegen eine Wand.

Mit Anfang 20 las ich das Buch „Die Einweihung“ von Elisabeth Haich. Darin erzählt sie von vorherigen Leben. Das faszinierte mich. Sollte es etwa mehr als dieses eine Leben geben? Hatte ich schon mehrfach gelebt? Welche Personen habe ich in meinen vorherigen Leben verkörpert? Vielleicht war es zu dieser Zeit, als ich bewusst begann, mich meiner Lebensangst zu stellen und herauszufinden, was meine Aufgabe in diesem Leben ist. Und welche Rolle meine vorherigen Leben spielen.

Alles, was ich gelernt habe, habe ich immer durchs Machen gelernt. Theoretisch hätte ich einiges vorher wissen können, aber ich musste es immer auch praktisch ausprobieren. Auch wenn ich damit blaue Flecken und tiefen Herzschmerz in Kauf nehmen musste.

Das Herz schmerzte mir eigentlich immer. Ständig saß ich in meiner ersten Münchner WG auf dem Holzstuhl neben dem grünen Wählscheibentelefon und wartete. Die Lehne des Stuhls war so kerzengerade, dass es nur zwei Sitzpositionen gab: aufrecht wie in einem rechten Winkel oder vornüber gebeugt, den Kopf herunterhängend. So saß ich da und wartete, dass Thomas, Rainer, Bernd oder Christian, oder wer auch immer es war, zurückrief. Ich fand einfach die Balance nicht, verstand nicht, was ich falsch machte. Was falsch an mir war. So weinte ich meine Kissenbezüge nass und streifte nachts durch die Bars – immer auf der Suche.

Kapitel 2: Im Namen des Zeus

Zeus, meine große Liebe, Leidenschaft und Leidenserfahrung, lernte ich kennen, kurz nachdem mich die Polizei mit einem Joint in einer Münchner Disco erwischt hatte. Ich war 16 und die Kneipe „Münze 7“ mein Abenteuerspielplatz. Im Erdgeschoss eine Disco mit alten Autositzen als Deko, im 1. Stock standen Spielautomaten, im 2. Stock liefen auf mehreren Fernsehern unterschiedliche Videos und im 3. Stock war die Tee-Stube. Hier saß man herum, las Comics, trank Tee und, na klar, kiffte. Der Joint war immer dabei. Ich war schon ziemlich high, als ich noch mal an einem Joint zog, der gerade rumgereicht wurde. Plötzlich stürmten schwer uniformierte Polizisten die Treppen hoch und brüllten laut durcheinander. Ein Typ neben mir sagte: „Shit, das ist ‘ne Razzia!“ Mein Kopf war so langsam, dass ich die Szene um mich herum gar nicht begriff. Eben war doch noch alles so friedlich – und in meinem Kopf war es das doch immer noch. Während ich dem Treiben um mich herum noch glasig zuschaute, stand plötzlich ein Polizist vor mir und rief mir zu: „Ausweiskontrolle!“ – „Den hab ich nicht dabei“, sagte ich wahrheitsgemäß. „Und wie alt bist du?“, fragte er weiter. Ich war nie wirklich gut im Lügen und so sagte ich die Wahrheit: „16.“ Das war das Stichwort. Ich wurde mit einigen anderen in einen Bus verfrachtet und auf die nächste Polizeiwache gefahren. Meine Freundin Uschi, bei der ich damals in München wohnte, hatte Glück. Sie war schon 18. Sie wurde nicht mitgenommen. Im Bus kam ich mir ziemlich cool vor. „Ist doch lässig, so ‚Bonny und Clyde’-mäßig auf die Wache gefahren zu werden“, dachte ich mir in meinem verkifften Kopf. Doch kaum auf dem Revier angekommen, löste sich der Nebel, der meine Gedanken eingenommen hatte, schlagartig auf. „Meine Eltern flippen aus, wenn sie davon erfahren!“ Ihr kleines Mädchen aus Utzmemmingen bei Bopfingen am Ipf in der Nähe von Pflaumenloch. Ja, so hieß das kleine Städtchen, in dem ich meine ersten 16 Jahre verbracht habe.

Da stand ich also zwischen lauter Partygästen auf dem Polizeirevier und fühlte mich wie ein kleines Mädchen aus der Provinz. „Bitte rufen Sie meine Eltern nicht an, die trifft der Schlag! Ich verspreche, dass ich ab jetzt immer ab 22 Uhr die Disco verlasse und mich nirgendwo herumtreibe. Versprochen!“ Der Polizist war fast drei Köpfe größer als ich und sah mich aus dunkelblauen Augen an. „Hm! Na gut. Ausnahmsweise drücken wir ein Auge zu. Aber morgen rufen wir deine Eltern an und erzählen ihnen, wo du dich herumgetrieben hast. Und wehe, wir erwischen dich hier noch mal. Noch mal kommst du nicht so einfach davon, du hast da doch mit gehascht?“, fragte er streng. „Ich? Nein, ich weiß doch gar nicht, was das ist!“, log ich dieses Mal recht gekonnt. Dreißig Minuten später ging es im Streifenwagen zur Wohnung von Uschi. Zum Glück.

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