David Goliath - Hautmalerei

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Der Teufel wird zum Racheengel, denn das personifizierte Böse übernimmt Selbstjustiz – Nazis sterben. Die Mordkommission Frankfurt sieht sich einem mutmaßlich hünenhaften Tätowierer gegenüber, der seine Opfer genüsslich stigmatisiert. Unterm Radar moderner Ermittlungsarbeit bewegt sich das Phantom im toten Winkel von Kameras, Funkmasten und Bürgern.

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»Warum versteifen wir uns auf Brücken?«, gab Kurz weitsichtig zu bedenken, »Was ist mit Kränen, Uferpromenaden oder Gebäuden?«

Alle schauten zu Nathan, außer dem Strömungssimulator.

Der Kommissar räusperte sich auffälliger als gewünscht. »Wir haben eine ungefähre Fallhöhe und können öffentlichkeitswirksame Bauten wie Kräne ausschließen. Da wären sicherlich Meldungen reingekommen. Und irgendwo müssen wir schließlich anfangen. Wie man sieht, haben wir eine gute Fährte«, hielt er die Mappe mit den Brückenbildern hoch.

»Also sechs Brücken«, repetierte Wáng, als wäre er selbst Ermittler.

»Schon gut!«, motzte Klein ihn an, »Das haben wir verstanden.«

Der Fachmann rollte zurück an seinen Arbeitsplatz und schaltete sich durch diverse Kameraaufnahmen vom Nahbereich des Flusses.

»Warum betreiben wir so einen Aufwand für einen Suizid?«, hakte Kurz nach, »Und das, obwohl Schmidt noch nicht Bescheid weiß!«

»Mein nächster Halt«, erinnerte Nathan. Er konnte die hungrige Meute nicht länger von der Beute fernhalten. »Ihr sucht weiter nach Auffälligkeiten«, instruierte er die Computerspezialisten, »Und ihr«, reckte er sein Kinn zu Kurz und Klein, »schaut euch die sechs Brücken an.« Er ging zur Karte, von West nach Ost: »Holbeinsteg, Untermainbrücke, Eiserner Steg, Alte Brücke, Deutschherrnbrücke, Osthafenbrücke.«

Kurz trat neben ihn und studierte den Plan. »Was ist mit der Honsellbrücke, hier neben der Osthafenbrücke, Richtung Riedgraben?« Eine Überquerung zur künstlichen Halbinsel des Osthafens, wonach sich die Bucht des Riedgrabens anschließt.

Nathan gab ihm Recht. »Da hätten wir beinahe eine übersehen.«

»Also sieben Brücken«, blaffte Klein den Spezialisten an, dem man ansah, dass er die Schultern einzog und sich auf seine Arbeit konzentrierte, oder versuchte, sich darin zu verstecken.

»Und was ist mit der Schleuse am Osthafen?« Der Hornbrille entging nichts.

Hektisches Tastaturgeklimper und Mausgeklicke kam von der Seite. Dann spulten sich Kamerabilder ab. Wáng wollte seinen Fauxpas gutmachen. »Wurde nichts aufgezeichnet«, erläuterte er nach einer schnellen Analyse. Gut, dass die neuralgischen Punkte der Stadt vom staatlichen Auge erfasst werden beziehungsweise unbürokratisch von privaten Firmenservern geladen werden können.

»Sieben Brücken«, fasste Kurz zusammen. »Und was sollen wir dort finden?«

Muss ich euch erklären, wie ihr eure Arbeit machen sollt? , wollte er ihm an den Kopf werfen, aber Nathan beherrschte sich. »Fragt euch durch. Vielleicht hat irgendjemand was gesehen. Ein Rollstuhl mit Eimer ist doch sehr auffällig. Fangt bei der Alten Brücke an.«

»Leitest du die Ermittlungen?«, grätschte Klein hinterlistig dazwischen.

Nathan musste sich erst noch die Zustimmung von Schmidt holen, ehe er die beiden Orgelpfeifen weitergehend einbinden konnte. Außerdem ärgerte ihn die Anspielung auf die übliche Hierarchie zwischen ihm und Jasmin, denn sie führte eigentlich ihr Team an.

»Ich bin Xanders verlängerter Arm«, hörte er sich sagen. Er hätte sich am liebsten gegen die Stirn geschlagen.

»Wohl eher Schoßhündchen«, lachte Klein, Kurz stimmte ein.

Nathan zog von dannen, zog sich zurück wie ein begossener Pudel.

Auf dem Weg zum Chef schickte er Jasmin ein Foto von dem Abzug vom Rollstuhlunbekannten auf der Alten Brücke. Dazu schrieb er: Roter Mainsandstein! Als Mainhatten-Urgestein wusste er, dass die Alte Brücke aus Rotem Mainsandstein gefertigt worden war – immerhin nutzte er sie öfter, um von der Kneipenmeile im sachsenhäuser Brückenviertel zur Straßenbahn zu torkeln, die ihn zum Willy-Brandt-Platz brachte, wo er mit der U-Bahn zur Adickesallee fuhr. Verknautscht stieg er immer aus, torkelte am Polizeipräsidium vorbei und suchte seine Wohnung im umliegenden Viertel. Er hatte sich den nahesten Wohnort für den Job ausgesucht, bezahlbar und einigermaßen in Schuss. Sein Fokus auf die Arbeit lenkte ihn von der lauten Nachbarschaft und der klopfenden Heizung ab. Dafür war er immer erreichbar und binnen weniger Minuten in der Dienststelle. Seinen zivilen Dienstwagen ließ er gleich in der Tiefgarage unterm Raumschiff stehen. Die Kosten für einen Parkplatz in gefragter Lage konnte er sich damit sparen.

Jasmin dürfte den Wink mit dem Baumaterial nicht verstehen, der sich auf den Obduktionsbericht bezog, wo eine Bauchwunde Roten Mainsandstein aufgenommen hatte, aber dafür wollte er sie ködern, sie an der kurzen Leine halten. Geheimniskrämerische Alleingänge, wie sie es manchmal pflegte und gerade wieder abhielt, den alten Bekannten aufsuchend, sollten gekontert werden.

Bevor er beim Chef antanzte, machte er einen Abstecher zu seinem Büro, das er sich mit Jasmin teilte, und dem PC, der Rücken an Rücken mit ihrem Arbeitsplatz korrespondierte. Die Datenbank, die er mit der Nummer aus dem rechtsmedizinischen Gutachten fütterte, spuckte ihm die erwartete Akte aus: Richard Wagner. Neben kleineren Delikten aus der Jugend fand Nathan einen Verweis vom Staatsschutz: bekannter Nationalsozialist; Kameradschaft Schwarze Rose Offenbach - unauffällig. Dazu standen ein paar Zeiträume, die Observationen belegten, die wiederum erfolglos beendet wurden. Viel entscheidender, weil hervorgehoben, war der Link zu einer anderen Person, dessen Stammblatt Nathan wegen einer erforderlichen Sicherheitsfreigabe nicht öffnen konnte: Rudolf Wolf. Nathan kombinierte, dass Name und Gesinnung nicht weit auseinander lagen. Er machte sich eine kleine Notiz in seinem handlichen Büchlein. Kurioserweise genau neben der Frage, wer der alte Bekannte sei, den Jasmin soeben aufsuchte. Eine Verbindung wollte sich auftun, doch Nathan verwarf den Gedanken, dass Rudolf Wolf der alte Bekannte sein könnte, vorerst.

Wenig später klopfte er an Schmidts Tür, nachdem er an dessen Sekretärin vorbeigehuscht war. Die gute Frau könnte seine Oma sein. Er redete sich ein, dass sein Schleichen immer noch so leichtfüßig von statten ging wie in Kindheitstagen, aber sie sah ihn aus den Augenwinkeln, sagte allerdings nichts, außer ihr Chef war wirklich beschäftigt. Spätestens das Klopfen hätte sie wahrnehmen müssen. Franz-Jürgen Schmidt, Kriminalrat, Leiter Mordkommission , stand auf einem Messingschild an der Tür.

»Herein!«, rief es von drinnen, freundlich, aber bestimmt.

Nathan trat ein, schloss die Tür und setzte sich auf den Besucherstuhl. »Ich will dich auf den neuesten Stand bringen«, begann er, nicht ohne einen Anflug von Nervosität. Er musste jetzt genau aufpassen, was und wie er es formulierte.

»Der Brückenspringer?«

Schmidt war mehrfacher, stolzer Opa. Fotos von seinen Kindern und Enkeln thronten auf dem Schreibtisch, der aufgeräumt und übersichtlich zum Arbeiten einlud. Der Kriminalrat hatte unzählige Jahre Erfahrung auf dem Buckel, ein ruhiges Gemüt und war nur noch einen Katzensprung von der Pensionierung entfernt. Trotzdem forderte er von seinen Leuten unentwegt Einsatz und Siegeswille, auch wenn die Aufklärungsquoten entmutigten.

Nathan nickte. »So wie es aussieht, könnte er nicht gesprungen sein, sondern wurde hinuntergeworfen.« Er wusste, dass sich Schmidt auf die Erzählungen seiner Mitarbeiter verließ. Gutachten anderer Dienststellen überließ er den zuständigen Ermittlern.

Schmidt brummte nachdenklich. Seine grauen Zellen ratterten unter den lichten Stellen der weißbeflaumten Platte. »Verstehe.« Er blickte zur Tür und wieder zu seinem Kommissar. »Wo ist Jasmin?«

»Das ist die Krux«, stammelte Nathan. »Der Tote ist ihr Ehemann.«

Die Polizisten stierten sich an. Jeder hing seinen Überlegungen nach. Der eine reflektierte; der andere spekulierte.

»Verflucht!«, stöhnte Schmidt nach einer Weile. Man sah ihm an, dass er die Nebenschauplätze im Auge hatte: Direktionsleitung, Pressestelle, Zeugenschutz. »Ich dachte, sie sei geschieden. Die Namensänderung.« Es hätte nichts an der Tatsache geändert, dass ein geliebter Mensch mutmaßlich ermordet wurde. Schmidt zeigte sich nur überrascht von den Geheimnissen, die eine seiner engsten Mitarbeiterin vor ihm verbarg. Die Plauderstündchen beim gemeinsamen Kaffee fassten wohl beide anders auf. Sie kam verkleidet; er öffnete sein Nähkästchen.

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