Thomas Hoffmann - Schatten der Anderwelt

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Aila sah Norbert warnend an: «Dort liegt der Abstieg in die Hölle. Das ist dein Weg, Norbert!»
Norbert holte Luft.
"Ja. Ich hab es Lonnie versprochen."
Kehr um! schrie eine Stimme im hintersten Winkel seines Bewusstseins. Aber er wollte nicht hinhören…
"Du bist einer von den Seelenwunden, die von ihren Schatten verfolgt werden," sagt ihm die Wirtshausdirne Sandra.
Unter dem Fluch des Gornwalds geboren, kann Norbert sich der Schatten, die ihn verfolgen, um ihn zu ermorden, nur erwehren, wenn er lernt, mit einem der verschollenen heiligen Schwerter der Frühzeit umzugehen. Doch die Mächte, denen diese Schwerter gehorchen, sind um vieles boshafter, als die Dämonen des Gornwalds. Kann Norbert lernen, sie zu beherrschen oder geht er in seinen sicheren Tod?
Das Wolfsmädchen Lonnie hilft ihm, kämpft an seiner Seite. Aber er weiß, dass sie eine Banshee ist, eine Todesfee, die ihn für immer hinabziehen will…
"Sie spricht mit dir? Und du mit ihr? Über die Grenze hinweg?"
"Ja."
"Du weißt, dass du in Lebensgefahr schwebst?"
"Ja."
IAilas Stimme klang, als verstärkte der Wind sie noch: «Ist dir klar, was du dir da vorgenommen hast?»
Norbert senkte den Kopf. Er konnte ihrem Blick nicht standhalten.
"Ich glaub schon," murmelte er.
Dann riss er sich zusammen und schaute sie an.
"Ja. Ich glaube, es ist mein Weg."

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***

Die Schänke Zum schwarzen Raben, ein Jahrhunderte alter, zweistöckiger Fachwerkbau mit kleinen Fenstern, lag zwischen sich schief aneinanderdrängenden Holzhäusern in einer Mauergasse des Armenviertels hinter dem Burgfelsen. In dem von wenigen Kienspänen spärlich erhellten Schankraum, unter dessen niedriger Balkendecke der Rauch der Feuerstelle sich sammelte, hatte sich bei Einbruch der Nacht ein halbes Dutzend Reisender eingefunden, die sich zufällig in Altenweil aufhielten, als in der vergangenen Nacht die Feuersbrunst ausbrach. Die Frauen und Männer hatten rußgeschwärzte Gesichter. Reisekleider und Ledermonturen rochen nach Rauch. Die letzte Nacht und den Tag über hatten sie gemeinsam mit Kriegsknechten und Städtern das Feuer bekämpft, über die Brandschneisen herüberspringende Brände gelöscht, Verletzte, Verbrannte und vom Rauch Vergiftete geheilt, Verzweifelten Mut zugesprochen und Plünderer aus den Hinterhöfen bei den Brandschneisen verjagt. Aber was sie auch taten, es war nur ein Tropfen auf den heißen Stein vor dem Ausmaß der Katastrophe.

Jetzt saßen sie schweigend um einen Tisch beim offenen Fenster, wo es weniger rauchig war und schlürften Fleischsuppe, zu müde, um darüber zu sprechen, was sie erlebt hatten. Eine sehr schlanke, in weiches Leder gekleidete Frau, der das blonde Haar in schmutzigen Strähnen um den Kopf hing, hatte ihren Stuhl abgerückt. Auf der Reiseharfe auf ihrem Schoß spielte sie leise, melancholische Töne und sang dazu mit gedämpfter Stimme in fremder Sprache. Wie Tränen über ein verlorenes Glück perlten die Harfenklänge herab.

Das Klacken der Holzschuhe der Küchenmagd Sarah, einer hochaufgeschossenen Sechzehnjährigen mit trotzigem, selbstsicherem Gesichtsausdruck, hob sich misstönend von den sanften Harfentönen ab, als Sarah Bier und Brot an den Tisch brachte. Ein breitschultriger Mann mit einer Augenklappe und riesigen Fäusten nickte ihr schweigend mit auf die Tischplatte gestützten Armen zu. Dass dieser Mann der Wirt des Schwarzen Raben war, hätte niemand erraten, der das nicht wusste. Sarah warf sich das braune, zum Pferdeschwanz zusammengebundene Haar in den Nacken und verschwand klackend im Flur zur Küche.

Ein Nachtfalter verirrte sich durch das offene Fenster in den Schankraum und verbrannte in der Flamme des Kienspans auf dem Tisch. Es war wie ein Zeichen des Grauens, welches der Markgrafenstadt widerfahren war.

Nur Gordon, der Wirt, schaute auf, als die Eingangstür geöffnet wurde.

Erst, als jemand erstaunt rief: „Das ist er!“ blickten alle auf den Jungen mit dem verrußten Gesicht in der Ledermontur voller alter, dunkler Blutflecken. Die Harfenmusik verstummte.

Norbert sah die Frauen und Männer am Tisch. Sie schauten ihm entgegen. Er bemerkte den festen, ruhigen Blick aus Gordons gesundem Auge. Er roch den Essensgeruch, sah die Bierkrüge auf dem Tisch und sah die Abenteurer auseinanderrücken, um ihm einen Stuhl an den Tisch zu stellen. Erst in diesem Moment spürte er die abgrundtiefe Mattigkeit seines Körpers. Jeder einzelne seiner Muskeln schmerzte. Der Schädel hämmerte ihm von den Nachwirkungen der Magie, die er im Kampf in der Brandzone freigesetzt hatte. Er machte ein paar Schritte in den Raum hinein. Der Schankraum begann, sich um ihn zu drehen. Ihm wurde schwarz vor Augen.

***

Gluthitze. Ein brüllender Feuersturm blauer Flammen jagte Norbert aus den verbrannten Turmmauerresten entgegen. Mit aller Macht stemmte er sich gegen den Sog in den Abgrund der Anderwelt. Das bleckende Gebiss mit den dolchartigen Zähnen. Es zuckte vor Norberts hell aufstrahlender Schwertklinge zurück. Hohles Kreischen drang aus dem geifernden Rachen...

Norbert riss die Augen auf. Er fand sich in einem mit Decken ausgeschlagenen Lehnstuhl am offenen Fenster des Schankraums wieder. Das ernste Gesicht der Bardin beugte sich über ihm. Ihre schmale Hand hielt ihm ein Tonfläschchen entgegen.

„Nimm noch einen Schluck. Dein Körper kann es gebrauchen.“

Gehorsam trank er den Schluck Heilwasser. Die dumpfen Schmerzen im Bauchraum nahmen ab. Milde Wärme breitete sich vom Magen her in Norberts Körper aus. Kopfweh und Übelkeit verschwanden. Erleichtert atmete er auf. Er hatte befürchtet, die inneren Verletzungen wären wieder aufgebrochen, die er vor drei Tagen im Kampf mit dem untoten Wächterschädel während der Flucht aus dem Haus des Schwarzhexers erlitten hatte. Noch immer konnte er kaum begreifen, dass es ihm gelungen war, aus jener Hölle zu entkommen.

Er blickte in die rußverschmierten Gesichter rings umher.

„Was ist geschehen?“

„Das würden wir gerne von dir wissen, Junge,“ antwortete ein heiserer Alter.

Seine Jacke war voller Brandflecken, seine Augenbrauen und sein weißes Haar waren versengt.

„Wie hast du das gemacht, das dämonische Feuer zu bannen? Ich hätte es nicht gekonnt, mit all meinen Jahren. Keiner von uns hier hätte das gekonnt. Nicht einmal Helena.“

Er warf einer blassen Frau in schwarzer Ledermontur einen Blick zu. Sie nickte langsam. Schweigend schaute sie Norbert an. Ihre hellgrünen Augen schienen mehr zu sehen als den umgebenden Schankraum und die hier Anwesenden. Norbert setzte sich auf. Er wusste keine Antwort auf die Frage des Alten.

Die Banshee im Zentrum des blauen Feuersturms. Klauennägel lang wie Dolche krallten nach Norbert. Überall um ihn her Todesschreie. Der Himmel wurde schwarz. Vor einem blau glühenden Horizont umgaben ihn die Trümmer der vor sechshundert Jahren geschleiften Stadt. Geisterschreie Gefolterter und vergewaltigter Mädchen und Frauen. In den Ruinen röchelten Sterbende. Norberts Bannzauber versagten...

„Es war eine Todesfee,“ murmelte Norbert. „Eine von der ganz bösen Sorte.“

Nach und nach begann ihm klar zu werden, was geschehen sein musste. Tränen schossen ihm in die Augen.

„Ich bin zu spät gekommen!“

Er konnte es nur flüstern. Die Stimme versagte ihm.

Der Alte schüttelte unwirsch den Kopf: „Für ein paar tausend Altenweiler bist du gerade rechtzeitig gekommen, Junge. Du hast die Stadt gerettet.“

Norbert wusste, dass es nicht so war. Er brauchte eine Weile, bis er wieder sprechen konnte.

„Es... es hätte überhaupt nicht passieren müssen. Dreyfuß hatte gesagt, die Zeit um die Frühlingsfeier wäre günstig für Anderweltfahrten. Er befahl mir, rechtzeitig zurück zu sein. Wenn ich da gewesen wäre...“

Mit entschiedener Stimme erwiderte Gordon: „Nein, Norbert! Glaube nicht, du könntest Schicksal spielen. Wir sind bloß Wanderer in dieser Welt. Ihren Fortgang zu bestimmen, ist niemandem von uns gegeben!“

Im Schweigen im Raum auf Norberts Worte klang die Stimme des Wirts seltsam laut. Jemand hielt Norbert einen Bierhumpen entgegen. Norbert trank gierig und musste laut aufstoßen. Gedankenverloren wischte er sich Bierschaum vom Kinn. Das Bier stieg ihm schnell in den Kopf. Vielleicht hatte Gordon recht. Aber sie konnten nicht wissen, was er wusste...

„Wenn jemand schuld ist an der Katastrophe,“ knurrte der Alte, „dann Anton Dreyfuß. Er hätte um die Folgen seiner wahnsinnigen Experimente wissen müssen. Aber wenn man seinem Verwalter glauben will, hatte er schon lange den Verstand verloren. In den letzten Tagen soll er völlig wahnsinnig geworden sein.“

Norbert blickte überrascht auf.

„Du hast mit Telluk gesprochen?“

„Er war hier,“ hauchte die Hellgrünäugige. „Er hatte sich hier für eine Nacht ein Zimmer gemietet, bevor er vorgestern abgereist ist. Er sagte, er wolle nach Karrakadar, zu seinem Volk. Die Kiepe voller Bücher, die er aus dem Turm mitgenommen hat – ich glaube nicht, dass Anton Dreyfuß ihm diese Bücher geschenkt oder verkauft hat. Telluk sagte voraus, dass es ein Unglück geben würde.“

Sie sah Norbert mit ihrem seltsamen Blick in die Augen.

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