Eberhard Weidner - DER WIDERSACHER

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Nach der Ermordung ihres Kollegen, des Mordermittlers Anton Krieger, wird Kriminalhauptkommissarin Anja Spangenberg von der Vermisstenstelle der Kripo München vom Dienst suspendiert und widmet sich der Renovierung ihres Hauses.
Doch ihr Widersacher gönnt ihr keine Ruhepause. Innerhalb weniger Stunden werden drei Menschen ermordet, allem Anschein nach von drei Serienkillern. Allerdings wird bei jedem Leichnam eine Visitenkarte von Anja Spangenberg gefunden. Damit ist nicht nur ihr, sondern auch den Kollegen von der Mordkommission klar, dass Anjas Widersacher dahinterstecken muss, dessen Identität noch immer nicht bekannt ist.
Die drei Morde sind jedoch nur der Auftakt einer Serie, denn der Widersacher und seine Handlanger haben es vor allem auf Anjas unmittelbares Umfeld und letzten Endes auf sie selbst abgesehen.
Als dann nach und nach ihre nächsten Angehörigen spurlos verschwinden, weiß Anja, dass der Widersacher dieses Mal alle Register zieht und aufs Ganze geht …

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»Natürlich bekommen Sie den gewünschten Tisch«, sagte Wimmer daraufhin zu dem dicken Mann vor ihm, obwohl ihm ganz andere Worte auf der Zunge lagen, die er allerdings wie immer für sich behielt und hinunterschluckte. Denn der Gast war bei ihnen nun einmal König und bekam in der Regel auch, was er verlangte.

Der dicke Mann lächelte selbstzufrieden. »Na also. Warum nicht gleich so?« Dann wandte er sich ohne ein weiteres Wort ab und marschierte zu dem Fenstertisch.

Wimmer atmete erleichtert auf, dass er den Kerl vorerst los und der Weg endlich frei war. Er setzte sich unverzüglich in Bewegung, um die Getränke auf seinem Tablett zu verteilen, bevor die Gäste ungeduldig wurden. Dann nahm er an einem der anderen Tische gleich noch die Essensbestellung auf und meldete diese an die Küche weiter. Während er anstelle des Tisches, den der dicke Mann verlangt hatte, einen anderen freien Tisch mit einem Reserviert-Schild versah, vermied er es bewusst, in dessen Richtung zu blicken. Allerdings glaubte er immer wieder, die stechenden Blicke des Mannes zu spüren, als wären sie Dolche, die sich in seinen Rücken bohrten. Außerdem war er sich natürlich darüber bewusst, dass er sich früher oder später um den unangenehmen Gast kümmern musste. Er hätte ihn zwar liebend gern an den Tisch eines Kollegen gesetzt, wenn er die Wahl gehabt hätte, doch da der Kerl ausdrücklich den Fenstertisch verlangt hatte, war er weiterhin für ihn zuständig. Und da Unfreundlichkeit und Knauserigkeit seiner Erfahrung nach oftmals einträchtig Hand in Hand gingen, durfte er nicht einmal auf ein üppiges Trinkgeld hoffen, sofern es überhaupt eins gab.

»Hallo, Sie da, wollen Sie mich noch lange ignorieren? Ich habe Hunger und möchte jetzt endlich bestellen.«

Wimmer seufzte leise, als er jäh die unangenehme Stimme des dicken Mannes hörte, und schloss für einen Moment schicksalsergeben die Augen. Dann öffnete er sie wieder, richtete sich auf und wandte sich lächelnd um. Zahlreiche Augen waren auf ihn gerichtet, doch der Kellner ließ sich nicht anmerken, wie unangenehm ihm die Sache war. Allerdings richtete sich der Unmut der Gäste nicht etwa gegen ihn, sondern gegen den Mann mit dem Hund, der ihrer Meinung nach durchaus diskreter hätte vorgehen können.

»Das wurde aber auch Zeit«, sagte der dicke Mann mit der geröteten Knollennase, als Wimmer an seinen Tisch trat. Der Hund, der unter dem Tisch saß, knurrte daraufhin angriffslustig.

Wie das Herrchen, so der Hund , dachte Wimmer und machte sicherheitshalber einen Schritt nach hinten, damit das Tier nicht auf dumme Gedanken kam und ihn biss.

»Beruhige dich, mein Schätzchen«, sagte der Mann, beugte sich ächzend zur Seite, sodass Wimmer befürchtete, er könnte gleich von seinem Stuhl kippen und bei seinem Aufprall das Gebäude zum Einsturz bringen, und streichelte dem Yorkshire Terrier über den Kopf, worauf dieser augenblicklich verstummte. »Warten wir doch erst einmal ab, was der gute Mann uns serviert, bevor wir böse auf ihn werden. Wenn er seine Arbeit nicht gut genug erledigt, kannst du ihn von mir aus immer noch fressen.« Er richtete sich wieder auf, sah Wimmer an und lächelte verschlagen.

»Was darf ich Ihnen zu trinken bringen?«, fragte der Kellner, dem es von Minute zu Minute immer schwerer fiel, freundlich zu bleiben, obwohl er in all den Jahren noch nie aus der Haut gefahren war und stets seine Fassung bewahrt hatte.

»Als Allererstes bringen Sie einen Napf mit Wasser für meinen Hund«, sagte der Gast, hob die rechte Hand und stach mit dem ausgestreckten Zeigefinger mehrere Male in Wimmers Richtung, als wollte er seinen Worten auf diese Weise besonderen Nachdruck verleihen. »Aber auf keinen Fall ordinäres Leitungswasser, sondern nur stilles Mineralwasser.«

In seinen dreieinhalb Jahrzehnten als Kellner hatte Wimmer genug erlebt, um die Bestellung, ohne mit der Wimper zu zucken, zur Kenntnis zu nehmen und auf seinem Block zu notieren.

»Und kommen Sie bloß nicht auf den verrückten Gedanken, mir das Wasser in Rechnung stellen zu wollen. Erstens sollte das zum Service eines guten Hauses gegenüber Hundebesitzern gehören, und zweitens sind Sie es meinem kleinen Liebling schuldig nach allem, was Sie bisher angerichtet haben.«

Wimmer seufzte, allerdings nur in Gedanken, denn angesichts dessen, wie dieser Mann sich bislang verhalten hatte, hatte er insgeheim bereits mit einem derartig unverschämten Ansinnen gerechnet. Die Forderung des Kerls, das Mineralwasser für seinen Hund nicht bezahlen zu wollen, ließ er sicherheitshalber unkommentiert. »Und was darf ich Ihnen bringen?«, fragte er stattdessen.

»Ich nehme den Merlot Cabernet Sauvignon. Bringen Sie mir gleich die ganze Flasche.«

»Sehr wohl, der Herr.« Wimmer notierte es sich gewissenhaft, wandte sich rasch um und ging. Auf dem Weg zur Ausschanktheke nahm er noch zwei weitere Bestellungen entgegen.

»Gibt es Ärger mit dem Kerl?«, fragte der Wirt, nachdem der Kellner ihm die Getränkewünsche mitgeteilt hatte.

Wimmer schüttelte den Kopf. »Keinen Ärger. Nur ein höchst unangenehmer Zeitgenosse. Aber mit dem komme ich schon klar.«

»Daran habe ich keinen Zweifel«, sagte Sepp, der zehn Jahre jünger als Wimmer war und auf die langjährige Erfahrung seines Mitarbeiters im Umgang mit schwierigen Gästen vertraute. Dann wandte er sich ab, um die gewünschte Rotweinflasche zu holen und zu öffnen.

Wimmer ging indessen in die Küche, wo sie ein paar Hundenäpfe aufbewahrten. Da sie tatsächlich ein hundefreundliches Wirtshaus waren, hatten sie nichts dagegen, wenn Gäste ihre Zamperl mitbrachten, und waren darauf vorbereitet. Deshalb bekam der Yorkshire Terrier namens Hannibal natürlich auch sein Wasser. Allerdings würde er dem Köter mit Sicherheit kein teures Mineralwasser vorsetzen, wenn der Kerl nicht einmal bereit war, dafür zu bezahlen. Das Tier selbst würde sich auch mit ordinärem Leitungswasser zufriedengeben und den Unterschied vermutlich gar nicht bemerken.

Kurze Zeit später brachte er den mit Leitungswasser gefüllten Napf an den Tisch. Er stellte ihn daneben auf den Boden und schob ihn dann mit dem Fuß vorsichtig unter den Tisch, wo noch immer der Hund saß und sofort wieder zu knurren anfing. Trotz seiner geringen Größe klang das Knurren in Wimmers Ohren bedrohlich.

Der dicke Mann beobachtete alles argwöhnisch, sagte jedoch nichts, was der Kellner erfreut zur Kenntnis nahm.

Wimmer kehrte zur Ausschanktheke zurück, wo bereits das Tablett mit den Getränken für ihn bereitstand, darunter auch eine Flasche Merlot Cabernet Sauvignon und ein Rotweinglas. Er servierte die Getränke und hob sich den Rotwein bis zuletzt auf, da er bei der Gelegenheit auch gleich den Speisewunsch des Mannes entgegennehmen wollte.

Er stellte das Weinglas vor dem unangenehmen Gast ab. Anschließend nahm er die Flasche, schenkte zwei Fingerbreit Merlot in das Glas und wartete, dass der Kerl davon kostete.

Der Mann umfasste das Glas mit den dicken Wurstfingern seiner rechten Hand, hob es auf Augenhöhe und besah sich die rubinrote Flüssigkeit. Dann schwenkte er das Weinglas ein wenig und roch kurz daran. Schließlich nahm er laut schlürfend einen Schluck und bewegte den Wein mit geschlossenen Augen langsam im Mund.

Wimmer wartete geduldig, bis der Mann die Flüssigkeit endlich hinunterschluckte, was trotz des hohen Geräuschpegels in der Gaststube deutlich vernehmbar war.

»Ich habe schon viele deutlich bessere Merlots als diesen getrunken«, meldete sich der dicke Mann schließlich zu Wort. »Normalerweise würde ich darin nicht einmal meine Füße waschen.« Er seufzte tief. »Aber da ich nicht davon ausgehe, dass ich in der näheren Umgebung etwas Besseres vorgesetzt bekomme und langsam Hunger habe, muss ich mich heute Abend mit diesem minderwertigen Gesöff begnügen.« Er bedachte Wimmer mit einem empörten Blick, als wäre es dessen Schuld, und nickte dann zum Zeichen, dass der Kellner Wein nachschenken sollte.

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