Ilka-Maria Hohe-Dorst - Die Berlinerin

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Kurz nachdem Erik Durantes Alltag durch den Unfalltod seiner Mutter aus dem Gleichgewicht geraten ist, lernt er seine Kommilitonin Nadja kennen. Aus finanziellen Gründen muss er sein Studium abbrechen und wird arbeitslos, Nadja hingegen findet nach ihrem Abschluss eine gutbezahlte Stelle.
Mit der Zeit wächst Erik in die Rolle eines Hausmanns hinein, die ihn bald nicht mehr befriedigt. Als er in der Hanauer Innenstadt Besorgungen macht und anschließend in ein Restaurant geht, trifft er auf eine Frau, der er spontan Nadjas Kleid überlässt, das er aus der Reinigung geholt hat. Unklar über sein Motiv für diese Reaktion versucht er reumütig, das Kleid zurückzubekommen, nachdem er begriffen hat, dass es Nadja viel bedeutet.
Als er die fremde Frau wiederfindet, ist sie auf dem Weg nach Berlin. Sie trägt Nadjas Kleid. Erik folgt ihr zum Bahnhof. Er steigt zu ihr in den Zug und gerät auf eine Reise in die Tiefen seines Unterbewusstsein.
Als er von seiner Fahrt nach Berlin zurückkommt, weiß er, dass er zwischen zwei Fronten geraten ist: Auf der einen Seite steht die machtbewusste Nadja, von der er abhängig ist und die alle Register ziehen wird, ihn zu halten, auf der anderen Seite die spröde Berlinerin, in der er die große Liebe seines Lebens sieht. Erik ist klar, dass er an einem Wendepunkt steht und eigenständig werden muss, und er weiß, dass er dafür nur begrenzt Zeit hat. Denn unversehens taucht ein Rivale auf …

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„Und dann alleine nach Hause zurückgehen? Das kommt nicht in Frage.“

„Machen Sie sich keine Sorgen, wir sind hier nicht im Wilden Westen, sondern in Berlin. Ich bin an das Nachtleben dieser Stadt gewöhnt, und für Berliner Verhältnisse ist es noch früh am Tag.“

„Schreiben Sie mir Ihre Telefonnummer auf?“

„Wozu?“

„Ich will anrufen, um sicherzugehen, dass Sie unbehelligt nach Hause gekommen sind.“

Romy lächelte nachsichtig. „Hören Sie, Mr. Crazy: Ich brauche schon lange kein Kindermädchen mehr. Ich bin in dieser Stadt aufgewachsen und absolut sicher. Kommen Sie morgen zum Frühstück, sagen wir um neun Uhr. Wenn wir damit fertig sind, übergebe ich Ihnen Nadjas Kleid und bestelle ein Taxi, das Sie zum Hauptbahnhof bringen wird.“

„Also gut, keine Telefonnummer. Dann machen wir es halt umgekehrt, und Sie rufen mich im Hotel an, wenn Sie wieder zu Hause sind. Bitte …“

Romy schüttelte lächelnd den Kopf. „Keine Chance, Mr. Crazy. Ich bin für mich selbst verantwortlich, und dabei soll es bleiben.“

Hart wie Granit, dachte Erik, widersprach aber nicht weiter. Als er eine Stunde später in seinem Hotelzimmer auf dem Bett lag und in die Dunkelheit starrte, fühlte er eine Mischung aus Enttäuschung und Verzweiflung in sich aufsteigen. Nichts war gelaufen, wie er es sich vorgestellt hatte, und wenn er in Gedanken den Tag passieren ließ, kam er sich wie der größte Narr vor, der jemals Berliner Boden betreten hatte.

Aber was hatte er auch erwartet? Seine Handlungen waren spontan verlaufen, und sicherlich hatte er jedes Mal ein Motiv gehabt. Wie sehr er auch versuchte, scharfe Bilder dieser Motive zu gewinnen, sie blieben verschwommen. Klar war ihm nur eins geworden: Er musste sein Leben ändern. Selbständig werden. Arbeiten. Geld verdienen. Aber wie sollte das ohne Studienabschluss und Berufserfahrung funktionieren? Der Weg zurück zur Universität war ihm aus finanziellen Gründen verwehrt, außerdem würde ihn die Fortsetzung des Studiums Jahre kosten, wertvolle Zeit, die er nicht zu verlieren hatte.

Während er vergeblich darauf wartete, dass ihn Müdigkeit überkam und entspannte, stiegen wie aus dem Nichts Bilder aus der Vergangenheit in ihm auf, als wollten sie ihm die Augen öffnen, wie das Problem zu lösen sei. Eine wachsende Unruhe erfasste ihn, und das Pochen seines Herzens stieg bis in seine Schläfen. Er verspürte den Drang, aus dem Bett zu springen und irgendetwas zu tun, um seinem inneren Brodeln ein Ventil zu verschaffen. Aber was hätte er hier und jetzt Sinnvolles anstellen können? Er musste warten, bis er wieder in Hanau war, ehe er den Versuch unternehmen konnte, seine noch vagen Fantasien erst in klare Bilder und dann in die Tat umzusetzen.

Nachdem er dreimal auf seine Armbanduhr gesehen hatte, kam er zu der Einsicht, dass sich nichts im Leben mit einem Fingerschnippen herbeiwünschen lässt. Seine Gedanken begannen langsamer zu kreisen, und allmählich wurde er müde. Gebettet in die Zuversicht, einer Idee zum Greifen nahe zu sein, die seinem Leben eine Wendung geben könnte, schlief er in den frühen Morgenstunden ein.

Sommersprosse

Als Erik am nächsten Morgen pünktlich um neun Uhr an Romys Wohnungstür klingelte und sie ihm öffnete, wehte ihm der Duft gebrühten Kaffees entgegen. Sie war in einen jadegrünen Hausanzug gekleidet, der die Farbe ihrer Augen unterstrich. Das Haar hatte sie hochgesteckt, was sie strenger wirken ließ als am Tag zuvor, als sie es offen getragen hatte. Obwohl sie nicht geschminkt war, fand Erik sie unverändert bezaubernd. Mit einem Dankeschön für die Einladung übergab er ihr einen bunten Gerbera-Strauß, den er am Vorabend beim Hotelservice bestellt hatte. Sie quittierte seine Geste mit einem anerkennenden Lächeln.

Lilly, die in den Flur getrottet war, um ihre Neugier über den Besuch zu befriedigen, schoss bei Eriks Anblick davon und verschwand im Wohnzimmer. Romy kicherte. „Zu ihrem Glück hat Lilly ihr Futter schon bekommen, sonst müsste sie vor Bammel jetzt hungrig in ihrem Versteck ausharren, bis Sie wieder fort sind.“

Sie winkte Erik, ihr in die Küche zu folgen. Während sie eine Vase mit Wasser füllte und die Gerbera hineinstellte, bestaunte Erik den gedeckten Tisch unter dem Küchenfenster: Schinken, verschiedene Sorten Käse, gekochte Eier, Butter, Marmelade und ein Körbchen mit Toastbrot, Croissants und Laugenbrötchen. Erik konnte seine Verwunderung darüber nicht zurückhalten. „Wo kommen am heiligen Sonntag all die frischen Sachen her?“

„Meine Nachbarin, die sich um Lilly kümmert, kauft für mich ein, wenn ich auf Reisen bin, damit ich bei meiner Rückkehr nicht auf dem Trockenen sitze. Ich brauchte nur noch die Croissants und die Brötchen beim Sonntagsbäcker bestellen.“

Romy stellte die Blumenvase auf das Fensterbrett, hob die Glaskanne von der Kaffeemaschine und entfernte den Filter. „Setzen Sie sich.“

Erik ließ sich auf einem der drei Schalenstühle nieder.

„War mit dem Hotelzimmer alles in Ordnung?“

„Alles okay.“

„Und sonst? Gut geschlafen?“

„Auch okay.“

„Konnten Sie noch etwas zu essen aufs Zimmer bekommen?“

„Kein Problem, das ging schon okay.“

Romy goss Kaffee in die Tassen, setzte sich Erik gegenüber und bestrich eine Scheibe Toastbrot mit Butter und Erdbeermarmelade. „Okay, okay“, neckte sie ihn, „gestern waren Sie gesprächiger, Mr. Crazy.“

Obwohl Erik sich auf das Wiedersehen mit Romy gefreut hatte, war er nach seiner durchgrübelten Nacht von seiner Bestform weit entfernt und zu zwanglosem Geplauder nicht aufgelegt. Ihr Versuch, ihn aus der Reserve zu locken, hellte seine Stimmung keineswegs auf. Vielmehr wirkte ihre Neckerei auf ihn wie der Vorwurf, unhöflich zu sein oder sie sogar provozieren zu wollen, und er fühlte einen Impuls, gereizt zu erwidern, er habe sich einsam gefühlt und Sehnsucht nach ihr gehabt, sei zudem vom Klamüsern über sein bisheriges und künftiges Leben am Schlaf gehindert worden und habe deshalb alles andere als erholsame Stunden hinter sich. Doch bevor er Gefahr laufen konnte, mit etwas Unbesonnenem herauszuplatzen, was er hinterher hätte bereuen müssen, war Romy aufgestanden und in ihr Schlafzimmer entfleucht. Sie kam mit einem Pappkarton zurück, der mit Paketschnur umwickelt war.

„Ich habe das Kleid zusammengefaltet und in Seidenpapier eingeschlagen, damit es beim Transport nicht zerknautscht.“

Mit einem gemurmelten Danke nahm Erik den Karton entgegen und stellte ihn hochkant auf das Fensterbrett neben die Blumenvase, während sich Romy wieder hinsetzte und in ihr Toastbrot biss. „Ihr Taxi kommt um 12:30 Uhr, Sie haben also noch jede Menge Zeit. Der Zug nach Frankfurt geht kurz nach 13 Uhr. Er wird höchstwahrscheinlich pünktlich sein, jedenfalls gibt es auf der Internet-Seite der Bahn bis jetzt keinen Verspätungsalarm. Außerdem habe ich zwei Sitzplätze reserviert, damit Sie für sich bleiben können. Das ist Ihnen hoffentlich recht.“

Erik schnitt vom Camembert eine Ecke ab und spießte sie mit der Messerspitze auf, ein bisschen zu heftig, als sei das Stückchen Käse ein lebendiges, aber feindliches Wesen, das den Tod verdiente. „An alles gedacht, hm? Sie gäben bestimmt eine tüchtige Sekretärin ab.“ Er hatte sich nicht bemüht, dem sarkastischen Ton seiner Worte einen humorvollen Anstrich zu geben.

Romy zog irritiert die Brauen zusammen. „Wieso? Was meinen Sie mit ‚tüchtig‘?“

„Na, so eine, die mit Vergnügen und Perfektion für ihren Boss Geschäftsreisen bucht, damit sie ihn los ist und ihre Ruhe hat.“

„Warum sagen Sie das?“

„Weil es wahr ist. Ich bin Ihnen unsympathisch, geradezu lästig. Sie können es gar nicht erwarten, mich loszuwerden, und bis dahin inszenieren Sie ein perfektes Frühstückstheater und quälen sich durch ein belangloses Geplauder, um uns einigermaßen bei Laune zu halten. Warum haben Sie mir nicht einfach den Pappkarton in die Hand gedrückt und mich zum Teufel gejagt?“

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