Leo fühlte sich peinlich berührt, denn er hatte sich noch niemals Gedanken darüber gemacht. Tante Gerda konnte den Ausführungen von Christine nicht ganz folgen, dafür hatte sie zu viel getrunken. Sie verstand nur, dass die schwäbische Form von Kunst eben Künstle war, und für sie war das nicht lustig.
„Du hast ja Recht, ich entschuldige mich in aller Form.“ Leo nahm die Flasche Wein und schenkte nach.
„Ich finde deine Geschichte mit dem Namen nicht lustig und entschuldige mich deshalb nicht,“ sagte Tante Gerda. „Viel mehr interessiert mich, wen du damals geheiratet hast. Erzähl mir von dem Mann.“
„Ein anderes Mal unter vier Augen, das ist nichts für Leo. Kommen wir auf meine ursprüngliche Frage zurück: Wo ist deine Viktoria?“
„Sie ist zuhause. Viktoria möchte, dass die Sache geheim bleibt, bis wir uns als Paar näher kennengelernt und bewährt haben, was immer das auch heißen mag. Ich glaube, dass sie dummen Sprüchen und Bemerkungen aus dem Weg gehen möchte, was mir völlig egal wäre. Wenn es nach mir ginge, würden wir ganz offen mit unserer Beziehung umgehen. Ich bin gerne mit ihr zusammen und bin auch sehr stolz auf sie.“
„Dann sag ihr, dass sie sich nicht so blöd aufführen soll. Sie sollte gefälligst mit uns zusammensitzen, es wäre viel schöner mit ihr. Ich schlafe bei Gerda im Gästezimmer, das haben wir längst geklärt, und ihr könnt oben in deiner Wohnung völlig ungestört sein. Außerdem bin ich echt beleidigt, dass sich heute Abend niemand von euch herabgelassen hat, hier aufzukreuzen. Jeder weiß doch, dass ich hier bin.“
„Sei bitte nicht böse Christine. Bis vorhin haben wir an dem Fall gearbeitet. Morgen kommen alle, das verspreche ich dir.“
Sie saßen noch lange bis in die Nacht, unterhielten sich, lachten, scherzten und tauschten gemeinsame Erinnerungen aus.
Leo musste zugeben, dass der Abend mit Viktoria sehr viel schöner gewesen wäre. Er musste so schnell wie möglich mit ihr sprechen.
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