Mali gefiel die Stille des Waldes. Seit sie klein war, hatte sie gerne im Wald gespielt. Sie fand es aufregend sich hinter den großen Bäumen zu verstecken und zu warten, ob ihre Mutter sie fand. Meistens hatte sie es aber nicht lange ausgehalten sich zu verstecken und war nach ein paar Minuten schon wieder hinter den Bäumen hervorgesprungen. Ihre Mutter hatte dann jedes Mal so getan, als hätte sie sich fürchterlich erschreckt. Daraufhin hatten sie sich beide immer vor Lachen auf dem Waldboden gewälzt. Bei der Erinnerung an ihre unbeschwerte Kindheit musste Mali schmunzeln. Dann jedoch hatte ihre Mutter ihr eines Tages verboten weiter als hundert Meter in den Wald hineinzugehen. Mali hatte den Grund dafür nie erfahren und würde es wahrscheinlich auch nie erfahren, jetzt da ihre Mutter tot war. Ab dann hatte der Wald an Reiz für sie verloren, weswegen sie nur noch selten hergekommen war.
„Wo sollen wir anfangen zu suchen?“ Damian war stehen geblieben. Auch Mali hielt jetzt an. Sie war so in Gedanken versunken gewesen, dass sie beinahe in ihn hineingelaufen wäre. Mit seiner Frage holte er sie unsanft wieder zurück in die Gegenwart.
„Ich wäre jetzt ins Herz des Waldes gelaufen, um sich dann von innen in Kreisen nach außen zu bewegen“, antwortete Mali. Als Damian nichts antwortete fügte sie noch leise hinzu: „So machen die das zumindest immer in meinen Büchern.“
Damian nickte nur. Dann meinte er: „Der Wald ist groß. Es wird gute drei Stunden dauern, bis wir in der Mitte sind und ab dann wird es erst richtig schwierig, das ist dir klar, oder?“
Mali zögerte, doch dann nickte sie. Was hatten sie für eine andere Wahl. Das war die einfachste Art, den ganzen Wald zu durchkämmen, auch wenn es sehr lange dauern konnte. Aber sie musste das Risiko eingehen. Sie musste es schaffen Carlos Vendris zu finden.
„Also gut“, meinte Damian. Dann zeigte er etwas schräg in den Wald hinein. „Da entlang.“
„Woher weißt du das?“, fragte Mali.
„Da werden die Bäume immer dichter. Ungefähr in dieser Richtung müsste das Zentrum liegen.“ Damian lief los. Etwas verdutzt blieb Mali zurück, doch dann lief auch sie los, immer tiefer in den Wald hinein. Sie hoffte, dass es nicht allzu lange dauern würde, bis sie Carlos gefunden hatte. Auf drei oder mehr Tage hier im Wald mit einer mürrischen Begleitung an ihrer Seite war sie nicht so erpicht, obwohl sie sich immer als kleines Kind vorgestellt hatte, alleine im Wald zu leben und sich durchzuschlagen. Aber in ihrer Vorstellung war sie eben stets alleine unterwegs gewesen. Und wenn sie doch eine Begleitung dabeigehabt hätte, dann wäre es ihre Mutter gewesen und nicht ein Junge wie Damian. Doch jetzt, da sie älter war, fand Mali diese Vorstellung im Wald überleben zu müssen nicht mehr ganz so traumhaft.
27.08
/18/12/7 /16/24/14/9/8/26/11/33/7 /21/25/8/7/32 /32/12/29/21/9 /16/11/19. /22/7/18/7/32 /16/31/7/32/18 /6/7/12/32/7 /12/29/21 /24/7/12/17/7 /30/13/8 /33/12/29/21 /21/12/32. /12/29/21 /23/16/32/32 /32/12/29/21/9 /16/11/19/21/25/8/7/32 /16/32 /17/12/7 /10/11 /18/7/32/23/7/32, /18/12/7 /16/32/18/7/8/7/32 /6/7/12ß/7/32 /6/25/24/19/7. /12/29/21 /21/16/31/7 /17/12/7 /11/33/20/7/31/8/16/29/21/9!!!
Конец ознакомительного фрагмента.
Текст предоставлен ООО «ЛитРес».
Прочитайте эту книгу целиком, купив полную легальную версию на ЛитРес.
Безопасно оплатить книгу можно банковской картой Visa, MasterCard, Maestro, со счета мобильного телефона, с платежного терминала, в салоне МТС или Связной, через PayPal, WebMoney, Яндекс.Деньги, QIWI Кошелек, бонусными картами или другим удобным Вам способом.