Irene Dorfner - Ein Herz zu viel

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In der Altöttinger Gnadenkapelle ist ein Herz zu viel. Eine illegale Herzbestattung? Die Schatulle mit dem grausigen Inhalt ruft die Mühldorfer Kriminalpolizei auf den Plan. Nur ein übler Scherz? Nein! In der Blechschatulle befindet sich tatsächlich ein menschliches Herz. Wo ist die dazugehörige Leiche? Die Ermittlungen gestalten sich sehr schwierig. Dann tauchen weitere, ähnliche Behältnisse in Mühldorf, Reischach und Salzburg auf…

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„Es muss ja keine echte Nonne sein, vielleicht nur eine Tarnung?“

„Mag sein. Trotzdem glaube ich an einen sehr gläubigen, katholischen Menschen, der aus irgendeinem Grund Herzen in Kirchen deponiert.“ Werner hatte sich nach dem Herzfund in der Altöttinger Gnadenkapelle umfassend über Herzbestattungen informiert.

„Wegen der Herzbestattung? Das können Sie vergessen Herr Grössert. Die getrennte Bestattung von Herz, auch den anderen Innereien und dem Leichnam gibt es schon seit der Antike und ist keine Erfindung der Katholiken.“

„Aber seit dem Mittelalter bis in die heutige Zeit werden vor allem Päpste, Bischöfe, gekrönte Häupter und hohe Adlige auf diese Weise bestattet. Und die sind seit dem Mittelalter allesamt katholisch. Außerdem wurden die Herzen in katholischen Kirchen platziert.“ Werner Grössert beharrte auf dieser Tatsache. Was in der Antike Usus war, interessierte ihn nicht. Für ihn zählten die jüngere Vergangenheit und die Gegenwart. Werner trug auch heute bei der höllischen Hitze einen Anzug, Hemd und Krawatte. Während alle wegen der hohen Temperaturen stöhnten, schien er sie überhaupt nicht zu bemerken. Diese Herzbestattungen faszinierten ihn. Er interessierte sich für Traditionen der Bestattungsarten. Überhaupt hatten ihn der Tod und die damit verbundenen Gepflogenheiten schon seit der frühesten Kindheit fasziniert. Vor allem alte Grabkreuze fand er wunderschön und würde sich am liebsten welche zur Dekoration in den Garten stellen, aber seine Frau war dagegen. Sie fand sein Interesse an antiken, vor allem schmiedeeisernen Grabkreuzen abartig und gruselte sich davor. Was Werner nun wiederum überhaupt nicht verstand. In diesen Grabkreuzen vereinten sich Kunst, Tradition und Geschichte.

„Irgendwelche Kameraaufzeichnungen in der Umgebung beider Kirchen?“

„Negativ. Wir haben zwar eine Kamera in der Nähe der Kirche, aber die vielen Personen auszuwerten würde Monate dauern. Trotzdem werden wir die Aufzeichnungen sichten, vielleicht kann man die vermeintliche Nonne darauf besser sehen.“

„Zu dem Thema Kamera möchte ich kurz anmerken, dass ich mit dem Guardian der Kapuziner, Bruder Paul, vorhin gesprochen habe. Ich habe dringend angeraten, eine Kamera im Inneren der Gnadenkapelle Altötting anzubringen. Die zuständigen Herren haben das abgelehnt. Sie wollen die Ruhe und die Gebete der Gläubigen nicht stören. Obwohl ich die Argumente durchaus verstehen kann, könnte man durch eine Überwachungskamera eine weitere, private Herzbestattung sofort aufdecken und wir könnten den Übeltäter schnellstmöglich dingfest machen.“

„Dann ist den Herren auch nicht zu helfen. Wir gehen also davon aus, dass es sich bei demjenigen, der die Herzen in beiden Kirchen deponiert hat, um einen Katholiken handelt? Ist das alles von Ihrer Seite?“

„Wir müssen auf Fuchs warten, dann haben wir hoffentlich irgendeinen Ermittlungsansatz, der uns weiterbringt.“

„Hoffentlich haben wir es nicht mit einem Spinner zu tun,“ murmelte Leo. Auch die anderen hatten bereits an diese Möglichkeit gedacht, denn wer kam schon auf die Idee, Herzen in billigen Behältnissen in Kirchen zu verteilen?

Die Auswertung der Kameraaufzeichnungen vom Mühldorfer Stadtplatz war deprimierend. Die Bilder waren unscharf und man hatte Mühe, Männern von Frauen zu unterscheiden. Eine Nonne war nirgends zu sehen. Nachdem Krohmer die Bilder gesehen hatte, rief er umgehend den Bürgermeister an.

„Ich weiß um die Qualität der Bilder. Aber die Stadt kann sich keine neue Kamera leisten,“ versuchte sich der Bürgermeister zu rechtfertigen.

„Und warum läuft die Kamera trotzdem und verursacht unnötige Kosten? Die Bilder sind unbrauchbar und somit hat die Kamera außer einem psychologischen Zweck keinerlei Daseinsberechtigung.“

„Das wissen wir auch. Trotzdem hat der Stadtrat beschlossen, die Kamera dort zu lassen, wo sie ist.“ Der Bürgermeister war beleidigt, dass Krohmer eine der Schwachstellen des Stadtplatzes infrage stellte. Er wusste selbst, dass die Kamera, die vor Jahren sündhaft teuer gewesen war, nichts brachte. Aber das Ding wurde nun mal aus Steuergeldern finanziert und war gegen den Protest vieler Bürger angebracht worden. Immer wieder ist er gegen die Argumente aufgebrachter Bürger, die sich beobachtet und überwacht fühlten, mit dem Gegenargument der Sicherheit angetreten. Schon nach dem ersten Winter hatten sie feststellen müssen, dass die Bildqualität sehr gelitten hatte. Nachbesserungen der Herstellerfirma waren nicht zufriedenstellend und er hatte persönlich immer wieder darauf gedrängt, nachzubessern. Er wurde vertröstet und hingehalten, bis ihm vor drei Jahren aus heiterem Himmel die Nachricht erreichte, dass die Herstellerfirma Konkurs angemeldet hatte. Was hätte er der Bevölkerung sagen sollen? Der Stadtrat hatte in einer nichtöffentlichen Sitzung beschlossen, die Kamera dort zu lassen, obwohl die Mängel auf dem Tisch lagen. Das ging die ganze Zeit gut und er hatte nicht mehr daran gedacht, bis ihn jetzt dieser Krohmer darauf aufmerksam machte. Heute Abend gab es einen großen Empfang mit einer Delegation der ungarischen Städtepartnerstadt Cegléd, wobei er keine Kritik an seiner Stadt brauchen konnte. Er zeigte sich gerne mit Mühldorf von der besten Seite. Würde Krohmer den anderen gegenüber über diesen wunden Punkt den Mund halten?

Am späten Abend kam Fuchs endlich aus München zurück und alle waren gespannt auf seinen Bericht. Fuchs genoss die Aufmerksamkeit. Er trödelte absichtlich und sprach so ausführlich wie möglich, um die Spannung zu steigern. Krohmer hatte genug von seinen langgezogenen Ausführungen und wies ihn zurecht.

„Kommen Sie endlich auf den Punkt Herr Fuchs. Wir haben alle noch viel Arbeit.“

Fuchs war beleidigt und fasste zusammen.

„Männlich, Alter ungefähr 60-80 Jahre. Todeszeitpunkt bei Auffindung ca. 36 Stunden zuvor. Vernarbungen aufgrund von zwei Hinterwandinfarkten deutlich erkennbar,“ schnellte es jetzt aus ihm heraus und er warf die zugehörigen Fotos einfach nacheinander auf den Tisch. „Keine Spuren am Herz selbst.“

„Der Todestag ist somit der 17. oder 18. August. Der Hinweis auf die beiden Hinterwandinfarkte ist sehr interessant, das dürfte in einem ärztlichen Krankenblatt vermerkt sein. Irgendwelche Spuren an der Dose?“

„Außer den Fingerspuren der Putzfrau konnten keine weiteren sichergestellt werden. Keine Wischspuren, die Person muss Handschuhe getragen haben. Es gibt aber eine gute Nachricht: Wir konnten an der Innenseite des Deckels Seifenrückstände feststellen. Ich habe mit Hilfe der Münchner Kollegen die Marke der Seife herausbekommen. Es gibt da ein neues Verfahren, die einzelnen Substanzen….“ Fuchs war euphorisch, denn dieses Verfahren war ihm vollkommen unbekannt und er würde gerne ausführlich berichten und erklären. Aber Krohmer bremste ihn abermals.

„Ich bitte Sie Herr Fuchs, nur die Kurzfassung. In einer Stunde habe ich einen Termin im Rathaus, vorher muss ich mich noch umziehen.“

„Wie Sie wollen. Die Seifenrückstände gehören zur Kernseife Ludwig der gleichnamigen Seifenfabrik in München. Das Traditionsunternehmen wurde damals noch zur Zeit König Ludwig I. 1866 gegründet und hat 1972 die Pforten schließen müssen. Das Gebäude wurde 1978 aufgrund von Straßenbaumaßnahmen abgerissen. Unterlagen der Firma sind nicht mehr auffindbar. Ich habe erfahren, dass die Seifenfabrik Ludwig ganz München und Umgebung mit Kernseifen, später dann auch mit Waschmittel und Duschgel beliefert hat. Die Produkte waren sehr beliebt und es gab einen Aufschrei in der Bevölkerung, als die Seifenfabrik schließen musste. Man munkelte von Misswirtschaft in der Chefetage und absichtlicher Insolvenz-Verschleppung. Aber das sind nur Gerüchte.“

„Die Seifenfabrik Ludwig sagt mir nichts, davon habe ich noch nie gehört. Ich denke, dass wir diese Spur getrost vergessen können.“ Krohmer stand auf und verabschiedete sich. Sein Termin, auf den er nicht scharf war, saß ihm im Nacken. Das würde wieder einer der langweiligen Abende werden, bei denen sich alle Anwesenden selbst beweihräucherten, die ungarischen Gäste hofierten und wo sich alle gegenseitig anschleimten. Dieser Abend würde sich wieder endlos in die Länge ziehen. Aber als Chef der Polizei konnte er nicht kneifen, er musste dort auftauchen. Früher hatte ihn seine Frau begleitet, was den Abend erträglicher machte. Aber seit über einem Jahr weigerte sie sich und erfand immer wieder neue Ausreden.

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