Irene Dorfner - Ein Herz zu viel

Здесь есть возможность читать онлайн «Irene Dorfner - Ein Herz zu viel» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Ein Herz zu viel: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Ein Herz zu viel»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

In der Altöttinger Gnadenkapelle ist ein Herz zu viel. Eine illegale Herzbestattung? Die Schatulle mit dem grausigen Inhalt ruft die Mühldorfer Kriminalpolizei auf den Plan. Nur ein übler Scherz? Nein! In der Blechschatulle befindet sich tatsächlich ein menschliches Herz. Wo ist die dazugehörige Leiche? Die Ermittlungen gestalten sich sehr schwierig. Dann tauchen weitere, ähnliche Behältnisse in Mühldorf, Reischach und Salzburg auf…

Ein Herz zu viel — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Ein Herz zu viel», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Auf die vielen Fragen, die auf ihn hereinprasselten, ging er nicht ein. Er folgte Leo und Bruder Siegmund, der die Seitentür nach dem Eintreten sofort wieder verschloss. Bruder Siegmund eilte voraus und blieb vor dem Altar der Schwarzen Madonna stehen, wo er sich mehrfach bekreuzigte. Auf dem Boden lag eine silberfarbene Schatulle. Direkt daneben ein menschliches Herz. Leo wurde schlecht. Er hatte noch nicht gefrühstückt, da seine Lebensgefährtin und Kollegin Viktoria Untermaier die ganze Nacht über Zahnschmerzen geklagt hatte. Sofort nach dem Aufstehen fuhr sie zum Zahnarzt und ließ Leo allein zurück. Er saß am Frühstückstisch und hatte keine Lust darauf, allein zu frühstücken. Jetzt bekam er ein schlechtes Gewissen. Hätte er Viktoria begleiten sollen? Schwachsinn! Seine Viktoria war mit ihren 48 Jahren und ihrem großen Mundwerk in der Lage, das allein zu meistern. Er fuhr daher früh ins Büro und jetzt war ihm kotzübel. Lag es wirklich nur an diesem Herz oder war es diese weihrauchschwangere, düstere Umgebung? Leo wendete den Blick von dem Herz ab und sah sich um. Er war bereits mehrfach hier gewesen, aber diesmal erschien ihm das Innere der Gnadenkapelle besonders unangenehm und nahm ihm fast die Luft. Wie viele Menschen waren in den letzten Jahrhunderten hier gewesen um in ihrer Verzweiflung zu bitten oder in Freude zu danken?

„Ich war heute gegen 6.30 Uhr in der Gnadenkapelle, um die Kerzen anzuzünden und ein Gebet zu sprechen,“ riss ihn Bruder Siegmund aus seinen Gedanken. „Noch während meines Gebetes habe ich diese Schatulle zwischen den anderen Herzen bemerkt. Genau dort oben war sie. Ich habe sofort gesehen: Die gehörte nicht hier her. Ich kenne jede einzelne Herzschale, dieses billige, schäbige Behältnis gehört nicht dazu. Ich dachte an einen dummen Streich. Natürlich musste dieses Behältnis umgehend beseitigt werden, schließlich haben die Wallfahrer ein Anrecht auf einen ungestörten Aufenthalt an diesem heiligen Ort. Hier hat Schabernack nichts zu suchen, dafür habe ich kein Verständnis. Also habe ich eine Leiter geholt. Und nachdem ich das Behältnis in Händen hatte, überkam mich die Neugier. Schimpfen Sie bitte nicht mit mir. Sie wissen, dass die Neugier mich ständig plagt.“ Bruder Siegmund wischte sich mit einem Taschentuch über die Stirn, er schwitzte stark. „Ich habe mich bei dem Anblick des Inhalts so erschrocken, dass mir das Behältnis aus den Händen geglitten und direkt vor den Altar gefallen ist. Ich habe alles so gelassen und Sie sofort angerufen.“ Die Worte sprudelten aus Bruder Sigmund heraus. Obwohl er vollkommen geschockt war, hatte er absolut richtig gehandelt. Leo entschied, einen Arzt hinzuzuziehen, nachdem er die Spurensicherung informiert hatte.

„Das Herz sieht nicht frisch aus,“ sagte Hans, nachdem er sich den Fund näher ansah. „Nicht den Hauch von Blut zu sehen. Außerdem riecht es seltsam.“ Hans kniete auf dem Boden und roch daran. Leo wurde noch schlechter.

„Steh auf und überlass das der Spurensicherung,“ sagte Leo und setzte sich in eine Bank neben Bruder Siegmund. Er sprach so lange beruhigend auf ihn ein, bis der Notarzt endlich eintraf und sich um ihn kümmerte. Endlich war auch die Spurensicherung vor Ort, Leo und Hans konnten an die frische Luft gehen und versuchen, irgendwelche Zeugen zu finden.

Der 41-jährige Friedrich Fuchs, Leiter der Mühldorfer Spurensicherung, hatte heute besonders schlechte Laune. Er grüßte nicht, sondern ging mit seinen Leuten durch die riesige Menschenmenge direkt in die Gnadenkapelle und gab dort knappe Anweisungen. Leo beobachtete ihn und musste sich ein Lachen verkneifen, denn er verglich den Mann immer mit einem hektischen Wiesel. Schnell hatte Fuchs alles abgesperrt und seine Mitarbeiter gingen rasch und stumm an die Arbeit. Fuchs führte ein hartes Regiment in seiner Abteilung, trotzdem waren die Jobs bei ihm aufgrund seiner Arbeit und seines umfangreichen Wissens sehr gefragt. Eine Mitarbeit in seinem Team machte sich im Lebenslauf sehr gut.

Leos Magen ging es besser, nachdem er einen Kaffee getrunken hatte. Obwohl sie viele Passanten befragten, fand sich nicht ein Zeuge, der etwas gesehen, gehört oder bemerkt hatte. Die Menschentraube hinter den Absperrbändern wurde immer größer. Alle wollten wissen, was hier vor sich ging, und die ersten Gerüchte machten ihre Runde. Leo und Hans hatten sich zurückgezogen. Einer der Uniformierten überreichten ihnen Kaffee. Es blieb ihnen nichts anderes übrig, als zu warten. Vielleicht bekamen sie von Fuchs einen wertvollen Hinweis für die weiteren Ermittlungen vor Ort.

Für Leo als konfessionslosen Menschen waren diese Herzbestattungen nicht nachvollziehbar. Wer kam nur auf diese abstrusen Ideen? Leo war nun seit über zwei Jahren bei der Kripo Mühldorf, nachdem er von Ulm hierher strafversetzt wurde. Er fühlte sich zwar wohl hier, trotzdem kam er mit der hiesigen Mentalität nicht immer zurecht. Die Schwaben waren ihm vertrauter und aus seiner Sicht auch einfacher zu handhaben. Er vermisste seine alte Heimat und nahm sich fest vor, in den nächsten Wochen einen Abstecher nach Ulm zu seinen alten Freunden und Kollegen zu unternehmen, denn dort hatte er sich lange nicht mehr sehen lassen. Hans Hiebler beobachtete seinen schwäbischen Kollegen, wie er in Gedanken in seinen Kaffeebecher starrte. Er hatte sich inzwischen an den kauzigen Typen gewöhnt und schätzte ihn sehr. Auch heute trug Leo wieder eins dieser fürchterlich bunten T-Shirts mit grellbuntem Aufdruck. Hans hatte gehofft, dass Leo nach seinem 50. Geburtstag in der Beziehung endlich normal werden würde, aber der 1,90 m große Schwabe dachte nicht daran, sich irgendwie zu ändern. Leo zog seine Lederjacke aus, die er jeden Tag trug. Besaß er überhaupt eine andere Jacke? Und diese schrecklichen Cowboystiefel! Leo drehte sich mit dem Rücken zu ihm und jetzt sah Hans, dass auf dem Rücken eine riesige, knallrote Zunge prangte. Und das hier in dieser Umgebung! Nicht nur Hans bemerkte die Abbildung, auch die zahlreichen Schaulustigen, Polizisten und die Besatzung des Notarztwagens starrten auf Leos Rücken.

„Auf deinem Rücken ist eine riesige Zunge abgebildet.“

„Das weiß ich. Geil, was?“

„Meinst du wirklich, dass das hier her passt? Die Leute tuscheln schon.“

„Das ist mir doch egal. Mir gefällt auch vieles nicht.“ Leo war beleidigt, denn er war stolz auf seine ausgefallenen T-Shirts. Gerade das Heutige hatte er von seiner alten Freundin und früheren Ulmer Kollegin Christine Künstle geschenkt bekommen. Das T-Shirt war sehr selten und sie hatte es auf ihrer letzten Urlaubsreise in den USA für viel Geld gekauft. Was fiel Hans eigentlich ein? Am liebsten hätte er mit seinem Kollegen darüber diskutiert, aber sie wurden von Fuchs unterbrochen.

„Wir sind fertig. Die Gnadenkapelle ist wieder freigegeben,“ sagte Fuchs.

„Irgendetwas, das Sie uns jetzt schon sagen können?“

„Nein.“

„Wann können wir mit Ihrem Bericht rechnen?“

„Sobald ich fertig bin.“ Fuchs hasste diese Fragerei, er konnte schließlich auch nicht zaubern. Die Auswertungen der Spuren konnten seine Mitarbeiter übernehmen, während er mit dem Herz so schnell wie möglich nach München in die Pathologie fuhr. Von den Spuren in der Gnadenkapelle versprach er sich nicht viel, denn es waren täglich Tausende in der Kapelle und alle Spuren zuzuordnen war unmöglich. Er legte den Fokus nicht nur auf das Herz selbst, sondern auf die silberfarbene Schatulle. Er hatte sofort gesehen, dass es sich dabei nicht um eine Antiquität handelte. Aber vielleicht konnten sie darauf verwertbare Spuren finden? Die Schatulle wollte er selbst übernehmen und hatte für eine genauere Untersuchung alles bei sich. Das konnte er in München machen, während er auf die Untersuchungsergebnisse des Herzens wartete. Er hatte keine Lust darauf, all das den Kripobeamten mitzuteilen. Wo war eigentlich diese nervige Viktoria Untermaier, die ihn und seine Arbeit immer kritisierte?

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Ein Herz zu viel»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Ein Herz zu viel» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Irene Dorfner - DIE LEICHE MUSS WEG
Irene Dorfner
Irene Dorfner - Zu viel riskiert
Irene Dorfner
Irene Dorfner - Die Todesliste
Irene Dorfner
Irene Dorfner - Der Tote im Wald
Irene Dorfner
Irene Dorfner - Belladonnas Schweigen
Irene Dorfner
Irene Dorfner - Leichenschau
Irene Dorfner
Irene Dorfner - Der Heinrich-Plan
Irene Dorfner
Irene Dorfner - Nikolaus muss sterben
Irene Dorfner
Irene Dorfner - Adlerholz
Irene Dorfner
Отзывы о книге «Ein Herz zu viel»

Обсуждение, отзывы о книге «Ein Herz zu viel» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x