Rudolf Georg - Schmunzelmord

Здесь есть возможность читать онлайн «Rudolf Georg - Schmunzelmord» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Schmunzelmord: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Schmunzelmord»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

"Kothe lässt einen nicht mehr los." FORUM München Nord, 27.12.2019
"Der Leser soll denken: Hier ist es passiert." Münchner Merkur, 10.1.2020
Verbrechen wollen unterhalten. Dafür wird schon einmal ein Mord am malerischen Schleißheimer Schloss begangen oder erfährt der Koffer-Klau am Franz-Josef-Strauß-Flughafen eine unerwartete Wendung. Vor allem im Münchner Norden tobt das Verbrechen! Vom Handtaschenraub über Versicherungsbetrug reicht die Palette bis zum Totschlag. In 25 kurzen Kriminalgeschichten verüben liebenswerte Figuren Straftaten, werden Opfer derselben oder klären auf. Jeder Fall ist anders, er lässt den Leser schmunzeln oder treibt ihm Tränen des Mitgefühls in die Augen. Die Kürze bietet Lesevergnügen auch für zwischendurch, …
"… aber es wird selten bei nur einer der prickelnden Geschichten bleiben." FORUM München Nord, 20.12.2019
"Ein erfrischender Erzählstil und überraschende Auflösungen machen Lust auf den nächsten Fall." (Schongauer Nachrichten, 10.2.2020)

Schmunzelmord — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Schmunzelmord», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Noch früher war die Polizei in seinem Laden erschienen, nicht die uniformierten Gesetzeshüter aus dem Kommissariat im benachbarten Oberschleißheim, sondern die Kriminalpolizei aus dem Polizeipräsidium München, und das in Begleitung zweier Herren des Kreisverwaltungsreferats der Landeshauptstadt, Abteilung Lebensmittelüberwachung. Eine halbe Stunde hatte die Befragung gedauert, Guillermo war schweißgebadet, als sie den Laden wieder verließen. Sieben Kisten Äpfel hatten sie abgefahren, seinen gesamten Vorrat.

Christines Anrede konnte ihn nicht ansatzweise aufheitern.

»Irgendetwas ist mit deinen Äpfeln«, hörte er Christine sagen. Sie beschrieb ihm das pelzige Gefühl an Gaumen und im Rachen, lebte ihm ihren Erstickungsanfall in Gesten noch einmal vor. Auf diese Symptome hatten ihn auch die Kriminalbeamten angesprochen, und die Herren von der Lebensmittelkontrolle vermuteten einen Pilz. Dem widersprachen die Kriminologen im Hinblick auf die vorliegenden forensischen Erkenntnisse vehement, und man war erst wieder einer Meinung, nachdem sie die Obstkisten in dem kleinen Kombi verstaut hatten.

Christine hing an seinen Lippen, als er ihr von den Klagen einiger Kunden erzählte, denen die Äpfel zugesetzt hatten. Er wusste, dass es ein hartnäckiges Gerücht war, Allergiker würden grüne Äpfel nicht vertragen. Und Fuji – grüne Äpfel? Er hatte ihnen nicht widersprochen, weil ihm das Wespengift als Ursache aus der Presse schon bekannt gewesen war, er aber seine Kunden nicht dadurch vergraulen wollte.

»Jemand hat meine Äpfel vergiftet!« Guillermo war den Tränen nahe, seine Rede kam stockend, manchmal versagte ihm für einige Augenblicke die Stimme. »Zuerst hatte ich den neuen Inhaber des kleinen Supermarktes am Ende der Bezirksstraße im Verdacht, dachte, dass er seine Konkurrenz aus dem Geschäft drängen wollte. Dann aber fiel mir der Junge auf, der immer wieder nach der Schule vor meinem Laden herumlungerte, mal direkt neben dem Eingang, mal auf der anderen Straßenseite genau gegenüber. Der hatte mit Sofía Magdalena anbandeln wollen. Mein Gott, sie ist erst zwölf! Ich hatte ihn zur Rede gestellt und hab´ ihm den Kopf gewaschen. Das war vor zwei Wochen, und letzte Woche erwisch´ ich ihn, wie er mir in der Auslage draußen faule Äpfel in die Kisten schmuggelt!«

Was Guillermo Christine nicht erzählte, war, dass er den Halbwüchsigen am Freitag gestellt hatte, als der die Hand in einer der Obstkisten hatte. Er hatte ihn in den Laden gezerrt, ausgeschimpft und anschließend gezwungen, drei Äpfel zu essen. Fuji. Als der Junge sich an den Hals fasste und nach Luft zu schnappen begann, hatte er ihn auf die Straße geschoben. Schwankend hatte er noch die Fassaden dreier Geschäfte passiert, dann war er zusammengebrochen. Guillermo war hinzugesprungen, nachdem er bis zum letzten Augenblick in seiner Ladentür gewartet hatte. Er hatte die verdrehten Augen des Jungen gesehen, das blau anlaufende Gesicht, und spät genug den Notarzt gerufen. Der Junge wurde das zweite Opfer seiner Fuji. Das, fand Guillermo, war eine gerechte Strafe, denn immerhin, davon war er überzeugt, hatte der Junge die Äpfel vergiftet, um ihm eins auszuwischen, weil er ihm den Umgang mit seiner Tochter verboten hatte.

Seine Tochter … Guillermos Gedanken schweiften zu der Zwölfjährigen. Sofía Magdalena. Ein schöner Name. Damals war er nicht nur glücklich gewesen über die Geburt seiner Tochter, sondern auch stolz darauf, sich seiner Frau gegenüber durchgesetzt zu haben, die die Neugeborene Maria Irgendetwas taufen lassen wollte. Guillermo war entsetzt, denn schließlich hieß jede zweite Spanierin Maria Irgendetwas, was regelmäßig, der Unterscheidbarkeit zuliebe, in etlichen Namenszusammenziehungen verballhornt wurde. Sofía Magdalena war etwas Besonderes, die diesen Standard nicht verdiente, wie sie später und auch heute noch täglich bewies. Intelligent, Klassenbeste, interessiert besonders am Schwierigen, hatte sie ausgerechnet Biochemie zu ihrem Lieblingsfach erkoren. Es machte ihn stolz, wenngleich auch ein wenig hilflos. Wenn sie davon schwärmte, was man mit einfachen Mitteln alles bewerkstelligen konnte, war er nicht in der Lage, ihr zu folgen.

Seine Gedanken wurden abrupt unterbrochen.

»Herr Fernandez García?« Der Mann druckste herum, beugte sich mal vor und mal zurück und wiegte den Oberkörper hin und her. Die Unsicherheit in Person.

»Ja, bitte.«

Nun erst bemerkte Guillermo auch die Frau mittleren Alters, die sich mit gedämpfter Stimme mit Christine unterhielt. Er kannte sie vom Sehen, eine ihrer Kolleginnen, ebenfalls Lehrerin am Carl-Orff-Gymnasium.

Der Mann stellte sich als Leiter der Schule vor, die Dame sei in seinem Lehrerkollegium, sein weiterer Begleiter der Seelsorger der St. Ulrich-Kirche hinter der Le-Cres-Brücke. Guillermo blickte ratlos zwischen den drei Besuchern hin und her.

»Können wir reingehen?« Beinahe panisch schaute der Oberstudiendirektor in die Runde.

Mit einer Handbewegung drängte Guillermo die kleine Gruppe in den Laden, er folgte und zwängte sich an ihnen vorbei. Der Ladentisch sollte ihm als Bollwerk dienen, denn für heute hatte er genug von unerwartetem Besuch. Diesen konnte er aber nun nicht mehr abwehren. Der Seelsorger schloss die Ladentür und dreht das kleine Plastikschild an der Kette von Geöffnet auf Geschlossen . Dann wandte er sich Guillermo zu.

»Herr Fernandez García«, begann er, »es ist wegen ihrer Tochter.« Er schaute hilflos zur Lehrerin neben sich, rieb fahrig eine Hand in der anderen.

»Sie hatte eine Freistunde und war allein in einem Klassenzimmer«, nahm Christines Kollegin das Wort. »Als wir sie gefunden haben, war sie schon, war sie schon … tot. Der Notarzt sagt erstickt. Neben ihrem Rucksack, dem Pausenbrot und dem angebissenen Apfel lag ihr Block.« Ihre Stimme bebte. Sie reichte ihm mit unsicherer Hand das kleine Ringbuch.

Auf der aufgeschlagenen Seite erkannte er die Schrift seiner Tochter. Ihre letzten Gedanken, niedergeschrieben in ungewohnt zittriger Handschrift:

Papa,

ich hab nicht gewollt, dass jemandem was passiert. Ich wollte nur, dass du deinen Laden schließt und mit mir wieder nach San Vicente ziehst.

Ich hab dich lieb.

Sofía Magd

Sein Herz setzte aus. Sofía Magdalena aß nie Fuji. Aber als er ihr heute Morgen das Pausenbrot zubereitete, hatte er in diese Kiste gegriffen, weil er von ihren Lieblingsäpfeln keine mehr hatte.

Bauernschläue

In Gedanken winkte er dem Autotransporter nach, der gerade vom Hof fuhr. Die beiden Traktoren auf der Ladefläche hatten ihm jahrelang zuverlässig gedient, jedoch hielt der Anflug von Nostalgie nicht lange an. Schon nachdem er sich umgedreht hatte, stapfte er zufrieden die matschige Einfahrt zu seinem Wohnhaus zurück. Er rieb sich die Hände. Ein gutes Geschäft! Für seine beiden Ackerschlepper, die nun nach Norddeutschland unterwegs waren, hatte er einen Preis erzielt, der seine Erwartung überstieg. Der John Deere 6300 und der Fendt aus der 700er-Reihe, beide um die Jahrtausendwende gebaut, hatten sein finanzielles Polster um über 80.000 Euro erhöht.

Der Beifahrer war der Käufer, er hatte den Betrag in bar beglichen.

Dem gegenüber nahm sich der Kaufpreis für seinen neu erworbenen John Deere 6300 und den in der letzten Woche gekauften Fendt aus der 700er-Reihe, beide um die Jahrtausendwende gebaut, bescheiden aus. Zusammen nicht einmal 20.000 Euro. Dass die Fahrzeuge unter schweren Motor- und Getriebeschäden litten, deren Reparaturkosten ein Mehrfaches der Kaufpreise betragen würden, fiel nicht ins Gewicht. Sie sollten in der kommenden Woche geliefert werden. Er wollte sie in seine Scheune schleppen, er hatte ja noch seinen kleinen funktionstüchtigen Deutz, mit dem er sie rangieren konnte. Die beiden Neuen würden ohnehin nie auf dem Acker zum Einsatz kommen.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Schmunzelmord»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Schmunzelmord» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Schmunzelmord»

Обсуждение, отзывы о книге «Schmunzelmord» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x