Stefan G. Rohr - Herr und Untertan

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Die gerade achtzehn Jahre alt gewordene Viktoria muss erfahren, dass ihr Vater sie in eine Ehe verspochen hat, sie in aller Kürze die Hochzeit begehen wird. Nicht allein das Unglück des jähen Endes ihrer Jungend beschwert die junge Frau, es erwartet sie eine Schreckenszeit, ein Martyrium als Ehefrau in einer erzkonservativen Hamburger Familie des letzten Drittels im 19. Jahrhundert. Gewalt, Unterdrückung, Erniedrigung und sexuelle Schmach prägen ihr neues Leben. Nach gelungener Flucht verschlägt es Viktoria mit ihrer Begleiterin nach Paris, und ihr gelingt dort der Aufbau eines fulminanten Erfolges gegen alle Widerstände der Zeit und der tonangebenden Gesellschaft.
Ein spannender Historienroman, verfasst in der Sprache seiner Zeit, versetzt seine Leser/innen gekonnt in die Ära des ausgehenden Jahrhunderts um die Zeit von 1880. Drama und Erschütterung liegen in diesem Roman dicht bei wohltuenden Geschehnissen in Gesellschaft und Usancen des Beginns der Emanzipation und ihrem Kampf um die Frauenrechte.

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Und es ertönte wieder ein heftiges Grölen.

Krottenkamp war aber bereits aufgesprungen, warf reichlich Münzen auf den Tisch und ergriff, ganz außer sich, die Flucht aus der Kaschemme. Noch nicht einmal seinen Hut und den Paletot nahm er mit, so eilig war´s ihm mit dem Verschwinden. Und als einer der anwesenden Gäste ihm flugs das Vergessene nachbringen wollte, da war Johann Krottenkamp schon nicht mehr zu sehen.

In diesen Monaten zog er es auch vor, vorübergehend ganz in seiner Praxis zu wohnen. Er begründete das gegenüber seinem Vater und Ottilie damit, dass es ihm das Liebste wäre, selbst auch ein wenig von des Schwesters Präparationen überrascht zu werden, es ihm eine viel größere Freude sein würd´, wenn er nicht schrittweis´ der Veränderung beiwohnte, sondern, ganz ebenso wie seine Viktoria, dann das Gesamtwerk nach Fertigstellung inspizierte. Und kam er dann doch des Sonntags zum Tee, dann vermied er es aber in den Flügel der Villa zu gehen, denn alles nahm auch so seinen Lauf.

Franz-Joseph Kohlhaase und Dr. Johann Krottenkamp hatten vereinbart, dass sie sich gelegentlich zu treffen haben, um sich in einem Gespräch unter künft´gem Schwiegervater und künft´gem Eidam den Stand der Dinge zu berichten. Sie saßen derohalben entweder in einem der Hotels um die Binnenalster zu Tisch, wenn Kohlhaase es eingerichtet hatte, wieder ein paar Tage am Stück in Hamburg nach dem Rechten zu sehen, oder sie kamen sich mit ihren Kutschen auf dem halben Wege entgegen und hielten Konferenz – fast ein wenig konspirativ – in einem Landgasthof südlich der Elbe. Und der Ton zwischen den beiden wurde sodann auch persönlicher und vertrauter.

„Sie werden sehen, lieber Johann,“ prognostizierte Kohlhaase salbungsvoll, „mein Töchterlein ist gut erzogen und wird sich schon brav in die Ehe mit Ihnen als rechte Gattin einzufügen wissen.“ Und als er den skeptischen Blick seines Gegenübers vernahm, fügte er hinzu, wobei er sich in den Stuhl zurücklehnte und seine Daumen links und rechts unter seiner Weste verhakte: „Ein junges Fohlen. Ja, ein wenig ist es gleich zu seh´n. Und es wird sich seine Bockigkeit dann schon austreiben lassen, mit gutem Beritt und bei Bedarf mit recht geschwungener Gerte.“ Er stieß einen bellenden Lacher aus und ließ ein breites Grinsen folgen. „Es wäre nicht das erste Weib, das auf diese Weis´ zur Zucht und Ordnung gelangt ward. Und schwängern Sie sie justament, am besten eins ums andere Mal. Denn ward sie erst zur Mutter, werden sich die Flausen von ganz allein verscheucht haben.“

Als die Zeit der Trauung nahte, es war nun auch der Winter in der Luft, begann Katharina Kohlhaase für ihre Tochter die Vorbereitungen für ihren Fortgang aus dem elterlichen Landsitz zu gestalten. Es galt, die eine um die andere Truhe und die Koffer zu füllen, damit es zur rechten Zeit gelänge, den töchterlichen Besitz an Kleidern, Hüten, Schuhen der Übersiedlung in das eheliche Haus zu erledigen. Auch war es ihr ein Anliegen, ein paar schöne Tischdecken, Servietten, beste Leinen, ein Silberbesteck zu übereignen, welches noch ihr selbst, von ihrer Mutter, aus der Linie der Sonnenbergs bei gleichem Anlass in die Ehe gegeben hatte.

Es war sodann ein seltsam anheimelnder Anblick, als Koffer, Truhen und runde Hutschachteln beieinander gehortet standen, und Katharina Kohlhaase vergoss bei deren Betrachtung dann auch reichlich Tränen. Mit noch feuchten Augen ging sie kurz in ihr Ankleidezimmer und nahm aus einer kleinen versteckten Schublade in ihrer Spiegelkommode ein Seidensäckchen. Danach ging sie zurück zu ihrer Tochter und setzte sich neben diese. Und so saßen Mutter und Kind für einen Moment noch schweigend nebeneinander auf dem Bett. Dann griff Katharina Viktorias Hand und legte den Seidensack in diese.

„Liebstes Kind!“, sagte die Mutter leise und gefasst. „Nimm diesen Schmuck von mir und bewahre ihn in Ehren. Es ist die Tradition, dass uns´re Töchter eine zur anderen Besitz erhalten. So mache es dann auch, wenn Gott Dir Töchter schenken sollte. Die Ringe, Ketten und Hänger haben nun schon einige Trägerinnen geseh´n und diese stets geschmückt. So soll´ auch sie Dir dienen und Dir Glück und Segen bringen.“

Viktoria aber legte die glitzernde Gabe schnell zur Seite. „Soso, … die Trägerinnen geschmückt …!“, gab sie ihrer Mutter zur Antwort. „Ihnen sei nun versichert, Frau Mama, dass ich mich wahrlich nicht zu schmücken gedenke. Weder zur Ehre meiner, noch zu der eines ungeliebten Gatten. Behaltet Euren glimmrig Schatz, ich will ihn nicht. Und was ich an guter Sitte und braver Folge ganz durch Zwang erfülle, ist dann genug der Pflicht und braucht nicht noch gleisnerische Tünche.“

Die Mutter war nun sehr getrübt. Aber da war ja noch etwas, was sie ihrer Tochter überreichen wollte. Sie zauberte geschickt ein Couvert hervor und reichte dieses ihrer Viktoria.

„Es ward am gestrigen Tage ein Brief für Dich abgegeben.“, erklärte sie, immer diesen immer noch dem Kind entgegenstreckend. „Du warst auf Deinem Heidegang, als der Postwagen hielt und mir der Brief übergeben wurde. Ich habe diesen gleich für mich behalten, derohalben es Deinem Vater nicht zur Kenntnis gelangt ward. Nimm ihn an und lese ihn. Er ist ganz noch so wie er gekommen ist, was Du am Siegel wirst erkennen.“

Viktoria nahm das Couvert und las den Absender: `Frau Ottilie Nissle.´ Und die Schreiberin hatte vorsorglich noch ergänzt: `geborene Krottenkamp´.

„Es wird wohl Deine Schwägerin Dir einen Gruß zu senden haben.“, konjizierte Katharina. „D´rum zier Dich nicht, mein Kind, und lese ihn gewogen und in Ruh, denn es wird nur gute Absicht zu erkennen werden, ich hab´s ganz im Gefühl.“

Viktoria aber zögerte nicht. Mit stoischer Miene tat sie den Brief sodann in viele kleine Teile zerreißen, ganz schnell und vor den entsetzten Augen der Mutter. Dann ging sie zum Kamin, und dieser hatte noch gute Glut auf dem Rost. Und nach wenigen Sekunden, erst färbten sich die Ränder des Papiers braun und schwarz, räkelten sich helle Flammen empor, und sie fraßen Ottilies Nachricht ganz und gar, bis nur noch Asche übrig war. Der rote Siegellack ward ganz zähflüssig geworden und floss nun tropfend vom glühenden Scheid, ganz so, als würde er dem Blute einer offenen Wunde nacheifern wollen.

Sodann verließ die junge Frau wortlos ihr Zimmer, denn die Pferde sollten heut noch versorgt sein. Katharina Kohlhaase, nun nochmals mehr verbittert, überlegte kurz, dann nahm sie den prallen Seidensack und vergrub diesen in einem kleinen Koffer ihrer Tochter. Es sollte doch der Tradition kein Abbruch erfolgen.

TEIL 2

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