Emely Bonhoeffer - Glock 17

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Glock 17: краткое содержание, описание и аннотация

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Der Schmerz schuf ihre Wut – und die schuf ihren Willen.
"Mein richtiger Name ist Olivia Alvarez.
Ich wurde in Spanien geboren.
In einem Kartell."
Als Gefangene wuchs sie dort auf.
Eingeschlossen von Mauern aus Kälte, Hass und Gewalt.
Nach Jahren voller Schmerzen und Qualen gelang ihr endlich die Flucht.
Die Männer im Kartell lehrten sie die Grausamkeit, dass man für jeden Atemzug, den man machte, zu kämpfen hatte.
Sie zeigten ihr auch, wie.
Doch genau das war ihr Fehler.
Denn sie ist wieder da – und sinnt auf Rache.
Und sie wird nicht aufhören, zu wüten und zu zerstören, bis jede alte Rechnung gebührend beglichen ist!

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So wie dieses Tuch werde ich dich und deine Verbrecherburg versenken, hallten die Worte in ihrem Kopf.

Schließlich wollte sie Sergio nicht länger warten lassen und verließ den Schauplatz des ersten Mordes für diesen Abend.

Ihre Schritte waren leise und bedacht, ihre Haltung jedoch betont lässig. Unbemerkt stahl sie sich vor bis zum Ende der Jacht. Immer wieder kamen ihr Leute entgegen, doch sie reagierte, wie es ihr beigebracht wurde, und versteckte sich entweder in einem Nebenzimmer oder einem kleinen Nebengang, von dem es auf der riesigen Jacht unzählige gab. Sie hasste es, sich zu verstecken. Theoretisch hätte sie diese Menschen leicht ins Koma befördern können, doch ihr Menschenverstand, auf den sie diesmal wieder hörte, erinnerte sie daran, dass, wenn sie auch nur einem Unschuldigen etwas tat, sie kaum besser wäre als die Männer des Kartells. Und auf das Niveau eines skrupellosen Bastards wollte sie sich, zumindest wenn es um Unbeteiligte ging, nicht herablassen.

Andererseits: War sie sich wirklich sicher, dass sie nicht schuldig war? Besser als die Verbrecher des Kartells? Dass sie nie etwas getan hatte, wofür sie Bestrafung verdiente? Natürlich wusste sie, dass es absolut illegal war, jemanden zu töten, aber obwohl es rechtlich verboten war, empfand sie es moralisch in Ordnung, die Welt von Schwerverbrechern wie den Leuten des Kartells zu befreien. Außerdem war es der von ihr gewählte Weg, mit ihrer immer wiederkehrenden, sie quälenden Vergangenheit, abzuschließen.

Ihre Gedanken kreisten, bis sie plötzlich bemerkte, dass sie vor der Tür mit der ins dunkle Holz eingelassenen goldenen Nummer 23 stand. Sofort rückte ihr Gedankengang in den Hintergrund und etwas veränderte sich in ihr. Ein Schalter in ihrem Inneren wurde umgelegt, der den Sturm aus Schmerz und Hass in ihr freiließ und ein gefährliches Glitzern in ihren Augen erweckte, das durch ihren Rachedurst angeheizt wurde. Glasklar sah sie ihr Ziel vor sich, wappnete sich für den bevorstehenden Kampf und nahm ihre ganze Kraft zusammen. Ein letztes Mal holte sie tief Luft, bevor sie schwankend die Höhle des Löwen betrat – ganz in ihrer Rolle als Partygast, der sich betrunken auf dem Schiff verlaufen hatte. Nachdem sie die vergoldete Klinke heruntergedrückt und einen Fuß in das dahinterliegende Zimmer gesetzt hatte, scannte sie es auf alles Mögliche ab: Personen, Waffen, potenzielle Gefahrenquellen und alles, was ihr zum Problem werden könnte. Bewusst strauchelte sie und hielt sich an einem Ledersessel fest, der zu ihrer Linken platziert war. Als sie lachte, merkte sie, wie sich jedes einzelne Augenpaar in dem Zimmer an sie heftete.

„Ich glaube, der sechste Martini heute Abend war vielleicht etwas viel gewesen ...“, lallte sie leicht. Als sie sich durchs dunkelblonde Haar fuhr, schlug sie die Augen nieder, nur, um sie wenige Augenblicke später aufzuschlagen und Sergio damit zu fixieren. Wie ein Mafiaboss thronte er auf einer Ledercouch in seinem schwarzen Anzug, das weiße Hemd so wie Argus nicht vollständig zugeknöpft, und hielt ein halbvolles Whiskeyglas in seiner rechten Hand, umgeben von zwei Frauen, deren Kleider sogar noch kürzer als das von Olivia waren. Sergio wirkte jung und absolut erholt, denn, obwohl er ganz klar zur Generation ihres Vaters gehörte, verstand er es, sein Alter erfolgreich zu verschleiern. Die schwarzen Haare trug er wie immer: typisch spanisch zwar kurz, aber mit Locken, die ihm etwas in die Stirn fielen. Seine Augen standen im Kontrast zu seinem düsteren Auftreten und funkelten hell wie Sterne in der Nacht. Aufmerksame Sterne, die jede Bewegung wahrnahmen und darauf blitzschnell reagieren konnten, wenn man mal etwas unternahm, was ihnen nicht gefiel. Diese Augen hatten sie bis in ihre Albträume verfolgt, meistens begleitet von seinem dämonischen Lachen und ihren erstickten Schreien. Oh ja, Sergio zu töten würde nicht einfach werden, vor allem, weil mit ihm und den Frauen noch vier Wachleute im Raum waren, die sie aktuell umkreist hatten und ihr keine Chance ließen, näher als zehn Schritte an ihre Zielperson heranzutreten.

Dann starte ich die Show mal, dachte Olivia sich. „Störe ich etwa gerade bei einer Privatparty?“, fragte sie. Als keiner reagierte, kicherte sie betrunken und plapperte weiter: „Aber ich muss schon sagen, dem Gastgeber könnte man mal richtig danken, ich meine …“ Sie deutete an zu fallen und die Bodyguards stützten sie wie erwartet. „Danke“, murmelte sie in deren Richtung. „Also, wo war ich? Ach ja, die Party ist echt der Hammer, die Gäste sind so nett, der Champagner ist einfach toll und die Musik, mmh, ich liebe diese Musik. Und dazu zu tanzen, ist echt traumhaft.“

Weil man die Musik hier kaum noch hören konnte, begann sie, vor sich hin summend zu tanzen, drehte sich wackelig und sexy zu einer Melodie in ihrem Kopf und spielte mit ihrem welligen Haar, bevor sie plötzlich stehen blieb. „Wieso ist hier eigentlich keine Musik? Mit Musik wird doch alles besser.“ Ihre Haltung erinnerte an die eines bockigen Kindes, trotzdem schaffte sie es, dabei süß auszuschauen. Mit ihrer Masche, die Unschuld und Niedlichkeit verband, zwei Dinge, die im Kartell aus Prinzip heraus nicht existierten, weckte sie sein Interesse. Abwartend blickte sie Sergio an. Dann fügte sie hinzu: „Das werde ich dem Gastgeber sagen, wenn ich ihn sehe.“

Und damit brach sie das Eis bei ihm, der losprustete und seinen Blick über sie gleiten ließ.

„Was ist so witzig?“, fragte sie mit gespielter Unwissenheit.

Kurz dachte er nach, entschied sich dann aber doch dazu, ihr zu sagen, was sie ohnehin bereits wusste.

„Ich bin der Gastgeber.“ Gönnerhaft erklang Sergios tiefe, angeraute Stimme.

Überraschung zierte ihre Züge, bevor sie ihm schmeichelte. „Sie haben Stil, das muss man Ihnen lassen, aber den habe ich auch.“

Etwas blitzte in seinen Augen auf, während sie erkannte, dass er angebissen hatte. Entspannt lehnte Sergio sich auf seinem Lederungetüm zurück und schlug ein Bein über das andere, was sie als gutes Zeichen wertete. Offensichtlich glaubte er sich nicht in Gefahr, sondern schaute stattdessen amüsiert zu ihr hoch.

„Nun denn“, Olivia setzte zu einer Erklärung an, „ich fände es wirklich besser, wenn hier auch Musik liefe.“

Ihm war natürlich bewusst, was sie damit anstrebte – das dachte er in seiner Einfältigkeit zumindest.

Kurz schien er zu überlegen, dann befahl er: „Ihr habt die Señorita gehört. Schaltet Musik an!“

Einer der Muskelberge setzte sich in Bewegung und aktivierte die Stereoanlage, die im Regal an der Wand einstaubte. Keine zwei Sekunden später tönte „Bad“ von Michael Jackson aus den Lautsprechern. Sie verkniff sich ein wissendes Grinsen. Er war Sergios Lieblingssänger. Olivia war es recht, sie war anpassungsfähig und so fing sie an, zu der schnellen Melodie des Liedes zu tanzen. Sergio beobachtete jede ihrer Bewegungen und ihm schien zu gefallen, was sie ihm bot. So tanzte sie das gesamte Lied durch und erst, als die Musik verklang, stoppte sie.

Sofort klatschte Sergio in die Hände und erhob sich ruckartig. „Beeindruckend, wirklich beeindruckend.“

„Vielen Dank“, erwiderte Olivia mit einem süßen Lächeln auf den vollen Lippen.

Nach ein paar Momenten des Nachdenkens drehte Sergio sich um. Er ordnete an: „Wir sind für heute fertig, ihr dürft gehen! Ihr auch, Männer, ich brauche Sie für heute Abend nicht mehr.“

Damit hatte sie ihr Ziel erreicht: Alle lästigen Hindernisse marschierten geradewegs zur Tür hinaus. Als das letzte verschwunden war, verschloss Olivia den Ausgang. Sicher war sicher. Sergio würde ihr nicht entkommen. „Also dann, verehrter Gastgeber, ich glaube, ich schulde Ihnen noch meinen Dank.“

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