Paul Bar - Die Auswendigpapageien

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Die Auswendigpapageien sind eine relativ neue Gruppe von Leuten, die unser Leben mehr und mehr dominieren. Dies zum Nachteil für den Grossteil der Bevölkerung. In diesem Buch wird aufgezeigt, wie die Auswendigpapageien entstanden sind und wie sie sich rasant vermehren. Ausführlich werden die Auswirkungen dieser verheerenden Entwicklung aufgezeigt. Im letzten Viertel des Buches zeigt der Autor, wie man Gegensteuer geben kann, damit unsere Wirtschaft, und mit ihr unsere Gesellschaft, nicht an die Wand gefahren werden.

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Leider ist sie nicht die einzige, die nicht ins Welschland gegangen ist. Heute gehen viele Maturanden lieber nach Australien, um die englische Sprache zu verbessern. In Australien aber spricht man inzwischen ein kaum mehr verständliches Englisch. Zurück aus Australien weiss man dann immer noch nicht was man studieren soll. In Anbetracht, dass man ja bald zur Elite gehört und das Geld irgendwie von alleine hereinkommt, wählt man am liebsten eine Studienrichtung, die möglichst viel Spass macht und nicht zu viel Stress verursacht. Ob es volkswirtschaftlich Sinn macht, ist kein Thema. Darum werden in der Schweiz die Sozial-wissenschaften mit 25‘000 Studenten am stärksten belegt, gefolgt von 22‘000 Studenten in den Wirtschaftswissenschaften. Mit 16‘000 ist die Zahl der Studenten im Fachbereich Recht deutlich tiefer, aber, gemessen an der Nachfrage, trotzdem ebenfalls zu hoch. Bei den Naturwissenschaften sind es immerhin 13‘500 Studierende. Über 10‘000 Studenten studieren nur Psychologie! Alle anderen Fachbereiche an Hochschulen und Universitäten haben weniger als 10‘000 einge-schriebene Studenten (Bundesamt für Statistik). Noch schlimmer ist es in anderen Ländern. In Spanien z.B. sind gemäss Adecco-Chef de Maiseneire 15 % aller Studienabgänger Historiker! Später ist man dann erstaunt, wenn man keinen passenden Arbeitsplatz findet. In der Schweiz habe ich ein ganz schönes Beispiel gefunden: Patrick Imhasly ist Redaktor im Ressort Wissen der „NZZ am Sonntag“. In seinem Artikel vom 5.2.17 mit dem Titel „ich wünsche mir einen Dorftrottel“ ist er sogar stolz, wenn seine Kinder ein Studium wählen, das sich nicht unbedingt zum Broterwerb eignet. Was für eine verkehrte Welt.

Generell kann festgestellt werden, dass die Allgemeinbildung heute nicht besser als vor 30 Jahren ist, im Gegenteil, sie ist schlechter. Die Gründe dafür sind schnell gefunden. Man macht heute in der Schule alles Mögliche und vernach-lässigt die Basisfächer. Weniger Ordnung und mangelhafte Disziplin sind weitere negative Punkte. Heutige Jugendliche sind schlechter im Lesen, Schreiben und Kopfrechnen. Manuelle Kompetenzen sind nur noch rudimentär vor-handen. Die Jungen lesen weniger Zeitungen und Bücher, schreiben dafür auf Mundartviele SMS und andere Beiträge in Facebook, usw. Es erstaunt deshalb überhaupt nicht, wenn die Fähigkeiten in der hochdeutschen Sprache stark rückläufig sind. Heute sprechen viel weniger Deutschschweizer Französisch als noch vor 30 Jahren. Die Kosten für den Französischunterricht sind zwar höher als früher, weil aber fast niemand mehr das berühmte Welschland-Jahr absolviert, ist es zu dieser für die Schweizer Gesellschaft und Wirtschaft schädlichen Fehlentwicklung ge-kommen. Fachleute mit Kenntnissen der französischen Sprache sind Mangelware. Einerseits schadet dieser Mangel an Sprach-kompetenz dem Werkplatz Schweiz und anderer-seits ist es auch aus gesellschaftspolitischen Gründen bedenklich, wenn junge Deutsch-schweizer keine Ahnung mehr von der franzö-sischen Schweiz haben. Dies schwächt den gesellschaftlichen Zusammenhalt, der sonst in schönen Sonntagsreden doch immer so hoch gehalten wird. Fazit: Man war schon überall auf dieser Erde, aber noch nie im Welschland!

Aktuell tobt eine heisse Diskussion in der Schweiz wegen dem Frühfranzösisch. Im neuen Lehrplan für Primarschüler ist vorgesehen, dass sie zwei Fremdsprachen gleichzeitig lernen sollen, weil es, gemäss unseren Bildungsexperten mit AP-Hintergrund, leichter ist. Dabei ist für die meisten Deutschschweizer das Hochdeutsche fast so schwer wie eine Fremdsprache, sodass es eigentlich drei Fremdsprachen sind, die man lernen sollte. Ich denke, dass jeder normale Mensch feststellen muss, dass damit der Heuwagen stark überladen ist. Englisch ist in der Anfangsphase für deutschsprechende Kinder leichter zu erlernen und ist erst noch trendy. Die französische Sprache hingegen ist etwas ganz anderes, weil sie lateinischen Ursprungs ist. Seit Generationen war dieses Schulfach, v.a. für Buben, eine Qual (der Schreibende einge-schlossen). Trotzdem gingen sehr viele nach der obligatorischen Schule für ein Jahr ins Welschland und lernten Land und Leute kennen. Nach einem Jahr konnten die meisten fliessend französisch sprechen und es entstanden auch sehr schöne Beziehungen unter den Miteidgenossen, was natürlich positiv für den Zusammenhalt der Schweiz war. Seit ca. 30 Jahren ist das „Welschland-Jahr“ aus der Mode gekommen und man beklagt das Auseinanderdriften der Sprach-regionen. Ausgerechnet die sehr jungen Primar-schüler sollen jetzt zwei Fremdsprachen lernen, weil es angeblich für den Zusammenhalt der Schweiz so wichtig sei. Dabei wäre es viel intelligenter, wenn alle Maturanden nach der Mittelschule für sechs Monate im Welschland arbeitenwürden, damit sie fliessend französisch sprechen können und sie würden erst noch besser die „Welschen“ kennen lernen, was dem viel-zitierten Zusammenhalt der Schweiz markant mehr bringen würde. Und last but not least kann der Punkt „fliessend französisch sprechen“ bei der Jobsuche von sehr grossem Vorteil sein.

Kapitel IV Auswendigpapageien in der Wirtschaft

Der Schulbetrieb

Hat man dann endlich das begehrte Diplom oder den Doktortitel, ist man bereit für das reale Leben. Nur von diesem hat man keine Ahnung, denn man war ja bis jetzt immer nur in der Schule (abge-sehen von Praktiken oder Aushilfsjobs). Die Schule ist eine geschützte Werkstatt, die mit dem realen Leben nicht viel zu tun hat. Stimmen die Noten, so hat man ein sehr schönes Leben. Jetzt aber ist man mit dem realen Alltag konfrontiert und nicht wenige stellen fest, dass er zu hart für sie ist. Was liegt näher als ein zweites Studium anzupacken oder sich mit einer Zusatz-ausbildung einer neuen beruflichen Heraus-forderung zu stellen. Ist man dann irgendwo gelandet, so versucht man, den Schulbetrieb in der Firma oder Organisation weiter zu betreiben, denn man kennt ja nur diese Art von Tätigkeit und sie ist erst noch stressfrei. Deshalb gibt es immer mehr interne Weiterbildungskurse und es ist sehr trendy geworden, firmeneigene Akademien zu realisieren. Im Extremfall sind die Angestellten dann mit internen Kursen dermassen beschäftigt, dass sie fast keine Zeit mehr für ihre eigentliche Arbeit auf ihren Positionen haben. Die Devise lautet: Für jedes Problemchen muss ein interner Weiterbildungskurs absolviert werden! Gesunder Menschenverstand ist nicht erwünscht. Ein-gedenk dieser Fakten erstaunt es nicht, dass die grosse Mehrheit der Studenten bei Grossfirmen oder bei Väterchen Staat arbeiten will, wo die Bürokratie besonders grosse Blüten treibt und der Schulbetrieb mehr oder weniger ungestört weiter gehen kann, was zur Folge hat, dass noch mehr Bürokratie produziert wird. Solange genug Geld in die Firma kommt, wird diese Entwicklung kaum hinterfragt. Dies ändert sich erst dann, wenn Umsätze und Margen einbrechen und Verluste ausgewiesen werden. Dann fallen so geistreiche Strategien wie „der Kunde muss im Mittelpunkt stehen“ oder „wir wollen noch näher beim Kunden sein“ oder „die Kundenbedürfnisse haben oberste Priorität“. Diese Slogans sollten eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Sie beweisen aber, dass man vorher mehr mit internem „Schule spielen“ als mit Produkten, Kunden, Märkten und Konkurrenten beschäftigt war. Beim Staat fehlt leider ein Korrigendum, es sei denn, die Politiker würden nicht ständig zusätzliches Geld für die Bürokratie bewilligen. Dem ist leider nicht so, im Gegenteil, man produziert immer noch mehr Gesetze und Vorschriften, die noch mehr Staatsangestellte erfordern und damit noch mehr Steuergelder verschlingen. Gemäss „Schweiz am Wochenende“ wuchs die öffentliche Verwaltung in der Schweiz innerhalb eines Jahrzehnts (2009 bis 2018) um sage und schreibe 23‘000 Stellen. Das sind jährliche Mehrkosten von mindestens 2.5 Milliarden Schweizer Franken. Und es werden in Zukunft immer noch mehr Personen am staat-lichen Tropf hängen und noch mehr Bürokratie produzieren. Es erstaunt deshalb nicht, wenn bei einem immer grösser werdenden Teil der Bevöl-kerung die Frustration steigt, weil sie wissen, dass der normale Bürger dies alles bezahlen muss. Ich denke, bei den Protesten der „gilets jaunes“ in Frankreich ist das einer der Gründe, weshalb sie auf die Strasse gehen.

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