M.T.W. Mayer - Augen wie Gras und Meer

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Milia hat alles, was man sich wünschen kann: wunderschön, reich und angemessen verlobt. Doch als Atlantis untergeht, verliert sie nicht nur ihre Heimat, sondern auch ihre Freiheit. Sie wird in die Wüste entführt, in eine Stadt, in der keine der Regeln zu gelten scheinen, die sie kennt. Als sich die Verhandlungen über ihre Freilassung immer länger hinziehen, wird ihr diese fremde Welt immer mehr zu einer neuen Heimat. Doch sie kann nicht ewig in der Wüste bleiben …

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„In zwei Wochen sollen die Pferde im Tempel geopfert werden“, erklärte Peris weiter. „Und ab diesem Zeitpunkt wird meine geliebte Blume nicht mehr in meinem Garten blühen.“ Wehmütig blickte er zu seiner ältesten Tochter, die ihm zulächelte.

„Ach Vater, Ihr werdet mich noch sehr oft in Eurer Gesellschaft finden, so wahr ich hier mit Euch speise.“

„Da bin ich mir auch sicher, liebster Periandros“, mischte sich wieder sein Handelspartner ein, nachdem er sich die letzten Krümel Kuchen mit einer feinen Serviette vom Mund abwischte. „Und sicherlich wird auch ihr Ehemann häufig bei euch anzutreffen sein. Wenn zwei Händler durch eine Heirat verbunden werden … hach, das klingt nach einer ganz hervorragenden Verbindung.“ Bekräftigend fanden einige süße Trauben den Weg in seinen Mund.

„Gewiss.“ Akis ließ sich von Fara, die mit anderen jungen Sklavinnen bediente, etwas Wein nachschenken. Dabei betrachtete er amüsiert die vom Chiton nicht verdeckten Körperpartien. „Ich bin überzeugt, diese Hochzeit wird sowohl geschäftliche als auch persönliche Vorteile nach sich ziehen.“

„Sag mein liebes Kind“, damit wandte sich der Gast direkt an Milia, „bist du schon gespannt auf das Eheleben?“ Ein anzügliches Lächeln umspielte seine Lippen.

Milia blickte sittsam auf ihre Hände. „Ich freue mich sehr auf meine Hochzeit und mein zukünftiges Leben mit meinem Ehemann.“

Doch bevor Peris‘ Handelspartner dieses Thema vertiefen konnte, zerbrach ein Weinkrug. Anscheinend hatte Akis den Gürtel von Faras Chiton gelockert und bei dem Versuch, das Stück Stoff an seinem Ort zu halten, hatte diese den Krug fallen lassen. Tonscherben und Wein waren auf dem Boden zerstreut, während Akis sich köstlich darüber amüsierte, dass die junge Sklavin sowohl versuchte, Ordnung zu schaffen und sich gleichzeitig nicht aus Unachtsamkeit zu entblößen. Auch der Gast des Hauses lachte herzhaft und betrachtete voller Interesse die gebräunte Haut Faras, während sein beachtlicher Bauch auf und ab wippte. Mit der Hilfe der anderen Sklaven waren die Scherben schnell zusammengetragen und der Wein aufgewischt. Fara zog sich einen Moment zurück, um ihre Kleidung zu richten.

„Eine schöne Sklavin habt ihr da, lieber Akis“, schmeichelte der Gast.

„Eigentlich gehört sie Milia, ich habe sie ihr heute vom Markt mitgebracht.“

„Tatsächlich? Woher stammt sie? Eine derartige Schönheit würde auch mein Haus zieren.“ Der Handelspartner leckte sich über die dicken Lippen.

„Aus der Wüste Afrikas. Vermutlich eine Nomadin, erklärte mir der Händler.“

„Nun dann, mit etwas Glück kann eine meiner Karawanen auch eine Nomadin wie sie fangen.“ Dabei lachte der Handelspartner. „Und ich bin mir sicher, sie hätte nichts dagegen, ein ärmliches Zelt gegen die Pracht meiner Villa zu tauschen.“

„Sicherlich nicht“, stimmte Peris zu.

„Oder gegen ein warmes Bett“, murmelte Akis, als Fara wieder ins Triclinium trat.

Der nächste Tag war von geschäftigem Treiben geprägt. Am Abend würde eine Feier anlässlich Milias Verlobten Charis in seiner Villa veranstaltet. Sein fünfundzwanzigster Namenstag war zu begehen. Aus diesem Grund prüfte Milia nochmals sorgfältig die Kleidung, die sie für den Abend ausgewählt hatte – einen reich verzierten dunkelblauen Peplos. Nochmals sprach sie mit Sia über ihre Frisur, den Schmuck und ihre Schuhe. Danach übte sie erneut das Lied auf der Lyra, das sie heute zur Freude ihres zukünftigen Ehemannes vortragen wollte. Schließlich begab sie sich in die Thermen.

Als sie abends ins Atrium trat, war sie sich ihrer Schönheit bewusst, die bei dem Festmahl sicherlich sowohl Charis als auch alle anderen Männer davon überzeugen würde, welch ein Glück es doch war, sie als seine Gattin bezeichnen zu dürfen. Akis half ihr und Dora – die den ganzen Tag auf Peris eingeredet hatte, bis sie mitdurfte – in die Sänfte, dann begaben sie sich in das Haus, welches in wenigen Wochen ihr neues Zuhause sein würde.

Es lag am Rande von Atlantis, wodurch die Wege auf den Markt, in die Thermen oder das Theater etwas länger waren, dafür jedoch mehr Platz für Gärten oder zusätzliche Räume zur Verfügung stand. Dem Reichtum seines Besitzers angemessen erstrahlte es in vollem Glanze und schon von weitem war zu hören, dass sie ein großes Fest mit vielen Gästen erleben würden. Dora überprüfte immer wieder nervös ihre Frisur oder den Faltenwurf ihres Peplos. Das war das erste große Fest an dem sie teilnahm, das nicht bei ihnen zuhause veranstaltet wurde. Dementsprechend aufgeregt war sie. Milia legte ihre Hand auf die ihrer kleinen Schwester, einerseits, um sie zu beruhigen, aber andererseits auch, um sie davon abzuhalten, durch das ständige nesteln ihr Aussehen zu ruinieren.

Als sie die großzügige Villa betraten, schien es, als würde überall gefeiert werden: an jeder freien Stelle standen auffallen hübsche und junge Sklaven, in so wenig durchsichtigen Stoff wie nur möglich gehüllt, in den Händen Weinamphoren oder kleine Köstlichkeiten haltend, um sowohl das Auge als auch den Gaumen zu entzücken. Musik kam aus dem Garten, überall waren Kerzen und Lampen verteilt, die die Räume wie Traumlandschaften erscheinen ließen und die Malereien an den Wänden lebendig machten. Die Sagen, verewigt auf dem Stein, begannen ihre Geschichten zu erzählen, Helden kämpften tapfer, Seeungeheuer verlangten nach ihrer Beute oder Götter spielten ihre Spiele mit den Sterblichen.

Plötzlich stand Charis in seiner ganzen Pracht vor ihnen. Man sah ihm seine griechischen Vorfahren deutlich an mit seinem markanten Kinn, der stolzen Nase und den dunklen Locken, die sich elegant um sein Gesicht rankten. Seine Gestalt hielt alles, was sich die Dichter von einem wahren und edlen Griechen versprachen. „Oh geliebte Freunde – ach nein! – vielmehr geliebte Familie! Was sind schon zwei Wochen gegen die Ewigkeit, die ich mit euch an meiner Seite verbringen darf!“ Er begrüßte Peris und Akis überschwänglich, bevor er sich Dora und letztendlich seiner Verlobten zuwandte. „Mir scheint, du wirst mit jedem Tag schöner und liebreizender, geliebte Milia.“

Kurz drückte er ihre Hand, bevor sie durch sein Haus geführt wurden. Milia fühlte, wie ihre Brust vor Stolz anschwoll, dass diese Pracht bald ihr Heim sein würde und Charis an ihrer Seite.

Er führte sie in sein großzügiges Triclinium und platzierte sie auf Ehrenplätzen. Sogar Dora durfte, obwohl sie eigentlich zu jung war, auf einer Liege Platz nehmen. Die Speisen und Getränke waren vorzüglich. Peris, Akis und Charis unterhielten sich viel über geschäftliche Angelegenheiten, während Milia entspannt mit den anwesenden Damen plauderte. Dora hörte aufmerksam zu und versuchte, in dieser für sie ungewohnten Körperhaltung so elegant wie möglich zu essen. Regelmäßig wurden Trinksprüche gegeben, meist auf Charis‘ Wohl und sein Glück, mit Milia verlobt zu sein. Je mehr Wein jedoch floss, desto öfter wurden auch anzüglichere Witze gemacht, die Dora die Schamesröte ins Gesicht trieben, worüber sich wiederum die Sprecher köstlich amüsierten.

Zwischen all dem Gelächter, Essen und Gesprächen wandte sich ein guter Freund von Charis an Milia. „Wie ihr hörte, schöne Aimilia, seid Ihr nicht nur begabt im Umgang mit der Lyra, sondern besitzt dazu noch eine liebreizende Stimme, die Eurer Anmut in nichts nachsteht.“ Dies war der Anfang vieler Schmeicheleien und Bitten der Anwesenden, Milia möge doch ihre Lyra holen und für die Gäste und zu Ehren ihres Verlobten etwas vortragen.

„Bitte Geliebte, tu es für mich“, hofierte ihr auch Charis. Da Milia nur auf die Aussprache seines Wunsches gewartet hatte, ließ sie von einer Sklavin ihre Lyra aus der Sänfte holen. Im Triclinium wurde es überraschend still als sie ihre Finger über die Saiten gleiten ließ und ein Lied über eine Frau sang, die von ihrer Sehnsucht verzehrt auf ihren Mann wartete, der über die Meere zog, um Schätze zu finden und sie ihr vor die Füße zu legen. Als sie geendet hatte, gab Charis ihr voller Überschwang einen Kuss auf die Wange und prahlte vor seinen jubelnden Gästen damit, die talentierteste Sängerin und Lyraspielerin zu heiraten. Und obwohl Milia scheinbar bescheiden auf die Lobpreisungen reagierte, die noch den ganzen Abend folgen sollten, führte jede weitere Zustimmung dazu, dass sie sich selbst in einem noch glorreicherem Licht sah als sonst.

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