Rainer Ballnus - Plötzlich auf Föhr

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Tatort Nordseeinsel Föhr
Drei Menschen haben ein Motiv, Geld von der Wyker Inselbank abzuheben: Ein Obdachloser, um eine gefundene Dollarnote einzutauschen, eine Rentnerin, um einen lang ersehnten Pelzmantel zu kaufen und ein Urlauber, um seiner blonden Neu-Entdeckung imponieren zu können.
Sie werden gemeinsam mit einer depressiven Kassiererin und einem standhaften Filialleiter Opfer eines Bankräubers, der auch ein Motiv hat, Geld «abzuheben» – ein edles sogar.
Die Geiseln erleben viele Stunden der Todes-Angst, aber auch der Solidarität mit dem Geiselnehmer; die Angehörigen laufen Sturm, und bei der Polizei bricht das Chaos aus. Die eingesetzten Spezialeinheiten arbeiten mit- und gegeneinander.
Am Ende gibt es zwar keine Laudatio für den Verbrecher, aber viel Mitgefühl – auch vom Chef-Verhandler der Polizei.

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War das heute ein ver­flixter Vormittag gewesen. Die Kunden hatten sich die Klinke in die Hand gege­ben. Solch ein An­drang war nicht zu erwarten gewesen und das ausgerechnet heute. Nicht einmal die Zeit, mit seiner Kassiererin das Wichtigste zu bespre­chen, hatte er gefunden. Er dachte an sein Versprechen, zuckte mit den Schultern und seufzte.

„Na, Frau Mommsen, das war ja wie ver­hext heute. Zu dumm, wir werden wohl doch noch Überstunden einlegen müssen. Ich werde schon mal meine Frau anrufen, dass sie sich seelisch darauf vorbereitet, was meinen Sie?“

„Aber Chef, Sie wollen doch in den Urlaub.“

Die Kas­siererin wollte unbedingt ihr Zuspätkommen wieder gutmachen.

Er blieb zwar skep­tisch, telefonierte aber nicht, sondern bat sie, Kaffee aufzusetzen. Behutsam fasste er an ihre Schulter.

„Sie werden es schon schaffen.“

„Möchten Sie mehr als zwei Tassen?“ drehte sich Elke Mommsen zu ihm um und ging dabei nicht auf ihn ein. Der Banker wollte gerade antworten, da ging die Tür auf und nacheinander betraten drei Kunden die Filiale, vorneweg ein Mann, zerlumpt und völlig durchnässt, ge­folgt von einem Herrn, der gerade seinen Hut zog und die Regentropfen abschlug. Als letztes erkannte er Erna Jensen, eine langjährige Kundin, die ih­ren Schirm in den Ständer steckte.

Auch das noch, würgte er seinen Ärger hinunter.

Missgelaunt ging sein Blick zur Uhr. Es war genau fünf vor zwölf.

Polizeiobermeister Feller…

… war dabei, eine Zeugenvernehmung abzuschließen. Es ging um einen läppischen Verkehrsunfall, bei dem sich die Parteien wie so oft wieder einmal nicht einigen konnten.

„Fällt Ihnen sonst noch irgendetwas ein?“

„Nein, ich glaube nicht“, schüttelte der Zeuge den Kopf.

Gott sei Dank, dachte der Schutzmann. Diese Routinefälle sag­ten ihm nicht zu, ja sie langweilten ihn sogar. Er brauchte immer 'Action', wie er sich auszu­drücken pflegte. Aber auf dieser grünen, herrlichen Urlaubsinsel war ja auch nichts los, immer das Gleiche: ein paar Verkehrsunfälle, eini­ge Schlägereien mit Betrunkenen und das war es denn auch schon. Eigentlich war er ganz froh gewesen, nach hier ‚zwangsabgeordnet’ worden zu sein. Ein Kollege war ernsthaft erkrankt und deshalb hatte er auch gleich zugestimmt. Aber wie gesagt, auf Dauer war das hier nicht sein Job.

„Hier haben Sie ein Komma falsch ge­setzt“, unterbrach ihn der Zeuge in seinen Gedanken und hielt ihm das Papier unter die Nase.

So ein Großkotz, ärgerte sich Feller im Stillen. Solche ‘Kunden’ liebte er ganz be­sonders. Ruppig riss er ihm das Schriftstück aus den Händen und korrigierte den Fehler. Nach seiner Unterschrift verließ der Zeuge grinsend das Dienstzimmer und konnte sich eine Bemerkung nicht verkneifen.

„Auch Polizi­sten lernen gelegentlich noch hinzu!“

Feller war mit einem Satz bei der Tür und wollte diesem arroganten Zeitgenossen etwas hinterher brüllen, da klingelte das Telefon.

„Polizeistation Wyk, Feller, ach du bist es, Schatz.“ Im nächsten Augenblick war er wieder versöhnt.

„Ja, mein Liebling, ich komme pünktlich, ich nehme die Fähre um fünfzehn ­Uhr fünfundvierzig und dann kannst du mich um halb sechs in deine Arme schließen“, flüsterte er zärtlich in die Sprechmuschel, betont leise, weil im Zimmer nebenan bei offener Tür sein Chef saß und vermutlich schon wieder große Ohren bekam.

„Na Kollege, das war wohl Ihre Frau, was?“

Der Chef, Polizeihauptmeister Witt, war in die Türfüllung getreten. Hab' ich mir es doch gedacht, zürnte Feller innerlich, doch bevor er eine treffende Bemerkung loswerden konnte, überraschte ihn der Stationsleiter mit einem Vorschlag:

„Passen Sie auf, bei solch einem Sauwetter ist sowie­so nichts los und außer­dem kommt ja der Kollege Peters um fünf. Nehmen Sie doch eine Fähre früher, dann ha­ben Sie doch noch etwas vom Tag - und von Ihrer Frau“, fügte er nach einer kleinen Pause schmunzelnd hinzu.

„Da bin ich aber platt, Chef!“

Doch bevor dieser sich das anders überlegte, packte er eiligst seine Akten zusammen und schaute auf seine Armbanduhr: Es war genau zwölf. In diesem Moment rasselte im Büro des Chefs der Alarmkasten. Ganz ohne Hektik hör­te er den Stationsleiter rufen:

„Das kommt von der Inselbank; wahrscheinlich wieder einer dieser blöden Fehlalarme, vermutlich von der 'Putze'. Schauen Sie doch mal nach, Kollege Feller. Das dürfte dann wohl die letzte Amtshandlung für Sie heute gewesen sein.“

Dieser nickte, schnallte sein Koppel mit der Pistole um, holte sich den Schlüssel für den Dienstwagen und machte sich auf den Weg. Auch er dachte nur an einen Fehlalarm. Deshalb ließ er sich auch Zeit. Das passte eigentlich gar nicht zu ihm, denn er nahm sonst jeden Alarm ernst und das nicht nur, weil es die Dienstvorschrift verlangte.

Feller hatte nur noch wenige 100 Meter bis zur Bank und war mit sei­nen Gedanken bei seiner Frau. Ungeduldig stand er an der Ampel und wartete auf die Grünphase. Aber es dauerte und dauerte und ihm riss der Geduldsfaden. Er zog den Wagen nach links an den wartenden Autos vorbei und rauschte auf die Kreuzung zu. Ganz automatisch ging seine Hand zum Schalter für Blaulicht und Martinshorn und damit nahm das Drama seinen Lauf.

„Ich sag’s nicht noch mal!

Das ist ein Überfall! Alle an die Wand! Das Geld hier hinein!“

Alle schauten wie erstarrt zur Tür. Dort stand ein Mann im dunkelblauen Rollkragenpullover, der bis über das Kinn hochgezogen war. Der Kopf steckte in einer Strumpfmaske; die Nase war platt gedrückt. Er trug Handschuhe und drohte mit einem Revolver. In der linken Hand hielt er eine Plastiktüte hoch und ging da­mit auf die Kassiererin zu.

Matthießen erkannte die Gefahr sofort. Elke Mommsen in ihrer Kassenbox schwankte. Sie war wachsbleich im Gesicht und drohte, ohnmächtig zu werden. Er musste also handeln. Vorher drückte er allerdings noch unbemerkt auf den Knopf für den ‘stillen’ Alarm.

Doch er kam zu spät. Der Räuber machte zwei weitere Schritte auf die Kassiererin zu und brüllte sie an:

„Hier in die Tüte, aber dalli und keine Tricks!“

Jetzt galt es, einen klaren Kopf zu behalten. Elke Mommsen bereitete ihm große Sorgen; sie konnte sich selbst, aber auch die anderen in höchste Gefahr bringen.

„Geben Sie her, ich mach' das!“, rief er mit fester Stimme und war mit ein paar Schritten bei der Kassenbox.

„Wieso, ist das Fräulein unpässlich? Na meinetwegen, aber schnell muss es gehen!“

Der Filialleiter fasste vorsichtig die Tüte. Er hatte es jetzt nicht be­sonders eilig, denn er wollte der Polizei einen Vorsprung verschaffen. Betont langsam schloss er die Tür zur Kassenbox auf und in diesem Augenblick sackte seine Kas­siererin langsam in sich zusammen, streifte mit dem Kinn die Kante des Tresens und drohte nach hinten zu fallen. Blitzschnell sprang er zu und konnte gerade noch verhindern, dass sie mit dem Hinterkopf auf den Fliesenboden schlug.

Sein nächster Blick galt dem Täter.

„Einen Augenblick bitte, ich möchte die Frau nur kurz auf den Sessel zie­hen“, bat er mit leiser Stimme. Doch der Räuber richtete seine Waffe gezielt auf den Filialleiter und brüllte:

„Fallen las­sen! Sofort fallen lassen! Das Geld hinein, sonst knallt's!“

Matthießen erkannte den bitteren Ernst, ließ Elke sanft auf den Fußboden zurückgleiten, nahm die Tüte und zog die Geldschublade auf.

Die Kunden waren seit Beginn des Über­falls wie angewurzelt auf ihren Plätzen stehen ge­blieben. Niemand wagte jetzt, sich zu rühren oder doch?

Der Landstreicher meinte, eine günstige Chance zur Flucht erkannt zu haben. Vorsichtig setzte er seinen linken Fuß nach hinten und zog den rechten langsam nach. Schritt für Schritt kam er der Eingangstür näher. Er jubilierte innerlich. Von den anderen hatte nur Karl Padow das Manöver mitbekommen und überlegte gerade, ob er es auch noch schaf­fen würde, da hörte er die Rentnerin Erna Jensen lospoltern:

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