Edmund Linden - Die Rückseite des Mondes

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Veronika ist eine attraktive und selbstbewusste Lehrerin und lebt seit zehn Jahren mit ihrem Jugendfreund Peter, einem Anwalt, zusammen. In der Schule lernt sie ihren Kollegen Martin kennen, der für sie die große Liebe wird. Sie trennt sich von Peter und heiratet Martin. Als dieser sie aber mit einer Kollegin betrügt, ist sie zutiefst gekränkt und lässt sich scheiden, versinkt danach aber in eine Depression, aus der sie erst mühsam nach Jahren herausfindet, Gespräche mit ihrer Therapeutin und ihren Freundinnen und eine kurze Beziehung mit Joachim, einem Politiker der Grünen, führen dazu, dass sie das Modell der großen Liebe in Frage stellt.

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Es wurde viel über ihn geredet. Schon nach wenigen Tagen hatte man sie im Vertrauen darüber aufgeklärt, dass Martin ein notorischer Frauenheld sei, bindungsunwillig und -unfähig. Sein Verhältnis zu seinen Schülern und besonders seinen Schülerinnen fanden manche bedenklich, andere sprachen von einem besonderen Geschick, um das man ihn nur beneiden könne. Martin begegnete Veronika stets freundlich und plauderte gelegentlich mit ihr. Bei Gesprächen über Schüler, zu denen es hin und wieder Anlass gab, blieb er stets bei der Sache. Annäherungsversuche machte er nicht, aber man duzte sich bald. Auch bis zu ihm war wohl durchgedrungen, dass Veronika in festen Händen war.

Im Herbst fragte er sie, ob sie ihn auf der Tutandenfahrt nach Paris begleiten möchte. Sein Französisch sei so dürftig, dass er eine Begleitperson, die dieser Sprache mächtig sei, gut brauchen könne. Veronika sagte gern zu, zumal einige ihrer Französisch-Schüler in Martins Tutandengruppe waren. Sie musste sich nicht um die Vorbereitung der Fahrt kümmern, Martin hatte alles bestens organisiert. Man fuhr mit dem Zug, weil man in Paris die Metro nutzen konnte und deshalb keinen Bus brauchte. Im Zug setzte sich Martin neben sie und überließ die Schüler sich selbst, was aber keine Probleme bereitete, da die Schüler sich tadellos benahmen.

Veronika erinnerte sich daran, dass ihre eigenen Lehrer vor Klassenfahrten eine Menge Verhaltensregeln ausgegeben und einen Strafenkatalog für Fehlverhalten heruntergebetet hatten, was sie und ihre Mitschüler aber nie davon abgehalten hatte, allerhand Blödsinn zu machen und die Geduld ihrer Lehrer zu testen. Martin hatte dagegen auf der Informationsveranstaltung vor der Tutandenfahrt zu Veronikas Erstaunen lediglich das Programm vorgestellt und einige Schüler über die Sehenswürdigkeiten referieren lassen, die er mit seiner Gruppe besuchen wollte.

Veronika wunderte sich auch darüber, dass Martin sich von seinen Schülern siezen ließ und sie auch siezte.

„Von einem so fortschrittlichen Lehrer wie dir hätte ich erwartet, dass er mit den Schülern per Du ist“, sagte Veronika.

„Davon halte ich nichts“, sagte Martin. „solange ich die Schüler benoten muss. Wenn sie Abi haben, können sie mich gerne duzen; aber bis dahin gehören wir zwei verschiedenen Lagern an.“

„Einige Lehrer an unserer Schule duzen aber ihre Schüler“, wandte Veronika ein.

„Das sind nicht unbedingt die besten“ sagte Martin. Er nannte aber keine Namen.

„Weißt du, wen ich besonders schätze?“, fuhr Martin fort, „Überlinger und Kunze.“

Veronika war überrascht. Die beiden Genannten waren erzkonservative Knochen. Überlinger war ein kleines, nervöses Männlein, Kunze ein Typ wie Herr Peeperkorn mit wehendem, weißem Haar. Beide galten als besonders streng.

„Die verstehen ihr Handwerk und bringen den Schülern etwas bei, und die Schüler wissen das zu schätzen. Die Duzer überspielen oft nur ihre eigenen Schwächen, genau wie die Typen, die den Schülern die guten Noten hinterherwerfen. Die biedern sich an, weil sie es nötig haben.“

Das Jugendhotel, in dem sie in Paris unterkamen, lag in der Nähe des Stadtzentrums. Der Komfort war gering, aber das Frühstück war annehmbar und die Zimmer waren leidlich sauber. Als einige Mädchen kritische Anmerkungen zur Qualität der Unterkunft machten, legte Martin ihnen nahe, bei ihrem nächsten Aufenthalt in Paris sich in einem Fünf-Sterne-Hotel einzumieten. Martin und Veronika hatten als Betreuer je ein Einzelzimmer, die Schüler mussten mit Vierbettzimmern vorlieb nehmen. Das erste Abendessen nahm die Gruppe in einer Pizzeria ein. Veronikas Sprachkenntnisse wurden dabei nicht benötigt. Ihre Aufgabe bestand darin, am Abend in die Mädchenzimmer zu gehen, nachzusehen, ob alle da wären, und eine gute Nacht zu wünschen.

Das Besuchsprogramm war das Übliche: eine Rundfahrt mit dem Sightseeing-Bus zur räumlichen Orientierung, dann Notre Dame und Eiffelturm, in den nächsten Tagen Louvre und Montmatre, Arc de Triomphe, Place de la Bastille und am dritten Tag Versailles. Bei allen Besichtigungen gab es Führungen in mehr oder weniger gutem Deutsch. Zwei Nachmittage hatten die Schüler zur freien Verfügung, jedoch sollten sie nicht einzeln herumlaufen, sondern in Gruppen von mindestens drei Personen. Man traf sich wieder zum Abendessen. Am vorletzten Abend war der Besuch einer Disco vorgesehen. Martin und Veronika wollten nicht mit. Sie sagten, sie seien zu alt, was ihnen von den Schülern als Fishing-for-compliments ausgelegt wurde, sie aber nicht zum Mitgehen bewegen konnte. Als Zeit der Rückkehr wurde mit Verweis auf die Hausordnung zwölf Uhr festgelegt. Neben den beiden Lehrern blieben auch einige Mädchen im Hotel.

Wie die meisten Abende saßen Veronika und Martin bei einem Rotwein auf der Terrasse. Im Gegensatz zu den anderen Abenden wurden sie aber dieses Mal bei ihrer Unterhaltung nicht dauernd von Schülern umlagert, sodass ihre Gespräche zum ersten Mal persönlicher wurden.

„Du bist also verlobt?“, fragte Martin.

„Verlobt nicht, aber fest liiert.“

„Wie lange schon?“

„Seit der elften Klasse. Bald sind es zehn Jahre.“

„Wow!“, sagte Martin. „So lange halten die meisten Ehen nicht. Beneidenswert! Prosit!“ Er trank ihr zu. Sie ließen die Gläser aneinander klingen.

„Und du?“, fragte Veronika?

„Ich bin weder verlobt noch liiert. Ich habe die Richtige noch nicht gefunden, wie man so sagt.“

„Wie man so sagt, hast du aber schon viel gesucht.“

„Sagt man so?“

„Man sagt so.“

„Ich kann mich schlecht entscheiden. Es gibt so viele schöne Frauen.“

„Du kannst nicht alle Frauen glücklich machen.“

„Ich habe schon viele Frauen unglücklich gemacht. Leider! Es tut mir wirklich immer leid; aber es fällt mir schwer, treu zu bleiben.“

„Wie wäre es mit ein wenig Selbstbeherrschung?“

„Ich beherrsche mich dauernd.“

Veronika bekam Lust, Martin zu provozieren:

„Du bist also eigentlich zu bedauern.“

„So weit muss das Mitgefühl nicht gehen.“

„Ich verschwende mein Mitgefühl gerne an hoffnungslose Fälle.“

„Prost!“, sagte Martin. Veronika prostete zurück.

„Und wer ist der Glückliche?“ Martin nahm den Gesprächsanfang wieder auf.

„Einer aus der zwölften Klasse.“

„Ist er da immer noch?“

„Jetzt arbeitet er bei „Menzel und Wohlfahrt“, in der Anwaltskanzlei.“

„Darf ich dir mal eine indiskrete Frage stellen?“ Martin begann zögerlich. „Die zehn Jahre klingen mir einfach unglaublich. Hast du ihn die ganzen Jahre nie betrogen?“

„Fragen darfst du, aber eine Antwort bekommst du nicht.“

„Schade! Es hätte mich interessiert.“

Er prostete ihr nochmals zu. Dann kamen die ersten Schüler zurück.

Veronika hatte in den zehn Jahren, die sie mit Peter zusammen war, zweimal mit anderen Männern geschlafen. Das erste Mal hatte sie es aus Rache getan, weil Peter sie mit seiner Sekretärin betrogen hatte. Es war nicht schwer für sie gewesen dahinter zu kommen. Peter war so selbstgefällig gewesen, dass er gar nicht daran gedacht hatte, die nötigen Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Er war des Öfteren abends angeblich länger beschäftigt und roch nach einem fremden Parfum, wenn er nach Hause kam. Sie hatte ihm auf den Kopf zu gesagt, dass er sie betrüge. Seine jämmerlichen Ausflüchte hatte sie beiseite gewischt. Schließlich gestand er und versprach, die Beziehung sofort zu beenden.

Veronikas Rache hatte nicht den gewünschten Erfolg gehabt. Nach der Nacht mit einem Kollegen von Peter fühlte sie sich beschmutzt. Schlimmer war, dass sie diesen Mann, der ihr schon länger eindeutige Angebote gemacht hatte, nun nicht mehr los wurde.

Der zweite Seitensprung war eine Liebesangelegenheit. Andres war eine Kneipenbekanntschaft, ein Kunststudent, dessen Leidenschaft für die Malerei sie faszinierte. Die Affäre ging über mehrere Wochen. Schließlich entschied sie sich doch wieder für Peter, weil sie die depressiven Anfälle von Andres zu belastend fand.

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